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Pistenunfälle 2016/17

Aus der TT vom 3.1.2017:
Skiunfall mit Fahrerflucht im Ötztal: 18-Jähriger schwer verletzt
Wundert mich nach eigenen Erfahrungen aus den vergangenen Jahren nicht. Wenn man alleine unterwegs ist und wird von jemandem zusammengefahren, dann kümmert sich keine Sau darum, den Verursacher festzuhalten. Oder wie soll das denn ganz praktisch gehen, wenn der sich weigert, stehenzubleiben?
 
Mehrere Skifahrer schwer gestürzt: Drei Tote und ein Schwerstverletzter
http://www.tt.com/panorama/unfall/1...ürzt-drei-tote-und-ein-schwerstverletzter.csp

Sechsjährige starb bei Skiunfall in Söll
http://www.tt.com/panorama/unfall/12555960-91/sechsjährige-starb-bei-skiunfall-in-söll.csp

Das ist ein bisschen viel für ein Wochenende, die meisten sind ohne Fremdbeteiligung von der Piste abgekommen und irgendwo gegen geprallt oder auf dem Eis zerschellt. Habe den Eindruck, dieses Jahr sind die Verhältnisse besonders gefährlich, muss selbst auch wegen "Eissturz" kurz pausieren. Soviele Rettungseinsätze wie bis jetzt habe ich auch hier in der ganzen letzten Saison nicht gesehen, bei fast jeder Bergfahrt immer schon dem ersten Akiatransport begegnet, gestern alleine zwei Helis und vier Krankenwagen. Wirklich heftig.
 
Follow-Up zum Unfall in Söll

Das Mädchen dürfte die Kontrolle verloren haben und hat dann wohl noch einen kleinen Bogen gemacht und ist seitlich mit dem Kopf gegen das Eisen geprallt.

Also vermutlich mit Restschwung bergan und daher am Zaun vorbei?

Insgesamt gab es laut Kuratorium für alpine Sicherheit heuer 82 verletzte Kinder (statistisch gerechnet im Alter zwischen null und 10 Jahren).

Es mag schon sein, dass Sportarten wie Fußball bzgl. nicht-lebensgefährlicher Verletzungen schlechter abschneiden als Skifahren, einen Todesfall in einem G-Jugend-Spiel habe ich allerdings noch nicht mitbekommen. Arme Eltern, arme Skilehrer (drei Betreuer für fünf Zwergerl!), arme Bergbahnen.

Basalt schrieb:
(26.12.2016)
15-Jähriger in Arosa Lenzerheide tödlich verunfallt. Das Unglück ereignete sich heute Mittag auf der blauen (Nadelöhr-)Piste 28a "Älpliweg" zwischen Scharmoin und der Talstation Heimberg: http://www.suedostschweiz.ch/blauli...-ag-tief-betroffen-ueber-toedlichen-skiunfall

Gab es hierzu bereits weitere Informationen zur Unfallursache?
 
Zum Thema Ski Unfall in Söll. Mag sein das ich da etwas emotional reagieren, das Opfer war auf der gleichen Schule wie meine Kids.

Das Mädchen dürfte die Kontrolle verloren haben und hat dann wohl noch einen kleinen Bogen gemacht und ist seitlich mit dem Kopf gegen das Eisen geprallt.

Was muss denn noch passieren das endlich die Schneekannonen so gesichert werden wie es nötig wäre? Es ist ja nicht gerade so das hier noch nie etwas passiert wäre. Ein Hindernis in der Skipiste muss einfach so geschützt werden das nichts passieren darf. Und schon gar nicht einem kleinem Kind.

Hier mal ein Foto verlinkt:

http://www.tt.com/home/12557828-91/nach-skiunfall-in-s%C3%B6ll-aufarbeitung-einer-trag%C3%B6die.csp

So was ist nicht ausreichend gesichert! Der Zaun hat doch nur Alibifunktion, wenn erschon bei einem kleinen Kind versagt.

Arme Eltern, arme Skilehrer (drei Betreuer für fünf Zwergerl!), arme Bergbahnen.

Die Bergbahn ist hier gar nicht "arm". Die ist Schuldig. Und zwar so was von.
 
baeckerbursch schrieb:
So was ist nicht ausreichend gesichert! Der Zaun hat doch nur Alibifunktion, wenn erschon bei einem kleinen Kind versagt.

Arme Eltern, arme Skilehrer (drei Betreuer für fünf Zwergerl!), arme Bergbahnen.

Die Bergbahn ist hier gar nicht "arm". Die ist Schuldig. Und zwar so was von.

Emotionalität ist bei Todesfällen verständlich.

Nach derzeitigen Erkenntnissen war die Schneekanone ordentlich gesichert. Es gibt sicher irgendeine Norm, die den Stand der Technik definiert.

Lt. dem von mir verlinkten Artikel hat das arme Mädel wohl einen Bogen gemacht und nicht den Zaun durchstoßen (Sicherung nur von oben).

"Arme Bergbahnen" da auch hier Menschen arbeiten und betroffen sind. Es sollten nach der Klärung des Hergangs die anzuwendenden Normen überprüft werden. Weitere Zäune von unten werden keine Bergbahn in den Ruin treiben.
 
Was bedeutet hier emotional?

Anscheinend ist es "Stand der Technik" wenn mobile Schneekanonen (die seltenst versetzt werden) nur durch einen "Absperrzaun" mit "Skistöcken" geschützt werden.

Zitat:

Liftstützen sind schon jetzt mit entsprechenden Aufprallmatten gesichert. "Die derzeit verwendeten Absperrzäune schützen gar nicht, wenn es zu Kollisionen kommt, meint Ferdinand Eder, Obmann der Salzburger Seibahnwirtschaft gegenüber dem "ORF".

Quelle:
http://www.heute.at/news/oesterreich/Nach-Tod-von-Kind-6-Sind-Schneekanonen-genug-gesichert;art23655,1395098

Diese "mobilen" Schneekanonen haben meistens einen mobilen Träger mit vielen scharfkantigen Teilen, stehen mitten auf der Piste und werden nur durch einen "Pseudozaun" geschützt. Kann mann ständig beim Skifahren sehen.

Keine Ahnung was so eine Schneekannone auf einem Mobilen Träger kostet (Schätze einfach mal ca. 40 tds), dazu kommt die ganze Installation was sicherlich noch ein vielfaches kostet. Da wird man doch wohl verlangen das man die Dinger mit einem Mattenset für 5000 pro Kanone anständig schützt.

Google, 1. Seite:

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/toedlicher-unfall-skifahrer-prallt-gegen-schneekanone-a-459961.html

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/tod-auf-der-piste-maedchen-rast-beim-skifahren-gegen-schneekanone-a-458277.html

http://www.salzburg.com/nachrichten/salzburg/chronik/sn/artikel/obertauern-40-jaehriger-prallt-gegen-schneekanone-tot-178872/

Alleine 4 Tote, auf die Schnelle gefunden (gibt sicherlich noch mehr). Innerhalb eines Monats.
 
Servus!

Auch zum Skiunfall in Söll, aber anderer Aspekt:

Was bitte war das für ein Helm, den das Kind getragen hat - aber dennoch einen Schädelbasisbruch davongetragen hat???

Ich stelle diese Frage jetzt absichtlich so provokant in den Raum.
Klar: Seitlicher Aufprall - nicht der "direkte" Schutzbereich eines Helms. Aber Schädelbruch??? Herrgott, Gehirnerschütterung ja, Jochbeinbruch ja, Nasenbruch ja - aber so was darf eigentlich nicht passieren!

Ich schreibe das ausdrücklich, um zu warnen. Gerade mit meiner früheren Erfahrung aus dem Rennbereich war ich in den letzten Jahren entsetzt, was selbst sogar manch namhafter Hersteller als vermeintlich "sicheren Helm" auf den Markt geschmissen hat!!!! (Ganz zu schweigen von etlichen Discountern, die auf den Markt aufspringen wollten...)

Leute, mein Apell: Kauft nicht nur Helme, die teuer und deshalb vermeintlich gut sind! Seht immer nach, ob der Helm auch tatsächlich schützt!!! (Tests, Erfahrungsberichte, etc.) Darauf kommt es an.

Egal, was jetzt final die Unfallursache in Söll gewesen sein mag - ein ordentlicher Helm sollte zumindest einen Schädelbasisbruch verhindern. Dafür ist er da. Er darf nicht verrutschen, wackeln oder sonst was. Erst recht nicht bei einem Kinderhelm!

Das nur prinzipiell und um das Bewusstsein für dieses Problem zu schärfen.

Schöne Grüße (und dass niemand seinen Helm je brauchen möge - egal wie teuer oder gut er ist),
Jan
 
Ist dir schon mal in den Sinn gekommen das ein Helm an der Vorderseite offen ist? Und das (siehe Post oben) es oftmals an den Dingern viel spitze Ecken und Kannten gibt?
 
baeckerbursch schrieb:
Ist dir schon mal in den Sinn gekommen das ein Helm an der Vorderseite offen ist? Und das (siehe Post oben) es oftmals an den Dingern viel spitze Ecken und Kannten gibt?

Ja!

Und deshalb aus eigener Erfahrung eben:
Jochbein, Nase, Gehirnerschütterung, evtl. auch Kiefer. Alles auf böseste Art.
Aber die Schädelbasis darf es eben nicht treffen, da stimmt was nicht.

Genau das ist der Gedanke gewesen.
Und dass jetzt ein spitzer Gegenstand hier einmal komplett quer ... (Die weitere Beschreibung lass ich jetzt mal - kann sich jeder selbst denken) - dann wäre die Unfallbeschreibung wohl anders. Denke nicht, dass das hier der Fall ist.

Schöne Grüße,
Jan
 
so ein Helm ist ja keine garantierte Lebensversicherung. Gegen einen harten Gegenstand mit Wucht ist die Dämpfungswirkung irgendwo begrenzt.
(Ein bekannter F1-Rennfahrer hatte auch bestimmt einen hochwetrigen Helm auf bei seinem Unfall?
 
baeckerbursch schrieb:
Was bedeutet hier emotional?

Deine Worte, nur Deine Worte in Deinem ersten Posting hier. Ich bin auf Deiner Seite, kein Grund sich angegriffen zu fühlen.
 
freerider13 schrieb:
Aber Schädelbruch??? ...

... sollte zumindest einen Schädelbasisbruch verhindern.
Schädelbruch und Schädel[b]basis[/b]bruch sind nicht dasselbe. Es gibt immer wieder Fälle, wo ein Helm einen Schädelbasisbruch nicht verhindern konnte. Ein Schädelbasisbruch kann auch durch Frontalaufprall mit dem Gesicht verursacht werden.
 
Da muss man beiden recht geben.
So eine Verletzung darf mit Helm nicht passieren, entweder war der Helm nichts oder wie man halt auch oft sieht mieserabel aufgesetzt.
Die Ansperrung ist blos alibi, auf dem Bild hat es noch Neuschnee drauf so dass man es nicxht gut erkennen kann, aber 2 Meter sind das nie und nimmer, der zaun geht nicht bis auf den Boden und seitlich in den Bereich reinfahren kann man auch.

Allgemein: Wenn etwas passiert und man sagt man habe nach geltenden Standarts gehandelt gibt es eigentlich nur eine Lösung: Der Standart muss geändert werden.
 
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