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Overtourism in den Dolomiten

Bei einem Treffen haben sich die zuständigen Akteure beratschlagt, was jetzt in Sachen Hotspot-Überfüllung zu tun ist:

Bei dem Treffen am 8. August in St. Ulrich haben sich die Landesräte Luis Walcher und Daniel Alfreider, der Direktor des Ressorts Umwelt-, Natur- und Klimaschutz, Energie, Raumentwicklung und Sport Alexander Gruber, Vertreter der Gemeinden, der örtlichen Tourismusvereine, des LTS, der IDM sowie des Seilbahnunternehmens Seceda AG intensiv mit den Herausforderungen rund um die zunehmenden Besucherströme auf der Seceda und im Grödnertal auseinandergesetzt. Ziel war es, wirksame Maßnahmen auf den Weg zu bringen, um die Lebensqualität für die einheimische Bevölkerung langfristig zu schützen.

Ein zentraler Diskussionspunkt war die Entwicklung von Maßnahmen zur Besucherlenkung. Vorgeschlagen wurde die Einführung eines Buchungssystems mit Timeslots, um die Besucherströme insbesondere rund um die saisonalen Spitzen kontrollieren und lenken zu können. Dabei sollen auch gezielt Ausnahmeregelungen zugunsten der Einheimischen vorgesehen werden.

https://www.suedtirolnews.it/politik/seceda-am-limit-wie-das-dolomitental-den-ansturm-baendigen-will
 
Übrigens, sehr interessant zum Strandtourismus in Italien: Meloni hat behauptet, der boomt und das sei statistisch belegt und die Medien bringen nur Fake News.
 
Latesn schrieb:
Das schöne an Ferragosto ist, dass man in der Zeit in Italien kaum deutschsprachige trifft ... und sorry aus meiner persönlichen Erfahrung sind gerade das zusammen mit Russen und Briten die unangenehmsten Touristen von allen.

An den bekannten Windsurfspots auf Hawaii und Südafrika sind Italiener die meist gehasste Touristentruppe..... Die sind in Sachen unangenehmes Auftreten also auch ganz weit vorne.

Und ein ital. Campingplatzbetreiber am Gargano hat mir im Mai 2013 mal erzählt, dass es ihm schon wieder vor dem Hochsommer und den stressigen, anstrengenden Italienern graust.

Ich glaube, mit Schuldzuweisungen, wer die unangenehmsten Touristen zu bieten hat, kommt man nicht weiter.....
 
Der tägliche Wahnsinn in Gröden:

Bereits am Vormittag sind die Parkplätze nahe der Seceda-Bahn vollständig ausgelastet. Ranger Ujep Runggaldier muss anreisende Autofahrer abweisen. Viele Besucher fragen dennoch nach Parkmöglichkeiten, was zu Diskussionen und Verzögerungen führt. Passanten mischen sich ein, und die Situation wird schnell unübersichtlich.

Da Gäste von außerhalb oft keine Parkplätze finden, suchen sie im Dorf weiter. Dies führt zu verstopften Straßen und stockendem Verkehr. Ein funktionierendes Parkleitsystem kann die Lage unter diesen Bedingungen nicht mehr entlasten.

https://www.rainews.it/tgr/tagesschau/video/2025/08/tagestouristen-sorgen-fur-chaos-in-groden-8e530c85-a1eb-4c47-9bec-dbd14dd029bc.html <<< Mit Video


Seceda mit "Drehkreuzeffekt":

Seit es dieses Drehkreuz und damit auch die mediale Aufmerksamkeit gibt, hat der Ansturm auf das Fotomotiv auf 2.500 Meter Meereshöhe deutlich abgenommen. Laut dem Grundeigentümer Georg Rabanser passieren jetzt pro Tag zwischen 300 und 400 Personen den Weg. „Vor einem Monat waren es noch zwischen 4.000 und 6.000 Personen“, so Rabanser.

Nun wählen viele Touristen einen Umweg und benutzen wegen der anfallenden Gebühr eine andere Route. Diese verläuft weiter unten und ist auch etwas länger – aber eben auch kostengünstiger.

https://www.rainews.it/tgr/tagesschau/articoli/2025/08/seceda-durch-drehkreuz-deutlich-weniger-ansturm-bf0b6469-c5c6-4fa2-ad36-0d4a7e3e3eee.html
 
don pipone schrieb:
Und ein ital. Campingplatzbetreiber am Gargano hat mir im Mai 2013 mal erzählt, dass es ihm schon wieder vor dem Hochsommer und den stressigen, anstrengenden Italienern graust.

Ich glaube, mit Schuldzuweisungen, wer die unangenehmsten Touristen zu bieten hat, kommt man nicht weiter.....

Der eine hasst die Engländer, der nächste die Russen, die Deutschen sind auch böse, die Italiener natürlich auch ganz schlimm. Jeder schimpft über jeden, das find ich persönlich am Schrecklichsten, es gibt von jeder Nation faule Eier. Meistens ist es eine kleine Gesellschaft, welcher Nation auch immer, die sich so dermaßen daneben benimmt dass ein ganzes Hotel drunter zu leiden hat, die ziehen dann natürlich den Hass aller auf sich. Vielleicht sollte man sich einfach mal auf den Sinn und Zweck des Urlaubs beschränken, Ruhe und Erholung zu suchen, aufregen kann man sich auch zu Hause genug...Auch das Zumüllen der Berge geht auf das Konto von Wenigen. Die werden halt im Verhältnis zur Zunahme der Gesamturlauber auch mehr. Echt schade.
 
Es bilden sich halt mit den Jahren Hotspots, die eine bestimmte unangenehme Klientel aus bestimmten Ländern anzieht. Mallorca für die Deutschen und Briten ist natürlich das Paradebeispiel. Wenn man dort wohnt, entwickelt man dann eben eine Abneigung gegen die jeweilige Nation. Allerdings richtet sich der Tourismus vor Ort meistens auch drauf ein und bedient deren Bedürfnisse. Ein beschaulicher Kurort wird eher jicht auf Dauer von Sauftouristen heimgesucht.
 
Kommt sicher auf meinen Insta feed …. Jaja.
 
Das Video zeigt ganz klar wo das Problem liegt. Der MIV legt den ÖV lahm und der Bürgermeister sieht das Problem im Deutschlandticket. Will der noch mehr Autos vor Ort haben? Wenn der Bus in der Schlange der Parkplatzausfahrt steht, dann hat man definitiv die Anlagen falsch geplant.

Kurzfristige Abhilfe könnte man schaffen, indem man zum Einen am Abend länger mit der Zugspitzbahn fährt und zum Anderen im Abschnitt Grainau - Eibsee halbstündlich fährt, dafür hätte man genug Züge.
 
Die Frage ist ja auch, ob sich ein Ausbau der Infrastruktur lohnen würde, der Hype also bestehen bleibt.

Im Grunde ist der Vorteil solcher Hot Spots, dass sie den rest der Region entlasten.
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Das Video zeigt ganz klar wo das Problem liegt. Der MIV legt den ÖV lahm und der Bürgermeister sieht das Problem im Deutschlandticket. Will der noch mehr Autos vor Ort haben? Wenn der Bus in der Schlange der Parkplatzausfahrt steht, dann hat man definitiv die Anlagen falsch geplant.

Kurzfristige Abhilfe könnte man schaffen, indem man zum Einen am Abend länger mit der Zugspitzbahn fährt und zum Anderen im Abschnitt Grainau - Eibsee halbstündlich fährt, dafür hätte man genug Züge.

Schade, dass man nicht in der Lage zu sein scheint, nördlich von Garmisch ein großes Parkhaus hinzustellen und die Straße zum Eibsee (ggf auch andere Zugänge zu den Touristenhotspots) für den Individualverkehr sperrt😕.
 
Wir waren auch diesen Sommer wieder in den Dolomiten. Aufgrund der inflationären Berichterstattung machte ich mir ja doch ein klein wenig sorgen über erhöhte Menschenmengen.....
Aber was soll ich sagen, es war nicht mehr als die letzten Jahre auch.
Abgesehen von einigen Hauptwegen auf der Seiser Alm habe ich nichts von "Massentourismus" feststellen können.
Natürlich haben wir die bekannten Hotspots gemieden.
Nichtsdestotrotz gibt es noch mehr als genug wunderschöne Ecken, in denen man über längere Abschnitte allein unterwegs ist.

Hier gilt ganz einfach: Augen auf bei der Tourenplanung!
 
basti.ethal schrieb:
Hier gilt ganz einfach: Augen auf bei der Tourenplanung!

Es gilt vor allem: Augen auf bei der Zeitplanung :) Wenn man urlaubstechnisch flexibel ist kann man sich viel Ärger ersparen. Der schlimmste Massentourismus tritt ja eher in Wellen zu Ferienkernzeiten auf. Anfang Juni beziehungsweise Mitte bin Ende September sind meine bewährten Reisezeiten. Da hat man noch anständiges Wetter und Tageslicht, viele Hütten sind auch geöffnet. Stau auf den Autobahnen gibts dazu auch nur recht wenig.
 
Und man spart viel Geld. Geht natürlich nur ohne schulpflichtige Kinder. Familien schauen also in die Röhre.
Aber wie Basti schon schreibt: Einfach ein Ziel suchen, das nicht per Straße und Seilbahn erschlossen ist und mehrere Kilometer und hunderte Höhenmeter Fußweg erforderlich macht. Dieser sollte so schlecht erschlossen sein, dass auch die dicksten Mofas nicht hochkommen. Und zack, schon hat man seine Ruhe.
 
Tyrolens schrieb:
Die Frage ist ja auch, ob sich ein Ausbau der Infrastruktur lohnen würde, der Hype also bestehen bleibt.

Es geht ja noch nicht um einen weiteren Ausbau der Infrastruktur, es geht darum, dass man den erst kürzlich erfolgten Ausbau schlecht umgesetzt hat, wenn die Buss an der Parkplatzschranke in der Schlange stehen und darum, vorhandene Infrastruktur besser zu nutzen.
 
Ab 4:15 gehts auch um Südtirol:
 
Ich frag mich, ob das einfach so ein Medienboom unserer Zeit ist und es das Problem an manchen Orten schon immer gab oder ob es wirklich so massiv zugenommen hat?
Es gibt einfach ein extremes Ungleichgewicht zu Orten, die überlaufen sind und Orte, die im Sommer ohne Probleme gut 100.000 Nächtigungen mehr vertragen würden...

Ich war am Wochenede im Sellagebiet und auch wenn manche Wege wirklich voll waren, die Hütten hatten alle genügend freie Tische...
 
Das ist ja genau das problem.
Ein Foto. Semmel im Rucksack ( oder Aldi tüte)
Und wieder weg.
 
Einfach konsequent alle Einträge auf Google Maps, Outdooractive, Komoot, Instagram, Facebook etc. löschen lassen. Das hilft mit Sicherheit.
 
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