Seit meinem Umzug aus der Freudenstädter Heimat nach Bayern vor über sechs Jahren hat sich nie wieder die Chance ergeben, Schwünge an meinen ehemaligen Haus-Skiliften zu ziehen... bis heute. Das Seibelseckle hatte heute seinen ersten Öffnungstag, während der Ruhesteinlift bereits gestern geöffnet hatte. Ich packte die Gelegenheit beim Schopfe und stattete heute beiden einen Besuch ab.
Abfahrt um 08 Uhr in Freudenstadt. Auf dem Schliffkopf musste kurz Zeit sein für ein Foto.
Um 08:30 Uhr komme ich am Seibelseckle an. Wenig überraschend, bin ich selbst eine halbe Stunde vor Liftöffnung bei Weitem nicht der einzige und der Parkplatz füllt sich rasch. Zu meiner Freude befördert der Lift bereits ab 08:45 Uhr die ersten Skifahrer. Ich bin (handgezählt) der sechste von ihnen.
Die erste Liftfahrt. Hier wurde der Schnee verschoben, um der Spur mehr Grundlage zu geben.
Der Hang von oben. Um diese Uhrzeit natürlich komplett im Schatten. Aber die Sicht war dennoch durchgehend sehr gut.
Bei den ersten Abfahrten kann ich am Lift quasi durchgehen. Die frühe Anreise hat sich definitiv gelohnt, denn so komme ich auf mehrere Abfahrten ohne nennenswerte Wartezeiten. Die Piste ist in gutem Zustand und die Grundlage ausreichend, wobei zu Beginn des Tages noch einige Löcher und Unebenheiten zu spüren waren. Im späteren Verlauf kamen im oberen Abschnitt sowie in der Auslaufzone vor der Liftschlange einige Eisplatten zum Vorschein, aber auch das war nicht weiter wild. Steine, Grasbüschel oder Ähnliches waren auf der Hauptpiste nur ganz vereinzelt. Lediglich an den Rändern musste man aufpassen.
Der untere Hangteil. Bereits zu erahnen: Der Andrang.
Um viertel nach neun jedoch hatten die Massen den Lift erreicht und die Wartezeit verlängerte sich zunehmend. Der Parkplatz auf der "Liftseite" war zu diesem Zeitpunkt bereits voll, weshalb die Menschen durch die Unterführung auf den Parkplatz P3 ausweichen. Wer den Weg mit einer realistischen Erwartungshaltung angegangen ist, dem wird es die Laune kaum verdorben haben. Auf der anderen Seite schnappte ich immer wieder Gespräche auf, in denen sich die Menschen wunderten und beschwerten, wie denn dieser Andrang zustande käme. Mich persönlich störten lediglich die 5 bis 10 Personen, die im Alleingang für eine Halbierung der Liftkapazität sorgten, indem sie diverse Fehlversuche beim Lifteinstieg hatten, weshalb der Lift häufig zum Stehen kam. Ansonsten war das fahrerische Können regionstypisch gemischt vom Könner bis zum blutigen Anfänger.
Kurz vor Ablauf meiner Zweistundenkarte verlasse ich das Seibelseckle um 10:50 Uhr. Ich hatte gute zwei Stunden hier und fahre weiter in Richtung Ruhestein.