manitou schrieb:
Willingen braucht dringend den Ausbau der Beschneiung - ohne die nützt auch der schönste K1 nichts. Ich habe mir die ganzen Wochen über aus Oberstdorf die Willingen-Webcams angeschaut und man sieht, wie zunehmend kritischer der Bereich unterhalb von 700m wird. Wenn die oben noch beschneien können, geht unten temperaturbedingt nichts - und das wird in Zukunft nicht besser. Die Schneifenster werden kürzer und man muss in dieser zeit vie Schnee machen können. So gesehen hat Winterberg alles richtig gemacht und die Kassen klingeln nun richtig, wenn andere Skigeiete im Sauerland ausfallen.
Da hast du auf jeden Fall Recht! Trotz neuer Schneileitungen wird sich die Schneesicherheit am Köhlerhagen verschlechtern. Flaschenhälse bleiben die Pumpleistung sowie die Wassermenge.
Lt. Liftler war das letzte Schneifenster im Tal 12 h lang - bei -1,5 °C.
Allerdings halte ich es für übertrieben, dass du hier vorschlägst, den Bereich bis 700 m quasi aufzugeben. Es hat schon immer schlechte Winter gegeben und außerdem gibt es ja auch in machen Jahren Inversionswetterlagen, wo es dann eben genau umgekehrt ist. Ferner muss man auch beachten, dass es in der Winterberger Hochebene immer etwas kälter ist, als in Willingen, wo die meisten Hänge viel windanfälliger sind.
Mir kommt folglich die Idee, den alten Köhlerhagen2-SL stehen zu lassen, da die Schneeverhältnisse im oberen Bereich noch länger besser bleiben. Den alten K1-SL möchte ich gedanklich gern zum alten Ettelsberg SL-verlegen und dort wieder aufbauen.
Kö2-Talstation müsste dann aber zumindest an den Fuß des Steilhangs verlegt werden.
Wie wahrscheinlich es ist, einen 50 Jahre alten Lift, bei dem man noch nicht einmal die Geschwindigkeit regeln kann, an einem neuen Ort aufzustellen, kannst du dir sicher vorstellen

Ich habe bei meinem letzten Besuch am Köhlerhagen am 24.1. auch vorgeschlagen, auf halber Höhe eine einseitige Mittelstation einzurichten, um zumindest in diesem Winter die Anzahl der Betriebstage zu verdoppeln oder gar zu verdreifachen. Der Liftler meinte aber, dies sei zu teuer und würde den Baubeginn um 1-2 Jahre hinauszögern. Daran, dass er nicht an einem weiteren Betrieb des Kö1 interessiert ist, ließ er keinen Zweifel.
Realisitischer als deine Vorschläge (die ja scheinbar ohne einen Parkplatz/direkten Zubringer auskommen müssten) wäre der Bau eines Liftes auf dem Ettelsbergplateau (Kuppe bis Bergstation MGD) als Beschäftigungsanlage für Anfänger (Zubringer: Ettelsberg Seilbahn). Aber ob man heutzutage mit einem SL wirklich noch was erreichen kann?
Übrigens hat auch der "Winterstudien-Papst" Roth von der Hochschule Köln an die Seilbahnbranche den Appell gerichtet, dass die Zeit der Neuinvestitionen in reine Skilifte vorbei sind, weil es u.a. auch einen gewaltigen Bewusstseinswandel hinsichtlich des Skitourismus gibt (siehe Spiegel-online:
http://meurer.es/spiegel/junge-leute-verlieren-die-lust-am-wintersport-a-1189202.html).
Ich habe den Artikel zwar mangels Abo nicht gelesen, aber zumindest im Falle der K1 handelt es sich ja um keine reine Investition in den Wintersport.
judyclt schrieb:
Die werden zwar kaum einen alten SL zerlegen und wieder aufbauen, aber mit den dann drei fiktiven oberen SL Wilddieb, Ettelsberg und K2 plus gescheiter Beschneiung und vielleicht Matten freu die Spur hätte man locker 50% mehr Betriebstage.
Hängt stark von der jeweiligen Wetterlage ab (Inversion, Tauwetter). Und wer will heutzutage in ein reines SL-Gebiet fahren?
Anstatt Geld in veraltete Technologien zu stecken, könnte man anstelle eines neuen SL auch genauso in 20 neue TF10 investieren.
Die Massen hängen trotzdem am flachen und langweiligen Sessel in der Warteschlange rum.
Jedem das Seine...
judyclt schrieb:
"Am Skisprung-Weltcup-Wochende (Freitag, 02.02 - Sonntag, 04.02) sind alle Lifte von 08.30 - 16.30 geöffnet. "
Woher wissen die in Willingen heute schon, dass nächstes Wochenende alle Lifte laufen?
Gute Frage

Wurde aber inzwischen auf der HP angepasst, sie hoffen, möglichst viele Anlagen in Betrieb nehmen zu können und diese werden dann unabhängig vom Skispringen laufen.