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Neues in Sölden

Mhhh...einerseits kann ich die Kritik nachvollziehen, andererseits bauen die hier ein Meer in ner Geröllwüste...mich ärgern vielmehr Stauseen à la Alpbach, wo ein Stausee auf nen Berggipfel in nen dicht bewachsenen Wald gesetzt werden. Da regt sich wieder keiner auf. Auch der Grosse Teich in Kitzbühel auf der Resterhöhe hat kaum jemanden interessiert....

@ Gaislachkogel: Also ich persönlich finde das Ausmass dort oben auch grenzwertig...aber naja...Sölden halt. Wems nicht gefällt soll halt woanders fahren.

@ Citta: Jetzt mal etwas nachdenken. Ratschings hat nen Halben Berg abgetragen für die neue Talstation, Seiseralm den halben Berggipfel für die Puflatsch, Livigno nen halben Hang umgegraben für Tal+Mittelstation. Und da gibts auch massenhaft Lawinensperren.

@ 3303: Gegenbeispiel für den früheren Wahn: Bad Ischl, Obertraun wurden mittels massiven Sprengstoffeinsatz Pisten in den Berg gesprengt. Kritisiere doch mal die Gebiete...

@ Ralleycourse: Aha....deswegen fährst nur noch z.B. in die Skiwelt(Salvengipfel, Bergstation Salvenbahn, Westendorf Bergstationen Skiweltbahn+Choralm), welche ja dem Berg nix angetan haben? Oder auf die Zugspitze, wo früher erst mal massivst gesprengt wurde, damit man was raufpflastern konnte?
Und Beschneiung auf den Gletschern hälst für übertrieben? Hast mal im Herbst die Gletscher gesehen? Da ist kaum noch was zum Skifahren...Übertrieben ists, Gebiete auf 800m im Herbst massivst zu beschneien, damit ein paar Hanserln und möchtegern Rennfahrer auf den Talpisten rumeiern können.

@ Sölden-Pitztal: Jo, sehr unberührte Gebirgsregion....jeden Tag massenhaft Tourengeher Richtung Fernerkogel oder Wildspitz unterwegs ist für mich ned gerade unberührt...Trotzdem sollte diese Verbindung IMO so behutsam wir möglich kommen. Einen zweiten Gaislachkogel sollten die Herren da nicht aufführen.
 
irgendwie bin ich auch erschrocken, wenns aber im herbst die ersten sind, die gute verhältnisse haben, bin auch der letzte der nicht hinfährt...
ich muss sagen, verratzt ist die gegend da oben im sommer ehh schon, lieber da, als eine verbindung von sfl nach ischgl oder see. oder der wahnsinn von kappl nach anton, das bringt mich mehr auf die palme.
 
Af schrieb:
@ 3303: Gegenbeispiel für den früheren Wahn: Bad Ischl, Obertraun wurden mittels massiven Sprengstoffeinsatz Pisten in den Berg gesprengt. Kritisiere doch mal die Gebiete...
Naja, ich habe hier, durchaus unter Verursachung des einen oder anderen Wirbels immer mal wieder solch exzessive Pistebauten kritisiert.
Allerdings kann wohl kaum jemand leisten, alle Maßnahmen alpenweit gleichmäßig verteilt zu kritisieren. Die meisten Gebiete kenne ich ja garnicht.
Zumal ich in der Österreichischen Richtung zugegebener Maßen hauptsächlich nur die "Topgebiete" kenne.
Andereseits dürfte das hier im Alpinforum auch nicht gerade jeder mitbekommen, wenn ich andererorts zB die neuesten Pistenbauten in Gréolières, Barzio etc. kritisiert habe.
Aber hier geht es nunmal um Sölden.
Übrigens bin ich keineswegs grundsätzlich gegen Pistenbau und Sprengmaßnahmen an kritischen Punkten. Es kommt vielmer auf das Maß, das Ergebnis und darauf an, inwiefern natürliche Charakteristika des Geländes zum Skifahren noch erfahrbar bleiben. Soll heißen, maßvollen Pistenbau zum zugänglich machen toller Täler und Hänge finde ich OK; gegen das Gelände zu arbeiten dagagen überhaupt nicht.
Die hier zuletzt geposteten Bilder haben aber ja eher indirekt etwas mit Pistenbau zu tun. Unabhängig davon halte ich die Baumaßnahmen für vollkommen maßlos und nein, ich werde nicht dorthin fahren. Ich war einmal vor ca. 10 Jahren zum Sommerski in Sölden. Das war ein schöner Tag, aber das ist eben Vergangenheit.
 
Af schrieb:
Mhhh...einerseits kann ich die Kritik nachvollziehen, andererseits bauen die hier ein Meer in ner Geröllwüste...mich ärgern vielmehr Stauseen à la Alpbach, wo ein Stausee auf nen Berggipfel in nen dicht bewachsenen Wald gesetzt werden. Da regt sich wieder keiner auf. Auch der Grosse Teich in Kitzbühel auf der Resterhöhe hat kaum jemanden interessiert....

... wobei diese beiden, ebenfalls diskussionswürdigen Speicherteiche in einer Höhenlage gebaut wurden, in denen man das Umfeld noch gut renaturieren kann und in der so ein See nach 5-10 Jahren nicht als totaler Fremdkörper wirkt. Wenn man es will kann, dann kann so einen See sogar einen Freizeit-Mehrwert darstellen. Und ich kenne auch Speicherteiche an denen sich am Ufer richtige Biotope entwickelt haben.
Dieses Gebirgsmeer wird immer ein Fremdkörper bleiben, dann die Natur dort oben kann sich das gar nicht mehr zurückerobern.

Grundsätzlich erinnern mich Argumente wie "dort ist eh schon alles so verbaut, da macht das auch nix mehr" oder "die anderen sind auch nicht besser" an die Kommunalpolitik bei mir daheim: "Wir haben doch eh schon 50% der Gemeindefläche mit Gewerbegebieten versiegelt, da machts auch keinen Unterschied, wenn wir die anderen 50% auch noch versiegeln". Oder "Schau an, die Nachbargemeinde hats auch so gemacht, die sind auch nicht besser..."
 
Hallo zusammen!

Ich war diese Woche in Sölden Bergsteigen und habe bei der Gelegenheit ein paar Fotos mitgebracht. Am Montag bin ich vom Timmelsjoch zum Brunnenkogelhaus gequert, der Brunnenkogel liegt dem Gaislachkogel ziemlich genau gegenüber auf der anderen Talseite. Von hier hat man einen besonders guten Blick auf die Trasse für eine mögliche Verbindung Gaislachkogel - Tiefenbachfernern. Markiert sind links die Talstationen am Tiefenbachgletscher und rechts die Bergstation Gaislachkogel. Dürfte mit einer 3S-Bahn kein Problem sein, aber sicherlich eine spektakuläre Trasse:
soelden3.jpg


Während des Abstiegs vom Brunnenkogel nach Sölden bot sich auch ein guter Blick auf die gesamte Trasse der beiden neuen Gaislackogelbahn-Sektionen.
1. Sektion:
soelden1.jpg


2. Sektion:
soelden2.jpg



Für das letzte Bild ist mir auch eine sehr gut begründeter Themenbezug eingefallen - die ähhh ... räumliche Orientierung bezüglich des Fotostandortes :roll:
Zentral das Brunnenkogelhaus mit Blick talauswärts, links im Hintergrund der Gaislachkogel.
soelden4.jpg


Lg,
Bastian
 
Früher wurden auf die Umwelt beim Bau von Pisten und Liften eher wenig Rücksicht genommen.

Wenn sich alles gut in die Landschaft einfügt habe ich nichts dagegen.


Ich finde es nur schlimm wenn ganze Pisten modelliert werden.
Und wenn Erdarbeiten auf den Pisten nötig sind sollte man darauf achten das diese hinterher auch wieder genauso begrünt werden mit heimischen Kulturen.


Gibt einige Pisten in den Alpen die erinnern im Sommer eher an englischen Fußballrasen als an eine Alpenwiese. :sauer:
 
@bastian-m: danke für die schönen Aufnahmen! (schreibst Du evt. noch einen separaten Sommerbericht über die Wanderungen/Bergtouren? Speziell die Tour aufs Brunnenkogelhaus sieht spannend aus, die Lage der Hütte phantastisch. Habt ihr oben übernachtet?)
Hast Du evt. auch einen Totale des Tiefenbachferners aufgenommen, auf der man den kompletten Gletscher(stand) samt Speicherseebaustelle sieht?
 
In dem oben genannten Artikel steht auch der folgende, interessante Satz:
Code:
...Das selbst gestellte und höchst ehrgeizige Ziel, die prognostizierte Bauzeit (Anmerkung: für den Speichersee) um ein Jahr zu reduzieren, halten Fiegl & Co. dennoch für realistisch...
 
soelden4.jpg

Das Bild ist einfach nur geil. Das schönste Bild was hier seit Jahren präsentiert wurde.
Sowas kann auf jedem Landschaftskalender Platz finden!!

Die Bilder des Sees erschrecken selbst mich, dem sowas normal egal ist, was die in den Alpen mit Ihrer Landschaft unternehmen. Das ist schon mal ein Wahnsinnsding. Hätte es den Weltcup dort nicht wäre das sicher kein Thema gewesen.
 
Vielen Dank @Seilbahnfreak_23 für die Aufnahmen vom Tiefenbach. Mann, sind das Dimensionen 8O . Vielen Dank vor allem, dass du den Mut hattest, diese Bilder zu posten. Ja, richtig gelesen, Mut.

(ab hier wird es polemisch :? )

Man muss schon Mut haben, hier im Forum solche Fotos zu Posten. Weil dann werden garantiert Reaktionen kommen wo Phrasen wie 'Industriegebiet', 'Mutter Natur', 'das Skigebiet ist für mich gestorben' etc. zu lesen sind :cry: . Nun, keiner hat das Recht irgendjemandem vorzuschreiben, was es denken bzw. schreiben soll, da sind wir uns wohl einig. Aber: warum müssen denn immer wenn Bilder von einer grösseren Baustelle im Forum auftauchen, soche Reaktionen kommen? Muss dass wirklich sein? Weil - wenn dass so weiter geht, überlegt man sich zweimal ob man das eine oder ander Bild ins Forum verlinken soll oder ob man es lieber fürs eingene Archiv lassen soll. Als einer der gerne Hochgebirgsbaustellen besucht, bin ich selbst oft im Dilemma, was ich noch posten soll und was nicht - das grenzt schon an Selbstzensur, oder :tot: ? Und - so viel sei verraten, ich poste längst nicht mehr alles was ich vor die Kamera bekomme, weil ich danach keinesfalls lesen will wie schrecklich das aussieht und dass damit ein Skigebiet für jemanden gestorben sei und von Atomkraftwerken im Hochgebirge etc. Weiters bin ich nicht der einzige der so nachdenkt, vor kurzem hat mit ein Forumler der schon seit Jahren in AF dabei ist per PN ein paar Details von 'seinem' Skigebiet verraten und dazu geschrieben, dass er keine Fotos von diversen Pistenumbauten ins Forum stellen will, damit die alte anti - modellierungsdiskussion nicht von vorne anfängt. Ja, sowas stimmt mich nachdenklich, und zwar viel mehr als wenn ein paar Felsen in der Feslandaschaft verschoben werden :( . Ich weiss nicht wie die anderen User das sehen, aber ich will hier vor allem frische Infos (inkl. Bildern) aus den Skigebieten sehen, und nicht immer wieder das selbe Gejammer wegen Natureingriffen und kultigen alten Liften lesen. Und wenn aus Angst vor Reaktionen manche Insider keine aktuellen Baubilder mehr posten wollen, finde ich es einfach schade. Sehr schade sogar. Ich würde viel lieber frische Baufotos aus **** sehen (ich kann es nicht schreiben, sonst wissen eh alle um wen es sich handelt) als die immer wieder autauchende saublöde Phrase von 'Warteschlange am Beginn der Piste' (musste denn wirklich schon jemand auf der Piste warten ??) zu lesen. Schade ...

Sorry wg. OT, es musste einfach sein :? .
 
Danke miki!!!

Ich muss ehrlich sagen, ich denke genauso wie du. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass Stillstand Rückschritt bedeutet - und das heißt auch, dass Skigebiete sich anpassen müssen. Trotzdem - ich habe mich von den Vorgängen am Feuerkogel distanziert. Und was passiert? Teils persönlich werdende, untergriffige Statements - und das dafür, dass man einen Tag am Berg herumgehatscht ist und sich 2 Stunden mit Fotos bearbeiten und Bericht schreiben beschäftigt hat. Danke - mir reicht´s auch wieder für ein paar Monate.

Es sind eh immer dieselben (wenigen) Personen.
 
Ich muss mich eh schon gebetsmühlenartig wiederholen: Bauen im Hochgebirge ist nicht schön und zu 99% mit massiven Eingriffen in die Natur verbunden.
Das muss man einfach verstehen und auch respektieren, vor allem vor dem Hintergrund, dass in Österreich viele Instanzen und Parteien Mitspracherecht haben (siehe Tauernmoosbahn) und diese auch davon Gebrauch machen.

In diesem Sinne: freut euch auf eine tolle 3 S mit Designerstationen, wenn das Bauwerk fertig ist, wird die Sache da oben (vermutlich) lange nicht mehr so "hässlich" ausschauen wie zum jetzigen Zeitpunkt.

Btw.: etwas OT sind wir ja bereits: bei Bedarf lagere ich diese Diskussion gerne aus.

MFG Dachstein
 
Wir driften zwar ab, aber da ich mich angesprochen fühle möchte ich noch etwas dazu schreiben:

Wo liegt das Problem, Bilder zu posten die dann von manchen usern kritisiert werden?
Ich kann das ehrlich gesagt nicht nachvollziehen und kenne das auch aus keinem anderen Forum so wie hier.
In der Tat habe ich mich, als ich selbst noch Berichte hier gepostet habe, teils sehr gewundert, dass nie Kritik kam. Ich fand das dann irgendwie wenig Zeilführend. Denn es handelt sich ja um ein Forum und es liegt in der Natur der Sache, dass dort diskutiert wird.
Wo liegt der Sinn einer Diskussion über Neuigkeiten und Entwicklungen einer Destination, wenn nur positiv berichtet wird?
Ich bin der Auffassung, dass wenn ich Informationen in ein Forum stelle, diese auch diskutiert werden sollten. das ist doch gerade das interessante, die verschiedenen Belange zu eruieren. Sonst kommt man doch mit der Meinungsbildung nicht weiter.

Ansonsten kann man ja (jetzt auch hier?) und woanders Bilderalben anlegen, über die dann nicht diskutiert wird.

Mal im Ernst, bei der Dimension vieler Maßnahmen heutzutage und auch der in Sölden ist es doch mehr oder weniger klar, dass da früher oder später mal Gegenargumente kommen.
Abgesehen davon habe hier im Forum ungleich mehr "Genörgel, Gejammer oÄ" über "schlechte" Pistenpräparation oder die Notwendigkeit im Skigebiet mal ein paar Meter zu laufen gelesen als über Pistenbau.

Wo ich widersprechen muss ist, dass derart massive Eingriffe oft als notwendig bezeichnet werden.
Es gibt geügend Gebiete, die beweisen, dass es auch anders geht, die auch viel Publikum haben und die zumindest teilweise vermutlich sogar lukrativer sind als so manches "neuitalienische" oder "neuösterreichische" Gebiet.
Wer behauptet, massive Eingriffe wären zwingend nötig, sollte vielleicht mal seinen Horizont erweitern und in solche Pisten fahren oder entsprechende Gebiete besuchen, bevor er erneut so arguemntiert.
 
3303 schrieb:
Wo ich widersprechen muss ist, dass derart massive Eingriffe oft als notwendig bezeichnet werden.
Es gibt genügend Gebiete, die beweisen, dass es auch anders geht und die auch viel Publikum haben.

Da dürfte es stark aufs Klientel ankommen, das das Gebiet bedient.

Wenn ich Rennen austragen will, brauche ich eine glatt gebügelte renntaugliche Piste, wenn ich Freeridebewerbe habe, brauche ich das wiederum nicht. Jeder versucht, sein Klientel so gut wie nur möglich zu bedienen, und ich sehe auch nichts falsches darin.

MFG Dachstein
 
OH-OH.
Da wurde ja was losgetreten (auch von mir). :oops:
Nur so weit für mich. Ich möchte weiterhin hier Baustellen-Fotos sehen und es sollte nicht immer eine Riesendiskussion losgehen! Trotzdem sollte man auch mal seine Meinung sagen dürfen...
Ich denke jeder hat da eine Eigene Meinung und das ist ja auch gut so. Bei mir ist es halt so, dass ich als begeisterer Skifahrer und Technikfreak generell Neuerungen positiv gegenüber stehe. :bindafür:
Aber es gibt eine Grenze für mich, da ich eben auch die Berge ansich liebe (und daher auch immer mehr dem Trubel mit den Fellen entfliehe, beim Skifahren hat man Spass in den Bergen, beim Tourengehen erlebts Du die Berge).
Die Grenze liegt nicht bei einzelnen Massnahmen wie Gipfelverbauungen/Speicherseen/Liftprojekte (auch wenn ich mich freue wenn sie eben gekonnt in die Landschaft integriert sind), aber für mich ist die Grenze überschritten wenn bisher unberührte evtl. sogar einzigartige Landschaften massivst betroffen sind. Damit meine ich explizit nicht den einen oder anderen Liftneubau inkl. Piste, aber eben ein Zusammenschluss über eine Gletscherlandschaft hinweg (der aus skifahrerischer Sicht nicht mal viel Mehrwert bringt) wie eben Sölden / Pitztal ist für mich nicht OK. Ich ziehe dann für mich die Konsequenzen, auch wenn es mir dann leid tut nicht mehr die tollen Pisten in Sölden geniessen zu können. :(

Und ich muss auch nicht auf biegen und brechen andere von meiner Sicht überzeugen!!

Zurück zum Speicherteich in Sölden. Der ist schon recht gigantisch (geht ja wohl nicht nur mir so) und ich bin schon gespannt wie das nacher aussieht, aber der ist aus meiner persönlichen Sicht akzeptabel und aus technischer Sicht interessant. Also mehr Bilder :mrgreen:

der Lange
 
Dachstein schrieb:
Wenn ich Rennen austragen will, brauche ich eine glatt gebügelte renntaugliche Piste, wenn ich Freeridebewerbe habe, brauche ich das wiederum nicht. ....
Was man für Rennen braucht, steht auf einem ganz anderen Blatt. Wenn ich mir die letzte Traverse der Streif so ansehe, frage ich mich, ob ich wirklich glattgebügelte Abfahrten brauche oder ob die ganzen Strukturen, die es da hat nicht gerade die Attraktivität des Rennens dort ausmachen. Bügelte man diese Traverse glatt und baute einen Ziehweg ohne seitliche Neigung dorthon, wäre das Rennen dann besser? Kein Pistenplaner käme auf die Idee, eine Traverse wie die auf der Streif so zu entwerfen und doch ist sie Bestandteil und mit ein Grund für die Legende dieser Abfahrt.

Die ganze Freeridediskussion finde ich zunehmend befremdlich. Ich zB bin kein Freerider, sondern fahre vorwiegend Piste und Routen.
Freeriden ist etwas ganz anderes, Nämlich das fahren im freien, ungesicherten Gelände. Das hat also mit der Pistenbaudiskussion nichts zu tun, da man es eh fast überall (außer dort, wo es verboten ist) autark vom Pistennetz machen kann.
Einem Freerider kann es ziemlich egal sein, wie planiert und vereist die Pisten sind, da er sie idR kaum benutzt und wenn dann nur zwischendurch als Mittel zum Zweck.

Jeder versucht, sein Klientel so gut wie nur möglich zu bedienen, und ich sehe auch nichts falsches darin.
Es ist natürlich legitim, seine Zukunft in "sowas" zu sehen und daher zu versuchen, es durchzusetzten und in der Öffentlichkeit als gut und erforderlich darzustellen. Aber man muss sich eben auch mit den verschiedenen Aspekten, den Rahmenbedingungen und den Belangen anderweitiger Interessenträger auseinandersetzen. Und um nichts anderes geht es hier doch.

Aber wir driften ab. daher lass ich es jetzt mal sein ;)
Ich finde es wie anfangs von mir gesagt nach wie vor gut, dass hier auch von usern Nachdenklichkeit durchkam, die nicht zur Rige der üblichen Verdächtigen gehören.
 
Also ich habe lieber einen großen "künstlichen" See, als 10 Stück die in der Landschaft verteilt sind.

Und in einem Forum wird doch schön diskutiert. Es gibt immer Leute die das PRO und das CONTRA vertreten.
Bilder deswegen nicht reinzustellen nur weil dann jemand CONTRA ist, ist ja nicht so toll.
Das wäre so als wenn man Kriegsbilder nicht zeigen würde, weil man nicht will, dass negativ darüber geurteilt wird.


Ob der Eingriff in den Bergen stattfindet oder im Flachland, ist doch eigentlich gleich. So oder so muss etwas "weichen".
Hier ist schon alles mit Feldern und Städten zu gekleistert. Schon vor Jahrhunderten als man Umweltschutz nicht kannte.
Hier hat man sich aber an den Zustand gewöhnt, deswegen schreit hier auch kein "Grüner" auf.

Aber in den Bergen ist man so etwas nicht gewohnt.
 
Die Diskussion kommt mir in etwa so vor wie die Frage, woher eigentlich das Fischstäbchen oder das Schweineschnitzel kommt, das wir auf unserem Teller haben.
Die meisten machen sich keine Gedanken darüber und lassen es sich einfach mehr oder weniger schmecken. Anderen hingegen ist sehr wohl bewusst, dass dafür Fischbestände leiden müssen oder Tiere geradezu industriell herangezüchtet und geschlachtet werden. Von der letzteren Sorte Menschen ziehen dann wiederrum einige ihren Schluss und verzichten auf den Genuss von Fleisch, andere finden sich mit der Situation ab.
Was ich richtig finde ist, dass jeder schon wissen sollte wie es im Sommer in seinem Skigebiet aussieht und was für seine Winterfreude "geopfert" wird. Jedoch muss jeder seinen ganz persönlichen Schluss aus diesem Stück Wahrheit ziehen. Ich hoffe also, dass auch solch unschönere Bilder weiterhin im Alpinforum gepostet werden. Das Alpinforum ist ja kein Fanclub und auch kein Skiatlas ...
 
Noch ein kleiner Eindruck der Felsbewegungen während der Bauphase mit mehr als 20 Fahrzeugen vom 19.7.2010. Es wurde der ganze Berg beschallt. Allerdiings hätte ich durch die schon vorhandene Infrastruktur den Kamm der Schwarzen Scheid (Aufnahmestandort) an diesem Tag wohl nicht erreicht.

 
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