Passt auch zum Thema (Quelle:
http://steiermark.orf.at/news/stories/2857867/):
Auch bei der Energie Steiermark sorgt der heiße Sommer für einen neuen Rekord - noch nie sei der Stromverbrauch durch Klimaanlagen so groß gewesen wie heuer, berichtet Energie Steiermark-Sprecher Urs Harnik: „Wir stellen fest, dass der Stromverbrauch für das Kühlen in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen hat. Im Schnitt waren es in den letzten Jahren jeweils fünf Prozent. Heuer liegen wir bereits mehr als zehn Prozent über den Werten des Vorjahres.“
Die Nutzung der Klimaanlage kostet laut Urs-Harnik für einen durchschnittlichen Haushalt zehn bis 13 Euro pro Monat. Die richtige Dämmung und das rechtzeitige Beschatten sei dabei als Basis besonders wichtig.
Die Richtwerte (10 - 13 Eur / Monat) kann ich auch aus meinen eigenen Erfahrungen für die 3 Monate Juni - August bestätigen, wobei der Strompreise in SLO und AT in etwa gleich sind. Im Mai und September etwa halb so viel, ergibt unter dem Strich im schlimmsten Fall 50 Euro pro Jahr. Also wenn man sich selbst nicht mal so viel wert ist, dann gute Nacht

. Da bringt es viel mehr (egal ob im Sinne von eingspartem Geld oder, wie es in neugründeutsch so schön heisst, CO2-Fußabdruck) im Winter den Thermostaten um 1 Grad tiefer zu stellen und eben einen Pullover und Stricksocken anzeihen anstatt, wie ich es leider viel zu oft bei Besuchen bei Freunden und Verwandten sehe, mitten im Januar im T - Shirt im Wohnzimmer zu sitzen ...
Sehr begrüssenswert finde ich hingegen die Initiativen, durch gezielte Begrünung der Stadtzentren wenigstens punktuell für halbwegs menschenwürdige Temperaturverhältnisse in den Städen zu sorgen, z. B.
http://wien.orf.at/news/stories/2858623/ inkl. dort angeführten Links oder
http://steiermark.orf.at/news/stories/2858473/. Weil neben der globalen Erwärmung, gegen die wir kurzfristig sehr sehr wenig ausrichten können (auch wenn uns öko - Prediger was anderes erzählen), machen wir uns das Leben vor allem in den Städen durch lokalen Idiotismus noch eine Stufe heisser, und dagegen könnte man mit punktuellen Massnahmen (Dach- und Fassadenbegrünung, mehr offene Wasser- und Grünflächen) relativ schnell was unternehmen. Und durch kluges Bauen auch, leider sehe ich auch noch heutzutage bei Neubauten diese schrecklichen riesigen süd- und westseitigen Verglasungen

, und man scheint noch stolz darauf zu sein ' ... die Wohnung bekommt den ganzen Tag die Sonne, wie schön ... '). In Wirklichkeit bekommt man die Sonne meistens dann wenn man sie nicht braucht (= im Sommer), und im Spätherbst / Winter wenn es wirklich nett wäre eine sonnige Wohnung zu haben ist es eh die halbe Zeit nebelig und dazu der Tag so kurz dass die Sonne sowieso schon untergegangen ist bevor man von der Arbeit / Skitag nach Hause gekommen ist.
Apropos, da ja im oben verlinkten Beitrag von Graz-Jakomini die Rede ist: ich hatte im vergangenen Jahr von Mai bis Juli die Ehre jeden Tag am Jakominiplatz in Graz die Strassenbahnen zu wechseln, der Platz ist IMO ein Musterbeispiel wie man Stadtplätze
nicht gestalten soll, siehe z. B.
https://farm9.staticflickr.com/8760/17080135220_8f77b39639_b.jpg: schattenlose Betonwüste und die Wartebereiche nur mit einem minimalen Glasdach abgedeckt (unter diesem Glas ist es bei Sonenschein noch heisser als wenn man in der prallen Sonne steht und bei Gewitter wenn es von der Seite regnet bieten sie ebenfalls keinen Schutz).