Cervin schrieb:
Meiner Meinung nach ist es wirklich sinnvoller eine 100er oder 125er Pendelbahn dahin zu stellen. Die Gebäude würden kompakter ausfallen, Stützenstandorte kann man übernehmen. Bei uns in Zermatt an der Rothorn und Trockener Steg Pendelbahn eignen sich diese am besten für Sightseeing und stossen auf Begeisterung bei den Touristen.
Eine Umlaufbahn macht an der Rigi wenig Sinn, erst recht nicht wenn diese nur 900p/h haben sollte (oder was auch immer genannt wurde).
So habe ich mich auch mal zu dem Thema geäussert.
Und noch nebenbei eine sehr persönliche Meinung: Die aktuelle Pendelbahn war eines von Willy Garaventas Pionierprojekten. Es wäre sehr ehrenhaft hier wieder ein Vorzeigeobjekt aus der Pendelbahnerfahrung Garaventas hinzustellen!
Exakt so sehe ich es auch.
Ursprünglich wollte man die neue Bahn im Sommer 2022 in Betrieb nehmen.
Für eine EUB wurde ein Investitionsaufwand von 20 Millionen CHF genannt, für eine Renovierung der bestehenden 75-PB ebenfalls 20 Millionen CHF und für einen kompletten Neubau einer 125-PB dann 30 Millionen CHF.
Wäre ich CEO der Bergbahnen, dann hätte ich bezüglich des Mehraufwandes von 10 Millionen CHF bezüglich einer 125-PB gegenüber einer EUB versucht Gespräche aufzunehmen mit dem Kantonalrat und der Kantonsregierung des Kantons Luzern. Ich hätte dann versucht auszuloten, inwiefern der Kanton Luzern bereit ist sich am Mehraufwand der 10 Millionen CHF zu beteiligen. Als die neue Stoosbahn gebaut worden ist, bekamen die Stoosbahnen einen Zuschuss von mehreren Millionen Franken. In einer Volksabstimmung im Kanton Schwyz haben ungefähr 75 % der Schweizer den Zuschuss des Kantons Schwyz zur neuen Stoosbahn bewilligt.
Warum macht man das nicht in Luzern ebenfalls?
Da hätten sich doch die Bergbahnen mit den Bürgern, dem Kantonsrat und der Kantonsregierung zusammensetzen können und darüber beraten können, ob es möglich ist, dass es einen Zuschuss für eine 125-PB gibt. Dann hätte man die Bürger überzeugen können, dass es keine neuen Rodungen gibt und man, wenn man die Seillinie im oberen Bereich um ca. 15 m anhebt, auf die dritte Stütze verzichten kann.
Ich habe mir die Situation nach meinem letzten Posting auf Google angeschaut. In der Tat ist es so, dass, wenn man auf die 3. Stütze verzichtet, dass Seilfeld zwischen der Stütze 2 und der Bergstation nur ca. 280 m lang wäre. Das ist ja gar nichts. 280 m Seilfeldlänge schafft ja sogar schon eine EUB, aber für eine Pendelbahn ist das ja gar nichts.
Ich habe jetzt auch noch auf Youtube gesucht und bin fündig geworden:
https://www.youtube.com/watch?v=POxjqmzC0Ro
Man sieht sogar von der Bergstation Rigi Kaltbad aus im Hintergrund den Stützenkopf der Stütze 2. Im Vordergrund die Stütze 3. Meine Vermutung, dass, wenn man die Stütze 2 um ca. 15 m erhöht, dass dann Stütze 3, die man in voller Größe sieht, entfallen kann, hat sich als richtig erwiesen.
Also, Ersatz der 75-PB durch eine 125-PB mit nur noch zwei Stützen durch die Erhöhung der Stütze 2 um ca. 15 m nebst Entfall der Stütze 3. Die im Video sichtbaren Bäume können dann trotz größerer Seilspur erhalten bleiben, wenn man die Seillinie anhebt.
Dann hätte man den Parkplatz halbiert, den aufgelassenen Parkplatzbereich renaturiert oder auch Tischtennisplatten und Ruhebänke aufstellen können und dann in Zusammenarbeit mit den Bürgern, Umweltverbänden, dem Kantonalrat und der Kantonsregierung ein Gesamtkonzept entwickelt.
Man muss die Menschen vom Konzept überzeugen, aber mit dem Kopf versuchen durch die Wand zu rennen, klappt eben nicht.