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Saas Fee (CH) | 26.3.2011 | High Life

Saas Fee (CH) | 26.3.2011 | High Life



Ende März dieses schneearmen Winters war die Auswahl an Zielen schon recht beschränkt. Entweder eines der typischen Frühlings-Skigebiete wie Andermatt, oder die weite Anreise ins Wallis. Dank der schattigen Kessellage versprach Sass Fee noch gute Verhältnisse, fast alle Lifte und Pisten waren noch geöffnet. Höhenluft gibt es dort sowieso genug. Zermatt nebenan ist für einen Tagesausflug schlicht zu gross, also ging es kurzentschlossen hinauf in die Perle der Alpen, da Saas Fee eigentlich schon länger auf der "Warteliste" stand. Also ein weiterer Tag im Wallis, warum auch nicht?

Pistenplan Skigebiet Saas Fee Allalin

Kaum erreicht man Saas Fee, wird man von den wuchtigen Viertausendern begrüsst. Beinahe 3000 Höhenmeter geht es nochmals weiter hinauf, dementsprechend eindrücklich ist die Szenerie. Auch das Skigebiet geht weithinauf mit dem Mittelallalin ist Saas Fee nach Zermatt und Chamonix das dritthöchste Skigebiet der Alpen. Verständlich, dass die Talstation des Alpin-Express ein wenig als Touristenattraktion gestaltet ist. Die 15 Minuten Wartezeit an Kasse und Talstation zeigen, dass durchaus Betrieb war, vor allem dank ausländischen Gästen.

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über dem Dorf thronen Alphubel, Täschhorn, Dom und Lenzspitze

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Feegletscher hoch über Saas Fee

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in der zweiten Sektion Alpin-Express vor dem Felskinn

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Catacombae Felskinn

Die eindrückliche Dreiseilbahn führt in zwei Sektionen über Morenia hinauf zum Felskinn, mitten ins Skigebiet und gleich auf 3000 m.ü.M. In der oberen Hälfte wird damit der zweite Zubringer, die Felskinn-Luftseilbahn gedoppelt. Diese beiden dominanten Anlagen werden im Hauptbereich ergänzt von drei Skiliften und von der Sesselbahn Morenia, welche etwas überraschend die einzige KSB im Gebiet ist. Wegen den vielen Anlagen und vor allem den hohen Masten wirkt alles etwas zugebaut, ähnlich wie in Engelberg am Titlis. Besonders die Station Morenia macht den Eindruck einer alpinen Fabrikhalle.

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erste Abfahrt: herrliche schwarze Piste Felsental

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Felskinn mit dem Alpin-Express und der Luftseilbahn

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Felskinn-Bahn mit den Viertausendern im Hintergrund

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Bergstation Morenia

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Sesselbahn Morenia über dem frühlingshaften Saaser Tal

Vom schneearmen Winter war hier oben eigentlich nichts zu spüren. Sämtliche Pisten waren einwandfrei präpiert, Steine gab es keine. Auch nicht weiter erstaunlich, da im Hochwinter die Hänge meistens im Schatten liegen und darum bis weit in den Frühling hinein gute Verhältnisse garantiert sind. Es ist schwierig zu sagen, wo früher überall Gletscher war. Jedenfalls bemerkt man die aussergewöhnliche Höhenlage des Skigebiets nicht direkt. Denn ein weites Panorama tut sich nirgends auf, rund herum gehen die nahen Viertausender noch weiter hinauf. Einzig der Feegletscher nebenan deutet an, dass man sich weit über 2000 Meter befindet. Kunststück, da ja Saas Fee selber bereits auf 1800 m.ü.M. liegt.

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im Skilift Egginer der unterhalb der beiden mächtigen Zubringern trassiert ist

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nochmals die PB und die Dreiseilbahn

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Allalin-Express vor der Mischabelgruppe

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Skilift Egginerjoch

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eindrückliche Gletscherlandschaften

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Felsental und Felskinn

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nochmals das dominierende Duo

Gegen 11 Uhr gehts es erstmals auf die Talabfahrt. Im oberen Teil (d.h. direkt unterhalb Morenia) durchwegs steil, dann ein kurzes Wegstück und die unter Hälfte dann als Schneise durch lichten Wald ist sie als Ganzes abwechslungsreich und auch anspruchsvoll, obwohl für ordentlich viele Skifahrer ausgelegt. Damit sei auch schon vorweggenommen, dass für mich die Felskinn-Bahn die schönste Anlage im Skigebiet ist: mehr als 1000 Höhenmeter, von Gletscher bis Wald, oben das tolle Felsental, unten die Talabfahrt. Keine Anlage, die man zig mal am Tag fährt, und damit jedes Mal ein Erlebnis aufs Neue, auch dank der eindrücklichen, hochalpinen Szenerie.

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unten auf der Talabfahrt, im Hintergrund Fletsch- und Lagginhorn

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Spielboden-Gondelbahn vor Saas Fee

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Luftseilbahn Felskinn mit mehr als 1000 Höhenmetern, links die erste Sektion Alpin-Express

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warten auf die Metro-Alpin

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Alphubel (4206 m.ü.M.)

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Allalinhorn (4027 m.ü.M.)

Vom Felskinn aus führt die unterirdische Metro-Alpin als letzte Sektion hinauf aufs Mittelallalin, und damit ins Gletscherskigebiet. Dies ist nochmals eine andere Dimension, denn hier sind Allalinhorn und Alphubel zum Greifen nah. Bester Pulverschnee grüsst auf den Pisten. Die drei oberen Skilifte sind leider etwas kurz, aber für ein Gletscherskigebiet ordentlich steil, weshalb sie auch zu Wiederholungsfahrten einladen. Als "Ausfahrt" dient die Panoramapiste, die von unten interessanter aussieht als sie wirklich ist. Die ganze Abfahrt vom Mittelallain hinunter nach Saas Fee musste natürlich einmal sein und hatte es auch in sich. Unten hat man die Wahl: direkt zur Felskinn-Bahn, oder auf dem Ziehweg weiterfahren zu den anderen Talstationen.

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Gletscherskilift Allalin 2

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Blick zurück zum Mittelallalin

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Allalin 2 und 3, schön unter dem Allalinhorn

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Piste am Allalin 1, darunter der Feechatz-Skilift

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nochmals im Allalin 2, dessen Bergstation auf fast 3600 m.ü.M.

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Panorama-Gletscherpiste vor aufziehender Bewölkung

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Talabfahrt Gletschergrotte

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Talstation der Spielboden-Bahn

Nach dem Geniessen des Kerngebiets rund um Felskinn und Morenia am Morgen blieben noch die kleineren Nebengebiete Plattjen und Spielboden-Längfluh für den Nachmittag übrig. Der Wetterumbruch bahnte sich schon länger an, und die verbleibenden Stunden waren leider davon mitgeprägt. Es machte richtig zu, bald sollte Schneefall einsetzen. Immerhin: während der Rest bereits im Grauen lag, gab es am Plattjen noch etwas blauen Himmel. Die Anlage dürfte im Hochwinter die Funktion einer Ausweichmöglichkeit inne haben. Zwar sind hier über 700 steile Höhenmeter anzutreffen, den Pisten geht aber der Reiz ab, da sie ziemlich monoton gerade hinunterführen. Zwei Fahrten mit der Gondelbahn, das war es dann aber auch.

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Plattjen-Gondelbahn

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Bergstation auf 2567 m.ü.M.

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hier die beiden Pistenvarianten

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durchwegs steile Piste, ganz unten sind zwei Dorflifte zu sehen

Von der gleichen Talstation aus führt die lange und in die Jahre gekommene zweite Gondelbahn zum Spielboden hinauf, die Fahrt dauert eine halbe Ewigkeit. Die zweite Sektion ist dann die kurze Längfluh-Luftseilbahn, dort oben gibt es noch eine fixgeklemmte Sesselbahn als Beschäftigungsanlage. Hier befindet man sich wieder mitten in der Gletscherlandschaft. Wegen den Nebelbänken war hier nichts mehr los, trostlose Stimmung machte sich breit. Dazu passten auch die durchschnittlichen Pisten der Längfluh.

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60er-Luftseilbahn Spielboden-Längfluh

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Blick über den Feegletscher hinüber zum Felskinn

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langsamer Sessellift Längfluh

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Gletscherpiste Längfluh

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mitten auf dem Gletscher

Aus Prinzip musste eine Fahrt mit dem Feechatz-Schlepper sein, der quer über den Gletscher die Verbindung mit dem Gletschergebiet Mittelallalin herstellt. Mehr als 2 Kilometer Eis, allerdings eine sehr flache Piste dazu. Etwas interessanter war da die Talabfahrt über den Spielboden nach Saas Fee. Die Nassschneehaufen in Kombination mit der diffusen Sicht sorgten nicht gerade für Fahrspass, dafür war es ungewöhnlich, bei Schneefall auf einer völlig aufgeweichten Sulzschnee-Piste unterwegs zu sein. Vor der Einmündung in die anderen Talabfahrten musste zusätzlich noch eine frische Nassschnee-Lawine überquert werden.

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Skilift Feechatz - hier ist Geduld gefragt

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schwarze Längfluh-Piste

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Spielboden-Bahn, dahinter Station Morenia

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auf der sehr weichen Spielboden-Talabfahrt

Es blieb noch knapp eine Stunde übrig, die wieder im Hauptgebiet verbracht wurde. Am Morgen hatte ich die schwarze "Alpin"-Piste direkt am Mittelallalin bemerkt, dafür war nun Zeit. Trotz der vollen Metro war ich danach ganz alleine unterwegs in dichtestem Nebel. Nicht besonders gemütlich auf einem spaltenreichen Gletscher in 3500 Metern Höhe, wobei ich die dünne Höhenluft gar nicht bemerkte. In langsamer Fahrt ging es dann doch hinunter. Unten gab es noch je eine Fahrt am Mittaghorn und mit der Morenia-KSB.

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Seilbahnknotenpunkt Morenia, früher Maste 4 genannt

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Überblick über den Kernbereich

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auf dem Skilift Mittaghorn

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wieder die KSB Morenia

Leider machten dann die Bahnen etwas früher Feierabend als auf dem Pistenplan beschrieben, was aber nicht weiter tragisch war. Unten zum Abschluss, kurz vor dem endgültigen Betriebsschluss, noch eine letzte Fahrt mit dem Skilift Biffig, bevor es zurück zum Allalin-Express ging.

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Piste Sperwerzucht

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Skilift Biffig mit der Spielbodenbahn

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Ziehweg zur Talstation Alpin-Express

Auf jeden Fall einzigartig an Saas Fee dürfte die fast ständige Nähe zum Gletscher sein. So müsste z.B. der Feechatz-Lift bei schönem Wetter nochmals eine Stufe eindrücklicher sein. Wegen der Topographie leidet halt die Pistenvielfalt an sich, die vom fahrerischen her spannenden Pisten lassen sich recht schnell abzählen, da suggerieren die vielen Bahnen etwas mehr. Saas Grund gegenüber ist wesentlich kleiner, dafür machen dort die langen Hohsaas-Pisten allesamt mächtig Spass.
Fazit: Saas Fee überbot die Erwartungen nicht, erfüllte sie aber allemal. Und zu diesem Zeitpunkt trotz der längeren Hinreise auch ein sinnvolles Tagesziel.
 
Danke - endlich mal ein Bericht aus Saas-Fee nach gefühlten 20 Z-Reports. :D
Beeindruckende Landschaft.
 
Endlich mal ein Bericht der das Skigebiet von Saas-Fee vorstellt.
Der Bericht von "niemand" galt ja eher den Bahnen, Bergen u. Panoramen, die natürlich verführerisch sind.

Ich kenne Saas-Fee nur vom Wandern. Es ist ja schwer auf den Fotos die unglaubliche Präsenz der Berge über dem Dorf darzustellen.
Zum Skifahren fand ich die Topographie immer eher merkwürdig. Auf deinen Bildern schaut das Gebiet schön aus.
Plattjen hat mir wg. des schönen Gefälles Lust aufs Skifahren gemacht.

Danke - endlich mal ein Bericht aus Saas-Fee nach gefühlten 20 Z-Reports. :D
Speziell für fußkranke Wikinger von einer Insel die demnächst mit Jan Mayen getauscht wird - Sie werden von meinem Rechtsanwalt hören.
 
Puh...ist das hässlich dort. Gut, liegt natürlich auch an den schlechten Lichtverhältnissen, aber das ist schon ordentlich zugebaut. Besonders schlimm finde ich die beiden hohen Stützen dort oben - die machen ja die ganze Szenerie kaputt!

Ich habe leider an meinen Besuch als Kind fast gar keine Erinnerung mehr. Wir waren damals eine ganze Woche dort, damals war die Plattjen Bahn noch ein 2er-Ei, oben stand noch ein Sessellift. Beim Spieljoch war auch noch ein 2er glaube ich, den Feechatz Verbindungslift gabs damals noch gar nicht.

Im Allgemeinen fällt doch auch, dass sie in Saas-Fee ein bisschen zu lange geschlafen haben - jetzt wirds Zeit, wieder zu investieren.
 
Zuerst mal Danke für den Bericht. Und ebenfalls merci dafür, dass kein weiterer Z-Bericht gepostet wurde:-)

Als hässlich würde ich die Bergszenerie rund um Saas-Fee zwar nicht bezeichnen, sondern eher als eindrücklich - namentlich die faszinierende Gletscherwelt, die allerdings auch immer mehr zurückweicht, hat einen ganz eigenen, unverwechselbaren Flair. Ansonsten aber konnte (und kann) ich mich mit Saas-Fee auch nie gross anfreunden. Dieser riesige Kessel, von dem man fast erdrückt wird sowie das Skigebiet, das ich als mässig spannend in Erinnerung habe - das alles macht schon deutlich, wieso Saas-Fee im Direktvergleich mit seinem grossen Nachbarn immer der ewige Nebenbuhler bleiben wird.
 
Arlbergfan schrieb:
Puh...ist das hässlich dort. .........
Da muss ich denn jetzt schon eine Lanze für Saas-Fee brechen. Es hat eine der eindruckstvollsten Szenerien der Alpen. Saas-Fee ist wirklich nicht hässlich.
Klar schaut das auf pianos Foto bei Morenia nach Verhau aus. Aber die Verhältnisse dort sind so gewaltig, dass man von unten betrachtet nur denkt - "in der Mulde vor dem Egginer da ist was"

Ich seh ja Saas-Fee noch nicht mal als Nebenbuhler von Z. Dazu ist es einfach zu klein. Drum auch die krampfhaften Versuche Anschluß an "Matterhornskiparadise" zu bekommen.
Dazu noch die eigentümliche Topographie des Skigebiets. Sozusagen am südwestlichen Innenrand eines riesigen Kraters. Das hat auch zur Folge, dass es lange beschattet ist.
 
Ich war im Februar 10 Tage in Saas Fee.

Es ist richtig: Saas Fee ist beeindruckend! Dieser - wie Fab richtig sagt - offene Krater ist ringsum von " Kraterwänden " umgeben, die den Ort um bis zu 2700 Meter ( Dom ) überragen. Alles locker über 4000 Meter.
Für mich ist es wichtig, dass ich während des Skifahrens immer wieder die Landschaft auf mich wirken lasse. Und da ist Saas Fee insoweit schon einmalig, als dass man unmittelbar an imponierenden Gletschereiswänden, riesigen Kletscherbrüchen und einer Unmenge von Seracs vorbeifährt. Auch die größte Gletscherhöhle der Welt ist einen Besuch allemal wert.

Obwohl das Skigebiet bis 3500 raufgeht, ist es nicht besonders anspruchsvoll oder aufregend, für eine Woche schon etwas wenig, aber es geht, ein Ausflug nach Zermatt lockert die Woche auf.

Ich werde in Kürze mal einige Bilder von den Gletschern einstellen.
 
Fab schrieb:
Endlich mal ein Bericht der das Skigebiet von Saas-Fee vorstellt.
Der Bericht von "niemand" galt ja eher den Bahnen, Bergen u. Panoramen, die natürlich verführerisch sind.

Ich kenne Saas-Fee nur vom Wandern. Es ist ja schwer auf den Fotos die unglaubliche Präsenz der Berge über dem Dorf darzustellen.
Zum Skifahren fand ich die Topographie immer eher merkwürdig. Auf deinen Bildern schaut das Gebiet schön aus.
Plattjen hat mir wg. des schönen Gefälles Lust aufs Skifahren gemacht.

Zustimmung.
Fab schrieb:
Rüganer schrieb:
Danke - endlich mal ein Bericht aus Saas-Fee nach gefühlten 20 Z-Reports. :D
Speziell für fußkranke Wikinger von einer Insel die demnächst mit Jan Mayen getauscht wird - Sie werden von meinem Rechtsanwalt hören.
Wir kommen zu Norwegen ? Interessant, müssen wir dann wohl den Gaspreis erhöhen. ;D
 
Die Berge und Gletscher um Saas Fee sind wahrlich beeindruckend! Danke für den Bericht! Eine kleine Anmerkung hätte ich noch, ist der Skilift unter der Pendelbahn Saas Fee-Felskinn, nicht der noch verbliebene der beiden Egginer Skilifte?
 
Hallo,
danke für den schönen Bericht, der Erinnerungen weckt - so zwischen ca. 1990 und 2005 war ich regelmäßig in Saas Fee. Wenn man mit Skikurs-Kindern unterwegs ist, hat das gegenüber Zermatt den Vorteil, daß man sich mittags bequem im Ort treffen kann.

Erstaunt bin ich über die Aufnahmen von der Felsental-Piste. Die ist mit als spalten-, felsen- und buckeldurchsetzt mit relativ wenig nutzbarer Breite erinnerlich.

Der Morenia-Sessellift deckt eine der imho schönsten Teilstrecken oberhalb des "Kanonenrohrs" ab. Ganz früher lief da ein Tellerlift, aus dem jeder zweite oder dritte beim Einsteigen wieder hinauskatapultiert wurde - für Kinder ziemlich unmöglich. Nach dessen Demontage war dann viele Jahre nur noch die Talabfahrt möglich, wenn man dieses Teilstück gefahren ist.

@qwertzp: Nach meiner Erinnerung liefen die Egginerlifte neben und nicht unter den Stützen (obwohl - vielleicht gab es da die Sektion 2 noch nicht)

@piano: welche der beiden Kanonenrohrpisten bist Du von Morenia ins Tal gefahren? Früher gab es ziemlich direkt unterhalb des Tellerlifts das "alte Kanonenrohr", häufig Blankeis und deshalb gesperrt aber traumhaft wenn offen und ein Stück weiter links (westlich) das "normale" Kanonenrohr.
 
Schön, da freue ich mich auf Ostern.

piano schrieb:
Saas Fee (CH) | 26.3.2011 | High Life

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Allalinhorn (4027 m.ü.M.)

Was sind das eigentlich für Spuren, beziehungsweise wozu dienen diese? Windschutz?
 
Das sind Schneefänger. Damit will man den Schnee bei Wind auf dem Gletscher halten, bzw. damit sich auch neuer Schnee in den Mulden sammelt.
 
Ok, danke für die Antwort. Etwas in der Art habe ich mir vorgestellt. Aber dort oben bringt der Schnee wahrscheinlich nicht sehr viel - wird er dann nach unten auf die Piste verfrachtet?
 
Da gabs ja einige Rückkmeldungen. Ich war ein wenig erstaunt, dass es hier im Forum noch sehr wenige Berichte aus Saas Fee gab. Bislang kannte ich Saas Fee auch von verschiedenen Sommeraufenthalten im Saaser Tal. Mag mich noch erinnern, dass ich beim ersten Mal (Wanderung Felskinn-Britanniahütte-Plattjen) die Gletscherwelt schon sehr beeindruckend fand, und dass damals auch noch deutlich mehr Gletscher da war.

@piano: welche der beiden Kanonenrohrpisten bist Du von Morenia ins Tal gefahren? Früher gab es ziemlich direkt unterhalb des Tellerlifts das "alte Kanonenrohr", häufig Blankeis und deshalb gesperrt aber traumhaft wenn offen und ein Stück weiter links (westlich) das "normale" Kanonenrohr.
Die beiden Kanonenrohrpisten waren die einzigen geschlossenen Pisten. Offen waren dort nur die Ritzi und der Umfahrungs-Ziehweg.

Das mit der Kessellage und dem Seilbahn-"Verhau" ist vermutlich auch der Grund, weshalb mir das Gletschergebiet Mittelallalin fast am besten gefiel, weil man sich dort freier fühlt. Bei den verschiedenen Winterferien gegenüber in Saas Grund war es aber schon interessant zum Beobachten, wie das Skigebiet von Saas Fee mehrheitlich im Schatten blieb, nur Längfluh/Spielboden haben jeweils richtig Sonne. Und dass ich während 4 (oder 5?) Wochen Winter-Ferien in Saas Grund keinen einzigen Tag in Saas Fee verbracht habe, sagt auch einiges aus. Denn in Saas Grund hat man das Gletscher-Erlebnis ja ebenso.

Hier auf die Schnelle noch ein Bild von Saas Grund aus gegenüber, wie von Hildener beschrieben sinds vom gerade noch sichtbaren Dorf bis zum Dom 2750 Höhenmeter:
vw4sq7bq.jpg



Was ich auch noch bemerken wollte: Habe hierzulande noch keine so komplizierte Busstation gesehen wie in Saas Fee. Endstation in der Garage, dann muss man sich für die Rückreise eine Platzreservation besorgen, die dann doch nichts nützt, weil man einfach einen freien Platz wählt. Zudem komplizierte Beschriftungen, 6 "Perrons", obwohl ja alle Busse nach Saas Grund-Visp fahren. :nixweiss:
 
Hallo,
piano schrieb:
Die beiden Kanonenrohrpisten waren die einzigen geschlossenen Pisten. Offen waren dort nur die Ritzi und der Umfahrungs-Ziehweg.
der Ziehweg ist ja nun wirklich nichts gescheites. Aber mit dem Sessellift kann man ja wenigstens wieder rauf und Ritzi runterfahren. Nach Abbau des Tellerlifts war man dort in der Falle und mußte den Ziehweg fahren, wenn die Kanonenrohre zu waren.
 
Bin begeistert von piano`s letztem Bild, da kann man die ungeheuren Ausmaße der Saaser Berge erkennen. Wenn man in Saas-Fee fotographiert, kippen immer die Berge nach hinten und wirken viel kleiner. Unten im Talkessel der graue Fleck ist Saas-Fee.

Hab mal noch mit meiner Spiegelreflex (Dia) etwas weiter unten am Kreuzboden an einem Teich eine ultrakitschige Spiegelung fotografiert. perfekt :D
 
Ich wollte mich nur nochmal kurz rechtfertigen, wieso ich das Adjektiv "hässlich" verwendet habe. Mir ist durchaus bewusst in welcher grandiosen Bergkulisse dieses hochalpine Skigebiet liegt und ich finde Saas-Fee im Grunde genommen auch toll, ich glaube aber, dass man damals in der Erschließungszeit schon eher weniger Wert auf Ästhetik genommen hat, sonst würde es jetzt nicht so aussehen.

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Aber Bilder wie diese hier, haben mir einfach den Eindruck einer Metallwüste in Gletscherlandschaft gegeben, was ich in dem Zusammenhang wirklich als hässlich empfinde. Wären die Stützen nicht so überdimensional hoch, dann wäre das auch wieder ganz anders. Aber auf Grund des Bahntyps ging das nicht anders - schon klar.

Und Emails mit folgendem Wortlaut, muss ich schon gar nicht deswegen erhalten:

gehts noch? Saas-Fee und Umgebung als hässlich zu bezeichnen? hast nen
Knall oder was.
 
:lach: Da bist du jemandem ordentlich auf die Füße gestiegen.
Seh`s dem Schreiber nach. Wenn man etwas liebt überreagiert man auf Kritik.

Wenn man Ausschnitte und dann noch mit Tele fotografiert wirkt (fast) jede Infrastruktur in den Bergen hässlich.
Ich muss mal in Z ne Bildserie von Furi u. dem Trockenen Steg machen, ergänzt von Plan Maison in Cervinia.
So viel geballte Hässlichkeit !
 
Bin ganz der Meinung von Arlberg und Fab: Schön (spreche natuerlich rein subjektiv für mich) sind diese Metallkathedralen in der Tat nicht, schon gar nicht so überdimensionierte Ungetüme wie Masten 4 oder Felskinn. Insofern verstehe ich Arlberg auch, wenn er das Adjektiv "hässlich" verwendet. Dass einem dann in diesem Kontext gleich noch deftige Mails geschrieben werden...tja, was soll man dazu auch sagen...am Besten gleich "into trash" und Schwamm drüber.

Saas-Fee, 1982...ein paar Bilder alte Felskinnbahn:







Die von Fab angeführten Zermatter-Beispiele wie die riesigen Stationskomplexe Furi, Trockener Steg, Testa Grigia oder Plan Maison sind wahrlich auch keine architektonischen Leckerbissen - mit anderen Worten: ziemlich unschöne Erscheinungen. Insbesondere der Bereich Trockener Steg wird - je länger je mehr - mit unschönen Infrastrukturbauten zugemüllt.

Alter Stationskomplex auf Furi, so wie er sich 1982 präsentierte - Fab kann da sicher ein Bild des neuen Verhaus Furi dranhängen:



Stationsverhau Plan Maison oberhalb von Cervinia:
 
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