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Olympia 2018

Also ich glaub die Briten sind noch ganz moderat. Da wird auch einiges Temporär errichtet und viele bestehende Anlagen genutzt wie z.B. der Millenium Dome. Was ich an den Planungen für London so bewundere ist der weitgehende Verzicht auf Autos als Anreisemitel zu den Sportstätten. Das würde ich mir für München auch wünschen. Aber nach der Autofahrer Arena hab ich da wenig Hoffnung. Ich bin mal gespannt was die unter einem Ausbau der Bahnstrecke noch Garmisch verstehen. Ich hoffe einfach, dass viel von der Möglichkeit gebrauch gemacht wird Sonderzüge einzusetzen. Immerhin haben alle drei "Ausenstandorte" Bahnanschluss, auch wenn der in Berchtesgaden etwas weit weg ist.
 
das Olympiastadion in London soll zwischenzeitlich bereits mehr als GBP 500 Millionen kosten und nach den Spielen auf 25'000 Plätze zurückgebaut werden. So viel zu den "moderaten" Briten.
 
Das ist nichts gegen das was die Chinesen alles gebaut haben. Ganz abgesehen von den Slums die sie einfach hinter Fasaden versteckt haben.
 
Naja, dann hat man immerhin nach 12 Jahren Disaster für "the O2"/Millenium Dome (übrigens die größte britische Investitionsruine des 20. Jahrhunderts) für zwei Wochen (!) eine halbwegs sinnvolle Nutzung gefunden... :wink: Na, wenn das kein Gigantismus ist!

Die Verkehrsplanung in London mit der von München oder Vancouver vergleichen zu wollen ist eigentlich absurd; auf der einen Seite eine rießige Stadt mit vorhandenem (und weiter ausgebauten) ÖPNV, in der alle Veranstaltungsstätten liegen (mit den folglichen Park- & Verkehrsproblemen). Und auf der anderen Seite hast Du Wettkampfstädten die über 100km voneinander auseinander liegen, aber bereits gut mit Autobahnen erreichbar sind (schon heute besser, als das in Turin der Fall war). Dass bei den Münchner Planungen weniger stark auf die Bahn gesetzt wird ist doch verständlich. Schließlich wäre es rausgeworfenes Geld, sehr hohe Kapazitäten auf den Bahnstrecken zu schaffen, die nach zwei Wochen nie mehr gebraucht werden (und vor allem, wenn neben dran die Autobahn schon liegt...). Ich gebe Dir Recht, man sollte möglichst stark auf umweltverträglichen Transport setzen, aber nur in dem Rahmen, der ökonomisch sinnvoll ist. Und der dürfte kaum in einem Bereich liegen, dass sämtliche Besucher transportiert werden können.

Zu Peking: In einer Stadt, die so boomt ist es m. E. wesentlich sinnvoller, massiv in die Infrastruktur zu investieren (was ja nicht nur im Zusammenhang der Spiele passiert ist, sondern auch davor und danach) als in einer , die im wesentlichen schon davor genügend dimensionierte Anlagen besitzt. Der Vergleich hinkt IMO ein bisschen.
 
Naja, München ist auch eine Stadt mit vorhandener Infrastruktur. Klar gilt das nicht für Garmisch, Schönau und Oberammergau, aber Bahnanschluss besteht auch dort. Und wer sagt denn, dass die Kapazitäten nie wieder gebraucht werden? Eine Verbesserung der Schieneninfrastruktur könnte zu einem dauerhaften Anstieg des Bahnanteils am Verkehr auf dieser Strecke führen. Auserdem sind zumindest die Anlagen in Garmisch und Partenkirchen alle direkt mit der bahn erreichbar wenn man zusätzliche Haltepunkte einrichtet. In Oberammergau weiß ich leider nicht genau wo das Stadion entstehen sollte und wie weit das vom bahnhof weg ist. In schönau muss man natürlich noch einen Busshuttle einrichten, aber dort sind ja eh vergleichsweiße wenig Veranstalltungen denk ich mal.
Auserdem ist ein Ausbau der Straßenkapazität nicht wirklich gut temporär zu machen. Bei der Bahn dagegen kann man im Extremfall die Sonderzüge mit 400 Meter langen Doppelstockzügen fahren und die Bahnsteige temporär mit Holzkonstruktionen verlängern. Nach den Spielen kommt das eben wieder weg und die Züge werden wo anderst genutzt.
 
^^
Die Bahnlinien Richtung Oberland sind wirklich nicht hochleistungsfähig. Wozu auch? Durch die Steigungen (v.a. Oberammergau) könnte auch die Idee mit den 400m-Zügen scheitern.

Dass danach hohe Kapazitäten je wieder gebraucht werden ist denke ich utopisch. Dass könnte nur der Fall sein bei a, sehr großen Sportveranstaltungen (olympischer Dimension), die es nicht mehr geben wird (und die Kosten nie rechtfertigen würden) oder b, rasantem Bevölkerungswachstum, dass zu großem Teil nach München pendelt (noch unrealistischer).

Bei der Autobahn könntest Du z. b. einfach den Pannenstreifen frei geben um die Kapazität zu erhöhen.
Außerdem sage ich ja nicht, dass der Verkehr nur über die Straße laufen soll, ich fände es nur schwachsinnig, ihn mit aller Gewalt und ohne ökonomischer Vernunft nur per Schiene zu erledigen. Umweltschutz hin oder her, das kann ja nicht das einzige Argument sein.
 
Hab ich auch nicht gesagt. Man sollte schon mischen. Und 400 Meter lange Züge sind ganz sicher möglich. Wenn es zu steil wird fährt man eben mit Doppeltraktion.
Nur mal zur Verdeutlichung der Leistungsfähigkeit der Bahn, so ein einzelner Zug könnte schon ca. 1600 Personen aufnehmen und das nur auf den Sitzplätzen. Mit Stehplätzen kämen nochmal 2100 dazu. Das muss man auf der Straße auch erstmal wegschaffen, da gibt's auch nach Ausbau sicher Stau. Bin auf jeden Fall mal gespannt was gemacht wird. St. Anton hat's bei der WM ja vorgemacht was man machen kann, auch wenn man das nicht ganz vergleichen kann.
 
Der Schneekristall wäre das Beste gewesen. Naja, wurscht.

Denke, dass München angesichts diesen Kanidatenfeldes ganz gute Chancen hat. Die Stadt ist attraktiv, dazu kommt, dass Deutschland als eine der erfolgreichsten Wintersportnationen seit dann 80 Jahren keine Winterspiele ausgerichtet hat.
Die Koreaner haben sich ja bei der Biathlon-WM nicht gerade mit Ruhm bekleckert, haben aber als einziger Kanidad geographische Vorteile (Spiele 2014 schon in Europa, seit 1998 keine Spiele in Asien). Annecy ist zwar durchaus stark, dürfte aber objektiv locker von München überflügelt werden.
 
Objektiv dürfte das Problem sein. Objektiv könnte wirklich nur München gewinnen, weil die gezeigt haben wie die erfolgreiche Nachnutzung olympischer Bauten aussehen sollte. Ich befürchte aber, dass sich das IOC wieder von Neubauplänen blenden lässt. Genau da "schwächelt" München nämlich. Nur ein Teil der Eishallen wird neu gebaut, und das eventuell auch als temporäre Bauten. Alles andere ist schon da, oder wird eben als teporäre Anlage realisiert. So hab ich jedenfalls die Planungen in Oberammergau verstanden. Ich finde das sehr positiv, weil vor allem die Nachnutzung duch die schon jetzt vorhandene Nutzung gesichert ist. Frägt sich nur, wie das IOC das sieht. Vielleicht werden sie ja durch die Kriese etwas bescheidener.
 
Da man die Motivationen der IOC-Granden nicht kennt (Regionalproporz, Korruption, Unterbringung, Rotlichtversorgung, Einkaufsmöglichkeiten für die Ehefrauen :D ) ist das alles Spekulation.
Die Nichtnominierungen von Salzburg u. Sion z. B. zeigen, daß man mit gesundem Menschenverstand a la Mitteleuropa nicht weiter kommt.
 
Naja...ein grosser Teil deiner Punkte wird von München ja ideal erfüllt...und das Thema Korruption wird sich schon auch finden lassen....wer 50 Millionen für Quelle ausgibt, kann auch 50 Millionen...ähm..."Spesen" für die Olympiabewerbung ausgeben. :D
 
Also wenn man sich das so anschaut, dann ist das münchner Konzept fast eine Kopie des Salzburgers. (Das soll keine Kritik sein.) Man hat ebenfalls ein zwei Cluster Konzept und zusätzlich Schönau. Allerdings weist München in meinen Augen einige Verbesserungen auf. Die Kritikpunkte an Salzburg waren ja das Budget, die Unterbringung der Athleten und das zu kleine Medienzentrum. Das sind alles Dinge die München besser machen würde. Auserdem ist das Konzept noch kompakter, da z.B. in Garmisch alles auf drei Standorte konzentriert wird und auch nur insgesammt 4 Gemeinden beteiligt sind. Als großen Vorteil von München sehe ich persönlich die Möglichkeiten der Anreise zu den Sportstätten. Jeder Wettkampfort mit Ausnahme der Rodelbahn kann jeder Austragungsort per Schiene erreicht werden. Das erhöht die akzeptanz und die Kapazität der öffentlichen Verkehrsmittel enorm und verhindert ein Buschaos wie es in Turin stattgefunden hat. und bevor jetzt wieder alle auf mir rumhacken, ich sag nicht, dass alles über die öffentlichen laufen soll, aber je höher der Anteil desto umweltfreundlicher.
Das Konzept der kurzen Wege das ja in Korea angestrebt wird schafft München auch fast. Garmisch und Oberammergau sind in ca. einer Stunde von München erreichbar. Mit ein paar überfälligen Investitionen könnte man das vielleicht noch unter die Stunde drücken. Einzig Königsee ist deutlich weiter entfernt. Auch den Pluspunkt von Sotschi, dass alle Eisanlagen in einem Park eng zusammen liegen hätte München.

Ich hoffe, dass ein weiterer Pluspunkt für München es reisen wird. Man sagt den IOC Mitgliedern immer nach, dass sie sich durch die Wahl des Veranstalltungsorts in irgendeiner Weise "unsterblich" machen wollen. Das wird als einer der Gründe vermutet, warum Sotschi zum Zuge kam. Dort wird alles neu gebaut und dann erinnert man sich vielleicht länger an diese Spiele. München könnte das durch was anderes erreichen. Es wäre die erste Stadt die sowohl Sommer- als auch Winterspiele ausgerichtet hätte.
Hoffen wir einfach das Beste.
 
Ein weiterer Vorteil könnten die zwei Weltmeisterschaften im Winter 2010/11 sein. Wenn man hier eine gute Figur abgibt, gibt das sicher nochmal ein paar Pluspunkte kurz vor der Entscheidung des IOC. :hoffhoffhoff:

07.-20.02.2011: Alpine Ski-WM in Garmisch
14.-27.02.2011: Bob + Skeleton WM am Königssee
06.07.2011: Bekanntgabe Ausrichtungsort Olympia 2018
 
Stimmt, und Korea hat wie schon gesagt mit der Biatlon WM keine gute Vorstellung geliefert. Hat jemand ne Ahnung ob Korea in letzter Zeit noch mehr große Wintersportereignisse ausgerichtet hat? Und wenn ja, wie sind die denn gelaufen?
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Stimmt, und Korea hat wie schon gesagt mit der Biatlon WM keine gute Vorstellung geliefert. Hat jemand ne Ahnung ob Korea in letzter Zeit noch mehr große Wintersportereignisse ausgerichtet hat? Und wenn ja, wie sind die denn gelaufen?

Alpiner SKI WC, in Yong Pyong
 
Ob dort viele Zuschauer waren, weiß ich nicht mehr (bezweifle es aber), wenn ich mich aber nicht ganz falsch erinnere, dann gab's dort bei den letzten Weltcuprennen (2006?) ein mehr oder weniger großes Chaos mit der Zeitnehmung... Zwei Weltcup-RTLe würd ich zwar nicht wirklich als "große Wintersportereignisse" bezeichnen, aber auch hier haben sich die Koreaner bei der Organisation nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert. :roll:
 
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