Ursprünglich war ich für das Projekt. Mittlerweile habe ich meine Meinung geändert, denn
1. Hat der Bund für die nächsten 30 Jahre die Zuschüsse für Bahnprojekte beschränkt (auf einen fixen Betrag). Auch jeder Rappen, der die Neat mehr kostet, wird davon abgezogen. Und dann gibts noch sinnvollere Projekte als einen Fernverkehrsbahnhof für wenige Einwohner.
2. Ist das betrieblich nicht ganz einfach. Das Problem liegt in erster Linie nicht darin, dass ein haltender Zug die folgenden blockiert (vielmehr passen sich dadurch die schnellen Personenzüge den lansameren Güterzügen an); doch: Die Betriebskosten sind nicht nur die Haltestelle, weil mit den verlorenen Minuten die Wendezeit in Locarno nur noch 2 Minuten beträgt. Das heisst, es müsste eine zusätzliche Komposition eingesetzt werden.
3. Hinzu kommt, dass der Zug nicht in Tenero sondern in Gordola halten müsste (Kreuzungsbedingt). Und da ist Tenero einiges wichtiger.
4. Gehen in Bellinzona wichtige Minuten für den Anschlusszug nach Lugano verloren. Diesen kann man zwar verschieben. Abgesehen davon, dass man nur noch einen 'hinkenden' Halbstundentakt hat, wäre dadurch der Halbstundentakt im Regionalverkehr nicht mehr möglich. Womit hat man nun mehr nutzen?
5. Reisezeitgewinn hält sich in Grenzen: Denn damit auch ein stündlicher Halt (ab Zürich) gewährleistet werden kann, müsste der Porta Alpina Zug den Hbf Zürich zur Minute 54 verlassen. Dies hätte zur Folge, dass der betreffende Zug von praktisch keiner Richtung einen Fernverkehrsanschluss hat. Zeitgewinn dahin. Somit ist für Disentis sehr wahrscheinlich der Weg über Chur minim länger wenn nicht sogar anschlusstechnisch langsamer (Fahrzeit ZH-Disentis via Chur 2h34'). Zur Porta Alpina ab Zürich 1,5h ; danach mindestens 30 Minuten bis man in der MGB sitzt und dann nochmals 20 Minuten. ==> Ab Zürich ginge die Rechnung auf, ab Bern (oder irgendeinem anderen Fernverkehrsknotenpunkt in Folge Anschlussproblemen) nicht mehr. Der Zeitgewinn beschränkt sich also auf Sedrun.
6. Muss man sehen, dass man mit der Porta Alpina vor allem mehr Tagestouristen erwartet, denn in den 2 Wochenurlaub fährt man (mit Skis) ohnehin kaum mit der Bahn. Und Tagestouristen haben den Vorteil, dass sie auch schon am Oberalp ins Skigebiet können und gar nicht bis Sedrun fahren müssen. Die auch schon zitierten 60 Minuten von Andermatt nach Sedrun relativieren sich also.
Fazit: Die Porta Alpina wäre zwar ein unüberbietbarer 'Gag', aber Betriebstechnisch macht sie nun absolut gar keinen Sinn, so gerne ich die Bahn auch habe.
1. Hat der Bund für die nächsten 30 Jahre die Zuschüsse für Bahnprojekte beschränkt (auf einen fixen Betrag). Auch jeder Rappen, der die Neat mehr kostet, wird davon abgezogen. Und dann gibts noch sinnvollere Projekte als einen Fernverkehrsbahnhof für wenige Einwohner.
2. Ist das betrieblich nicht ganz einfach. Das Problem liegt in erster Linie nicht darin, dass ein haltender Zug die folgenden blockiert (vielmehr passen sich dadurch die schnellen Personenzüge den lansameren Güterzügen an); doch: Die Betriebskosten sind nicht nur die Haltestelle, weil mit den verlorenen Minuten die Wendezeit in Locarno nur noch 2 Minuten beträgt. Das heisst, es müsste eine zusätzliche Komposition eingesetzt werden.
3. Hinzu kommt, dass der Zug nicht in Tenero sondern in Gordola halten müsste (Kreuzungsbedingt). Und da ist Tenero einiges wichtiger.
4. Gehen in Bellinzona wichtige Minuten für den Anschlusszug nach Lugano verloren. Diesen kann man zwar verschieben. Abgesehen davon, dass man nur noch einen 'hinkenden' Halbstundentakt hat, wäre dadurch der Halbstundentakt im Regionalverkehr nicht mehr möglich. Womit hat man nun mehr nutzen?
5. Reisezeitgewinn hält sich in Grenzen: Denn damit auch ein stündlicher Halt (ab Zürich) gewährleistet werden kann, müsste der Porta Alpina Zug den Hbf Zürich zur Minute 54 verlassen. Dies hätte zur Folge, dass der betreffende Zug von praktisch keiner Richtung einen Fernverkehrsanschluss hat. Zeitgewinn dahin. Somit ist für Disentis sehr wahrscheinlich der Weg über Chur minim länger wenn nicht sogar anschlusstechnisch langsamer (Fahrzeit ZH-Disentis via Chur 2h34'). Zur Porta Alpina ab Zürich 1,5h ; danach mindestens 30 Minuten bis man in der MGB sitzt und dann nochmals 20 Minuten. ==> Ab Zürich ginge die Rechnung auf, ab Bern (oder irgendeinem anderen Fernverkehrsknotenpunkt in Folge Anschlussproblemen) nicht mehr. Der Zeitgewinn beschränkt sich also auf Sedrun.
6. Muss man sehen, dass man mit der Porta Alpina vor allem mehr Tagestouristen erwartet, denn in den 2 Wochenurlaub fährt man (mit Skis) ohnehin kaum mit der Bahn. Und Tagestouristen haben den Vorteil, dass sie auch schon am Oberalp ins Skigebiet können und gar nicht bis Sedrun fahren müssen. Die auch schon zitierten 60 Minuten von Andermatt nach Sedrun relativieren sich also.
Fazit: Die Porta Alpina wäre zwar ein unüberbietbarer 'Gag', aber Betriebstechnisch macht sie nun absolut gar keinen Sinn, so gerne ich die Bahn auch habe.
, wie gesagt, nicht nur das Geld sondern betrieblich gesehen hats viele Nachteile (dort noch ausführlicher). Was ich auch noch sagen wollte: Quelle vom betrieblichen Problem ist der Schlussbericht der Machbarkeitsstudie, welcher auf