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Neues in Tschiertschen

Aoras hat vor langer Zeit mal die Erschliessung der Ochsenalp geplant. Warum nicht von der jetzigen Talstation auf die Ochsenalp eine Pendelbahn und ab da eine Sesselbahn, gebaut durch Arosa? Man könnte auch bequem eine der jetzigen Anlagen aus Tschiertschen dahin versetzen. Dann wäre die Pendelbahn etwas kürzer, und bei PB's bedeutet jeder Meter weniger mehr Kapazität bzw. könnte man dann die Bahn etwas kleiner dimensionieren. Ausserdem würde es Rückkehrer auf die Ochsenalp lenken, die dann ab da mit der PB zurück fahren, ohne Urdental.

Bei der Variante Maläris-Brüggerhorn würde nicht viel weniger Schutzzone überflogen weder bei der in der Präsentation auch enthaltenen Variante Dorf-Brüggerhorn. Maläris ist ab vom Schuss und eher für Tagesgäste bequem, weil man nicht mitten durchs Kerndorf muss. Aber Fokus Tagesgäste will ja keiner. Also macht Dorf (jetzige Talstation)-Brüggerhorn oder Ochsenalp mehr Sinn. Ist der Faktor Bike wichtig, dann wäre Ochsenalp mit zusätzlichem Sesselbahnbetrieb im Sommer etwas umständlicher, aber vielleicht ein guter Preis für die gewonnene Ochsenalp im Winter. Für Maläris könnte sprechen, dass es für Freerider, die durchs Urdental kommen würden um mit der PB zu fahren, umständlicher zu erreichen wäre als die jetzige Talstation.

Noch ein Vorschlag: Gondelbahn/Sesselbahn von Waldstafel Bergstation aufs Schwarzhorn. Der jetzige fixe Sessel würde versetzt und auf der Heidner Seite quasi wieder das Schwarzhorn erschliessen, ähnlich aber kürzer als der gleichnamige Sessel damals. Vorteile? Gondel/Sessel günstiger als Pendelbahn, fixer Sessel zweitgenutzt, Waldstafel bleibt erhalten, Piste via Schwarzhorn ausserhalb von Schutzzone Urdental. SL Jochalp und Gürgaletsch würden abgebaut. Das könnte so die günstigere Variante als Pendelbahn sein und erst noch naturverträglicher bzw. mit Rückfahrpiste ohne Probleme. Wäre auch besser gelegen, da im Zentrum des Gebietes (gerade für Biker) und nicht so perifer wie z.B. Brüggerhorn.
 
Klemme schrieb:
Aoras hat vor langer Zeit mal die Erschliessung der Ochsenalp geplant. Warum nicht von der jetzigen Talstation auf die Ochsenalp eine Pendelbahn und ab da eine Sesselbahn, gebaut durch Arosa? Man könnte auch bequem eine der jetzigen Anlagen aus Tschiertschen dahin versetzen. Dann wäre die Pendelbahn etwas kürzer, und bei PB's bedeutet jeder Meter weniger mehr Kapazität bzw. könnte man dann die Bahn etwas kleiner dimensionieren. Ausserdem würde es Rückkehrer auf die Ochsenalp lenken, die dann ab da mit der PB zurück fahren, ohne Urdental.

Verstehe ich auch nicht. Ist ja als Variante B sogar eingezeichnet, wurde aber nicht weiterverfolgt. Und die Idee, das Skigebiet von Tschiertschen komplett auf die Ochsenalp zu versetzen hatte ich auch schon. Die Idee mit den bestehenden Anlagen aber noch nicht, aber das würde sogar gehen.

Ich habe in Landeskarte mal eine Variante B+ eingezeichnet. Hier

Das sind die Pendelbahnen (Grün) plus die KSB und die SB in Orange. Für die untere PB habe ich zwei Varianten eingezeichnet. Die obere PB ist optional, vor allem für Fussgänger, ich habe sie absichtlich auf's Weisshorn geführt. Eine Fussgänger PB auf's Brüggerhorn macht keinen Sinn und die KSB passt perfekt dort hin.

Mit den beiden Sesselbahnen könnte man sehr schöne Nordhänge erschliessen über 2000 m, mit allen Schwierigkeitsgraden. Und Nordhänge gibt es in ALH ja bisher nicht wirklich.
Auf der Ochsenalp könnte man auch gut einen Anfängerpart einrichten.

Klar das dies sehr viel Infrastruktur auf der Ochsenalp bedeutet. Aber im Gegenzug würde bei dieser Variante die Skigebiet in Tschiertschen komplett geschlossen und auch keine Talabfahrt (nicht mal minimal) gebaut.
 
Das sind spannende gedankenspiele zu ochsenalp. wären sicher schöne hänge da, und das liebliche restaurant/alp ein chilliges plätzchen mit top aussicht ins schanfigg. wäre ich als skifahrer sofort für zu begeistern. Der haken ist nur, dass diese ecke dort gar nicht mehr zu haben ist, weil ja Arosa mit der Verbindung zur Lenzi auf eine erschliessung der ochsenalp verzichtet hat. da geht nix mehr. weiter möchte man ja auch nicht das ggf aufzugebene eigene skigebiet durch ein anderswo neu zu bauendes ersetzen: Die Tschiertschener möchten als ersatz nur einen angmessenen zugang zu etwas, dass bereits seit vielen jahren existiert. da meine ich auch, macht eine PB direktverbindung mit mini rückführungspiste urden klar am meisten sinn, auch betriebswirtschaftlich. Urden gehört zudem zur gde tschiertschen/praden, die oxenalp ist fremdgebiet (Arosa). ich glaube auch nicht, das man heutzutag in arosa eine mit seilbahnen zubetonierte oxenalp mit massenbetrieb sehen möchte.
 
Also wenn man sich die Karte anschaut, dannmüsste es doch schob heute möglich sein eine Skisafari Arosa -> Tschiertschen -> Churwalden -> Arosa zu realisieren.

Das wär doch genial und ohne einen einzigen neuen Lift zu realisieren. Wieso gibts das nicht schon längst?
 
Pilatus schrieb:
Also wenn man sich die Karte anschaut, dannmüsste es doch schob heute möglich sein eine Skisafari Arosa -> Tschiertschen -> Churwalden -> Arosa zu realisieren.

Das wär doch genial und ohne einen einzigen neuen Lift zu realisieren. Wieso gibts das nicht schon längst?

Eine ähnliche wie von dir vorgeschlagene Safari wird seit langer Zeit beworben, wenn auch nicht sehr aktiv: https://arosalenzerheide.swiss/de/Skigebiet/Skifahren-Snowboarden/Freeriden
 
Naja, ich würde mir im Minimum markierte und gegen alpine Gefahren gesicherte Abfahrtsrouten vorstellen, ähnlich wie man das aus den 4-Vallées kennt. Inklusive gemeinsamen Skipass und Pistenplan. Alles andere ist keine Verbindung und für den Grossteil der Skifahrer keine Option.
 
švi-nigel schrieb:
Das sind spannende gedankenspiele zu ochsenalp. wären sicher schöne hänge da, und das liebliche restaurant/alp ein chilliges plätzchen mit top aussicht ins schanfigg. wäre ich als skifahrer sofort für zu begeistern. Der haken ist nur, dass diese ecke dort gar nicht mehr zu haben ist, weil ja Arosa mit der Verbindung zur Lenzi auf eine erschliessung der ochsenalp verzichtet hat. da geht nix mehr.
Naja, ich denke es ist schon etwas komplizierter. Die ganze Abmachung kann man am besten hier nachlesen: https://seilbahn.net/snn/konfig/uploads/pdf/320.pdf

Sowohl die Ochsenalp als auch das Urdental und der noch nicht erschlossene hintere Teil des Farurtal wurden im Gegenzug zur Verbindung Geschütz. Bei der Ochsenalp wurde dies nicht gemacht, es wurden "nur" die existierenden Pläne für eine Erweiterung begraben. Gegen die Erweiterung war auch die Gemeinde Molinis, diese hat aber mittlerweile mit Arosa fusioniert.

Hierzu dieser interessanter Auszug.
Die Ochsenalp wurde nie als Landschaftsschutzgebiet in ein kantonales Inventar aufgenommen und verfügt im Vergleich zum Urden- oder Farurtal nicht über die gleichen
Landschaftswerte. Deren Freihaltung ist aufgrund des Planungsstandes auch ohne Ausscheidung als Landschaftsschutzgebiet gewährleistet, zumal es sich heute um eine rechtskräftige Wildruhezone handelt. Zudem sind die Bergbahnen Arosa bereit, im Rahmen des Plangenehmigungs- und Konzessionsverfahrens auf eine Erschliessung der Ochsenalp zu verzichten und mit den Umweltorganisationen eine Vereinbarung zu treffen.
Die erwähnte Wildruhezone aber unterhalb der von mir eingezeichneten Infrastruktur. Daher sehe ich hier rechtlich eher mehr Chancen. Am Schluss zählen die Abmachungen weniger als Richtpläne und Schutzgebiete.

weiter möchte man ja auch nicht das ggf aufzugebene eigene skigebiet durch ein anderswo neu zu bauendes ersetzen: Die Tschiertschener möchten als ersatz nur einen angmessenen zugang zu etwas, dass bereits seit vielen jahren existiert. da meine ich auch, macht eine PB direktverbindung mit mini rückführungspiste urden klar am meisten sinn, auch betriebswirtschaftlich. Urden gehört zudem zur gde tschiertschen/praden, die oxenalp ist fremdgebiet (Arosa). ich glaube auch nicht, das man heutzutag in arosa eine mit seilbahnen zubetonierte oxenalp mit massenbetrieb sehen möchte.
Da kannst du durchaus recht haben. Wovon Arosa wollte dort ja bauen, nur Molinis wollte nicht. Heute ist es eine gemeinsame Gemeinde, da sieht es vielleicht wieder anders aus. Wie ich gesagt habe, würde Arosa enorm von diesen Nordhängen profitieren, diese fehlen im Gebiet weitestgehend. Die Rückführungspiste durchs Urden macht sicher viel Sinn, ist aber wohl kaum genemigungsfähig. Da geht es dann nicht um Abmachungen und Kompromisse, das ist einfach Landschaftsschutzgebiet und Punkt.
Zur Zubetonierung der Ochsenalp gehe ich auch mit dir einig. Gerade die beiden PBs die ich eingezeichnet habe bedeuten wuchtige Konstruktionen direkt auf der Ochsenalp. Also mein Vorschlag, auf die obere PB verzichten und die untere? Vielleicht findet sich ja Trasse für eine EUB über diesen Hang. Eine EUB mit Rettungsbahn darf ja heute doch auch schon recht grosse Felsstufen überwinden. Ich denke da an Oberterzen-Tannenboden welche ein ähnliches Gelände überwindet. EUB Stationen kann man meiner Meinung nach einfach wesentlich schöner gestalten. Das wäre dann ein weiterer Vorteil gegenüber der direkten PB aufs Weisshorn, die kann man niemals als EUB bauen.

Am wahrscheinlichsten ist ja aber, dass gar nichts dabei rauskommt.
 
Ja gut. Eine EUB würde aber auch grosse Stazionen mit garagierung und vor allem unmegen von stützen mit sich bringen. Wenn ich da zb an den riesigen Mastenwald des Arena Express in Flims denke. ein solches EUB monster wäre zudem vom Schanfigg aus (Castiel/Sankt Peter) xtrem prominent sichbar. Eine PB zum Weisshorn würde mit meine ich nur drei Masten auskommen und wäre auch landschaftlich viel besser kaschiert (siehe bilder in der präsentation). das bestehende gebäu am gipfel könnte man mit einer offenen Station (wie Sedrun) optisch tatsächlich sogar noch entschärfen. Zudem der direkte anschluss an die PB von Arosa.

In dem von dir verlinkten Bericht von 1992, s. 7 unten, heist es zur Ochsenalp wörtlich: Der Fremdenverkehrsort Arosa gehört zu den stark entwickelten und gesättigten Tourismusgebieten des Kantons mit entsprechender Umwelt- und Siedlungsbelastung. Gemäss den in Ziffer 1 hievor dargelegten Grundsätzen soll die Entwicklung in bereits stark entwickelten Fremdenverkehrsgebieten vor allem qualitativer Natur sein. Dies bedeutet, dass der Bedarf für ein weiteres quantitatives Wachstum besonders sorgfältig nachzuweisen ist und ein solches überdies keine weiteren negativen Folgen hinsichtlich Umwelt- und Raumbelastung aufweisen darf. Ein derartiger Nachweis liegt nicht vor.

Für mich heist das seit dem zusammenschluss von Arosa und Lenzerheide, dass arosa grundsätzlich nicht mehr weiter wachsen soll und kann, auch wenn wo anders (Tschiertschen) ein Skigebiet aufgegeben wird. Das ist ja offensichtlich auch nicht die Idee hinter dem akutellen verbindungsprojekt: Nicht wachsen/neuerschliessen sondern bestehendes optimieren und abrunden. Die planer haben sich solche und weitere überlegungen sicher auch gemacht und ich kann pers gut nachvollziehn, warum man nicht via oxenalp erschliessen kann/will.

Spannend ist übrigens die aussage des Gdepräsidenten, dass die finanzierung des projekts grundsätzlich gesichert wäre: https://www.suedostschweiz.ch/sendungen/skigebiet-tschiertschen-wie-wird-es-sich-veraendern-30-11-21

@Pilatus: Eine offizielle Abfahrtsroute kann man wegen den restriktionen in urden momentan nicht einrichten. aber auch wenn man das könnte, würde das die strukturellen finanziellen probleme der Tschiertschener Bergbahnen kaum lösen.
 
Ob eine PB oder EUB schöner ist, ist sicher auch Geschmackssache. Die Garagierung würde natürlich bei der EUB in der Talstation sein. Der Arena Express ist grösser, schon rein die erste Sektion ist 300 Meter länger. Daher würde ich diesen jetzt nicht direkt als Vergleich heranziehen.

Ich denke am Ende wird man froh sein, überhaupt die PB ohne Piste realisieren zu können und eventuell die KSB weiter zu betreiben.
 
Modern EUB mit wenigen FBM garagieren oft auch nur in den Stationsumläufen. Keine Ahnung ob das in diesem Fall reichen würde.
 
Das hängt ja auch von der Kapazität ab, und diese muss ja in diesem Fall klein sein, weil die Zufahrtsstrasse den Mehrverkehr sonst nicht schlucken kann.

Was ich mich auch immer wieder frage ist, ob jemals eine Gebietsverbindung über das Churer Joch geprüft wurde?
 
Ich halte von diesen Plänen nichts. Ein Abriss der Lifte und der Bau einer Pendelbahn aufs Weisshorn bedeutet eine faktische Reduzierung der Skigebietsfläche. Letztendlich hängt man sich nur an ein bestehendes Skigebiet dran ohne ein "eigenes" Angebot mitzubringen. Was hält Arosa und Lenzerheide davon? Würden die diese Verbindung überhaupt unterstützen? Tschiertschen würde faktisch zu einem Parkplatz von Arosa Lenzerheide degradiert werden ohne eigenes touristisches Entwicklungspotenzial.

Man muss vor Ort in die Zukunft des Skigebietes investieren. Das heißt vor allem mehr Geld für Beschneiung. Außerdem braucht Tschiertschen dringend mehr warme Betten. Es gibt nur ein Hotel und das ist viel zu wenig. Die Einheimischen und Zweitwohnungsbesitzer haben in der Vergangenheit mehrmals bewiesen dass ihnen der Erhalt des Skigebietes sehr am Herzen liegt und das auch eine hohe finanzielle Bereitschaft besteht das Gebiet zu erhalten.
 
Ok, Ochsenalp war Verhandlungsmasse für die grosse Verbindung.

Aber die Variante Schwarzhorn war ja auch längere Zeit im Pistenplan eingezeichnet. Was spricht gegen die? die Skilifte zurückbauen, den fixen für das kleine Stück am Schwarzhorn und eine Verbindungssesselbahn ab Bergstation Waldstafel aufs Schwarzhorn.

Vorteile:

- Ein neuer Lift, viel günstiger als Pendelbahn
- Skigebiet Tschiertschen minimal erhalten, drei Lifte dort weg
- am umweltverträglichsten (Schutzgebiete, Landschaftsschutz)
- Rückkehrpiste ok und genug hoch, damit es ohne Beschneiung geht. Kann wie gewünscht im Frühling länger aufbleiben als jetzt, wenn nötig fährt man ab Waldstafel mit dem Sessel wieder ins Tal.

Ist die günstigste Variante und der beste Kompromiss. Warum war diese Variante gar kein Thema mehr? Würde alle aktuellen Hürden einfach umgehen. Ich glaube sogar, da diese Variante zentral im Skigebiet angebunden wäre und viel weniger perifer liegt, die Variante ist, die das Urdental am besten entlastet, weil es die einzige Alternative ist, die eben auch eine Alternative zum Urdental wirklich bieten würde. Ausserdem könnte ich mir vorstellen, durch die zentrale Anbindung würde sich der Weiterbetrieb der anderen Lifte rechnen, da der Sektor von Arosa und Lenzerheide schnell erreichbar wäre. Plötzlich könnte es also sogar wieder sehr viel besser laufen. L+A müssten daran auch das grösste Interesse zur Unterstützung haben, weil es eine wesentliche Erweiterung bietet, praktisch ohne Kosten. Die könnten sogar zusammenlegen und den Tschiertschern den einen Lift schenken. Mit der Pendelbahn verliert A+L diese einmalige Chance so wesentlich voran zu kommen.

Und zum Thema Parkplatz für A+L. Die Strasse nach Tschiertschen ist zu klein, keine Parkplätze, keine Kapazität. Das wird jedem den Einstig dort vergällen. Derweil würde eine ultraeinfache Variante alle Probleme der Anreise lösen:

L träumt ja seit Jahrzehnten von Tunnels, Aufzügen, Monorails, Zahnradbahnen usw. Die Idee: Höhe Chur West/Felsberg Ein Einstiegsportal, direkt ab Autobahnabfahrt. 3S auf den Dreibündenstein, ein einziger Verbindungslift und man wäre an Pradaschier und damit L angebunden. Tagesgäste würden so einfach direkt ab der Autobahn einsteigen. Keine ultrateuren (jetzt gerade wieder aktuell) Ausbauten der Kantonsstrasse, kein Verkehr durch Dörfer, keine zerstreuten, nicht geteerten und schlecht verkehrsgelenkten Parkplätze mehr (Churwalden, Parpan, Rothorn, Fadail, Valbella etc.). Brambrüesch wäre alle wirtschaftlichen Sorgen los. Pradaschier auch. Alle wären mit allen verbunden. mit jeweils nur einem Lift. Viel grösseres Gebiet, sehr umweltfreundliche zu verkaufen, weil massive Reduktion Anreiseverkehr, Stau etc. Ausserdem wäre die Erschliessung der 3S-Talstation (Höhe Plankis, Bahnhof Felsberg oder Chur West) mit RhB und SBB (war eh schon lange angedacht) mit dem öffentlichen Verkehr möglich (S-Bahn, Regio, Regioexpress, IC... alles möglich). Ab Zürich HB ohne Umsteigen direkt ins Skigebiet. Ein revolutionäres Asset. Man wäre das am schnellsten und bequemsten erreichbare Bündner Grossskigebiet. Die Anreise aus dem Unterland verkürzt sich wesentlich und wird viel bequemer. Nur Laax und Davos könnten politisch was dagegen haben, die müsste aber die Klappe halten, da sie in letzter Zeit astronomisch teure Strassenerschliessungen erhalten haben. Ich kann wirklich keinen Nachteil finden. Es wäre ein absoluter Meilenstein, den die Umweltverbände fast zwangsweise gut finden müssten. Und die Kosten überschaubar im Vergleich zu den astronomischen Bahnideen auf die Lenzerheide (im Richtplan) und Strassenprojekten. Also Umwelt, öffentliches Interesse, Kosten, 3 siechende Kleinskigebiete gerettet, Anreise ultra kundenfreundlich. Verhandlungen ähnlich wie Ochsenalp: in Chur gibt man Känzeli auf um den Verbindungslift nach Pradaschier zu kriegen (obwohl die Zeit wohl nicht mehr reichen würde die neue Bahn aufzugeben und diese grosse Lösung zu diskutieren). 3S löst Verkehrsproblem. Tschiertschen wie beschrieben.
 
Irgendwie dünkte es mich, ist dieses News-Topic in ein Utopie-Topic abgeglitten... Alles schön und gut, aber niemals realisierbar. Selbst die PB zum Weisshorn dürfte sehr schwierig werden, aber hätte wohl noch die grössten Chancen. Alles andere sind Träumereien.
 
Ok. Sorry, bin etwas abgerutscht. Mein Frage warum Weiss- und nicht Schwarzhorn, finde ich aber berechtigt, zumal die Verbindung eigentlich früher dort rüber sollte.

In räumlich mehr oder weniger zusammenhängenden Gebieten eine gemeinsame grosse Vision zu entwickeln und wirtschaftliche, verkehrliche, räumliche und touristische Probleme gmeinsam adressieren, führt sehr wahrscheinlich auch zu einer umweltfreundlicheren, gesamtheitlicheren, bequemren und wettbewerbsfähigeren Lösung. Ökologisch und volkswirtschaftlich nachhaltig.

Beispiele für schlechte Lösungen in der Gegend:

- Verbindung Urdental > Jahrzehnte gestritten, reduzierteste Version umgesetzt
- Tschiertschen > ständig pleite, teure Rettungsversuche mit Sesselbahnen, jetzt doch am Ende
- Ersatz Brambrüeschbahn > Fehlinvestition in Pendelbahn, ständig Zuschüsse, alle 10 Jahre politische Diskussion
- Pradaschier > immer mal wieder pleite, Besitzerwechsel, andere Strategien
- Verkersproblem Lenzerheide > Dauerbrenner, grosse Belastung, keine funktionierende Lösung bis heute
- Portal Churwalden > ein lärmender Betonklotz und kein integriertes Portal wie Planai, Schlossalm, Penken, Grindelwald. etc. wo Verkehr, Service und Infrastruktur sinnvoll und so bequem wie möglich für den Gast gebündelt wird.

Auch Tschiertschen behandelt man hier wieder nur solitär. Das Urdental ist absehbar nicht verhandelbar als Skipiste.

Diese Strukturproblem bei Investitionen zieht sich durch den ganzen Kanton, ja das ganze Land. Die Umweltverbände schiessen hier auf den kleinen Spatz, der ums Überleben kämpft. So ne Art Feigenblatt, weil man woanders versagt hat. Es werden nämlich gigantische, milliardenschwere Verkehrsinfrastrukturen gebaut in der Region, wo eigentlich Seilbahnlösungen angedacht waren. St.Luzibrücke anstatt die studierte ZUB Chur-Weisshorn, Strasse Lenzerheide anstatt Verbindung Brambrüesch, oder im Prättigau eine milliardenschwere Autobahn mit zig Umfahrungstunneln, die nachweislich mehr Energie jährlich verbrauchen als das gesamte Tal zusammen, anstatt Seilbahn von Küblis/Jenaz nach Parsenn. Vom Ausbau der Rhätischen Bahn mit Tunneln, Doppelspuren, Flügelzügen, riesigen Bahnhöfen etc. noch gar nicht zu reden. Tschiertschen steht für mich exemplarisch für eine ganzen Reihe von Beispielen, wo man quasi nur einen Lift verhandelt, dabei aber gewaltige strukturelle Entwicklungsprobleme der ganzen Region ausblendet. Ja, ich finde man muss das ins gesamte, gesellschaftliche und politische Bild einordnen. Sonst rettet man in ein paar Jahren wieder die Bahn in Tschiertschen, weil sie nicht rentiert wegen fehlender Piste oder baut die Strasse aus oder anderen damit zusamenhängenden Blödsinn. Strukturschwache Regionen brauchen durchdachte Struktur als Antwort, nicht überteuerte Infrastruktur. Dafür steht der Fall Tschiertschen sehr exemplarisch. Am Morgen anstehen, tagsüber fährt die Bahn leer, am Abend endet der Skitag am höchsten Punkt des Gebietes und Ski in, ski out ist dann für Tschiertschen auch Geschichte. Nicht gerade smart. Der Sessel Schwarzhorn dagegen wäre eine Beschäftigungsanlage, man muss nicht das ganze bestehende Gebiet aufgeben, umgeht Umweltprobleme und es ist günstiger. Auch für A+L ist diese Lösung attraktiver.
 
Wie bereits von ski-chrigel geschrieben sind viele dieser Vorschläge Wunschdenken. Aber die Realität ist das weder Arosa noch die Lenzerheide ein Interesse an Tschiertschen hat. Egal welche Variante auch immer .....wer soll das bezahlen! Und falls man, wie auch immer das Geld auftreiben könnte, wie soll diese Bahn langfristig finanziert werden? Arosa und Lenzerheide haben ja sicher einen Verteilschlüssel was das Ticketing angeht, und da müsste ja Tschiertschen auch eingebunden werden. Heisst faktisch das durch diese Anbindung auch mehr Leute nach AL kommen müssten und das bezweifle ich stark....es gibt höchstens eine Umverlagerung der Gästeströme innerhalb AL. Heute muss die Devise der Skigebiete lauten möglichst Infrastruktur klein halten bei gleichem Gästeservice! Der Kuchen wird nicht mehr grösser nur kleiner.
Ich verstehe viele der Ideen und Ansichten hier im Forum, schliesslich bin ich auch begeisterter Wintersportler. Aber aus wirtschaftlicher Sicht macht wahrscheinlich nur eine Schliessung :( des Skigebiets Tschiertschen langfristig Sinn..........
 
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