• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Rettet die VR101!

Pilatus schrieb:
@ Petz: Ich werde dir mal eine Idee aufzeichnen.

Da werde ich neugierig was Du Dir ausgedacht hast.. :idea:
 
Also, hier...!

Die Zeichnungen sind nicht grad der umhauer, aber der Gedanke dahinter müsste rüber kommen:

Ähnlich wie bei einem Niederhalter fährt die Klemme über eine Schiene. Dabei wird das Seil aus den Rollen gehoben. Danch dem passieren der Batterie fällt dieses automatisch wieder in die Rollen zurück. Durch die Seilspannung und die Gravitation ist die Wahrscheindlichkeit, dass das Seil aus der Vertiefung rauskommt ~0.

Verglichen zu herkömmlichen Batterien kann diese hier nur von Klemmen mit "Laufwagen" durchfahren werden, namentlich der Giovanolaklemme und der VR101-Klemme.
 

Anhänge

  • vr101_ohne_sessel.jpg
    vr101_ohne_sessel.jpg
    40,7 KB · Aufrufe: 2.950
  • vr101_mit_sessel.jpg
    vr101_mit_sessel.jpg
    48,7 KB · Aufrufe: 2.952
  • querschnitt_rollenbatterie.jpg
    querschnitt_rollenbatterie.jpg
    19 KB · Aufrufe: 3.417
Jein. Die Klemme wird entlastet, aber die VR101 Klemme ist keine reine Gewichtsklemme und verfügt unter anderem einen Schliesshebel. Das sollte das abfallen der Klemmen verhindern.
 

Anhänge

  • vr101_klemme.jpg
    vr101_klemme.jpg
    81 KB · Aufrufe: 2.961
Nur Du hast weiter oben auch von der Giovanolaklemme gesprochen. Und mit der wird es wohl nicht funktionieren ?
 
Pilatus Idee finde ich genial. Und 96% der Bevölkerung wird das nicht mal bemerken. Hast du beim BAV mal abgeklärt, ob sowas zugelassen werden kann? Dann sähe ich eine Chance. Welche Punkte müssten bei den VR 101 geändert werden, dass man die Konzession wiederbekommen würde?
 
@Pilatus, ist grundsätzlich eine gute Idee.

Bedenken hätt ich aber trotzdem ob dieses System die Aufsichtsbehörden als entgleisungssicher einstufen bzw. den Zusatzbord als Seilfänger akzeptieren - dies gilt auch für die Originalform der Niederhaltestützen.

Eventuelle Probleme beim Robaüberlauf der Klemmen würden damit sicher hintangehalten aber was man damit kaum beeinflussen kann ist die Möglichkeit das z. B. eine oder zwei abgefallene Klemmenlaufrollen beim Robaeinlauf schon eine Entgleisung verursachen oder auch äußere Faktoren wie z. B. starke Seilprellschwingung durch einen, auf das Seil fallenden umstürzenden Baum.
 
Mit der Giovanola-Klemme müsste der Vorschlag auch funktionieren. Durch die Tatsache, dass die Klemme über eine Laufschiene fährt, wird sie nicht geöffnet. Außerdem ist sie ja zusätzlich verriegelt. Damit wird auch ein Öffnen bei Seilschwingungen verhindert.
 
In der Theorie gut, in der Prxis kaum anwendbar.

Die Klemmen würden zwar bei beiden Systemen bei der Stützenüberfahrt nicht entlastet, dafür bekommt man andere Probleme.

Bei der Giovanola müssten noch die beiden Metallenen Kuppelrollen seitlich an diesem pendelbahnähnlichen seilsattel vorbeifahren können.
Im Stationsumlauf ist die Distanz von der Laufschiene zu den Kuppelrollen ca. 2cm.
Pendelfreiheit also = fast 0. Da ist ein viel zu grosses Risiko das was einhängt und den ganzen Zauber runter reisst.

Bei beiden Systemen wird die Klemme von den Stützrollen abgehoben, wenn auch nicht stark. Das Seil will aber möglichst tief bleiben und somit in einer Form auf die Klemme einwirken für die diese gar nicht gabaut ist.

Die Klemme ist gebaut das sie genug Kraft aufbringt um nicht zu rutschen, jedoch nicht um ein paar Hundert Kilo druck nach unten auszuhalten.

Nicht umsonst haben alle 2S Bahnen Klemmen welche von der Seite oder von unten ans Seil greifen, jedoch niemals von oben.
Sobald der Druck des Seils nach unten grösser ist als die Maximale Klemmkraft möchte ich nicht mehr in einem der Fahrzeuge sitzen.

Eine leere Giovanola EUB-4 darf beim abziehen am Seil 550kg nicht unterschreiten.
Bei den Stützen sollte auf jeder Rolle 100kg Druck sein.
Bei einer 8er Rollenbatterie ( Giovanola Standartgrösse ) gäbe das schon ein gewaltiges Problem.

Fazit. Gut gemeint, aber nicht genehmigungsfähig.
 
TPD schrieb:
Nur Du hast weiter oben auch von der Giovanolaklemme gesprochen. Und mit der wird es wohl nicht funktionieren ?

Auch die hat einen Sicherungshebel, allerdings funktionniert das dort ein wenig anderst und die Klemmkraft wird dort nur durch Gravitation erzeugt.

Eventuelle Probleme beim Robaüberlauf der Klemmen würden damit sicher hintangehalten aber was man damit kaum beeinflussen kann ist die Möglichkeit das z. B. eine oder zwei abgefallene Klemmenlaufrollen beim Robaeinlauf schon eine Entgleisung verursachen oder auch äußere Faktoren wie z. B. starke Seilprellschwingung durch einen, auf das Seil fallenden umstürzenden Baum.

Naja, aber mit abgefallenen Rollen funzt nichtmal der Stationsdurchlauf. Die Dinger müssten schon halten.

@ Theo: Das das nicht unbedint DIE Lösung ist, glaube ich schon. Aber es soll aufzeigen, dass es durchaus Lösungsansätze gibt, mit welchen darauf spezialisierte Ingenieure durchaus funktionierende Lösungen finden könnten.

Und... Wenn das in DE wirklich stimmt, dann müssen wir glaub ich mal deren Gesetze übernehmen.... :wink: Oder uns dort für den Erhalt stark machen! Ersatzteile könnte die Jennerbahn auf jeden Fall genug abramen. Nämlich sobald hierzulande die VR101 abgerissen werden :(
Ein paar Sessel könnte man denen noch sponsern... :D
 
Tja, der Bestandsschutz in Deutschland macht so einiges möglich. Sonst würde es eine Predigtstuhlbahn in Originalzustand nicht mehr geben.

Auf der anderen Seite hatten die deutschen Seilbahnen immer ein vergleichbar hohes Durchschnittsalter.
 
^^ In Deutschland gibt es auch noch einige alte, fixgeklemmte Sesselbahnen. Z.B. Müller-DSB die es hier schon seit Jahren nicht mehr gibt...

Naja, die ganzen Gesetze bringen nicht in erster Linie Sicherheit, sondern sie sorgen dafür, dass die Seilbahnhersteller etwas zu tun haben.

Früher, als diese Firmen in der CH hunderte von Arbeitsplätzen garantiert haben kann ich das ja noch nachvollziehen. Aber heute, wo der Markt von 3 Herstellern beherrscht wird (und davon sind zwei aus dem Ausland) versteh ich nicht, wieso man die bestehenden Gesetze sogar noch strenger gemacht hat. Der ganze CEN-Mist wird zum verschwinden der kleinen Voralpen-Skigebiete führen. Denn diese können sich bei diesen Zukunftsaussichten gar keine neuen Lifte mehr leisten. Die jetzigen Anlagen sind abbezahlt und können mit viel uneigennütziger Arbeit rentabel betrieben werden. Die Lifte sind sicher - aber leider nur in der Praxis und nicht auf dem Papier...
 
Pilatus schrieb:
Naja, die ganzen Gesetze bringen nicht in erster Linie Sicherheit, sondern sie sorgen dafür, dass die Seilbahnhersteller etwas zu tun haben.

[...] Der ganze CEN-Mist wird zum verschwinden der kleinen Voralpen-Skigebiete führen. Denn diese können sich bei diesen Zukunftsaussichten gar keine neuen Lifte mehr leisten. Die jetzigen Anlagen sind abbezahlt und können mit viel uneigennütziger Arbeit rentabel betrieben werden. Die Lifte sind sicher - aber leider nur in der Praxis und nicht auf dem Papier...

Wohl eine interessante beobachtung. Anzumerken ist, dass CE-Normen keinesfalls von brüssler beamten erarbeitet werden. Die haben darüber ja kein fachwissen. Vielmehr funktioniert es so, dass experten von firmen und überwachungsvereinen diese normen unter sich ausschnapsen. Im prinzip ist diese vorgehensweise richtig, denn hiermit wird weitestgehend garantiert dass echte experten am tisch sitzen, und keine günstlinge der politik.
Leider aber gilt auch in diesen gremien: Starke firmen= starke präsenz im normungsgremium=> oppotunistische normungsvorschläge=> heutiger schlamessel.

Allerdings hat die nationale gesetzgebung sehr wohl einen starken hebel in der ganzen sache, naemlich die frage zu welchem zeitpunkt eine seilbahn CE-zertifiziert sein muss. In D gilt offensichtlich weitestgehend bestandsschutz bzw. ermessen des TÜV. Somit laufen solide oldtimer sehr lange.
In italien ist es hingegen besonders schlimm, dort müssen anlagen je nach gattung nach einer anzahl an jahren komplett auf CE stand gebracht werden (30 od. 40 jahre), was nahezu immer den totalverlust bedeutet, unabhängig davon wie funktionssicher die anlage tatsächlich ist.

schweiz: Die seilbahnrichtlinie schreibt leider tatsächlich eine einzige zuständige behörde vor, womit auch die kleinen anlagen BAV fällig wären und somit bald K.O. sind...anderseits lag es im ermessen der schweizer regierung, das konzessionssystem dahingehend zu modifizieren, dass die sache ähnlich funktioniert wie in deutschland. Alte anlagen hätten mit etwas geschick aus den EU-richtlinien de fakto herausgenommen werden können.
Das wurde aber nicht getan, also die schimpfe über die EU Seilbahnrichtlinie ist somit nur teilweise nachvollziehbar...

(Bei neuanlagen wäre ein negieren der seilbahnrichtline durch die schweiz hingegen wirtschaftlich wie politisch unsinning)
 
^ Ich schätze die Situation genau so auch ein.

Einzige Anmerkung: Schon nach 20 Jahren ist in Italien die Anlage auf den Stannd der Technik zu bringen. Das bedeutet zumindest im elektromechanischen Teil einen kompletten Neubau der Anlage.

Aktuelles Beispiel aus Italien: Die PB Campitello - Col Rodella hatten wir gerade erst im Rateforum. Der Antrieb von 1985 wurde 2005 nahezu komplett erneuert. Habe ihn kaum wieder erkannt. Selbst die Seilscheiben sind neu.

(@Radim: Hoffe, du hast nichts dagegen, dass ich dein Foto mal benutze :wink: )
 

Anhänge

  • Col_Rodella_Antrieb.jpg
    Col_Rodella_Antrieb.jpg
    60,1 KB · Aufrufe: 2.669
  • Col_Rodella_Antrieb2005.jpg
    Col_Rodella_Antrieb2005.jpg
    32,1 KB · Aufrufe: 2.670
^^ Naja, da ist das ganze wieder kontraproduktiv, aber könnte der TÜV eigentlich verhindern, oder?

Man schaue sich z.B. mal diese Bilder von der letzten voll-manuellen Müller-EUB der Schweiz an:

http://www.seilbahnbilder.ch/galerie/thumbnails.php?album=90

Das Ding war so gut gepflegt, das die Anlage nach 40 Jahren Betrieb noch so gut wie neu war! Hier kann man von einem totalen Versagen der aktuellen Gesetzgebung sprechen...! Die Anlage wurde überigens abgebrochen und von Rowema (nachfolger der Firma Müller) nach Argentinien verfrachtet, wo diese etwas modifiziert wieder zum Einsatz kommt (neue Kabinen, da die alten schon im sehr früh an Private verkauft waren sowie neue Stützen)
 
gibts bereits Bilder der alten neuen Bahn?

Gruss

Matthias
 
Das wird seeehr schwer...

1. Soll das Ding nicht in einem Skigebiet sondern auf einer Kaffeplantage zum laufen kommen
2. Weiss ich nicht obs in Südamerika wen gibt, der davon Fotos macht
3. Die einzige Möglichkeit wäre über Rowema zu Bildern zu kommen, doch ich glaube die Schweizer Niederlassung ist dort aufs kleinste beschränkt...! Das die eine Webseite haben ist schon fast ein Wunder, aber auch die ist nicht grad der Hammer... :wink: www.rowema.ch
 
Manchmal erscheint es auch vernünftig wenn mal wieder eine Anlage auf den aktuellen Stand der Technik gebracht wird, oder der Abriss. Bei der Müller DSB Geigelstein ist der Zustand schon erbärmlich(wohne in der Nähe). So eine fixgeklemmte läuft halt auch bei fast keiner Wartung (leider).

Bin vor 2 Jahren mit der Bahn gefahren - jämmerlich hat die nicht ausgesehen. Da hab ich schon schlimmeres gesehen....
 
Zurück
Oben