Mal ein Rückblick auf die vielleicht besucherstärkste Woche in Winterberg überhaupt:
Bereits am Donnerstag gab es auf der Nebenstrecke über Siedlinghausen-Silbach einen Rückstau bis nach Silbach rein. Da hat es zuvor nie gegeben, nur vor Jahren als der Windbruch die Bundesstraße von Olsberg nach Niedersfeld erwischt hatte und ein paar Stunden dort gesperrt war. Also, auf der Nebenstrecke bis Ortseingang Winterberg schon 6 km Stau.
Geparkt wurde wo es erlaubt und vor allem, wo es nicht erlaubt war. Zum Glück ist da nichts schlimmes passiert, denn trotz Halteverboten wurden Zufahrtsstraßen links und rechts beparkt, da wäre ein Krankenwagen gar nicht oder mit großer Verspätung durchgekommen. Aber soll man abschleppen? In dem Verkehr, zwecklos. Da hängen am Abend 10 Autos am Haken, es hätten 100 sein müssen. Und die freie Lücke wäre sofort wieder genutzt worden.
Unterm Strich hätte man in Winterberg auch noch zwei weitere Großraumparkplätze haben können, die wären auch locker voll geworden. Aber nicht nur die Situation auf den Straßen und Parkplätzen war völlig überspannt, auch im Skiliftkarussell selbst hatten die sonst doch recht gelassenen Verantwortlichen etwas "Schweiß auf der Stirn".
Um es abzukürzen, in der letzten Woche waren viel zu viele Besucher da. Das Winterberger Skigebiet kann pro Stunde rd. 37.000 Personen befördern, den alten Rekord von 15.000 Skipässen/Tag hat man sicherlich übertroffen. Braucht man kein Rechenkünstler zu sein, der Besucher macht rund 2 Fahrten pro Stunde und wartet in unendlichen Schlangen auf die Bratwurst oder sogar den WC-Gang. Das macht keinen Spaß!
Wie man das Problem lösen kann? Nun ja, morgen ist Montag, Ende der Ferien, alles erledigt. Nein, im Ernst, man müsste eigentlich den Ticketverkauf begrenzen. Wird vielleicht demnächst über einen Vorverkauf zu realisieren sein, Handy App oder so was. Für kurzentschlossene Besucher ist dann kein Platz mehr. Klingt hart, aber was sage ich denn dem Familienvater, der nach zwei Stunden seine Ski zurück in den Verleih gebracht hat, weil er keinen Parkplatz finden konnte?
Es gab auch Hinweise nach dem Motto "schickt die Gäste nach Alt- und Neuastenberg, Züschen und Niedersfeld". Gut gemeint, wollen aber viele Gäste nicht und abgesehen von der Postwiese in Neuastenberg waren die Schneeverhältnisse in der Dörfern nicht prickeld, ziemlich mau, ehrlich gesagt.