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Niesenbahn defekt

oberländer schrieb:
Schön. Crans-Montana ist aber nicht im Gebirge und verfügt auch nicht über Kunstbauten wie die Niesenbahn. Zudem beschränkt sich die Oberbauerneuerung auf die Auswechslung von Gleisen, das Trassee selber hat man von 1997 übernommen. Dass sich die Niesenbahn nicht mit München vergleichen lässt hast du zum Glück selber eingesehen.

Aber wenn wir schon bei Kostenvergleichen sind: Die neue Stoosbahn - etwa halb so lang wie die Niesenbahn - hat 88 Mio. gekostet. Und dort sind wir in etwa im selben Bereich in Sachen Aufwand wie bei einer neuen Niesenbahn. Darum auch meine Schätzung im dreistelligen Millionenbereich.


Deine Schätzung ist aber hinten und vorne falsch.

Zunächst einmal wurde am Stoos komplett neu gebaut, d.h. da gab es überhaupt keine Trasse.

Auch mussten komplett neue Stationen errichtet werden.

Ich hingegen sprach davon, dass man am Niesen lediglich PARTIELL eine Gleisverschwenkung hat; beispielsweise an der Mittelstation.

Dein nächster Fehler besteht darin, die Bauzeitverzögerung von zwei Jahren am Stoos, die durch zahlreiche Unfälle verursacht wurde, nicht berücksichtigt zu haben. Ursprünglich ging man - ohne Unfälle - von einer Inbetriebnahme im Dezember 2015 aus und von Investitionsaufwendungen von ca. 50 - 52 Millionen Franken.

Der nächste Fehler ist, dass du die Topografie überhaupt nicht berücksichtigt hast.

Grundsätzlich es so, dass der Mensch aufgrund seiner Anatomie her Treppen bis zu einer Steigung von 35 Grad gehen kann. Aus diesem Grund werden die Fahrtreppen üblicherweise in den Steigungen 27,3 Grad, 30 Grad und 35 Grad angeboten. Fahrteppen mit einer Neigung von mehr als 35 Grad dürfen nicht öffentlich zugänglich sein.

Die Steigung von 47,7 Grad am Stoos ändert die Situation fundamental, denn bei solchen Steigungen hat man extreme Sprungkosten.

Die Niesenbahn gehört aber nicht zu den Standseilbahnen, die eine extrem hohe Steigung haben. Sie liegt im normalen Korridor mit einer Maximalsteigung von bis zu 35 Grad.

Festzustellen ist z.B. dass jemand, der in einem Grashang, der 35 Grad geneigt ist, stürzt, sich noch halten kann. Bei einem Hang mit 47,7 Grad geht das nicht mehr, d.h. wenn man in so einem Gelände als Fußgänger stürzt, dann kann man sich nicht mehr halten, weswegen die Sicherheitsanforderungen extrem steigen.

Der nächste Punkt ist, dass die drei Tunnels am Stoos die Kosten über 50 Millionen Franken gedrückt haben.

Am Niesen müssten gar keine Tunnels neu gebaut werden, da sie schon vorhanden sind.

Die neue Ausweiche würde etwa an dieser Stelle sein, woraus sich ergibt, dass der bauliche Aufwand sich in Grenzen halten würde:

https://youtu.be/RjkMg7l_YLo?si=Gq4YrBV3SRj-Cr_A&t=598

Da man das Gebäude der Mittelstation ersatzlos abreißen könnte, hat man keine großen Zwangspunkte, um bei der Gleisverziehung beide Sektionen zu verbinden.

Schaut man sich die Trassierung an, dann fällt auf, dass alle Radien größer sind als 225 m. Da bei einer Standseilbahn die maximale unausgeglichene Seitenbeschleunigung 0,654 m/s² betragen darf, bedeutet dies, dass man - wenn man will - auch mit 12 m/s fahren könnte. Vorausgesetzt, man legt die Anlage dafür aus.

So, dann rechnen wir doch einmal nach. Bei so einer langen Anlage (Länge 3500 m) ist eine Beschleunigung von ca. 0,4 m/s² realistisch. Hinzu kommt noch der Stationszuschlag bei den Ein- und Ausfahrten an den Endstationen.

Damit ergibt sich für ein komplettes Fahrspiel (Vmax = 12 m/s, a = 0,4 m/s², Haltezeit Schwandegg 45 Sekunden, Zuschlag Stationseinfahrt und Stationsausfahrt zusammen 20 Sekunden) eine Beförderungszeit von 4 * 30 Sekunden + 2 * 116 Sekunden + 45 Sekunden + 20 Sekunden, also zusammen 6 Minuten und 57 Sekunden.

Fährt man ohne Halt in Schwandegg durch, dann ergibt sich eine Fahrzeit von 2 * 30 Sekunden + 262 Sekunden + 20 Sekunden, also zusammen 5 Minuten 42 Sekunden.

Ein beiden Fällen wäre ohne Probleme ein 10-Minutentakt möglich. Selbst dann, wenn man keine größeren Fahrzeuge anschaffen würde, würde sich somit die Leistungsfähigkeit der Standseilbahn bereits um ein Drittel erhöhen.

Ich bleibe bei meiner Schätzung: Ca. 30 Millionen Franken würde es kosten, die Niesenbahn zu einer Sektion zusammenzufassen und mit 12 m/s zu fahren. Fast die gesamte Bestandstrasse könnte genutzt werden. Beim Stoos wurde alles neu gebaut.

oberländer schrieb:
Einmal mehr: Bitte weniger Visionen deinerseits bitte.

Eine Vision ist es, wenn du von 100 Millionen Franken redest und Fantasiezahlen angibst.

Ich hingegen habe nachvollziehbare und realistische Annahmen getroffen. Auch in diesem Posting habe ich meine Anmerkungen so transparent dargestellt, dass jeder sie ohne Probleme nachvollziehen kann.

Du hingegen schüttelst Behauptungen aus dem Ärmel, die hinten und vorne nichts mit realistischen technischen und wirtschaftswissenschaftlichen Annahmen zu tun haben.
 
ThomasK schrieb:
Ich bleibe bei meiner Schätzung: Ca. 30 Millionen Franken würde es kosten, die Niesenbahn zu einer Sektion zusammenzufassen und mit 12 m/s zu fahren.

Und wenn man alle Mitarbeiter rausschmeißt (nicht nur wie von dir geplant die Hälfte), wird es nochmal um 1,5 Millionen billiger.
 
ThomasK schrieb:
oberländer schrieb:
Schön. Crans-Montana ist aber nicht im Gebirge und verfügt auch nicht über Kunstbauten wie die Niesenbahn. Zudem beschränkt sich die Oberbauerneuerung auf die Auswechslung von Gleisen, das Trassee selber hat man von 1997 übernommen. Dass sich die Niesenbahn nicht mit München vergleichen lässt hast du zum Glück selber eingesehen.

Aber wenn wir schon bei Kostenvergleichen sind: Die neue Stoosbahn - etwa halb so lang wie die Niesenbahn - hat 88 Mio. gekostet. Und dort sind wir in etwa im selben Bereich in Sachen Aufwand wie bei einer neuen Niesenbahn. Darum auch meine Schätzung im dreistelligen Millionenbereich.


Deine Schätzung ist aber hinten und vorne falsch.

Zunächst einmal wurde am Stoos komplett neu gebaut, d.h. da gab es überhaupt keine Trasse.

Auch mussten komplett neue Stationen errichtet werden.

Ich hingegen sprach davon, dass man am Niesen lediglich PARTIELL eine Gleisverschwenkung hat; beispielsweise an der Mittelstation.

Dein nächster Fehler besteht darin, die Bauzeitverzögerung von zwei Jahren am Stoos, die durch zahlreiche Unfälle verursacht wurde, nicht berücksichtigt zu haben. Ursprünglich ging man - ohne Unfälle - von einer Inbetriebnahme im Dezember 2015 aus und von Investitionsaufwendungen von ca. 50 - 52 Millionen Franken.

Der nächste Fehler ist, dass du die Topografie überhaupt nicht berücksichtigt hast.

Grundsätzlich es so, dass der Mensch aufgrund seiner Anatomie her Treppen bis zu einer Steigung von 35 Grad gehen kann. Aus diesem Grund werden die Fahrtreppen üblicherweise in den Steigungen 27,3 Grad, 30 Grad und 35 Grad angeboten. Fahrteppen mit einer Neigung von mehr als 35 Grad dürfen nicht öffentlich zugänglich sein.

Die Steigung von 47,7 Grad am Stoos ändert die Situation fundamental, denn bei solchen Steigungen hat man extreme Sprungkosten.

Die Niesenbahn gehört aber nicht zu den Standseilbahnen, die eine extrem hohe Steigung haben. Sie liegt im normalen Korridor mit einer Maximalsteigung von bis zu 35 Grad.

Festzustellen ist z.B. dass jemand, der in einem Grashang, der 35 Grad geneigt ist, stürzt, sich noch halten kann. Bei einem Hang mit 47,7 Grad geht das nicht mehr, d.h. wenn man in so einem Gelände als Fußgänger stürzt, dann kann man sich nicht mehr halten, weswegen die Sicherheitsanforderungen extrem steigen.

Der nächste Punkt ist, dass die drei Tunnels am Stoos die Kosten über 50 Millionen Franken gedrückt haben.

Am Niesen müssten gar keine Tunnels neu gebaut werden, da sie schon vorhanden sind.

Die neue Ausweiche würde etwa an dieser Stelle sein, woraus sich ergibt, dass der bauliche Aufwand sich in Grenzen halten würde:

https://youtu.be/RjkMg7l_YLo?si=Gq4YrBV3SRj-Cr_A&t=598

Da man das Gebäude der Mittelstation ersatzlos abreißen könnte, hat man keine großen Zwangspunkte, um bei der Gleisverziehung beide Sektionen zu verbinden.

Schaut man sich die Trassierung an, dann fällt auf, dass alle Radien größer sind als 225 m. Da bei einer Standseilbahn die maximale unausgeglichene Seitenbeschleunigung 0,654 m/s² betragen darf, bedeutet dies, dass man - wenn man will - auch mit 12 m/s fahren könnte. Vorausgesetzt, man legt die Anlage dafür aus.

So, dann rechnen wir doch einmal nach. Bei so einer langen Anlage (Länge 3500 m) ist eine Beschleunigung von ca. 0,4 m/s² realistisch. Hinzu kommt noch der Stationszuschlag bei den Ein- und Ausfahrten an den Endstationen.

Damit ergibt sich für ein komplettes Fahrspiel (Vmax = 12 m/s, a = 0,4 m/s², Haltezeit Schwandegg 45 Sekunden, Zuschlag Stationseinfahrt und Stationsausfahrt zusammen 20 Sekunden) eine Beförderungszeit von 4 * 30 Sekunden + 2 * 116 Sekunden + 45 Sekunden + 20 Sekunden, also zusammen 6 Minuten und 57 Sekunden.

Fährt man ohne Halt in Schwandegg durch, dann ergibt sich eine Fahrzeit von 2 * 30 Sekunden + 262 Sekunden + 20 Sekunden, also zusammen 5 Minuten 42 Sekunden.

Ein beiden Fällen wäre ohne Probleme ein 10-Minutentakt möglich. Selbst dann, wenn man keine größeren Fahrzeuge anschaffen würde, würde sich somit die Leistungsfähigkeit der Standseilbahn bereits um ein Drittel erhöhen.

Ich bleibe bei meiner Schätzung: Ca. 30 Millionen Franken würde es kosten, die Niesenbahn zu einer Sektion zusammenzufassen und mit 12 m/s zu fahren. Fast die gesamte Bestandstrasse könnte genutzt werden. Beim Stoos wurde alles neu gebaut.

oberländer schrieb:
Einmal mehr: Bitte weniger Visionen deinerseits bitte.

Eine Vision ist es, wenn du von 100 Millionen Franken redest und Fantasiezahlen angibst.

Ich hingegen habe nachvollziehbare und realistische Annahmen getroffen. Auch in diesem Posting habe ich meine Anmerkungen so transparent dargestellt, dass jeder sie ohne Probleme nachvollziehen kann.

Du hingegen schüttelst Behauptungen aus dem Ärmel, die hinten und vorne nichts mit realistischen technischen und wirtschaftswissenschaftlichen Annahmen zu tun haben.

Da magst du Recht haben, aber was bringt es? Dass viele Menschen ihren Job verlieren? Dass eine über 100 Jahre alte SSB für immer verloren geht?
 
Eine Vision ist es, wenn du von 100 Millionen Franken redest und Fantasiezahlen angibst.
Ich hingegen habe nachvollziehbare und realistische Annahmen getroffen. Auch in diesem Posting habe ich meine Anmerkungen so transparent dargestellt, dass jeder sie ohne Probleme nachvollziehen kann.
Du hingegen schüttelst Behauptungen aus dem Ärmel, die hinten und vorne nichts mit realistischen technischen und wirtschaftswissenschaftlichen Annahmen zu tun haben.
Ich schreibe nur meine persönliche Meinung hin. Die braucht von Dir weder bewertet noch despektierlich kommentiert zu werden. Ich habe genauso das Recht eine Meinung mit entsprechenden Zahlen kundzutun wie du. Exakt wissen können wir es beide nicht. Meine Bitte beschränkt sich einzig darauf, nicht jeden Zwischenfall dazu zu nutzen um irgendwelche Neubauideen zu kreiern, notabene bei Anlagen, wo der Betreiber gar nicht neu bauen will. Die Niesenbahn wird nicht neu gebaut. Unabhängig davon, ob ein Neubau nun 20, 30 oder 100 Mio. kosten soll. Punkt.
 
Nebenbei dürfte kaum jemand Interesse daran haben, in 5.47 oder langen 6 Minuten auf den Niesen zu düsen... wozu auch, oben kann man ausser die Aussicht geniessen und etwas främseln auch nicht viel machen. Da fährt man lieber in 30 Minuten gemütlich rauf und hat auch noch etwas von der Fahrt.
Kommt hinzu, dass 1700hm in 6 Minuten für ältere und gesundheitlich angeschlagene Leute, und davon fahren ganze Heerscharen auf den Niesen, alles andere als ideal ist.

Von daher: Du kannst noch viele solche Bahnen vorschlagen und planen und die Fahrt auf die Sekunde genau durchkalkulieren, passieren wird in dem Fall zum Glück nichts. Die aktuelle Niesenbahn hat genug Kapazität, ist genug schnell, und auch noch in genug gutem Zustand...
 
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