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ski-chrigel schrieb:Die EUB soll nun nur noch 11 Masten haben und damit keine Schneise ausgeholzt werden muss, bis zu 75m hohe Masten haben. Sorry, aber das ist ja mal völliger Unsinn. Eine Gondelbahn im Wald „verstecken“ erscheint mir trotz Schneise viel sinnvoller als eine derart über dem Relief stehende Gondelbahn. Schon heute sehen wir die massiven Betonmasten von zu Hause in Emmetten und das sieht nicht schön aus. Zudem ist die Bahn dann fürchterlich windanfällig. Die Schneise sieht man nur, wenn man direkt in der Flucht steht.
Über die Beschränkung auf 800 Personen pro Stunde kann man diskutieren. Ich finde sie fragwürdig und einen unnötigen Eingriff in die wirtschaftliche Freiheit des Unternehmens.
Chlosterdörfler schrieb:Die Rigi Bahnen haben die Pläne für die neue Gondelbahn zwischen Weggis und Rigi Kaltbad gestoppt – aus finanziellen Gründen. Die Verantwortlichen wollen nun ein kleineres Projekt erarbeiten.
Info: https://www.srf.ch/audio/regionaljo...-rigi-bahnen-ziehen-notbremse?partId=11953438
snowflat schrieb:
ThomasK schrieb:Soweit ich das richtig in Erinnerung habe, sollte die geplante 10-EUB nach Rigi Kaltbad eine Förderleistung von 1200 pph haben und 11 Stützen statt 3 Stützen wie bei der Pendelbahn haben.
1200 pph schafft man aber am Rigi mit einer 150-PB. Die Trasse ist nur etwa 2,3 km lang, was bedeutet, dass man eine Fahrzeit von etwa 6 Minuten hat. Bei einer Wendezeit von 90 Sekunden kann man dann bei Volllast alle 7,5 Minuten fahren; bei 8 Fahrten pro Stunde erreicht man dann eben die genannten 1200 pph mit einer 150-PB.
Nein, man steht nicht bei Null. Man hat nur gemerkt, dass man infolge der aktuell fehlenden Einnahmen durch den Wegfall der asiatischen Gäste bei gleichzeitig zu finanzierenden Investitionen (bereits bestelltes neues Rollmaterial für die Zahnradbahn) momentan nicht die Mittel hat um die Luftseilbahn in dem Umfang zu finanzieren. Weil aber die Konzession der alten Luftseilbahn zeitlich beschränkt ist, braucht es nun eine Redimensionierung der Gondelbahn auf finanzierbares Niveau. Am Systementscheid für die Gondelbahn ändert das aber nichts.Beim Rigi steht man jetzt also wieder bei Null.
Dieses Potential wird bereits genutzt. Es gibt ÖPNV mittels halbstündlich verkehrender Buslinie, welche mit Gelenkbussen fährt und dieses Angebot wird auch genutzt. Was man aber in der Tat in Erwägung ziehen könnte, wäre eine Bushaltestelle direkt bei der Gondelbahn.Als Verkehrsplaner sehe ich auch sehr kritisch, dass man den Parkplatz an der Talstation um weitere 240 Stellplätze ausbauen wollte. Da ist es völlig klar, dass man mit so einer destruktiven Planung die Menschen gegen das Projekt aufbringt. Ich an Stelle der Rigi-Bahnen hätte überlegt einen Bus-Shuttle einzurichten, der vom Bahnhof Küssnacht direkt zur Talstation fährt. Je nach Potentialanalyse könnte man auch in Erwägung ziehen, dass dieser Bus-Shuttle vom Bahnhof Küssnacht über die Talstation Weggis der Luftseilbahn und die Talstation Vitznau der Zahnradbahn bis zum Bahnhof Brunnen fährt, um eine optimale Vernetzung mit dem ÖPNV zu gewährleisten. Von Luzern nach Küssnacht fahren die Züge umsteigefrei im Halbstundentakt; da ist es völlig destruktiv, das nicht zu nutzen.
Meine persönliche Meinung ist eindeutig: Kapazitätsausweitung klar, aber jedoch ökologisch nachhaltig, was insbesondere bedeutet, dass der Verkehrszuwachs im Tal keinesfalls mit dem MIV abgewickelt werden darf. Und die Ausweitung der Stützenanzahl macht man nur dann, wenn es technisch absolut erzwungen ist.
Pilatus schrieb:Meine Fresse, auf der Rigi sind auch wieder irgendwelche Pseudofuturisten am Werk, die die Zeichen der Zeit nicht erkannt haben. Die Kommentare unter dem Artikel sind auch selten einstimmig... Spitzname „Bratwurst“...
Die Ironie ist, dass die neuen Trams in Zürich von der selben Agentur (Milani Design) entworfen wurden, wie diese Bratwürste. Das Design ist so erfolgreich, dass über 90% aller Kommentare negativ sind. Läuft...Pilatus schrieb:Ich verstehs nicht. Die neuen Trams in Zürich und Basel haben wesentlich mehr Charme.
Pilatus schrieb:Meine Fresse, auf der Rigi sind auch wieder irgendwelche Pseudofuturisten am Werk, die die Zeichen der Zeit nicht erkannt haben.
Neben einigen grässlichen Stationsgebäuden kommen jetzt grauenhafte Triebwagen. Und das in einer Zeit, wo sich der kleinste Hauch von Retro schon hervorragend verkauft. Als ob die ganzen Asiaten aus ihren Megacities um die halbe Welt reisen würden, um bei uns wieder Glas und Beton anzuschauen. Ich verstehs nicht. Die neuen Trams in Zürich und Basel haben wesentlich mehr Charme.
Die Kommentare unter dem Artikel sind auch selten einstimmig... Spitzname „Bratwurst“...
Es ist mir momentan in der Bergwelt zu viel Sensationsdenken. Jeder so macht es den Anschein will ums Verecken irgendein USB. Zuerst die Drehluftseilbahn, dann die Drehgondeln, dann die Sesselschwenkerei. Nun bauen die einen Gondeln mit Balkonen, die anderen lassen das Dach der Gondel gleich ganz weg und nun die Rigibahnen mit den Bratwürsten samt schrägen Enden.TITLIS schrieb:Mir fehlt bei vielen Bergbahnen das Bekenntnis zur Vergangenheit - wie man gross geworden ist - fährt ein Blaues Bähnli oder Zug auf den Gipfel, so sollte das in den Grundzügen auch so bleiben.
Liegt es an der "ich brauch auch ein Denkmal" Struktur vieler Geschäftsleitungen/Verwaltungsräte? Braucht es überall noch einen Zacken oben drauf?
Chance auch an der Rigi verpasst - einfach nur schade.
Langsam, langsam. Hier hat auch niemand "immer" das Neue verteufelt und Bashing ist das auch nicht. Wir finden nur die neuen Rigibahnzüge nicht toll, und ich habe so meine Mühe mit gewissen Designs. Das ist normale Kritik und kein Bashing.ski-chrigel schrieb:Die Laaxer Ropetaxis hast Du noch auf Deiner Liste vergessen...
Aber wenn Ihr dann mit dem Bashing fertig seid, dann würde ich mal ins Feld werfen, dass wir ohne Innovation immer noch mit SLs und DSBs rumfahren würden. Natürlich gibt es einige ausufernde Negativbeispiele, aber einfach immer das Neue zu verteufeln, ist auch nicht der Weg.
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