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Overtourism in den Dolomiten

Du meinst also das macht es besser, weil du sonst noch mehr fährst? Komische Logik.
 
Wenn man einem mal wieder das Wort im Mund verdrehen will kann man das so auslegen. Wenn mans ins Verhältnis zu dem stellt was im Alltag ohnehin so passiert sind die 50km Fahrleistung irrelevant. Du sitzt sicher nur in deiner Wohnung oder lebst noch besser in einem Zelt und tust dein Leben lang gar nichts. :roll:
Anderer Vergleich, allein der Atem eines Menschen stößt pro Tag etwa 1kg Co2 in Ruhe aus. Betreibt er Sport, fährt also z.B. mit dem Fahrrad in 5h die Sellaronda, erhöht sich sein Co2 Ausstoß leicht auf 3-4kg. Mein Auto stößt auf den 50km etwa 6kg Co2 aus.
Nur die lokalen Emissionen natürlich berücksichtigt.
Merkst du wie absolut furchtbar das ist?
Ich bin die Diskussionen und dieses mit Füßen treten langsam echt leid. Ich habe mehr als einmal klar gemacht dass ich für vieles Verständnis habe und auch immer mit Rücksicht auf andere unterwegs bin. Allein dass ich meine Zeit und Gedanken für solche Thematiken aufbringe zeigt wohl mehr als deutlich dass es mir alles andere als gänzlich egal ist.
Aber irgendwann wirds einem einfach echt zu dumm wenn einem alles nur noch angekreidet wird. Wenn die reichsten 10% der Welt oder Deutschlands ein vielfaches der Umweltschäden anrichtet was der ganze Rest zusammen macht bin ichs echt leid mich zum Buhmann machen zu lassen.
Was nochmal nicht heißen soll dass mir nicht bewusst wäre dass mein Leben und Handeln immer Folgen mit sich bringt.
 
Ob man 50km bei Stop and Go in der Stadt verbringt oder bei 20l Durschnittsverbrauch auf nem Pass. Da ist schon ein meilenweiter Unterschied dazwischen. Und theoretisch müsstest du neben dem direkten Ausstoß auch noch den indirekten Ausstoß des Fahrzeuges auf die Kilometer umlegen.

Und sein eigenes "schlechtes" Verhalten durch etwas anderes versuchen aufzubessern, das ist ein bekanntes Problem in der Ethik des Menschen. Lieber gleich lassen und nicht so unsinnige Vergleiche aufstellen, führt leider nur zu anderen Problemen und macht auch nichts besser. Und vielleicht sich selber darüber schlau machen, wie man sein schlechtes Verhalten verbessern kann ohne, dass man auf gewisse Dinge verzichten muss.

Bei einer solchen Photovoltaikanlage, gäbe es nichts besseres als ein E-Auto (nein auf Teufel komm raus muss man auch kein neues kaufen, aber der Speicher lässt sich dann im Stand super nutzen).

Ich finde es absolut gerechtfertigt, dass die Gemeinden vor Ort den Weg gehen, als erstes die kommerziellen Anbieter dort loszuwerden. Sicherlich gibt das beim einen oder anderen Betrieb leichte finanzielle Einbußen, das sollte ein gesunder Betrieb abkönnen.
 
Also ich verbrauche auf einem Pass nicht mehr als 7l. Vlt. mal 15l den Berg hoch, dafür überwiegend 0l den Berg runter.

Stimmt ich lass es einfach und fahr einfach weiterhin und hab meine Freude dran. Ist wirklich besser.
 
In meinem Fall entfallen von 25.000km jährlicher Fahrleistung nur etwa 5.000km auf die Freizeit.
Warum nicht einfach an den ganzen 25k Kilometer arbeiten???

Sonst kann ich meinem Vorredner nur zustimmen
Edit: nicht dem Vorredner sondern @phifue
Da war jemand schneller als ich

Reginleif schrieb:
Also ich verbrauche auf einem Pass nicht mehr als 7l. Vlt. mal 15l den Berg hoch, dafür überwiegend 0l den Berg runter.

Stimmt ich lass es einfach und fahr einfach weiterhin und hab meine Freude dran. Ist wirklich besser.
Wenn du das schon tust, dann mach das doch wenigstens mit einem E-Auto, da verbrauchst du 0 Liter, Strom ist auch nicht so teuer und deutlich umweltfreundlicher
UND du kriegst bergab was zurück
 
phifue schrieb:
Und vielleicht sich selber darüber schlau machen, wie man sein schlechtes Verhalten verbessern kann ohne, dass man auf gewisse Dinge verzichten muss.
Jetzt rate mal warum ich beim Bau ne Menge Geld in die Hand genommen habe um auf einem Top Stand zu sein. Rate mal warum die PV Anlage da ist obwohl die Einspeisevergütung inzwischen nichts mehr ist womit man das große Geld macht. Ich habe das schon vor Ewigkeiten in diesem Forum geschrieben, ich bin jederzeit bereit da etwas zu tun wo es für mich kaum eine Relevanz hat. Es ist mir egal woher der Strom aus meiner Steckdose kommt, ich halte es für sinnvoll eine ohnehin versiegelte Dachfläche zu nutzen, also mach ichs auch.
Wir haben an unserem Leben und unserem "schlechten" Verhalten da verbessert wo wir am wenigsten vezichten müssen. Genau das was du schreibst haben wir gemacht um uns das trotzdem zu bewahren was uns im Leben extrem wichtig ist. Interessiert nur keinen in dem Moment wo ich das Wort Verbrennerauto nur in den Mund nehme.
Bei einer solchen Photovoltaikanlage, gäbe es nichts besseres als ein E-Auto (nein auf Teufel komm raus muss man auch kein neues kaufen, aber der Speicher lässt sich dann im Stand super nutzen).
Jetzt rate mal was ich seit einem halben Jahr besitze fürs Pendeln. Einen kleinen BYD Dolphin Surf von dem ich kürzlich noch im Auto Topic geschrieben habe, dass er einer der ersten elektrischen Kleinwägen ist der mir optisch taugt. Fürs täglich 80km pendeln ist mir auch gänzlich egal ob das Auto nur 250km Reichweite hat, die brauch ich eh nie.

In der Freizeit fahr ich trotzdem lieber Verbrenner denn da gehts mir um Freude. Und das E-Auto ist halt öde.

Edit: Weil das E-Auto so günstig ist hat es übrigens dafür gesorgt dass das pendeln gegenüber dem näher am Arbeitsort wohnen jetzt noch attraktiver geworden ist. Was für eine Ironie.
 
Das löst aber nicht das Problem des Overtourism. Dass das mit den E-PKW kein Allheilmittel ist, sollte längst bekannt sein.

Der Mensch ist, wie er ist und derzeit fährt er halt gerne in den Dolomiten herum.

Keine Ahnung, ob das nur ein Hype ist oder einem Zyklus unterliegt. Beim Menschen weiß man ja nie so recht, was ihn antreibt.
 
...mal wieder was zum eigentlichen Thema:

St. Magdalena zieht die Schranken hoch
Der Blick auf die Geislerspitzen von St. Magdalena ist durch die sozialen Medien zum weltbekannten Fotomotiv geworden. Seit Jahren strömen Tagestouristen in Scharen ins Tal, um das Dolomiten-Massiv mit der Kirche im Vordergrund abzulichten. Die Gemeinde reagiert mit Schranken, Parkwächtern und höheren Gebühren – mit mäßigem Erfolg. Ein Problem bleibt besonders hartnäckig: Reisebusse.

Reisebusse bleiben das große Problem
Wo die Regelungen noch nicht greifen, sind die Reisebusse. Eigentlich sollen pro Tag nur vier Busse nach St. Magdalena gelangen, und das ausschließlich mit Online-Reservierung und einer Gebühr von 250 Euro. Die Realität sieht anders aus: Innerhalb von zehn Minuten treffen mitunter drei Busse hintereinander ein. Die Reisebusse ignorieren das Zugangsverbot, so Moret: „Viele Busse aus Polen, der Ukraine und anderen östlichen Ländern denken überhaupt nicht daran zu reservieren und wollen das auch gar nicht."

https://suedtirol.orf.at/stories/3360143/
 
Viele Busse aus Polen, der Ukraine und anderen östlichen Ländern denken überhaupt nicht daran zu reservieren und wollen das auch gar nicht.
Ich find die Aussage sehr eigenartig.
Wen interessiert ob die das wollen? Schranken hinbauen und wer nicht reserviert hat kommt nicht rein, fertig.
Gut find ich das nicht, denn dann sind wir wirklich wie bei nem Disneyland, aber so gehts einfach nicht weiter.

Ich war Anfang Juni am Gardasee und in den Dolomiten.
Am Gardasee war einiges los, aber war insgesamt ok. In Corvara war das für Anfang Juni unnormal viel und kaum ein Parkplatz wo nicht div. Sportwagen herumgstanden sind.
Früher war in Corvara Anfang Juni fast alles zu; jetzt sind fast alle Hotels offen und trotzdem hat man Schwierigkeiten ein Zimmer zu finden.
 
Ist halt die Frage ob die Busse nicht einfach irgendwo halten und die Leute aussteigen lassen. Aber eigentlich sind die Italiener da rigoros wenn sie einen erwischen. Ist unserem Busfahrer beim Betriebsausflug in St. Ulrich mal passiert. Hat sich nicht richtig informiert, das Verbotsschild übersehen und ist zur SSB hoch gefahren. Schon kamen die Carabinieri und haben ordentlich kassiert. Das macht der nicht wieder. Schwierig wird es halt, wenn ständig neue Busfahrer von irgendwo her kommen, denn da gibt's keinen Erziehungseffekt. Da würden wirklich nur physische Barrieren helfen. Der Ort liegt ja in einer Sackgasse, da ginge das vielleicht noch, aber die Frage ist halt, ob die Busse dann einfach an der Passstraße irgendwo halten.
 
Servus, vielleicht könnte ja einer der Mods so nennt sein, diesen Beitrag zum Topic Overtourism in den Dolomiten hinzuzufügen.
Danke

https://www.krone.at/4258764
Die wunderschönen Dolomiten sind ohnehin ein Touristenmagnet. Doch die Zugkraft von Social-Media-Influencern bringt die malerische Alpinregion an den Rand des Zusammenbruchs. Das Gebiet erlebt aktuell einen Menschenansturm wie selten zuvor ...

https://www.krone.at/3852648
Hunderte Menschen, die Schlange stehen, um mit der Seilbahn auf den markanten Gipfel der Seceda gelangen. Aufnahmen aus den Südtiroler Dolomiten, die in den sozialen Medien viral gingen, haben eine heftige Debatte über Massentourismus ausgelöst.
 
2. Versuch
Kann man das originale Overtourism in den Dolomiten Topic bitte wieder aufmachen.
 
Punkt 1: Thema ist wieder offen, gab in der Zwischenzeit in den Medien ja weitere Nachrichten, dass das Thema weiter die Leute beschäftigt
Punkt 2: Bitte haltet Euch an einen sachlichen Umgangston, ohne Diffamierungen, persönliche Angriffe. Ja, das Thema ist nicht ohne und unterschiedliche Interessen prallen in den Dolomiten aufeinander. Genauso wie hier im Forum unterschiedliche Ansichten aufeinandertreffen. Doch das sollte nicht gegen einen sachlichen Umgang mit dem Thema und untereinander sprechen.

Vielen Dank an Euch im Voraus!
 
Ich war im Juli nun mittlerweile auch wieder in Südtirol bzw. in den Dolomiten unterwegs.
Wieder habe ich erlebt, dass man dort herrliche ruhige Touren machen kann, wenn man die paar wenigen Insta-Spots einfach meidet.
Evtl. wird es durch diese Hotspots an den anderen Ecken sogar etwas ruhiger.
Meiner Meinung nach wird es gerade durch das ausschließliche Fokussieren der Medien auf diese Spots viel heißer gekocht als eigentlich gegessen.
 
Social Media Menschen die in den Dolomiten unterwegs sind, machen jetzt Videos darüber, dass zu viele Social Media Menschen in den Dolomiten unterwegs sind:

 
Werna76 schrieb:
Social Media Menschen die in den Dolomiten unterwegs sind, machen jetzt Videos darüber, dass zu viele Social Media Menschen in den Dolomiten unterwegs sind:
So langsam kannst du dir das echt nicht mehr ausdenken :roll:
 
Mittlerweile schon total gaga was da abgeht.

Bin froh, daß ich das alles schon vor vielen Jahren erwandern konnte und dabei nur analoge Bilder machen konnte.
Da hatte das Telefon noch eine Schnur mit wenigen Metern Länge und blieb allein zu Hause.
 
Vielleicht sollten wir uns über die Unfähigkeit der Masse, auch nur fünf Meter vom vorgegebenen Instagram-Pfad abzuweichen, gar nicht so sehr ärgern. Sie hat durchaus ihre Vorteile.

Offenbar funktioniert modernes Reisen für viele inzwischen so: Man fährt zu Parkplatz A, weil Google und Instagram gesagt haben, dass dort etwas Schönes ist, läuft anschließend mit 800 anderen Menschen exakt zum Aussichtspunkt B und stellt sich dort an Position C, um ein Foto zu machen, das bereits vor einem Millionen Menschen exakt genauso gemacht haben.

Danach fährt man wieder nach Hause und erzählt, wie schlimm es geworden ist, dass „alles so überlaufen“ ist.

Die geradezu erschütternde Vorstellung, einfach mal auf eine Landkarte zu schauen, einen weniger bekannten Ausgangspunkt zu wählen oder gar einen Weg einzuschlagen, den vorher kein Influencer mit Drohnenaufnahmen und dramatischer Musik abgesegnet hat, scheint für viele offenbar nicht mehr zumutbar zu sein.
vVelleicht ist das auch gut so alles. Denn während sich die digitalen Idioten kollektiv an den immer gleichen zehn Hotspots stauen, gibt es nur ein paar Kilometer weiter nach wie vor Täler, Wege und Gipfel, auf denen erstaunlich wenig los ist.

Man sollte also vielleicht dankbar sein für diese bemerkenswerte Orientierungstreue. Solange Millionen Menschen zuverlässig dort auftauchen, wo der Algorithmus sie hibleitet, bleibt für den Rest noch genügend Landschaft übrig.

Die anderen ,unbekannten Flecken werden hoffentlich erst dann entdeckt, wenn jemand ein Schild aufstellt: „Geheimer Instagram-Spot – hier entlang.“ 😄

Ich bin entsetzt und gleichzeitig sehr dankbar
 
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