7132qp schrieb:
ich fand die textzeile irgendwie ironisch gemeint. scheinbar war dem ja jetzt nicht so, tut mir leid!
Keine Ursache! Nein, war wirklich nicht ironisch gemeint. Vermutlich hat das Wort "lahm" das Empfinden etwas in diese Richtung gelenkt.
Das Problem ist halt, dass ich bei dem Thema keinen ganz eindeutigen Standpunkt habe und das machts dann unter Umständen kompliziert. Ich versuchs nochmal auf den Punkt zu bringen:
- Es ist ein wenig paradox, dass einige Skigebiete bezüglich Rummel, Bauten und Technisierung fast mit einer Grossstadt vergleichbar sind.
- Ich fahre auch in diese Skigebiete wenns mich da bestimmte Abfahrten interessieren. Und den Rummel, den die leistungsstarken Bahnen mit sich bringen, akzeptiere ich dann auch.
- Ich bin aber heilfroh, dass es Gebiete ohne diesen Rummel und diese bedingungslose Technisierung gibt - gerade diese Gebiete haben auch tolle Abfahrten. Und dort muss auch nicht alles kuppelbar sein. Und es sollte einem (gerade dort) egal sein, ob man 4 Minuten oder 7 Minuten in einem Sesellift sitzt. Ein typisches Beispiel ist für mich Andermatt. Ich brauch da keine kuppelbare Gurschen-Sesselbahn.
Ich denke, wenn man über 30 ist, wird man in manchen Dingen ein bisschen gelassener. Früher bin ich bei einem bestimmten Bahnübergang aussen rum gefahren (gehetzt) wenn die Schranken unten waren. Dadurch habe ich etwa 30 Sekunden eingespart für den Preis von 2 Minuten Fahr-Stress. Heute mach ich den Moter aus und warte in der Schlange. Die 30 Sekunden sind mir sowas von egal. Und so sehe ich es inzwischen auch bei vielen Liften. Davon abgesehen habe ich es auch schon in Skigebieten ohne viele kuppelbare Bahnen geschafft, etwa 15.000 HM am Tag zu fahren. Aber auch die Höhenmeter zähle ich nur noch selten.
Wenn man mal über den Rand des Forums hinausblickt, stellt man fest, dass einige Leute nicht so Technik-versessen sind wie die meisten von uns hier im Forum. Ein Beispiel: Ich habe den sukzessiven Ersatz der Schlepplifte durch KSBnen am Fellhorn zwischen 1999 und 2004 "sanft" erlebt, da ich jedes Jahr dort war. Ich habe das immer als Qualitätsverbesserung empfunden. Meine Frau war im Januar 2005 zum ersten Mal seit 1999 wieder mit und hat alles "auf einen Schlag" erlebt. Die hat fast der Schlag getroffen, weil es plötzlich mehrere Modulstationen der KBSnen mitten in der Landschaft und 2mal sogar oben aufm Grat gibt. Sie mag Fellhorn/Kanzelwand jetzt nicht mehr besonders. Von Balderschwang mit unauffälligen Lifttrassen warsie dagegen ganz begeistert. Es gibt da also sehr unterschiedliche Auffassungen.
Ich achte vor allem auf die möglichen Abfahrten. 3 "Zielberge" von mir für nächsten Winter sind Chavanette (La mur), Mont Gele und Stockhorn (Zermatt). Und da sind mir die Lifte echt total egal. Ich will einfach nur da runter fahren.