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Olympische Winterspiele 2022 in München?

Also manchmal finde ich so Texte in den Zeitungen richtig gut. Die Überschrift ist mehr oder weniger ein Reißer und wird in der letzten Zeile aufgelöst. So muss das sein! Gefällt mir!

Auch ich glaube, dass der Ruf des IOCs die Spiele in München 2022 scheitern lassen wird. Man ist in D kritischer als in Südkorea, die Bürger haben dank dem Volksentscheid auch mehr Einfluss. Das der Volksentscheid in allen vier Regionen positiv ausfallen muss, finde ich selbst schon etwas übertrieben - schließlich kann so ein Region drei andere blockieren. Wieso lässt man sich dann nicht ein Fenster offen, den Teil der Spiele eventuell woanders auszuführen?

Nun ja, wir blicken heute gespannt nach München und schauen uns an, ob die FAZ recht behält.

Ein anderer, guter Artikel aus der SZ von gestern, der eher positiv ausfällt:

Eine Gesellschaft definiert sich auch über die Feste, die sie gemeinsam gestaltet und feiert. Das hat der Sommer 2006 gezeigt, und das sollten die Münchner für 2022 wagen.

Olympiabewerbung: München muss es wagen
 
Arlbergfan schrieb:
Auch ich glaube, dass der Ruf des IOCs die Spiele in München 2022 scheitern lassen wird. Man ist in D kritischer als in Südkorea, die Bürger haben dank dem Volksentscheid auch mehr Einfluss. Das der Volksentscheid in allen vier Regionen positiv ausfallen muss, finde ich selbelbst übertrieben.
Naja hier von einem Volksentscheid zu sprechen ist schon etwas gar Übertrieben. Die Gegner haben keinerlei Anrecht ihre Gegenseite in den öffentlich rechtlichen Medien darzustellen. Die beführworden können ungehindert mit Steuergeld über die öffentlich rechtlichen Medien Propaganda betreiben. Farce würde besser passen.
 
Nein in allen Gemeinden, und nach ersten Meinungen überall deutlich.
Sogar in den Orten die besonders von den Spielen profitiert hätten.

So zumindest laut Bayern 3.
 
War zu erwarten. Auf der einen Seite finde ich es gut, dem IOC praktisch die kalte Schulter zu zeigen. Auf der anderen Seite hätte ich mich durchaus über olympische Spiele in den Alpen gefreut. Das System muss geändert werden - aber solange Staaten wie China, Kasachstan oder Ukraine da ohne mit der Wimper Zucken bereit sind, diese Verträge anzunehmen, wird sich da auch nicht ändern. Können eigentlich nur die Sportler bzw. die Bevölkerung helfen, die Spiele zu boykottieren.
 
Endlich kann das deutsche Gutmenschentum wieder ein Zeichen setzen. Bravo!
 
In Oslo hat die Bevölkerung der Bewerbung zugestimmt mit den Sotchi Spielen hatten die Gegner eine Steilvorlage um dagegen stimmung zu machen. Offenbar hat in Norwegen bei der Bevölkerung der Wintersport die gleiche bedeutung wie in Deutschland der Fussball. Auch bei der Fussball WM oder EM Veranstaltungen sind die Verträge mit der FIFA oder UEFA nicht viel besser als der Host City Vertrag vom IOC aber dort schauht man nicht so genau hin.
 
Ich war letztes jahr in London dabei als Zuschauer. Und obwohl ich schon eine menge an weltmeisterschaften, sportliche Wertkämpfe aller Art, sonstige Events geshen habe kann ich sagen dass das das genialste war das ich jemals in meinem Leben gesehen habe. Solch eine tolle Stimmung, die Völkerverständigung, die tollen wettkämpfe und alles drum herum war soetwas von sensationell schön dass ich jetzt noch feuchte Augen bekomme wenn ich daran zurück denke. München mit seinen Partnerstätten hättte mit Sicherheit eine beeindruckende Olympiade hingelegt, wie sie die Welt nicht mehr vergessen würde. (und alles trotz angeblicher Knebelverträge vom IOC) Die Bevölkerung meint nun sie hätte dem IOC eins ausgeischt. Nein, die Bevölkerung hat sich mit dem heutigen Tag selbst eins ausgewischt.
 
Ja, dann ist das halt so.
Dann werden die Winterspiele 2022 irgendwo anderst ausgetragen, wo vielleicht nicht so auf Umweltschutz und Menschenrechte geachtet wird wie in Deutschland.
 
Dann jetzt bitte auch so konsequent sein und die Bürger mal dazu befragen, ob es ihnen auch Recht ist, dass die Öffentlich-Rechtlichen für die ganzen Olympiaübertragunsgrechte Mio. an das IOC überweisen.
 
Arlbergfan schrieb:
Auf der einen Seite finde ich es gut, dem IOC praktisch die kalte Schulter zu zeigen.

Jups. Wenn man sich durch die Medien gehört, geschaut und geklickt hat, kam man irgendwie zur Ansicht, dass hier mit Knebelverträgen gearbeitet wird. Ich fand die Aussage, dass die Spiele keinen steuerlichen Mehrwert für den Staat generieren ehrlich gesagt doch einigermaßen erschreckend...

MMn. kann es nicht sein, dass fast keine Steuern gezahlt werden, gleichzeitig das finanzielle Risiko der Steuerzahler tragen muss.

MFG Dachstein
 
Na dann bleibt halt alles beim Status Quo, wunderbar!

D.h. die nächsten Jahrzehnte ohne wichtige Verkehrsprojekte im Werdenfelser Land (werden ja erst seit 30 Jahren geplant), ohne 2. S-Bahn-Stammstrecke in München, und die Fertigstellung der A99 ist wohl endgültig begraben.

Ist ja auch wurscht, laut Hirneis & Co. ist die Welt im allgemeinen (und München im Besonderen) in ihrem aktuellen Status perfekt, Weiterentwicklung ist nicht nötig.
Wo sind da die Betonköpfe, frag ich mich.
 
Kotzen könnt ich... mit dieser Verweigerungsmentalität ist kein Staat zu gewinnen. Hier wird das Problem der direktem Demokratie durch Volksentscheide deutlich. Die (Links)Presse mit all den Vorurteilen setzt den Maßstab. Langfristig verliert die Region.
Wenn unsere Eltern und Großeltern so gedacht hatten, säßen wir heute noch mit dem Fell in der Höhle ....
 
@Mc Maf : alles, was nicht dem Gedankengut der Gutmenschen entspricht raus aus den öffentlich rechtlichen . Und die dort tätigen Gutmenschen gleich mit!!!
 
@wellblech:
Das hat nichts mit Gedankengut zu tun. Die Frage ist, was für einen Auftrag haben die Öffentlich-Rechtlichen? Hunderte Millionen für Sportübertragungsrechte an FIFA, Uefa oder das IOC zu überweisen, kann sicherlich nicht ihr Auftrag sein. Besonders nicht, wenn sich herauskristallisieren sollte, dass die meisten eh kein Interesse an dem Sportrummel haben sollten. Meinetwegen sollen sie die Privaten um die Rechte streiten. Aber bitte nicht ARD und ZDF über GEZ-Zwangsgebühren die mittlerweile eher den Charakter von Steuern haben.

Wenn die Leute Olympia nicht im eigenen Land haben wollen, warum sollte man ihnen Olympia zwangsweise ins eigene Haus auf die Fernsehbildschirme bringen. Das meine ich mit der Konsequenz die man da mal zeigen könnte.

Im übrigen hätte ich mich persönlich aber auch gefreut, Olympia einmal im eigenen Land erleben zu können. Nur wird es dazu die nächsten Jahrzehnte wohl nicht mehr kommen. Und wenn Mojib Latif Recht behält, im Winter wohl nie wieder. ;)
 
McMaf schrieb:
@wellblech:
Das hat nichts mit Gedankengut zu tun. Die Frage ist, was für einen Auftrag haben die Öffentlich-Rechtlichen? Hunderte Millionen für Sportübertragungsrechte an FIFA, Uefa oder das IOC zu überweisen, kann sicherlich nicht ihr Auftrag sein. Besonders nicht, wenn sich herauskristallisieren sollte, dass die meisten eh kein Interesse an dem Sportrummel haben sollten. Meinetwegen sollen sie die Privaten um die Rechte streiten. Aber bitte nicht ARD und ZDF über GEZ-Zwangsgebühren die mittlerweile eher den Charakter von Steuern haben.
Fände ich persönlich begrüssenswert. Mich nerven Sportübertragubgen am TV grundsätzlich. Gibt nichts langweiligeres.
 
Schade .... es ist schade das es keinenolympischen Winter in Deutschland geben wird (ich zähl jetzt mal Bayern zu Deutschland :) ) Sicher ist im Vorfeld zur Bewerbung bei der "Öffentlichkeitsarbeit" nicht alles glücklich verlaufen. Deutschland kann sich eine Olympiade leisten. Auch die Infrastruktur ist vorhanden und es gäbe die Chance diese im Rahmen der Olympiade weiter zu verbessern. Eine vertane Chance. Das Thema IOC ...da gehört einmal kräftig durchgewischt bei den Herren und deren Allmachtsgehabe.

Gunnar
 
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