Ich hatte beginnend mit Saison 2001/02 bis zur Saison 2009/10 jedes Jahr die Ostalpen-Card bzw. deren Vorgängerprodukt. Ich war daher hauptsächlich in Ostösterreich und da im Speziellen in Niederösterreich Skifahren.
Für mich waren schlussendlich mehrere Gründe ausschlaggebend, dass ich die Ostalpen-Card seit der Saison 2010/11 nicht mehr kaufe:
1. Schließung von Skigebieten
Während in den Anfangsjahren ständig Skigebiete zum Gültigkeitsbereich der Karte hinzugekommen sind, sind es in den letzten Jahren immer weniger geworden. Einige wurden geschlossen (Türnitz, Sonnwendstein, Hohenberger Gschwendt), andere haben den Kartenverbund verlassen (Sonnberglifte).
2. Schlechter werdende Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Einige Skigebiete sind am Wochenende mittlerweile (quasi) nicht mehr öffentlich erreichbar. Deutliche Verschlechterungen gab es in den letzten Jahren zum Niederalpl (früher Shuttlebus von Mürzzuschlag, heute überhaupt nicht mehr erreichbar), Ötscher (Sonntag nicht mehr erreichbar), Hirschenkogel (keine Abendverbindung nach Wien mehr), Stuhleck und Schmoll-Lifte (jeweils Quasi-Auflassung der Zughalte).
3. Preis-/Leistungsverhältnis
Im Vergleich zu anderen Regions-Saisonkarten ist die Ostalpen-Card mit € 450 relativ teuer. Der Preis ist seit 2001/02 jedes Jahr im Mittel um 3 % gestiegen, deutlich mehr als die Inflation. Wenn man bedenkt, dass man mit den Gutscheinen der KroneBonusCard in fast allen Skigebieten der Ostalpen-Card Tageskarten zum halben Preis erwerben kann, schafft es selbst der Vielfahrer kaum, die € 450 "hereinzufahren".
Da ich nun keine Saisonkarte mehr habe, mache ich mein Ausflugsziel viel stärker vom Wetter und der Schneelage abhängig. Dank ÖBB-Netzkarte fahre ich einfach dort hin, wo die Verhältnisse passen. Meine Besuche in ostösterreichischen Skigebieten sind daher massiv zurückgegangen.