da ich da oben desöfteren meine winterferien verbracht habe, weiss ich noch ein paar dinge von früher her, zum beispiel:
- eine verbindung von saas almagell via plattjen nach saas fee war lange zeit eine vision, vor allem von saas almagell - so würde das dorf nicht nur für familien interessant bleiben. aufgrund der hohen kosten wurde diese idee aber verworfen.
- später einmal kam der gedanke auf, die beiden gebiete von saas grund und almagell miteinander zu verbinden. dies war zu einer zeit, wo man im tal unten gegen saas fee arbeitete, natürlich ist das ganze utopisch, wenn es auch machbar wäre [start furggstalden oder almagell dorf - mittelstation almagelleralp (hier gäbe es neues gelände zur erschliessung) - ziel trift oder kreuzboden] mit bahnen à la gurgl. doch eben, weder saas grund noch almagell haben die nötigen finanziellen mittel, dies zu realisieren.
- dies beruht jetzt nicht auf gehörtem, sondern auf meinem logischen gedanken: in den 90ern wurde in saas fee das riesige, wunderschöne parkhaus bekanntlich totaaaal legal erstellt [ja, dieser satz war ironisch, bis auf das "riesig"], um die massen an autos zu schlucken. ich denke man hat sich da vor dem bau dieses betonspeichers auch andere varianten durch den kopf gehen lassen. ein parkhaus im tal, zwischen saas grund und almagell [unter dem boden] und von dort aus eine gondelbahn zur talstation des alpin express wäre da wohl in etwa gleich teuer gekommen und entgegen eurer vermutung würde keine gondel je über ein hausdach schweben müssen.
doch die probleme: unbequem für den besucher = bleibt lieber gleich im tal unten | weitere wege = die bergstation liegt ausserhalb des dorfes | gelände von saas grund = möglichst hoher bodenpreis von saas grund um die gemeindekasse zu sanieren...
- seit zufrieden mit dem, was in den nächsten jahren kommt. in saas grund schmiedet man zwar schon wieder pläne, die in richtung alte und nie gebrauchte konzessionen gehen, doch ich frage mich, ob dies jemals realisiert werden kann. primär das problem sind hier nicht die umweltschutzvereine, sondern das geld. wenn erstmal die gondel aufs hohsaas steht, brauchts da endlich auch ein vernünftiges bergrestaurant. zudem sind die skilifte auf kreuzboden ständig überlastet und ziemlich alt - hier muss also auch bald geld in die hand genommen werden. in saas fee wird wohl in den nächsten 15 jahren das geld vorallem dafür gebraucht, lange verpasste dinge nachzuholen. die metro alpin war ein teures unterfangen, welches die bergbahnen lange belastet hat. der alpin express war dann nötig, aber auch nicht ganz billig. jetzt kommen, mit einiger verzögerung [jedoch noch immer mit vorsprung, wenn man in andere walliser skigebiete schaut (belalp, evolene, arolla, zinal, grimentz...)], die ersatzinvestitionen zu gunsten der bequemheit der gäste, namentlich die erneuerung der längfluhsesselbahn, die neue felskinnbahn, das chessjen- und morenjagebiet. nicht zuletzt aber auch endlich ein vernünftiges restaurant auf morenja. danach werden, schaut man sich die anlagen nur schon von weitem an, die gondelbahn auf den spielboden sowie die luftseilbahn zur längfluh erneuert. bis dahin sind etliche jahre verstrichen - wahrscheinlich brauchts dann auch eine - wenn überhaupt - neue bahn auf den hannig und die metroalpin wird eine generalüberholung brauchen. die gletscherlifte werden skilifte bleiben, weil es bei der fliessgeschwindigkeit der gletscher in saas fee wohl schwer machbar wäre, einen sessellift zu bauen. zudem ist da durchgehend eis und das gelände steil. die skilifte richtung chessjen werden aber wohl früher oder später ersetzt, das kapazitätsproblem wirds schon bei der erschliessung chessjen geben. zu guter letzt ein blick richtung saas almagell: hier habe ich schon länger nichts mehr von projekten gehört, man will sich wohl auf das bisherige skigebiet konzentrieren und dieses so gut erhalten wie möglich.
so, das war mal mein gedankengang dazu. bin gespannt auf andere meinungen...