• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Olympische Winterspiele 2022

Na gut, bleiben wir mal ein bisschen polemisch ;D

Stell dich mal in Neukölln/ Bremen/Duisburg/Ludwigshafen ins Zentrum neben die Koranstände und halte ein Schild hoch mit " Ich finde den Islam schice" oder ganz einfach : "Ich möchte keine Wirtschaftsflüchtlinge mehr in Deutschland".
Da kommen dann relativ viele und "diskutieren" mit dir .


China hat eine gewaltigen Auf - und Überholprozess gestartet in den letzten 40 Jahren, allein 500 Millionen Menschen vom Hunger befreit.
(Man vergleiche mal mit Afrika, wo nix passiert.)
Das geht nicht mit demokratischem Geschwafel und 100 Lobbygruppen, die sich im Spendenwettbewerb um Steuerkohle übertreffen wollen.

Wir hier oben bauen 15 Jahre an einer 12 km langen Straße durch plattes Land. :nein:

Ich glaube, D ist nicht mehr für Olympia geeignet, zuviel Miesmacher.
Die Fussball- WM wird auf lange Zeit das letzte Großereignis gewesen sein, und auch das ja unter durchaus interessanten Umständen bei der Vergabe :biggrin:
Aber neeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeein, Deutschland würde niiiiiiiiiiiiiiiiiiiiie schmieren :lach:
 
Rüganer schrieb:
Na gut, bleiben wir mal ein bisschen polemisch ;D
Stell dich mal in Neukölln/ Bremen/Duisburg/Ludwigshafen ins Zentrum neben die Koranstände und halte ein Schild hoch mit " Ich finde den Islam schice" oder ganz einfach : "Ich möchte keine Wirtschaftsflüchtlinge mehr in Deutschland".
Da kommen dann relativ viele und "diskutieren" mit dir .

Ich bleibe mal bei dem von Dir gesagtem, Du bezeugst Dir selbst wie wenig Du von politischen Systemen und vom Begriff der Meinungsfreiheit verstehst. Und von anderem offenbar geradezu geblendet bist (schnell Infrastruktur druchdrücken in CN).

Selbstverständlich magst Du dich in D neben die zitierten "Koranstände" hinstellen, und Deine Meinung artikulieren, solange Du dies im Rahmen der (sehr wohl ethisch fundierten) Grundregeln machst. Der Gesetzgeber hindert Dich hieran nicht, er wird dich jedoch u.U. beschützen müssen, solltest Du dich ungeschickt provozierend artikulieren. Denn auch Du hast die Würde anderer zu respektieren.

Probiere das Gleiche mal in China mit "Ich das politsiche System Xi Jinping Sch****e" in der Öffentlichkeit, so wirst Du nicht nur vom Mob gelyncht (das kann Dir hier mit Moslems auch passieren wenn du meinst Dich vor diese hinstellen zu müssen, um zu zeigen, dass Du den Islam "scheisse findest"), sondern wohl auch für einige Jahre eingekerkert, und da probiere mal rauszukommen...

Du bist offenbar so geblendet von Chinas Effizientz im bereitstellen von moderner Infrastruktur und in der Hyperkommerzialisierung. Ich finde das kindisch undifferenziert. Kinder begeistert das vielleicht (das Kind in mir auch).
Vergesse nicht, dass dies in den Boomjahren in Europa ähnlich war. In den 1960/70ern wurde Europa überzogen mit zehntausenden Kilometern an Autobahnen, Kraftwerken, Häfen etc... in kürzester Zeit gebaut.
Heute ist das alles da, Autobabahnen, Schnellstrassen in alle Richtungen, Shoppinparadiese, Spassindustrie etc. pp. Die rationalen Bedürfnisse sind soweit gestillt, das ist unser Wohlstand.

Die Prioritäten sind heute offenbar andere, Wohlstand und Lebensqualität erhöhen sich nicht mehr durch hinzufügen von noch mehr klassischer Infrastruktur, sondern das Gegenteil ist oft der Fall. Stress, Lärm, Neurose, Hypereffizenz, überbordender Kommerz etc, das übliche Spektrum.

Diese 2000er-Jahre sind Jahre der Orientierungslosigkeit, die Moderne hat sich nicht bewiesen, die Postmoderne erlaubt die Vielfalt der Ideen die sich oft genug widersprechen. Das ist dann der Diskurs, der Fragen stellt statt einfach Lösungen durchzudrücken (à la CN). Der Diskurs der Aufhät, der Dich so stört, der aber bedingt ist durch durchaus weise Erkenntnisse!

Jedenfalls wird das so durch die Bevölkerung wahrgenommen, und dir bleibt nichts anderes übrig, als dies anzuerkennen.

Abschließend: Ich befürworte dass Olympia in CN stattfindet. Der Olympische Apparat passt da gut hin, ebenso die geforderte hochindustrialisierte Infrastruktur unter völliger Marginalisierung von allem, was dem im Wege steht.

Sind wir doch froh, dass man das unseren Alpen nicht mehr antut. Genau so wie Formel 1 keine schöne (Natur-)Landschaften um sich herum benötigt, können heute moderne olympische Winterspiele überall stattfinden wo die quantitativen IOC-Normen erfüllt werden. Hat ja auch was gutes. Natur ist bzgl. Winterolympiade oder WC allenfalls hübscher Dekor, also Bildhintergrund für die TV-Mondovision, ansonsten aber ohne jegliche Funktion. Siehe moderne Skigebiete in Asien...
 
Sind wir doch froh, dass man das unseren Alpen nicht mehr antut.
100% Zustimmung. So, wie die Spiele heute sind, ist das einfach ne Nummer zu gross. Gut haben das Bündner und Bayern und viele andere erkannt...
 
Rüganer schrieb:
(Man vergleiche mal mit Afrika, wo nix passiert.)
Hö? Das stimmt nun wirklich überhaupt nicht. Die wirtschaftliche Entwicklung in Afrika verläuft mittlerweile ähnlich gut wie in Asien, nur dass sie später eingesetzt hat und das Ausgangsniveau niedriger war.
 
@ Kris: Volle Zustimmung, auch der Vergleich mit der F1 ist sehr treffend. Heutzutage fährt man lieber auf einem x-beliebigen Kurs in der Wüste mit gefühlt 500 m Auslaufzonen und 50 m breiten Strecken, die vom immer gleichen Architektenteam weltweit aus dem Boden gestampft werden, als auf einem historisch gewachsenen Traditionskurs wie Spa oder Imola, die noch dazu in fast symbiotischer Weise in die Natur eingebettet sind. Aber was heute zählt sind nicht Tradition, Historie, und gewachsenen Strukturen, sondern das schnelle Erschließen neuer Märkte, Kommerz und dem Hinterherrennen der vermeintlichen nächtsten potentiellen Wachstumsmärkte. Da kann man dann schnell nach 2, 3, Jahren eine Strecke bzw. ein Land, dessen Potential sich nicht wie erhofft entwickelt, links liegen lassen, und durch ein neues Ersetzen. Was das in der F1 gebracht hat zusammen mit den unsinnigen Regelwerk der letzten Jahre ist bekannt: Pure Langeweile und stark sinkende Zuschauerzahlen sowohl an den Strecken als auch im TV.
Ein Vergleich der FI zu Olympia 2022 fällt mir da noch ein: Olympische Winterspiele in schneeloser Berglandschaft auf Kunstschneebänder ist etwa so zielführend wir die F1 mit Motoren ohne Sound. Diesen Fehler hat man dort schon erkannt, leider aber noch nicht revidiert.

Marvin schrieb:
Rüganer schrieb:
(Man vergleiche mal mit Afrika, wo nix passiert.)
Hö? Das stimmt nun wirklich überhaupt nicht. Die wirtschaftliche Entwicklung in Afrika verläuft mittlerweile ähnlich gut wie in Asien, nur dass sie später eingesetzt hat und das Ausgangsniveau niedriger war.
Wo hast du denn das her? Außer in Südafrika und ein wenig in den Maghreb Staaten (was sich allerdings durch den Arabischen Frühling zwischenzeitlich auch schon wieder zunichte gemacht hat), gibt es in Afrika kein nachhaltiges signifikantes Wachstum, was sich auf einer nachhaltigen langfristigen Erhöhung des Wachstumspfades ableiten ließe. Dazu fehlen in vielen Länder auch einfach die Strukturen als Voraussetzung wie z. B. Rechtssicherheit, Schutz des Eigentums, Infrastruktur, ausgebildete Arbeitskräfte etc.
In einigen Ländern in Afrika ist allerdings China dabei kräftig zu investieren. Krankenhäuser und Straßenbau gegen Bodenschätze und Rohstoffe. Eine geschickte Strategie, die allerdings weit über das hinausgeht, was wir in Europa für vertretbar halten. Dann nämlich, wenn China, wie bereits praktiziert, seinen Atommüll in die ärmstem afrikanischen Staaten exportiert und als Gegenleistung dort ein wenig Aufbauhilfe betreibt...
 
Mt. Cervino schrieb:
Wo hast du denn das her? Außer in Südafrika und ein wenig in den Maghreb Staaten (was sich allerdings durch den Arabischen Frühling zwischenzeitlich auch schon wieder zunichte gemacht hat), gibt es in Afrika kein nachhaltiges signifikantes Wachstum, was sich auf einer nachhaltigen langfristigen Erhöhung des Wachstumspfades ableiten ließe.
Hier etwa habe ich das her, wo sehr viele afrikanische Staaten auf den vorderen Plätzen liegen: https://en.m.wikipedia.org/wiki/List_of_countries_by_real_GDP_growth_rate
 
Marvin schrieb:
Mt. Cervino schrieb:
Wo hast du denn das her? Außer in Südafrika und ein wenig in den Maghreb Staaten (was sich allerdings durch den Arabischen Frühling zwischenzeitlich auch schon wieder zunichte gemacht hat), gibt es in Afrika kein nachhaltiges signifikantes Wachstum, was sich auf einer nachhaltigen langfristigen Erhöhung des Wachstumspfades ableiten ließe.
Hier etwa habe ich das her, wo sehr viele afrikanische Staaten auf den vorderen Plätzen liegen: https://en.m.wikipedia.org/wiki/List_of_countries_by_real_GDP_growth_rate

8 % Wachstum in Entwicklungsländern gilt unter Ökonomen als Stillstand, gerade auch angesichts der Bevölkerungsexplosion. Sieht auf dem Papier gut aus , in Praxis kaum Auswirkungen auf den Lebensstandard der breiten Masse.
 
Kris schrieb:
Du bist offenbar so geblendet von Chinas Effizientz im bereitstellen von moderner Infrastruktur und in der Hyperkommerzialisierung. Ich finde das kindisch undifferenziert. Kinder begeistert das vielleicht (das Kind in mir auch).
Vergesse nicht, dass dies in den Boomjahren in Europa ähnlich war. In den 1960/70ern wurde Europa überzogen mit zehntausenden Kilometern an Autobahnen, Kraftwerken, Häfen etc... in kürzester Zeit gebaut.
Heute ist das alles da, Autobabahnen, Schnellstrassen in alle Richtungen, Shoppinparadiese, Spassindustrie etc. pp. Die rationalen Bedürfnisse sind soweit gestillt, das ist unser Wohlstand.

ok, die Chinesen und der Rest der Menschheit haben auch das Recht auf Wohlstand. Geht auch abseits unserer vielgepriesenen "westlichen Demokratie", die ja ein so großer Exportschlager ist.

Kris schrieb:
Sind wir doch froh, dass man das unseren Alpen nicht mehr antut. Genau so wie Formel 1 keine schöne (Natur-)Landschaften um sich herum benötigt, können heute moderne olympische Winterspiele überall stattfinden wo die quantitativen IOC-Normen erfüllt werden. Hat ja auch was gutes. Natur ist bzgl. Winterolympiade oder WC allenfalls hübscher Dekor, also Bildhintergrund für die TV-Mondovision, ansonsten aber ohne jegliche Funktion. Siehe moderne Skigebiete in Asien...

Stimme dir zu, obwohl mich intelligent organisierte Spiele in München und drumherum schon interessiert hätten. Ok, vielleicht im nächsten Leben
 
Rüganer schrieb:
8 % Wachstum in Entwicklungsländern gilt unter Ökonomen als Stillstand, gerade auch angesichts der Bevölkerungsexplosion. Sieht auf dem Papier gut aus , in Praxis kaum Auswirkungen auf den Lebensstandard der breiten Masse.
Also dazu würde ich aber nun wirklich gerne eine Quelle sehen. Das Bevölkerungswachstum liegt übrigens nur in sehr wenigen Ländern überhaupt über 3%.
 
Danke Kris, auch mir sprichst Du da ziemlich aus der Seele, letzten Endes betreffen ja die von Dir genannten Aspekte nicht nur den Wintersport sondern unser ganzes heutiges Leben.

Zwecks Bevölkerungsentwicklung habe ich zwei Seiten gefunden:
- Wikipedia: hier kann man die Liste schön sortieren, z.B. nach Fertilitätsrate, wobei bei ca. 2,1 Kindern pro Frau die Bevölkerung normalerweise konstant bleibt. Hier haben die Afrikanischen Länder, die in der Liste mit dem Wirtschaftwachstum vorne stehen, tatsächlich sehr hohe Fertilitätsraten, nämlich zwischen 4 und über 6.
- Welt auf einen Blick: Hier ist das Wachstum in Prozent angegeben, aber leider kann man die Liste nicht sortieren. Besagte Länder liegen hier aber tatsächlich bei einem Bevölkerungswachstum zwischen 2% und 3%
Das Interessante wäre aber tatsächlich die Frage, ob sich das recht hohe Wirtschaftswachstum auf das Wohl der "einfachen Bevölkerung" auswirkt, oder nicht. Auch hier zu würde mich eine Quelle interessieren.

Ansonsten schauen wir natürlich mit unserem westlichen Auge auf China und andere Staaten. Auch wenn es ohne westliche Demokratie einfacher ist, zu wachsen, gehört in meinen Augen auch "geistiger, freiheitlicher Wohlstand" zum "generellen Wohlstand" dazu. Dies beinhaltet die Wahrung von Menschenrechten, Redefreiheit und ähnlichem. Auf kurz oder lang wird (hoffentlich) auch in solchen Ländern die Bevölkerung aufstehn und was Neues schaffen.
 
Afrika hat derzeit 1,1 Mrd Einwohner. Nach aktuellen Studien werden es im Jahr 2015 bereits 2 Mrd sein. Das entsprich fast einer Verdoppelung in 35 Jahren.
Aus diesem Grund kann man Wachstumsraten in China und Afrika auch nicht vergleichen. China hat seine Bevölkerung in den letzten 25 Jahren während des Booms mit hohen Wachtstumsraten durch eine sehr strikte Geburtenkontrolle nahezu konstant gehalten.

Um in Afrika ein nachhaltiges reales Wachstum zu erreichen gibt es zwei Wegen: Entweder muss das Wachstum viel höher sein, als die oben angegebenen (zunächst mal hoch erscheinenden Wachstumsraten), um den Zuwachs der Bevölkerung zu kompensieren, oder die Geburten müssen kontrolliert und konstant gehalten werden.
Aber ich glaube wir sind im Moment arg OT.
 
Dann mal wieder zu Olympia. Noch nie wurde im Vorfeld einer Vergabe von Olympischen Spielen so wenig darüber berichtet wie dieses mal. Die vergabe selber wurde auch nur als Randnotiz erwähnt. Der Grund dafür. Es interessiert praktisch kein Schwein. Almaty wäre ja vielleicht noch gegangen, aber Winterspiele in Peking ist gleich gestört wie die WM in Katar. Klar ist man mit Peking auf der politischen und organisatorischen sicheren Seite, denn was nicht passt wird eben passend gemacht.
In einer Sache bin ich aber mit ein paar Vorrednern nicht einverstanden. Europa ist neben Amerika immer noch das wichtigste und sicherste Geschäft, im Fussball und der F1 sogar Europa alleine. Das sieht man ja alleine schon daran was da für Start- und Anspielzeiten angesetzt werden um in Europa einigermassen zu Primetime senden zu können. F1 Asien oder weiter östlich in den Sonnenuntergang oder gleich ganz in die Nacht, Fussballspiele in Brasilien mittags um 12, usw.
Die Vergabe der fernsehrecht für Olympia ( 2018 - 24? ) passt da nahtlos hinein. Von mir aus komplett ab ins Pay-TV damit, dann erledigt sich die Sache irgendwann von selber.
 
Termin Fix für FIFA Fussball WM 2022 (Katar)

Wie das Fifa-Exekutivkomitee bei einer Sitzung in Zürich beschloss, wird das Eröffnungsspiel der umstrittenen Weltmeisterschaft am 21. November 2022 stattfinden. Das ist anders als zuletzt üblich kein Wochenend-Tag, sondern ein Montag.

Das Finale war bereits zuvor auf den 18. Dezember terminiert worden. Damit dauert das Turnier nur 28 Tage und ist damit das kürzeste seit der WM 1978 in Argentinien, die damals nur 24 Tage lief.

Wegen der skandalumwitterten Vergabe der beiden Weltmeisterschaften laufen derzeit Ermittlungen der Schweizer Bundesanwaltschaft.
 
Abwarten.

Heute in den Medien (das Sonntagsblutblatt mit den großen vier Buchstaben): Blatter als Beschuldigter, Platini (noch) als Zeuge. Suspendierung von beiden durch die Ethikkommission nicht ausgeschlossen.
Als Übergangspräsident ist Theo Zwanziger im Gespräch - für zwei Jahre. Sollte das so kommen wird erwartet, dass er Katar als Austragungsort wieder ausradiert...

Gut, kann man jetzt halten davon was man will - sowohl zur Sache als auch zur Personalie.
Aber in trockenen Tüchern ist das alles noch nicht, habe ich das Gefühl...

Schöne Grüße,
Jan
 
FIS befürchtet Streichung traditioneller Bewerbe

Der Internationale Skiverband (FIS) befürchtet für künftige Olympische Winterspiele die Streichung traditioneller Bewerbe. FIS-Präsident Gian Franco Kasper sagte am Dienstag beim Forum Nordicum der nordischen Sportjournalisten in Szklarska Poreba, dass ein Skisprungbewerb, Langdistanzen im Langlauf sowie Abfahrt und Super-G der alpinen Athleten aus Kostengründen zur Disposition stünden.

Das IOC-Mitglied Kasper vertritt aber die Meinung, dass die traditionellen Wettbewerbe erhalten werden sollen. „Sie sind die Wiege auch Olympias, diese gibt es seit vielen Jahrzehnten“, betonte der FIS-Präsident.
Quelle: http://www.handelsblatt.com/sportpo...m-traditionelle-ski-wettbewerbe/12443924.html
 
Ich bin ja eigentlich schon der Meinung, dass es genügend olympische Disziplinen gibt, aber das streichen von zB der Männerabfahrt, mMn eines DER Highlights von Olympia, ginge mir dann doch zu weit... aber um beim Ski zu bleiben: Der Teambewerb ist völlig überflüssig.
 
Könnte bitte einer der Mods die derzeit in zwei verschiedenen Topics geführte Diskussion bezüglich Streichung der Olympiaabfahrt hier zusammenführen.

Bei Olympia seien es für einen Slalom 40 Nationen, die Interesse hätten, Fernsehrechte zu kaufen, für eine Abfahrt aber nur acht bis zehn. Rückläufige Einschaltquoten seien festzustellen. Ein weiteres Problem kommt schon 2022 mit den Winterspielen in Peking daher. „In China ist die verlangte Höhendifferenz nicht gegeben, das ist eine blöde Geschichte
Sein Vorschlag wäre gewesen, die Startreihenfolge der Top 30 auszulosen. Doch das habe den Nachteil, dass es ungerecht werden könnte, weil zwei Läufer, die um den Weltcup streiten, die Startnummern eins und 30 erwischen könnten. „Die Idee ist nun, im letzten Training eine Quali zu fahren“, erläuterte Schröcksnadel. Die Top Sieben der Weltrangliste sollten dann gemäß ihrem Trainingsergebnis die Startnummer wählen dürfen, alle übrigen werden ausgelost. Schröcksnadel will so die Skifans für einen längeren Zeitraum an den TV-Schirm binden. In Gröden beispielsweise haben hohe Nummern oft einen Vorteil, die Besten könnten dann auch erst die 45 wählen.
Quelle: http://sport.orf.at/stories/2239405/2239406/

Die Startnummernregel in den Speeddisziplinen ist derzeit mMn extrem ungerecht, vor allem für WM und Olympia. Ein Läufer der im Weltcup gute Leistungen erbringt wird bei den prestigeträchtigsten Rennen mit einer schlechten Startnummer bestraft. Im Weltcup kann man es aufgrund der Einschaltquoten ja so lassen, aber bei WM und Olympia würde ich eine "Quali" fahren im letzten Training und nach dieser Reihenfolge dürfen sich die Läufer dann die Startnummer fürs Rennen selbst aussuchen. Eventuell erhöht das dann sogar schon die Einschaltquoten für das Qualirennen.
 
Wenn das IOC keine Abfahrten und Super G bei Olympia haben will, dann würde ich der FIS raten, gar keine alpinen Rennen mehr bei Olympia mehr durchzuführen und stattdessen in Jahren mit Olympia eine WM statt finden zu lassen.
 
:bindafür: - und ohne Alpinsport werden die mitteleurop. Fernsehanstalten deutlich weniger für die Fernsehrechte bezahlen.
 
Bruno Kernen: "Es ist 5 vor 12"

Die Abfahrt hat an Interesse und dadurch auch TV-Zuschauer verloren, sagt ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel. Der Abfahrt droht sogar das Aus bei Olympia. Der ehemalige Abfahrtsweltmeister Bruno Kernen warnt – ein Kommentar.

Seit einem Jahr sei es auf der Abfahrt besser geworden; seit mein ehemaliger Kumpel Hannes Trinkl Rennchef auf der Abfahrt wurde. Gott behüte mich dass ich zu denen gehöre, die immer sagen: "früher ist alles besser gewesen". Aber früher war es anders! Als Abfahrer galt man als Gladiator, als ein Spinner. Ein Sprung wurde so gebaut, dass die Ideallinie mehr Mut benötigte. Ein Sprung wurde so gebaut, dass nicht jeder sich getraut hat, mit Vollgas darüber zu fahren. Alleine da gab es Unterschiede, die der Zuschauer oder die Zuschauerin – ohne Experte/Expertin zu sein – zuhause sofort sehen konnte.

Ein weiterer Punkt ist, dass die Pistenmaschinen noch nicht so gut waren, wie sie es heute sind. Das hat dazu geführt, dass es auf der Strecke mehr Schläge gegeben hat und man nicht alles in der perfekten, aerodynamischen Position hatte fahren können. Schon in meinen letzten Jahren gab es mehr und mehr "Autobahnen", immer weniger musste man sich als Abfahrer überwinden. Das hat auch der Zuschauer mitbekommen.

Es geht nicht darum, jemandem die Schuld zuzuschieben. Der Vorgänger von Hannes Trinkl hatte es nur gut gemeint, aber gute Absichten hüten nicht davor, dass das Schiff in die falsche Richtung gelenkt wird. Und genau das ist meiner Ansicht nach geschehen. Hoffen wir darauf, dass es noch nicht zu spät ist, um das Ruder umzulegen. So sehr ich den Skisport liebe, aber wenn es dann schon mir langweilig wird Abfahrten zu gucken, dies obschon ich die rosarote Pro-Skibrille trage, dann ist es wirklich 5 vor 12.

Noch ein Gedanke zu den Sprintabfahrten: Wir hatten jeweils in Kitzbühel am Freitag eine Sprintabfahrt. Es war spannend, es gab ein grössesres Favoritenfeld, die Zuschauer sahen zwei Läufe und nicht wie heute einen Super G. Es gibt kaum eine geilere Abfahrt als Kitzbühel, aber als Super-G-Hang passt es einfach nicht. Die Sprint-Abfahrt in Kitzbühel war ein Spektakel - warum diese durch einen Super G ersetzt worden ist, wissen wohl nur die (Ski)Götter.
 
Zurück
Oben