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Olympische Winterspiele München 2018?

merkur schrieb:
Danach glaubte er sich einig, weil man die Übereinkunft nach alter Landwirt-Sitte „per Handschlag besiegelt“ habe.
Sorry, aber das hört sich absolut unprofessionall an. Und dann wieder den "Schwarzen Peter" den Grundeigentümern zuschieben. Was sind das nur für Organisatoren dort....
 
Da geb ich dir einerseits in der heutigen Zeit vollkommen recht. Vertrag, Unterschrift und fertig.
Andererseits schafft man sich gerade bei den Ländlern keine Freunde, wenn man gleich mit dem Papier zur Verhandlung kommt und danach ne Unterschrift möchte. Daher hatte bislang der "Handschlag" schon noch seine Aussagekraft. Aber gut, irgendwie scheint mir das alles langsam zum Scheitern verurteilt.

Ich persönlich finde es einfach schade, dass bei allen ökologischen und ökonomischen Schwierigkeiten, die mit Sicherheit lösbar wären, diese einmalige Chance für GAP und München vertan wird.
 
Das Bauerntheater in GAP und Umgebung ist wirklich hochpeinlich. Nicht, dass es eine Argumentation und eine Opposition gibt, aber wie beide Seiten agieren ist wahrlich wenig rühmlich.

Ich bin immer noch der Meinung, dass das Konzept grundsätzlich sehr gute Chancen hätte, aber so wie es schön fein Stück fr Stück ramponiert wird ist einfach dumm.
 
Subventionen streichen, dann sind in Bergregionen eh keine Bauern mehr mit denen man streiten könnte... :wink:
 
Diese ganze Theater um die olympischen Spiele nervt ohne Ende.
Es geht nur um Geld, Geld, Geld.

Und bei den Investitionen die man vorhat frage ich mich doch ernsthaft, wie in alles in der Welt es eigentlich noch machbar sein soll, dass die Spiele einen Profit bringen ?!?


Ich kann nur hoffen, dass das Bürgerbegehren eine Entscheidung bringen wird.
 
xgamer schrieb:
Und bei den Investitionen die man vorhat frage ich mich doch ernsthaft, wie in alles in der Welt es eigentlich noch machbar sein soll, dass die Spiele einen Profit bringen ?!?

Wieso müssen die Spiele denn unbedingt Profit bringen? Wenn man sich auf den ursprünglichen Geist der olympischen Idee beruft, kann das ja nicht gerade der Maßstab sein. Mit ist klar, dass diese Idee mit der Zeit auch immer weiter verwässert worden ist. Aber von der grundsätzlichen Überlegung her sollte es doch eher um Völkerverständigung und die Werbung für den Sport gehen.
Darüber hinaus: Gibt es eigentlich belastbare Zahlen über Kosten und Nutzen der Fussball WM 2006? Vielleicht kann jemand helfen. Aber was auch immer die Fussball WM im finanziellen Sinne gekostet oder gebracht hat, für die nachträgliche Beurteilung ob die Veranstaltung ein Erfolg war oder nicht hat das keine Rolle gespielt. Alle waren froh wie gut sich Deutschland und der Fussball verkauft haben.
Und darum sehe ich in den Winterspielen auch eine Chance für den Wintersport, der doch bei den Deutschen immer mehr an Bedeutung zu verlieren scheint.
 
http://www.welt.de/sport/article10071148/Junge-Union-positioniert-sich-gegen-Muenchener-Bewerbung.html

Die JU-Politiker sehen mit der Olympiabewerbung unvorhersehbare Kosten auf den Wintersportort zukommen. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) dürfe Infrastrukturmaßnahmen fordern, die die Gemeinde nicht ablehnen könne, aber bezahlen müsse. Für den Ort bedeute die weitere Überschuldung zwangsläufig den Verkauf aller Grundstücke, die Erhöhung gemeindlicher Steuern, die Entlassung von Mitarbeitern und den Verkauf von Zugspitzbahn und Gemeindewerke, heißt es weiter.
--

So schlimm wird's doch nicht werden :roll: mehr als eine Zwangsverwaltung wird es eh nicht
 
McMaf schrieb:
manitou schrieb:
Die vielen Gegenargumente von http://www.nolympia.de sind schon ernst zu nehmen.

Ähm, welche viele Gegenargumente meinst du jetzt konkret? Etwa die geschätzten drei Punkte die sich allesamt auf den drohenden Klimawandel und den wegbleibenden Schnee stützen und jeweils nur eine abgewandelte Überschrift bekommen haben, oder meinst du die Horrorszenarien von der Zerstörung "wertvoller" Bergwälder?

@McMaf

hier meine verspätete Antwort auf unsere Beiträge vom 10. u. 11.Aug. 2010.

Die Gegenargumente, die ich sehr ernst nehme sind die Finanzen und die Diktate des IOC. Demnach ist jeder Austräger von Olympischen Spielen eher eine Art Sklave des IOC... was die so fordern, ist schon sehr heftig. Die Vergangenheit belegt, dass das IOC prächtig verdient, während die meisten Austragungsorte anschließend gewaltige Schulden mit sich rumschleppen und mit für den künftigen gebrauch völlig überdimensionierten Sportanlagen da standen, deren Unterhalt vielfach kaum finanzierbar ist.

Das immer viel Wind um Umwelt, Beschneiung und Rodung gemacht wird, ist doch Usus. Letztendlich haben solche Argumente ein Olympia-Projekt jedoch nur selten zu Fall gebracht, wenn der politische und finanzielle Background wirklich steht. Olympia braucht m.E. ganz andere Richtlinien für die Austragung als bisher. Back to the roots (d.h. sich aufs Wesentliche beschränken) und weg von der offensichtlich ins grenzenlose abdriftenden Gigantomanie.
 
manitou schrieb:
McMaf schrieb:
manitou schrieb:
Die vielen Gegenargumente von http://www.nolympia.de sind schon ernst zu nehmen.

Ähm, welche viele Gegenargumente meinst du jetzt konkret? Etwa die geschätzten drei Punkte die sich allesamt auf den drohenden Klimawandel und den wegbleibenden Schnee stützen und jeweils nur eine abgewandelte Überschrift bekommen haben, oder meinst du die Horrorszenarien von der Zerstörung "wertvoller" Bergwälder?

@McMaf

hier meine verspätete Antwort auf unsere Beiträge vom 10. u. 11.Aug. 2010.

Die Gegenargumente, die ich sehr ernst nehme sind die Finanzen und die Diktate des IOC. Demnach ist jeder Austräger von Olympischen Spielen eher eine Art Sklave des IOC... was die so fordern, ist schon sehr heftig. Die Vergangenheit belegt, dass das IOC prächtig verdient, während die meisten Austragungsorte anschließend gewaltige Schulden mit sich rumschleppen und mit für den künftigen gebrauch völlig überdimensionierten Sportanlagen da standen, deren Unterhalt vielfach kaum finanzierbar ist.

Das immer viel Wind um Umwelt, Beschneiung und Rodung gemacht wird, ist doch Usus. Letztendlich haben solche Argumente ein Olympia-Projekt jedoch nur selten zu Fall gebracht, wenn der politische und finanzielle Background wirklich steht. Olympia braucht m.E. ganz andere Richtlinien für die Austragung als bisher. Back to the roots (d.h. sich aufs Wesentliche beschränken) und weg von der offensichtlich ins grenzenlose abdriftenden Gigantomanie.


Beim 2. Absatz stimme ich dir gerne und vollumfänglich zu - Aber gerade München / Garmisch sollte sich mit "überdimensionierten" Sportstätten eigentlich nicht ins Abseits manövrieren.

Beispiele?
Olympiaschanze Garmisch - Kann fürs Neujahrsspringen weitergenutzt werden
Alpinarena - Skiweltcup der jedes Jahr Massen anzieht
Eishockeystadion - EHC München
Bobbahn Königssee - Jährlich genutzt (wobei die historische am Riessersee eh viel cooler wäre ^_^)
usw.
 
Frankenski schrieb:
mal schauen was München noch für Leichen im Keller hat

Wer sich dafür und generell für den Vergabeprozess des IOC und deren Leichen interessiert,
ist im Blog von Jens Weinreich ( http://www.jensweinreich.de/ ) sehr gut aufgehoben.

PS: nicht von den Fußballthemen verschrecken lassen, einfach runter scrollen
Weinreich hat das ganze Feld der Sportpolitik als Thema: "don't mix politics with games"
 
Also ein Verkauf der BZB wäre sicherlich für das Unternehmen das Beste nur hierbei ist zu beachten dass: ALLE NEUE Bahnen und Lifte von der Gemeinde gebaut wurden und die BZB diese nur least..fraglich, ob sich darauf jemand einlassen würde...!

Ansonsten darf man glaube ich nicht alles für wahr halten, was da in Sachen Olympia gesagt wird. Insbesondere in Garmisch liegen deswegen die Nerven blank und die Lager sind gespalten! Ich denke mal, dass der Verlauf der SKI-WM entscheidend für die deutsche Bewerbung wird.
 
Da müssen noch ein paar pfiffige Ideen her.
Mein Beitrag: Die (temporären) Sprungschanzen samt Auslauf am/ins Olympiastadion. 70000 Zuschauer garantiert.
Aber wahscheinlich würde der von der Evolution kürzlich hervorgebrachte Zeltdachkäfer bei der Paarung gestört.
 
Für was brauchen wir eigentlich noch die Alpen, wenn jede Wintersport Art auch im Flachland geht, wann gastiert der Skiweltcup in Neuss oder in Hamburg :lach:
 
Überraschenderweise gibt es auch einige Grünen-Politiker die sich für Olympia 2018 in München aussprechen. Hier ein Interview mit Winfried Hermann dem sportpolitischen Sprecher der Grünen: "Ein großer Image-Gewinn für das Land"

Etwas stutzig wurde ich nur bei folgender Aussage:
Ich bin kein Freund der Schneekanonen und finde sie ökologisch extrem problematisch. Zumindest hat dabei inzwischen eine vorsichtige Ökologisierung stattgefunden - man macht bestimmte Sauereien wie chemische Beimischungen heute in Deutschland nicht mehr.

Gab es in Deutschland jemals chemische Beimischungen bei Kunstschnee? Abgesehen von vielleicht einigen Testkanonen kann ich mir das im regulären Betrieb kaum vorstellen. Oder kann jemand näheres zu den Kunstschneeanfängen in Deutschland und anderswo beitragen?
 
Grüne stimmen gegen Olympia in München

Auf dem Bundesparteitag haben sich die Grünen jetzt gegen die Ausrichtung der Spiele in München gestellt. Claudia Roth und die anderen Grünen treten aus dem Kuratorium der Bewerbergesellschaft aus.
 
Fast nichts neues aus GAP :biggrin:

"Mit anderen Worten: Schneider war zu einem Treffen eingeladen worden, um zu erfahren, dass es nichts zu verhandeln gibt. Seitz betont indes, dass es ein „gutes Gespräch“ gewesen sei. Es habe damit geendet, dass mehrere Mandanten aufgestanden seien und dem Minister ihre Wertschätzung ausgedrückt hätten."

Diese Wertschätzung hätte ich gerne gehört :lach:

"Die USA hätten nun zugesichert, dass der „Amihang“ am Hausberg für Olympia 2018 zur Verfügung stehen würde."

Auf Deutschen Grund muß man die Amis um Erlaubnis fragen 8O die hätte man enteignen müssen und das Ami Gelände gleich mit :biggrin:

http://www.merkur-online.de/lokales/garmisch-partenkirchen/olympische-winterspiele-2018-verhandlungen-laufen-weiter-1030760.html
 
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