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Rollenbatterien

Mr400Liter

Fichtelberg (1214,6m)
Bei vielen Seilbahnen sind bei einzelnen Stützen die Rollenbatterien auf der Berg- und Talfahrseite nicht auf der gleichen Höhe angebracht. Welchen technischen Hintergrund hat das?
 
Mr400Liter schrieb:
Bei vielen Seilbahnen sind bei einzelnen Stützen die Rollenbatterien auf der Berg- und Talfahrseite nicht auf der gleichen Höhe angebracht. Welchen technischen Hintergrund hat das?
Ich könnte mir vorstellen, dass das etwas mit dem Lastunterschied der Berg- und Talfahrseite zu tun hat. Außer bei Bahnen, die eine Verbindungsfunktion in beide Richtungen haben, sind die talfahrenden Fahrbetriebsmittel ja in der Regel weniger oder gar nicht besetzt.
Ob das wirklich stimmt kann ich nicht sagen.
 
Falls du solch eine Anordnung wie bei der Rätikonbahn am Golm meinst, hängt das meiner Einschätzung nach mit dem maximal zulässigen/ minimal erforderlichen Bodenabstand zusammen.
p1080739dpj9v.jpg



Wenn du Stützen meinst, bei denen es auf Berg- und Talseite eine unterschiedliche Rollenanzahl gibt, lässt sich das auf den von maba04 genannten Lastunterschied zurückführen.
Die verschiedenen Rollenanzahlen erfordern dann unterschiedliche Konstruktionen, die dann wiederum andere Höhen haben.
 
Vielen Dank erstmal für die Antworten... :D

Solche Konstruktionen wie auf dem Foto von Hermelinchen kenne ich (zB von der 4-CLD/B Senderbahn am Hauser Kaibling). Da ist mir klar, dass es um den maximalen Bodenabstand bei Sesselbahnen geht.

Ich verstehe auch, dass man teilweise eine unterschiedliche Rollenanzahl auf der Berg- und Talfahrseite benötigt, da Sessellifte ja oft für Talförderung nicht ausgelegt sind und dann auf einer Seite mehr Last (und damit auch Durchhang) haben.

Ich meine den minimalen Unterschied zwischen der Aufhängung der Rollenbatterien, wie auf meinem Foto ersichtlich (8-CLD/B Burgstallalmbahn, Schladminger Planai). Ist mir aber schon bei vielen Bahnen -egal ob Doppelmayr oder Leitner- aufgefallen. Die bergfahrseitige Rollenbatterie ist eindeutig über dem Querträger befestigt, die Talfahrseite unterhalb davon. Ist manchmal noch stärker ausgeprägt wie auf dem Foto, bzw kann es auch umgekehrt sein. Womit hat das zu tun?
 

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Mr400Liter schrieb:
Ich meine den minimalen Unterschied zwischen der Aufhängung der Rollenbatterien, wie auf meinem Foto ersichtlich (8-CLD/B Burgstallalmbahn, Schladminger Planai). Ist mir aber schon bei vielen Bahnen -egal ob Doppelmayr oder Leitner- aufgefallen. Die bergfahrseitige Rollenbatterie ist eindeutig über dem Querträger befestigt, die Talfahrseite unterhalb davon. Ist manchmal noch stärker ausgeprägt wie auf dem Foto, bzw kann es auch umgekehrt sein. Womit hat das zu tun?
Hat das vielleicht etwas mit dem minimalen Bodenabstand zu tun? Ich frage mich das auch schon seit Jahren :wink:... Wenn die Bergfahrseite voll ausgelastet ist, hängt das Seil ja deutlich mehr durch als auf der Talfahrseite. Deswegen könnte ich mir vorstellen, dass das so gebaut wird, damit die Bergfahrseite den minimalen Bodenabstand erfüllt wird.
Vielleicht kann ja @Radim oder jemand anderes mit technischem (Seilbahn-)Hintergrundwissen uns weiterhelfen...
 
für mich sieht es auf dem Bild eher so aus, dass die Anzahl Rollen bei der Bergseite mehr sind als bei der Talseite (aufgrund von keiner/geringer Personentalbeförderung).
Dadurch kommt man auf der Talseite mit 2x4 Rollen aus (die einfach aufgehängt werden können mit einem Längsträger), während auf der Bergseite eher 10 oder 1 Rollen benötigt werden (die dann mit 2x2 Längsträgern befestigt werden müssen). Diese 2x2 Träger müssen dann weiter innen beginnen, deshalb die andere Aufhängung.
 
maba04 schrieb:
Deswegen könnte ich mir vorstellen, dass das so gebaut wird, damit die Bergfahrseite den minimalen Bodenabstand erfüllt wird.
Vielleicht kann ja @Radim oder jemand anderes mit technischem (Seilbahn-)Hintergrundwissen uns weiterhelfen...

Gibt's aber umgekehrt auch ;) Bergfahrseite weiter nach unten gehängt...
 
Mr400Liter schrieb:
maba04 schrieb:
Deswegen könnte ich mir vorstellen, dass das so gebaut wird, damit die Bergfahrseite den minimalen Bodenabstand erfüllt wird.
Vielleicht kann ja @Radim oder jemand anderes mit technischem (Seilbahn-)Hintergrundwissen uns weiterhelfen...
Gibt's aber umgekehrt auch ;) Bergfahrseite weiter nach unten gehängt...
Wo Du das sagst, ja stimmt, den Fall gibt es auch :wink:. Dann weiß ich auch nicht mehr weiter :|...
 
maba04 schrieb:
Mr400Liter schrieb:
maba04 schrieb:
Deswegen könnte ich mir vorstellen, dass das so gebaut wird, damit die Bergfahrseite den minimalen Bodenabstand erfüllt wird.
Vielleicht kann ja @Radim oder jemand anderes mit technischem (Seilbahn-)Hintergrundwissen uns weiterhelfen...
Gibt's aber umgekehrt auch ;) Bergfahrseite weiter nach unten gehängt...
Wo Du das sagst, ja stimmt, den Fall gibt es auch :wink:. Dann weiß ich auch nicht mehr weiter :|...
Das hat üblicherweise den oben bereits genannten Grund, nämlich die Anzahl der Rollen je Seilstrang auf der betreffenden Stütze.
Die Durchhänge und Seilspannkräfte auf voller Berg- und leerer Talseite erfordern aufgrund der unterschiedlichen Belastungen auch andere Rollenbatterien, da der maximale Ablenkwinkel pro Rolle durch die Behörde vorgegeben ist (z.B. 8% pro Rolle in AT bis 2003) und der maximale Rollendruck vor allem vom Futterwerkstoff abhängt. Der Konstrukteur wählt anhand dieser (und noch einiger) Kriterien die Anzahl der erforderlichen Rollen und bestimmt dadurch natürlich die Konstruktion der Rollenbatterien, die meist bereits typenberechnet und zertifiziert als Werksnorm vorliegt.
Bei 4-rolligen Batterien hat man 2 2er-Wiegen und eine Hauptwiege geometrisch unterzubringen, was nicht sehr problematisch ist.
Bei 6-und 8-rolligen Batterien hat man bereits einen zusätzlichen Hauptträger (meist ein größeres Rechteckformrohr), den man geometrisch mit Müh und Not noch auf der selben Ebene mit den zwei 4er-Wiegen unterbringt.
Spätestens bei 10-rolligen Batterien hat man dann noch einen Träger, da z.B. 1x6 (=1x4 + 1x2) + 1x4 verbunden werden müssen. Da stößt man dann an bestimmte Grenzen, nämlich an den Anhebebock, sofern man die Aufhängungskonsole zugunsten der Schraubenbelastung und der leichteren Montage bisher oben am Querträger untergebracht hat. Man kann nun die Aufhängung entweder unten anbringen oder mithilfe einer Schweißkonstruktion von oben herab "ums Eck" gehen.
Der Unterschied zwischen Berg- und Talseite ergibt sich einfach daher, dass man die Rollenbatterien der Talseite bei nur bergseitig befahrbaren Bahnen nur auf die Stützenlasten für die leeren Sessel auslegt, um die Kosten zu senken.
 
Phillip2 und Kaldini haben es schon erklärt.

Am besten sieht man was die beiden meinen wen nman direkt unter der Stütze steht und ein Foto nach oben macht.
Habe eines von Schräg.


Links (4 Rollen)
2x 2er Wippe an einem Querträger montiert.

Rechts (6 Rollen)
2x 2er Wippe am Querträger montiert.
Dieser Querträger muss an einen weiteren Querträger montiert sein.
An diesem hängt dann auch die nächste 2er Wippe.
 

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Ohne diese Diskussion hätte ich darauf gar nicht geachtet, aber mir ist heute aufgefallen, dass der "Topjet" (was für ein idiotischer Name für diesen Schleichlift) an fast allen Stützen auf der Strecke Berg- und Talfahrt-seitig unterschiedliche Rollenzahlen in den Batterien hat. Der Lift hat ausschließlich Bergförderung. Das Video ist zwar langweilig, aber Interessierte können sich ja die Stützenüberfahrten im Detail betrachten. Absichtlich ohne Ton; der akustische Beitrag der Mitfahrer fällt meiner Zensur zum Opfer.
 
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