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Neues um die Rigi

Du sprichst aus, was ich gedacht hatte. Ich hatte einfach geschmunzelt und mich gefreut, dass die Einsprecher so doof sind, eine Animation zu veröffentlichen, die zeigt, wie unproblematisch die neue Bahn wäre. Die Rigibahnen haben sich vermutlich ebenfalls gefreut.
 
Interessantes Projekt. Alleine schon die Stützenhöhe von 80m bei einer EUB habe ich bisher nirgendwo gesehen- bisher kannte ich nur max. 65m. 8O
 
In der Tat finde ich diese Animation auch nicht wirklich schockierend. Und die Fachwerkstützen sind um einiges schöner als die aktuellen Betonklötze...
Jedoch wundere ich mich auch ein wenig über die enormen Stützenhöhen?
Falls dem so ist, finde ich es schon sehr eigenartig, dass man bis jetzt noch nichts davon gehört hat.
 
Nocki schrieb:
Interessantes Projekt. Alleine schon die Stützenhöhe von 80m bei einer EUB habe ich bisher nirgendwo gesehen- bisher kannte ich nur max. 65m. 8O

Da kann ich Nocki nur zustimmen 8O Wenn man bedenkt, dass die Stützen vom Gletscherjet 4 (Kitzsteinhorn) für eine EUB schon sehr hoch sind. Und dann kommt da noch mal einiges dazu 8O
 
Pilatus schrieb:
Also diese grässlichen Rigibahn-Züge haben verdient gebasht zu werden ;) und wirklich ein Komfortgewinn sind die ja auch nicht.
Ich bin heute erstmals mit den neuen Zügen gefahren. Sehr wohl ist das ein Komfortgewinn. Und wie! Bequeme Sitze, viel mehr Kapazität = Platz, deutlich schneller.
IMG_7097.jpeg

Und mir gefallen sie auch nicht schlecht.

Unbequem sind die Dinger von 1949:
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Aber am schönsten ist immer noch das:
IMG_7099.jpeg
 
Die Animation der geplanten Einseilumlaufbahn mit den extrem hohen Stützen in den Spannfeldern der heutigen Pendelbahn zeigt für mich sehr deutlich, wie schlecht ein Einseil-System für das Höhenprofil geeignet ist. Trotz der hohen Stützen kommen man nicht ohne Waldschneisen aus. Es gibt genug andere geeignete Seilbahnsysteme. Am nachhaltigsten wäre aber die Nutzung der vorhandenen Infrastruktur und Erneuerung des mechanischen und elektrischen Teils der bestehenden Bahn. Die geplante EUB hat dagegen nur eine Nutzungszeit von 30 Jahren. Dann wird meist wieder alles neu gebaut. Die Verwendung von alten Stützenschäften ist ja auch etwas aus der Mode gekommen. Überall nur noch die hässlichen Rohrstützen statt Fachwerk (die Gründe dafür sind mir schon klar).
 
Christoph Lütz schrieb:
Die Animation der geplanten Einseilumlaufbahn mit den extrem hohen Stützen in den Spannfeldern der heutigen Pendelbahn zeigt für mich sehr deutlich, wie schlecht ein Einseil-System für das Höhenprofil geeignet ist. Trotz der hohen Stützen kommen man nicht ohne Waldschneisen aus.
Die Waldschneise hängt aber auch mit dem Bergungskonzept zusammen. Wird abgeseilt, braucht man eine Schneise. Gibt es eine Bergebahn, braucht man m.W.n. keine.
Christoph Lütz schrieb:
Die geplante EUB hat dagegen nur eine Nutzungszeit von 30 Jahren.
Wo steht das? Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass man sie nur so kurz betreiben will. Technisch sollten m.E. auch deutlich über 30 Jahre machbar sein...
 
Skipapi schrieb:
Eher ein Werbefilm als ein Schreckensbild. Die Bahn ist doch viel schöner, als die grässlichen Betonmonsterstützen der aktuellen Pendelbahn. Mit Blick auf das Bundesgerichtsurteil bezüglich Signalbahn befürchte ich trotzdem, ohne Einigung mit der Gegnerschaft wird das nichts werden.

Diese Befürchtung teile ich nicht. Ich habe bis jetzt noch kein Argument der Gegnerschaft gelesen, welches ich als gefährlich für die Gondelbahn einstufen würde. Auch bei der Gegnerschaft ist es bei den üblichen Verdächtigen geblieben. Der Werbefilm inkl. Homepage ist von Rene Stettler, der seit Jahren alle Modernisierungsprojekte der RB torpediert, weil er gegen jede Art von zunehmendem Tourismus auf dem Berg ist.
Und bei dem Werbefilm ist der Schuss hintenraus gegangen. Die neuen Stationen wie auch die neuen Stützen sehen gar besser aus, als die aktuellen hässlichen Betonstützen.
Mit der Gegnerschaft kann man sich ohnehin nicht einigen, da diese die Gondelbahn grundsätzlich ablehnen. Die wollen gar keine neue Bahn...

Unbequem sind die Dinger von 1949:
Triebwagen Nr. 12 wurde als historisches Fahrzeug bestimmt und hat als solches wieder die alte Lackierung und die alten Holzsitze erhalten. Die anderen Triebwagen haben weiterhin die bequemeren Polstersitze.
 
Bezirksabstimmung in Gersau betreffend Burggeistseilbahn Sanierung vom 03.03.2024.

Bei einer Stimmbeteiligung von 70,99 % stimmten 579 für und 454 gegen die Umwandlung eines Darlehens in Aktien.

Quelle: https://www.gersau.ch/storage/8b5c6b830fc1a6e73c87403c7b50e790621a99abaf6062a5e6179af5f225de5a
und https://www.bote.ch/nachrichten/schwyz/die-bahn-hat-eine-chance-verdient-art-1526296

Kommentar: Die Bürgerinnen und Bürger von Gersau haben ein Zeichen für den Erhalt der Burggeistbahn gesetzt. Nun sind die Verantwortlichen der Bahn in der Pflicht, zusätzliche Mittel für den Erhalt der Luftseilbahn aufzutreiben.
 
Die Eidgenössische Natur- und Heimatkommission sieht ihre Auflagen als erfüllt an. Für den Rigibahnen-Chef ist der Entscheid ein Meilenstein.

Info: https://www.zentralplus.ch/verkehr-...kommission-genehmigt-rigi-gondelbahn-2644361/

5951 Unterzeichnende (Stand 4. Mai 2024) der laufenden 2. Rigi-Petition «Rigi: 800’000 sind genug!» votieren für den 1:1-Ersatz der bestehenden Pendelbahn mit 2 Kabinen und 3 Masten an den bisherigen Standorten.
Quelle: https://rigi-800000-sind-genug.ch/

Meinung: Das letzte Wort werden die Richter haben.
 
Und die Richter werden nicht nach Sympathien oder Sinnhaftigkeit urteilen, sondern schlicht danach, ob die Gondelbahn die gesetzlichen Anforderungen an den Bau einer neuen Seilbahn entspricht.
Ich habe bis jetzt noch keinen Grund gefunden, warum sie das nicht tun sollte.

Daraus folgend haben die Querulaten um Herrn Stettler meiner Meinung nach nur ein Ziel: Den Baubeginn mittels Einsprachen durch alle Instanzen bis nach 2027 zu verzögern, in der Hoffnung, dass die Rigibahnen das Projekt aufgeben oder aber aufgrund der auslaufenen Betriebsbewiligung (und mangels möglicher Verlängerung) nun doch auf eine Luftseilbahn setzen.

Aber diese Chancen für eine Verhinderung der Gondelbahn sind gering.

Vielleicht noch was zu der Haltung "800'000 Besucher sind genug": Diesen Wert erreicht man auch ohne Gondelbahn. Dieses Jahr warens 900'000 ohne dass es auf dem Berg "eng" geworden wäre.
 
Nur verstehe ich das krampfhafte Festhalten der Rigibahnen an einer EUB auch nicht so ganz. Man weiss doch, dass das Fällen von Bäumen heutzutage Widerstand erzeugt. Darum planen sie ja auch eine EUB mit hoher Linienführung. Eine ganze Reihe von Riesenstützen, wenn möglich noch in Rohrbauweise, um über die Wipfel zu kommen, die sich den Berg hochzieht, mag für uns Seilbahnfreunde interessant sein. Aber die meisten sehen darin eine Landschaftsverschandelung. Und ganz ehrlich, ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das vom See und gegenüberliegenden Ufer aus gesehen unauffällig sein wird.

Nun gibt es unterdessen mit der Dreiseiltechnik eine Umlaufbahn, welche mit der geringen Anzahl Stützen einer PB auskommt. Warum sie nicht darauf umschwenken, um so den Gegner teilweise den Wind aus den Segeln zu nehmen, verstehe ich auch nicht ganz. Ist der Kostenunterschied so massiv? Aber gerade die für die gewählte hohe Linienführung notwendigen Monsterstützen dürften ja auch einiges mehr ins Geld gehen als 08/15 Stützen. Alleine schon wegen dem massiv gestiegenen Stahlpreis.
 
GMD schrieb:
Nun gibt es unterdessen mit der Dreiseiltechnik eine Umlaufbahn, welche mit der geringen Anzahl Stützen einer PB auskommt. Warum sie nicht darauf umschwenken, um so den Gegner teilweise den Wind aus den Segeln zu nehmen, verstehe ich auch nicht ganz. Ist der Kostenunterschied so massiv? Aber gerade die für die gewählte hohe Linienführung notwendigen Monsterstützen dürften ja auch einiges mehr ins Geld gehen als 08/15 Stützen. Alleine schon wegen dem massiv gestiegenen Stahlpreis.
Eine 3S ist auch eine Gondelbahn und damit auch nicht das, was die Gegner wollen. Und eine 3S ist erst noch teurer, als die normale Gondelbahn.

Und warum soll die Rigibahn umschwenken? Alle Behörden und Ämter haben ihr Projekt bis jetzt bestätigt. Es gibt gerade mal acht Einsprachen, von denen die eine nun zurückgezogen wurde. Herr Stettler ist zwar ein lautstarker Einsprecher, aber nur einer von wenigen...
 
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In der Schweiz verfolgt man in der Regel eine Politik des Kompromisses. Striktes Pochen auf (Maximal)Forderungen, auch wenn es legal ist, wird nicht gerne gesehen. Das könnte sich für die RB bei späteren Projekten durchaus als nachteilig erweisen.
 
Wenn die Bahnbetreiber bei jeder Einsprache zu einem Neubauprojekt sofort gleich nachgeben würden, dann gäbe es ja nur noch Einsprachen.

Wartet doch mal ab, was die Gerichte meinen. Wenn diese den Einsprechern und ihren Beschwerden rechtgeben, dann können die Rigibahnen immer noch das Projekt anpassen/durch Luftseilbahn ersetzen, etc.
Aber solange keine Entscheide gefallen sind, solange gibt es für die Rigibahnen keinen Grund, am Projekt für sich was grundlegendes zu ändern.
 
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oberländer schrieb:
GMD schrieb:
Nun gibt es unterdessen mit der Dreiseiltechnik eine Umlaufbahn, welche mit der geringen Anzahl Stützen einer PB auskommt. Warum sie nicht darauf umschwenken, um so den Gegner teilweise den Wind aus den Segeln zu nehmen, verstehe ich auch nicht ganz. Ist der Kostenunterschied so massiv? Aber gerade die für die gewählte hohe Linienführung notwendigen Monsterstützen dürften ja auch einiges mehr ins Geld gehen als 08/15 Stützen. Alleine schon wegen dem massiv gestiegenen Stahlpreis.
Eine 3S ist auch eine Gondelbahn und damit auch nicht das, was die Gegner wollen. Und eine 3S ist erst noch teurer, als die normale Gondelbahn.
Die Gegner stören sich doch vor allem an der deutlich höheren Stützenzahl der EUB. Das Problem ließe sich mit der 3S umgehen.
Und da die 3S auch größere Kabinen hat (z.B. 24er statt 10er), würden auch 9-10 statt 22 Kabinen reichen. Quasi ein (teurer) Kompromiss.

Generell habe ich den Eindruck, dass man auf den 13 Stützen und 22 Kabinen herumreitet, als wären das gigantische Zahlen...dabei gibt es ja auch Bahnen mit 26 Stützen und 134 Kabinen, die kaum länger sind...
 
Zugegeben, die momentanen Betonstützen sind keine Augenweide. Kann mir aber, auch als Seilbahnfan, auch nicht vorstellen, dass eine ganze Reihe von sehr hohen Rohrstützen hübscher sind. Die ganze Region lebt touristisch vom scheinbar intakten Landschaftsbild, da sollte man schon darauf achten, nichts hinzustellen was im landläufigen Sinn als Landschaftsverschandlung gilt. Mit Fachwerkstützen wärs nur halb so wild, aber die baut ja keiner mehr.
 
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