7132qp
Großer Müggelberg (115m)
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Hier noch der genaue Wortlaut aus dem Geschäftsbericht der Bergbahnen Saas Fee AG, 9. Januar 2004:
"Ab dem Jahr 2006 soll der Cashflow dann primär verwendet werden, um Investitionen zu tätigen zwecks Verbesserung und Erweiterung unseres Angebotes. So sollen im Jahr 2006 zwei Skilifte im Gebiet Morenja-Maste 4/Felskinn ersetzt werden durch eine neue kuppelbare 6er-Sesselbahn mit Schutzhauben. Gleichzeitig wollen wir das Pistenangebot im sonnigen Gebiet Egginerjoch-Chessjen erweitern, in dem als Ersatz des früher stillgelegten Skiliftes auf dem Egginerjoch [Kamel] ein bis zwei neue Anlagen erstellt werden. Im weiteren wollen wir unsere Dienstleistungen auf dem Allalin ausbauen, um den Skifirmen bessere Bedingungen für Skitests anzubieten und den Sommer-Ausflugsverkehr zu fördern."
[ www.saas-fee.ch/pdf_doc/jahresbericht_2003_BB.pdf ]
Wieso erst ab 2006?
Nun, die Bergbahnen und vor allem die Gemeinde Saas Fee sind hoch verschuldet. Also sollen, bevor man weitere Schulden macht, zuerst mal welche zurückbezahlt werden. Das heisst: sämtliche Gewinne bis 2006 werden nicht als Gewinne ausgeschüttet, sondern zur Schuldenrückzahlung und anderen Dringlichen Geschäften verwendet.
Ab 2006 steht dann das Investieren an. Saas Fee macht bei seinen Gästen regelmässig Gästebefragungen, die dann mitt denen anderer Regionen verglichen werden. In einigen Bereichen ist Saas-Fee Leader, zum Beispiel im Pistenangebot und der Schneesicherheit. Allerdings bemängeln die Gäste den Komfort der Aufstiegshilfen und das hat man bei den Bahnen längst eingesehen.
Doch das Geld für Neuinvestitionen fehlt. Die Gemeinde hat vor einigen Jahren das hässlichste Parkhaus der Welt erstellt - dies nicht nur ohne richtige Baubewilligung [wie so vieles im Wallis], sondern auch noch schlecht. Naja, das konnten die von der Gemeinde ja nicht wissen, aber merken es jetzt, im Parkhaus wird ständig irgendwo gewerkelt. Das ganze verschlingt natürlich einiges an Kosten.
In den 80ern, wie sich einige von euch erinnern [ich war damals noch auf dem Weg], hat man die Metro Alpin eröffnet. Die Bahnen hätten die wohl kaum in der heutigen Form gebaut, wären da nicht Leute vom Umwelt- und Landschaftsschutz gewesen, die interventiert hätten [zum Glück gab es die, der Mastensalat ist sonst schon gross genug]. Aber jetzt steht sie da und hat, wenn sie es nicht heute noch tut, schwer auf die Finanzlage gedrückt, so ein Tunnel ist schliesslich nicht gratis.
Dann brauchte es noch weitere Zubrigner zum Gletscher - konkret Metro Alpin | & ||. Da ging man neue Wege und hat als Erste 3-Seil-Umlaufbahnen gebaut, windsicher und mit grosser Kapazität zwar, aber auch zum Mastenchaos beitragend.
Die Plattjenbahn wurde auch erneuert, hier wohl vor allem wegen der Konzession und um den Leuten zu zeigen: "Hey, geht mal da rauf, sonst verpasst ihr was!" [geht da wirklich mal rauf...!!!].
Jetzt wartet man also ein paar Jahre und tätigt dann Investitionen.
Hier mal meine Meinung zu denen, die geplant sind:
6KSB mit Bubble "Felskinn": Ein vernünftiger Schritt, wenn die Skilifte da eigentlich auch modern und schnell sind. Man tut etwas für Familien. Zu wünschen ist, dass die Talstation nach unten und die Bergstation ein wenig weiter nach oben verlegt wird, also dass die ganze Strecke nicht mehr auf dem selben Trassee verläuft. Somit ist das erreichen derAnlage besser möglich und man kommt von der Bergstation leichter weg als jetzt.
2 Anlagen "Chessjen/Kamel": Ich bin den Lift am Kamel nie gefahren, wäre ich auch nie, selbst in einer Betriebsphase. Ich kann mir aber vorstellen, dass das ziemlich was war für die Adrenalinjunkees unter uns, denn nicht nur die Piste, sondern auch Lift und Ausstieg waren spektakulär. Heute sieht man allerdings mehr blankes Eis als Schnee, eine Einstellung war also logisch und die erhaltung der Anlage - wie gesagt - dient dazu, dass die Konzession nicht ausläuft [hey, herzlich willkommen im Wallis!!!]. Wie und wo die beiden Ersatzanlagen allerdings verlaufen sollen, kann ich mir nicht so ganz vorstellen. Trotzdem habe ich mir gedanken gemacht. Es braucht einen vernünftigen Zubringer. Also, weg mit dem Skilift Egginerjjoch, Talstation nach unten verlegen, Bergstation da lassen, wo sie ist, oder etwas weiter Bergauf Richtung Felskinn, sofern möglich. Der Tellerlift unten wird überflüssig oder aber für Snowboarder interessant, ansonsten übernimmt die 6KSB zum Felskinn die Arbeit. Da wäre also eine der beiden Neuanlagen schon vergeben. Bleibt noch eine. Diese wird - meiner Meinung nach - bestimmt nicht aufs Kamel gebaut. Und man reder ja nicht von einer Freeride-Erweiterung oder so, also denke ich, es wird eher sowas wie eine Skischaukel entstehen aufs Egginerjoch. Die Idee sagt mir zu!
Übrigens: Die Idee mit dem Hohlaubgletscher ist ja nicht wirklich abwegig, wie schon diskutiert wurde, sondern auch schon auf dem Pistenplan als Projekt eingezeichnet gewesen. Das Problem hier dürfte die Frage, wie man die Leute da runter und wieder zurück bringt gewesen sein, der Gletscher selbst wäre - schaut man von der Aussichtsplattform runter - perfekt: Sonne, Neigung, Schnee! Aber eben...die Idee hätte ich auch wieder Fallen gelassen. Obwohl sie nicht ganz so utopisch ist wie eine Verbindung mit Zermatt - diese wird wohl auch in den nächsten 30 Jahren nicht gebaut. Schon alleine wegen dem Konkurrenzdenken...das ist ja sogar intern im Saastal immernoch vorhanden.
Andere Anlagen:
DAS GANZE LÄNGFLUHGEBIET
Mein Gott, Leute, wollt ihr da keine Pisten mehr walzen? Die Gondelbahn auf den Spielboden hat zwar etwas romantisches, nostalgisches, aber durchaus etwas verlottertes, kapazitätsloses. Für die Längfluhbahn hatte man ja Konzessionsprobleme und musste für die Verlängerung ziemlich Geld in die Hand nehmen. Und zu guter letzt noch der Sessel Längfluh, dessen Konzession wohl auch bald ausläuft. Da redete man ja mal von einer Ersatzanlage...es blieb aber dabei. Die Feechatz, und da sträube ich mich gegen die Befürworter, darf nicht ersetzt werden. Genauso die Gletscherlifte. Klar gibt es Möglichkeiten, Gletschersesselbahnen zu bauen, auch auf fliessendem Eis. In Saas Fee sind die Gletscher aber wache geschöpfe und schieben sich bis zu 90m im Jahr. Was es also da für Gerüste, Pfosten und Allerweltsdinge bräuchte, ist überhaupt nicht im Interesse der Bevölkerung und der Leute, die hierher kommen. Die wollen nämlich nicht nur die Pisten geniessen, sondern auch das Panorama. Der Stützenwald im Dorf reicht, da braucht es nicht noch einen auf dem Gletscher. Mit was soll man denn da noch Werbung machen? Etwa mit der "tollsten technischen Lösung, seit Gletscher erschlossen werden"? Nein, danke. Nicht hier. Da würden sich auch noch sämtliche Umweltschutz-Organisationen der Schweiz dagegen stämmen.
Betreffend der Anlagen auf die Längfluh habe ich den Bahnen einmal ein Mail geschrieben, zurück kam die Antwort, dass man sich bewusst sei, in welch schlechtem Zustand diese auf die Gäste wirken, ein Ersatz in der momentanen Lage jedoch schwer machbar sei...wenigstens sind sie ehrlich und bauen nicht einfach, bis das Fiasko wie in Leukerbad, nicht mehr verhinderbar ist.
PLATTJEN
Hier sind die wohl längsten Pisten des Gebietes, die man mit nur einer Anlage in angemessener Zeit erreichen kann. Es hat allerdings zahlreiche Hänge, die man zusätzlich präparieren könnte. Wünschenswert wäre zum Beispiel ein Anschluss an den Wander-/Schlittel-/Skiweg in Richtung Saas Almagell und diesen gleich auch so zu verbessern, dass es stetig bergab geht. So müsste man nicht zuerst ins Dorf und dann die Skier abschnallen, um sie 500m später wieder anzuschnallen. Fragt sich, ob diese neuen Pisten durch wirklich schützenswerte Zonen führen oder nicht. Ansonsten: hier muss bestimmt keine weitere Neuanlage gebaut werden, wenn es auch möglich wäre. Das Plattjen soll weiterhin eine nicht von Menschenmassen überlaufene Alternative bleiben.
MITTELALLALIN
Vernünftigerweise sollte man den Weg Richtung Pisten so belassen, wie er jetzt ist - so gewöhnt man sich an die Verhältnisse auf 3550m. Der Bequemlichkeit von 99% der Menschheit halber wäre aber geholfen, wenn man hier ein Förderband hinplatziert. Kostet wenig, bringt viel.
REST DES SKIGEBIETES
Wenn ich mir darüber Gedanken mache - viel mehr kann ich nicht, ich kenne mich in der Materie nicht sehr gut aus - sollte es doch möglich sein, die Kapazität der beiden Alpin Expresse zu erhöhen, oder? So würde die Felskinnbahn überflüssig gemacht und durch deren Abbau die Landschaft verschönert. Das Gebiet um Maste4 ist nicht sehr sehenswert im heutigen Zustand...
Das Problem: Die Fahrt zum Mittelallalin geht nicht mehr direkt, sondern nur noch in drei Sektionen, also auch längere Fahrzeit. Doch das Problem heute liegt ja genau da, dass man auf den Mittelallalin ziemlich lange braucht, bis man endlich auf den Pisten steht. Auch Transporte werden heute meist mit der Längfluhbahn erledigt. Da dürfe allerdings eine AlpinExpress-Spezialgondel durchaus einen ehrwürdigen Ersatz leisten...
Ansonsten sehe ich eigentlich keine nötigen Investitionen - hab ja auch über jede Anlage geschrieben. Mit 100km Pisten und vielleicht irgendwann mal einer Erweiterung auf bis zu 140km [tönt nach viel, ist aber durchaus umsetzbar, ohne grosse Eingriffe in die Natur zu tätigen] oder so ist Saas Fee denn auch völlig gross genug. Es gibt Gebiete, da ist das nicht so, bei Saas Fee allerdings schon. Schliesslich kann man, wenns einem langweilig wird, auch auf die andere Talseite ausweichen. Um zum nächsten Thema zu kommen
SAASTAL BERGBAHNEN AG IN ZWEI SCHRITTEN?!
Ich weiss, das Saastal ist ein schwerer Kunde für Zusammenarbeit, aber der einzig sinnvolle Schritt, alle 4 Skigebiete zu erhalten, ist eine Fusion. Diese wird von den Bergbahnen Hohsaas AG mehr als begrüsst und auch die Bergbahnen Saas Almagell AG wären sicherlich nicht abgeneigt. Erster Schritt also: Bahnen im Tal Fusionieren. Zweiter Schritt: Alle Bahnen im Tal fusionieren. Durch die Kosteneinsparungen in der Verwaltung dürfte das eine oder andere Zückerli rausschauen. Zudem kann ich mir vorstellen, dass eine Kreditbeschaffung einfacher wird...
Nächstes Jahr wird die neue Gondelbahn aufs Hohsaas [endlich] gebaut. Hier oben ist die Aussicht mindestens genauso schön wie auf dem Mittelallalin und die Pisten heissen nicht zu Unrecht "Traumpisten". Bloss: Wie lange sich die Bergbahnen Hohsaas AG nach dem Bau über Wasser halten können, weiss niemand. Allzu viel Zeit gebe ich denen nicht und eine Neuinvestition als Ersatz der beiden - ziemlich alten - Skilifte beim Kreuzboden steht in den nächsten 5-10 Jahren schon an...
Huuula...der Text wurde ein bisschen lang. Liegt wohl daran, dass ich sehr mit den Tal verbunden bin, meine ersten Skiversuche fanden da statt, jahrelang ging meine Familie da in die Skiferien nach Saas Almagell. Hoffe, es war trotzdem nicht einschläfernd zu lesen.
Vielleicht wird ja dadurch auch eine sinnvolle Diskussion ausgelöst über Sinn und Unsinn der Neubauten, mich würds freuen!
"Ab dem Jahr 2006 soll der Cashflow dann primär verwendet werden, um Investitionen zu tätigen zwecks Verbesserung und Erweiterung unseres Angebotes. So sollen im Jahr 2006 zwei Skilifte im Gebiet Morenja-Maste 4/Felskinn ersetzt werden durch eine neue kuppelbare 6er-Sesselbahn mit Schutzhauben. Gleichzeitig wollen wir das Pistenangebot im sonnigen Gebiet Egginerjoch-Chessjen erweitern, in dem als Ersatz des früher stillgelegten Skiliftes auf dem Egginerjoch [Kamel] ein bis zwei neue Anlagen erstellt werden. Im weiteren wollen wir unsere Dienstleistungen auf dem Allalin ausbauen, um den Skifirmen bessere Bedingungen für Skitests anzubieten und den Sommer-Ausflugsverkehr zu fördern."
[ www.saas-fee.ch/pdf_doc/jahresbericht_2003_BB.pdf ]
Wieso erst ab 2006?
Nun, die Bergbahnen und vor allem die Gemeinde Saas Fee sind hoch verschuldet. Also sollen, bevor man weitere Schulden macht, zuerst mal welche zurückbezahlt werden. Das heisst: sämtliche Gewinne bis 2006 werden nicht als Gewinne ausgeschüttet, sondern zur Schuldenrückzahlung und anderen Dringlichen Geschäften verwendet.
Ab 2006 steht dann das Investieren an. Saas Fee macht bei seinen Gästen regelmässig Gästebefragungen, die dann mitt denen anderer Regionen verglichen werden. In einigen Bereichen ist Saas-Fee Leader, zum Beispiel im Pistenangebot und der Schneesicherheit. Allerdings bemängeln die Gäste den Komfort der Aufstiegshilfen und das hat man bei den Bahnen längst eingesehen.
Doch das Geld für Neuinvestitionen fehlt. Die Gemeinde hat vor einigen Jahren das hässlichste Parkhaus der Welt erstellt - dies nicht nur ohne richtige Baubewilligung [wie so vieles im Wallis], sondern auch noch schlecht. Naja, das konnten die von der Gemeinde ja nicht wissen, aber merken es jetzt, im Parkhaus wird ständig irgendwo gewerkelt. Das ganze verschlingt natürlich einiges an Kosten.
In den 80ern, wie sich einige von euch erinnern [ich war damals noch auf dem Weg], hat man die Metro Alpin eröffnet. Die Bahnen hätten die wohl kaum in der heutigen Form gebaut, wären da nicht Leute vom Umwelt- und Landschaftsschutz gewesen, die interventiert hätten [zum Glück gab es die, der Mastensalat ist sonst schon gross genug]. Aber jetzt steht sie da und hat, wenn sie es nicht heute noch tut, schwer auf die Finanzlage gedrückt, so ein Tunnel ist schliesslich nicht gratis.
Dann brauchte es noch weitere Zubrigner zum Gletscher - konkret Metro Alpin | & ||. Da ging man neue Wege und hat als Erste 3-Seil-Umlaufbahnen gebaut, windsicher und mit grosser Kapazität zwar, aber auch zum Mastenchaos beitragend.
Die Plattjenbahn wurde auch erneuert, hier wohl vor allem wegen der Konzession und um den Leuten zu zeigen: "Hey, geht mal da rauf, sonst verpasst ihr was!" [geht da wirklich mal rauf...!!!].
Jetzt wartet man also ein paar Jahre und tätigt dann Investitionen.
Hier mal meine Meinung zu denen, die geplant sind:
6KSB mit Bubble "Felskinn": Ein vernünftiger Schritt, wenn die Skilifte da eigentlich auch modern und schnell sind. Man tut etwas für Familien. Zu wünschen ist, dass die Talstation nach unten und die Bergstation ein wenig weiter nach oben verlegt wird, also dass die ganze Strecke nicht mehr auf dem selben Trassee verläuft. Somit ist das erreichen derAnlage besser möglich und man kommt von der Bergstation leichter weg als jetzt.
2 Anlagen "Chessjen/Kamel": Ich bin den Lift am Kamel nie gefahren, wäre ich auch nie, selbst in einer Betriebsphase. Ich kann mir aber vorstellen, dass das ziemlich was war für die Adrenalinjunkees unter uns, denn nicht nur die Piste, sondern auch Lift und Ausstieg waren spektakulär. Heute sieht man allerdings mehr blankes Eis als Schnee, eine Einstellung war also logisch und die erhaltung der Anlage - wie gesagt - dient dazu, dass die Konzession nicht ausläuft [hey, herzlich willkommen im Wallis!!!]. Wie und wo die beiden Ersatzanlagen allerdings verlaufen sollen, kann ich mir nicht so ganz vorstellen. Trotzdem habe ich mir gedanken gemacht. Es braucht einen vernünftigen Zubringer. Also, weg mit dem Skilift Egginerjjoch, Talstation nach unten verlegen, Bergstation da lassen, wo sie ist, oder etwas weiter Bergauf Richtung Felskinn, sofern möglich. Der Tellerlift unten wird überflüssig oder aber für Snowboarder interessant, ansonsten übernimmt die 6KSB zum Felskinn die Arbeit. Da wäre also eine der beiden Neuanlagen schon vergeben. Bleibt noch eine. Diese wird - meiner Meinung nach - bestimmt nicht aufs Kamel gebaut. Und man reder ja nicht von einer Freeride-Erweiterung oder so, also denke ich, es wird eher sowas wie eine Skischaukel entstehen aufs Egginerjoch. Die Idee sagt mir zu!
Übrigens: Die Idee mit dem Hohlaubgletscher ist ja nicht wirklich abwegig, wie schon diskutiert wurde, sondern auch schon auf dem Pistenplan als Projekt eingezeichnet gewesen. Das Problem hier dürfte die Frage, wie man die Leute da runter und wieder zurück bringt gewesen sein, der Gletscher selbst wäre - schaut man von der Aussichtsplattform runter - perfekt: Sonne, Neigung, Schnee! Aber eben...die Idee hätte ich auch wieder Fallen gelassen. Obwohl sie nicht ganz so utopisch ist wie eine Verbindung mit Zermatt - diese wird wohl auch in den nächsten 30 Jahren nicht gebaut. Schon alleine wegen dem Konkurrenzdenken...das ist ja sogar intern im Saastal immernoch vorhanden.
Andere Anlagen:
DAS GANZE LÄNGFLUHGEBIET
Mein Gott, Leute, wollt ihr da keine Pisten mehr walzen? Die Gondelbahn auf den Spielboden hat zwar etwas romantisches, nostalgisches, aber durchaus etwas verlottertes, kapazitätsloses. Für die Längfluhbahn hatte man ja Konzessionsprobleme und musste für die Verlängerung ziemlich Geld in die Hand nehmen. Und zu guter letzt noch der Sessel Längfluh, dessen Konzession wohl auch bald ausläuft. Da redete man ja mal von einer Ersatzanlage...es blieb aber dabei. Die Feechatz, und da sträube ich mich gegen die Befürworter, darf nicht ersetzt werden. Genauso die Gletscherlifte. Klar gibt es Möglichkeiten, Gletschersesselbahnen zu bauen, auch auf fliessendem Eis. In Saas Fee sind die Gletscher aber wache geschöpfe und schieben sich bis zu 90m im Jahr. Was es also da für Gerüste, Pfosten und Allerweltsdinge bräuchte, ist überhaupt nicht im Interesse der Bevölkerung und der Leute, die hierher kommen. Die wollen nämlich nicht nur die Pisten geniessen, sondern auch das Panorama. Der Stützenwald im Dorf reicht, da braucht es nicht noch einen auf dem Gletscher. Mit was soll man denn da noch Werbung machen? Etwa mit der "tollsten technischen Lösung, seit Gletscher erschlossen werden"? Nein, danke. Nicht hier. Da würden sich auch noch sämtliche Umweltschutz-Organisationen der Schweiz dagegen stämmen.
Betreffend der Anlagen auf die Längfluh habe ich den Bahnen einmal ein Mail geschrieben, zurück kam die Antwort, dass man sich bewusst sei, in welch schlechtem Zustand diese auf die Gäste wirken, ein Ersatz in der momentanen Lage jedoch schwer machbar sei...wenigstens sind sie ehrlich und bauen nicht einfach, bis das Fiasko wie in Leukerbad, nicht mehr verhinderbar ist.
PLATTJEN
Hier sind die wohl längsten Pisten des Gebietes, die man mit nur einer Anlage in angemessener Zeit erreichen kann. Es hat allerdings zahlreiche Hänge, die man zusätzlich präparieren könnte. Wünschenswert wäre zum Beispiel ein Anschluss an den Wander-/Schlittel-/Skiweg in Richtung Saas Almagell und diesen gleich auch so zu verbessern, dass es stetig bergab geht. So müsste man nicht zuerst ins Dorf und dann die Skier abschnallen, um sie 500m später wieder anzuschnallen. Fragt sich, ob diese neuen Pisten durch wirklich schützenswerte Zonen führen oder nicht. Ansonsten: hier muss bestimmt keine weitere Neuanlage gebaut werden, wenn es auch möglich wäre. Das Plattjen soll weiterhin eine nicht von Menschenmassen überlaufene Alternative bleiben.
MITTELALLALIN
Vernünftigerweise sollte man den Weg Richtung Pisten so belassen, wie er jetzt ist - so gewöhnt man sich an die Verhältnisse auf 3550m. Der Bequemlichkeit von 99% der Menschheit halber wäre aber geholfen, wenn man hier ein Förderband hinplatziert. Kostet wenig, bringt viel.
REST DES SKIGEBIETES
Wenn ich mir darüber Gedanken mache - viel mehr kann ich nicht, ich kenne mich in der Materie nicht sehr gut aus - sollte es doch möglich sein, die Kapazität der beiden Alpin Expresse zu erhöhen, oder? So würde die Felskinnbahn überflüssig gemacht und durch deren Abbau die Landschaft verschönert. Das Gebiet um Maste4 ist nicht sehr sehenswert im heutigen Zustand...
Das Problem: Die Fahrt zum Mittelallalin geht nicht mehr direkt, sondern nur noch in drei Sektionen, also auch längere Fahrzeit. Doch das Problem heute liegt ja genau da, dass man auf den Mittelallalin ziemlich lange braucht, bis man endlich auf den Pisten steht. Auch Transporte werden heute meist mit der Längfluhbahn erledigt. Da dürfe allerdings eine AlpinExpress-Spezialgondel durchaus einen ehrwürdigen Ersatz leisten...
Ansonsten sehe ich eigentlich keine nötigen Investitionen - hab ja auch über jede Anlage geschrieben. Mit 100km Pisten und vielleicht irgendwann mal einer Erweiterung auf bis zu 140km [tönt nach viel, ist aber durchaus umsetzbar, ohne grosse Eingriffe in die Natur zu tätigen] oder so ist Saas Fee denn auch völlig gross genug. Es gibt Gebiete, da ist das nicht so, bei Saas Fee allerdings schon. Schliesslich kann man, wenns einem langweilig wird, auch auf die andere Talseite ausweichen. Um zum nächsten Thema zu kommen
SAASTAL BERGBAHNEN AG IN ZWEI SCHRITTEN?!
Ich weiss, das Saastal ist ein schwerer Kunde für Zusammenarbeit, aber der einzig sinnvolle Schritt, alle 4 Skigebiete zu erhalten, ist eine Fusion. Diese wird von den Bergbahnen Hohsaas AG mehr als begrüsst und auch die Bergbahnen Saas Almagell AG wären sicherlich nicht abgeneigt. Erster Schritt also: Bahnen im Tal Fusionieren. Zweiter Schritt: Alle Bahnen im Tal fusionieren. Durch die Kosteneinsparungen in der Verwaltung dürfte das eine oder andere Zückerli rausschauen. Zudem kann ich mir vorstellen, dass eine Kreditbeschaffung einfacher wird...
Nächstes Jahr wird die neue Gondelbahn aufs Hohsaas [endlich] gebaut. Hier oben ist die Aussicht mindestens genauso schön wie auf dem Mittelallalin und die Pisten heissen nicht zu Unrecht "Traumpisten". Bloss: Wie lange sich die Bergbahnen Hohsaas AG nach dem Bau über Wasser halten können, weiss niemand. Allzu viel Zeit gebe ich denen nicht und eine Neuinvestition als Ersatz der beiden - ziemlich alten - Skilifte beim Kreuzboden steht in den nächsten 5-10 Jahren schon an...
Huuula...der Text wurde ein bisschen lang. Liegt wohl daran, dass ich sehr mit den Tal verbunden bin, meine ersten Skiversuche fanden da statt, jahrelang ging meine Familie da in die Skiferien nach Saas Almagell. Hoffe, es war trotzdem nicht einschläfernd zu lesen.
Vielleicht wird ja dadurch auch eine sinnvolle Diskussion ausgelöst über Sinn und Unsinn der Neubauten, mich würds freuen!