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Schigebiete in Österreich I

Welches Großraumschigebiet in Österreich hat die besten Liftanlagen?

  • Skicirucs Saalbach Hinterglemm

    Stimmen: 1 25,0%
  • Hochzillertal

    Stimmen: 0 0,0%
  • Sölden

    Stimmen: 0 0,0%
  • Zillertal3000

    Stimmen: 0 0,0%
  • Zillertal Arena

    Stimmen: 0 0,0%
  • SkiWelt Wilder Kaiser

    Stimmen: 0 0,0%
  • Ischgl - Silvretta Arena

    Stimmen: 3 75,0%

  • Umfrageteilnehmer
    4
Respekt, Respekt!
Ein objektiver Vergleich zwischen Skigebieten kann mit diesen Kennzahlen zweifellos erfolgen. Natürlich wird - wie erwähnt - lediglich die Qualität der Aufstiegshilfen berücksichtigt, wobei es durchaus bei gesteigerten Kapazitäten in diesem Bereich zu einer (dzt. nur subjektiv bewertbaren) Qualitätsverschlechterung bezüglich der Abfahrten kommen kann (aber davon noch später).
Schön kann man bei dem Vergleich erkennen, daß (auch im Verhältnis zu den angeführten französischen SKigebieten) beispielsweise Ischgl einen weitaus höheren Anteil an "schnellen" Aufstiegshilfen hat.
Was mir nicht ganz klar ist, warum in der Tabelle im Download bei den PHm-Werten die SLs als nicht berücksichtigt angeführt werden. Davon hab ich im Text nichts gefunden, in Ischgl ist das wahrscheinlich ziemlich egal für die Gesamtkapazität, aber in SHL gibt´s ja doch noch einige SLs.
Nun aber nochmals zurück zu dem Problem mit den Abfahrten. Nachdem ich Lifte zwar schätze, aber sie letztendlich doch nur Mittel zum Zweck für das Erreichen der Ausgangspunkte der Abfahrten sind, müßten für die Gesamtbewertung eines Skigebiets die Abfahrten in irgendeiner Form berücksichtigt werden. Gerade in Ischgl hab ich heuer wieder erlebt, daß für mich die Qualität des Skifahrens mit der ANzahl der hinaufgebaggerten Personen sinkt und sich damit reziprok zu den in den Formeln errechneten Kennzahlen verhält. Aus diversen Diskussionen über die oft sehr phantasievoll angegebenen Abfahrtslängen in den einzelnen Gebieten fällt dieser Parameter als zu verwendende Kennzahl leider aus, zumindestens so lange, bis eine gemeinsame gültige NOrm für die Berechnung der Abfahrtskilometer gefunden wird.
Es gibt jedoch noch eine andere Kennzahl, die (soweit verfügbar, und da bin ich mir nicht so sicher) einen zweifellos viel besseren Kennwert darstellt, nämlich die Pistenfläche. Bei gleicher Länge bietet etwa eine doppelt oder 4 mal so breite Piste natürlich besseren Komfort.
Man sollte daher neben dem PHm - Wert auch einen PHh - Wert ausrechnen, wobei PHH für Personen pro Stunde pro hektar Pistenfläche steht und damit eine Aussage über die Dichte des Verkehrs auf den Pisten macht. Im Gegensatz zu den PHM-Werten sind hier natürlich niedrige Werte anzustreben.
In einem letzten Berechnungsschritt könnte man nun den Quotienten aus PHM und PHH bilden, und dieser Wert würde nun meiner Ansicht nach etwas über die Gesamtqualität aussagen, da dann die Werte von Gebieten mit hohen PHM-Werten durch vergleichsweise hohe PHH-Werte (wenn zu wenig Pistenfläche für die transportieten Skifahrer vorhanden ist) relativiert würden.
Was aber bei dieser Berechnung noch immer nicht berücksichtigt wurde, ist der freie Skiraum, der sich wohl noch schwieriger quantifizieren läßt.
 
gerrit schrieb:
Es gibt jedoch noch eine andere Kennzahl, die (soweit verfügbar, und da bin ich mir nicht so sicher) einen zweifellos viel besseren Kennwert darstellt, nämlich die Pistenfläche. Bei gleicher Länge bietet etwa eine doppelt oder 4 mal so breite Piste natürlich besseren Komfort.

Das dürfte IMHO in etwa der Ansatz sein, der u.a. in Südtirol verfolgt wird. Für jeden Lift wird nur eine bestimmte maximale Förderleistung genehmigt, die der Betreiber ausschöpfen kann. Dabei wird v.a. die Anzahl und Fläche vorhandener Pisten berücksichtigt.
 
Danke für die Rückmeldungen. Wenn ich dazu komme, rechne die Werte für SFL auch mal aus.

SL habe ich bei der PHM-Berechnung nicht berücksichtigt, weil es mir teilweise etwas zu mühsam geworden wäre. Durch die vielen SL mit durchaus ansehnlichen Kapazitäten würde SHL meiner Einschätzung nach wieder im Bereich von Ischgl liegen.

Die von gerrit vorgeschlagenen Kennziffern fände ich auch höchst interessant, nur fehlen mir die notwendigen Datengrundlagen zu diesen Berechnungen.
Bei diesen letztgenannten Kennziffern schneiden sicherlich die US-Skigebiete sehr gut ab, die ja pro Lift immer sehr viel Pistenfläche anbieten, was man der Pistenqualität und und dem Erholungswert deutlich anmerkt. Auch in diesem Punkt sollten die frz. Gebiete vor den österreichischen liegen, was wiederum erklären würde, warum so viele von uns trotz der erkennbaren technischen Rückstände immer wieder gerne hinfahren. Beim freien Skiraum (ohne Pisten) sollte es sich ähnlich verhalten, ist aber, wie erwähnt, schwierig zu quantifizieren.
 
Ich habe auch eindeutig für Ischgl gestimmt, da das Gebiet, von denen die ich kenne, die modernsten Lifte hat.
 
Ich lese immer wieder bei manchen Skigebieten Hinweise auf die Größe der Pistenflächen, ich bin mir sogar ziemlich sicher, daß überall Zahlen über die Pistenflächen vorhanden sein müssen (die werden sicher auch Kennzahlen brauchen, um den Pistenpräparationsdienst zu plandn), vielleicht sollte man einfach mal per mail versuchen, die Daten zu erhalten.
 
super idee marius,

ich habe mir erlaubt mal dein system zu "klauen" und rechne gerade für einige skigebiete in vorarlberg und tirol sowie südtirol rum. die ergebnisse wären ggf. in ein extra topic zu posten, denke ich ...

und weil ichs mir nicht verkneifen kann, muss das einfach sein:


Golm, Montafon

= 8 Liftanlagen
= 3 schnelle Hauptanlagen 3.095.000 PHm
= 3 KSB (2 x 4er, 1 x 6er); 4.67 PPS 3.005.680 PHm
= 1 SB (1 x DSB); 2 PPS 568.800 PHm
= 1 SL Summe: 15.840 PHm

= 75% Express-Anlagen
= 50% KSB-Anteil; 4.67 PPS
= 12.5% SB-Anteil; 2 PPS

aufsummierung:
6.685.320 Phm
:P

DAMIT STEHT DER SIEGER WOHL FEST *lol*

ab nächsten Winter wahrscheinlich 87.5 % expressanlagen anteil *hrhr*
 
@gerrit: die geben die zahlen nicht freiwillig heraus, weil dann zum beispiel beim stubai ganz schnell eine seifenblase platzen könnte! stell dir doch mal vor: die werben mit hunderten von pistenkilometern, und was haben sie? 30 ha. zu präparierende fläche ...

ne ne ne
 
Ich lese immer wieder bei manchen Skigebieten Hinweise auf die Größe der Pistenflächen, ich bin mir sogar ziemlich sicher, daß überall Zahlen über die Pistenflächen vorhanden sein müssen

Die Raumordnungsämter haben solche Daten sicher.

und weil ichs mir nicht verkneifen kann, muss das einfach sein:

Bitte! Nur hast du insofern eine kleine Inkonsitenz in deiner Aufstellung, als dass du die 3KSBs am Golm sowohl zu den "Hauptanlagen" als auch zu den KSBs zählst und am Schluss die Aufsummierung der Gesamt-PHm-Kap vergessen hast.
Aber ansonsten ist der Golm ein sehr gutes Beispiel, dass in kleineren Gebieten einfach viel leichter sehr hohe Werte zu erreichen sind. Die PHm-Relation zu Ischgl rückt dann die Größenrelation wieder zurecht.
 
Wenn man Gebiete mit nur einem Lift oder so mal weglässt, dürfte der absolute Alpensieger ab Weihnachten 2005 wohl definitiv der Kronplatz sein:

19x EUB (circa, kommt drauf an wie man die Sektionen zählt)
5x KSB
1x SB (Rara ist leider fixgeklemmt :oops: )

=> 96.2 % Expressanlagen :D
=> 83.3 % KSB-Anteil
 
SFL hat laut Tiroler Liftstatistik 2004 19.649.000 Phm/h, allerdings ohne Pezidbahn.

Ich habe auch irgendwo auf meinem Rechner die Gesamtoberfläche der Pisten in ha pro Tiroler Skigebiet, kann es aber jetzt nicht finden :-/
 
Interessante Diskussion !
Offizielle Angaben zur Pistenlänge der Tiroler Skigebiete finden sich im "Tiroler Seilbahn- und Skigebietsprogramm 2005". Der Stubaier Gletscher ist dort z.B. mit 36,2km vermerkt, Ischgl-Silvretta mit 118,5km.

Neben rein skigebietsbezogenen Kapazitätsindizes könnte man natürlich zusätzlich die vorhandene Bettenkapazität (im Ort/im Umkreis) mit berücksichtigen (und eventuell noch die "Gefahr" von Wochenendtagestouristen). Dadurch erhält man einigermassen einen Überblick über den potentiellen Andrang und wie dieser im Verhältnis zu den Beförderungskapazitäten steht. Bei meinen persönlichen Urlaubsstandortwahlentscheidungen versuche ich das - neben hunderten anderen, meist subjektiven Variablen - mit zu berücksichtigen.

An sich müssten die offiziellen Pistenflächen - wie Marius angemerkt hat -bei den Raumordnungsstellen der jeweiligen Bundesländer (in Österreich ist Raumordnung im wesentlichen Landessache) zu finden sein.
 
Danke für den Link. Die letzte gesamtösterreichische Statistik, die veröffentlicht ist, stammt aus dem Jahr 2001/2002. Ich liege dem Herrn in Wien schon seit einigen Wochen in den Ohren, endlich mal voran zu kommen...

Korrekterweise müsste man tatsächlich bei den Ischgler-Werten die Samnauner Anlagen rausrechnen, andererseits, wenn man über die funktionale Verflechtung argumentiert, gehört Samnaun sowieso eher zu Tirol als zu Graubünden... :D

SFL hat 19 Mio. PHm? Beachtlich. Man sieht aber, dass sie damit alpenweit nicht wirklich in der Champions League spielen und österreichweit noch von einigen Gebieten übertroffen werden. Allein Val Thorens ist also größer als SFL... (ob von der Pistenfläche auch wäre natürlich sehr interessant)
 
@Marius: Du hast eine echt tolle Aufstellung gepostet!
Aber leider warst du nicht ganz ehrlich bzw. hast nicht ganz genau recherchiert. Die Internet-Site der Silvretta Arena weist 15 Schlepplife, und nicht nur sechs aus!!!

Ich habe jetzt für SHL die SL-Anzahl ausgerechnet. Ich komme auf acht Anlagen. Alle Lifte, die weniger als hundert Höhenmeter machen oder reinen Übungszwecken dienen und sich teilweise in den Orten befinden und gar nicht an den Skicircus angeschlossen sind, habe ich nicht berücksichtigt. So komme ich auch nur auf acht Anlagen. Das heißt aber noch immer nicht, dass ihre Pisten nicht auch von Express-Anlagen bedient werden, was aber für die Statistik keine Rolle spielt. Die drei neuen Bahnen, die im Sommer gebaut werden (2 mal 6KSB, 1 mal 8EUB) habe ich ebenfalls berücksichtigt.

Das Ergebnis sieht man im Anhang. Anhand der zweiten hellblauen Spalte erkennt man, dass der subjektive Eindruck nicht täuscht, und SHL zweifelsfrei ein äußerst modernes Schigebiet ist.
Es stellt sich die Frage, warum man es einem Schigebiet ankreiden soll, wenn es viele Übungslifte in Talnähe anbietet, die von halbwegs guten Schifahrern niemals auch nur angeschaut werden. Es ist doch eher ein Qualitätsmerkmal, wenn versucht wird, die Anfänger im Tal oder außerhalb des Großraumschigebietes zu halten.

Es scheint sich nun alles auf die Frage zu reduzieren, was mehr Wert ist: Sechs "schnelle Hauptanlagen" und drei SBs, oder 10KSBs. Ist man für die erste Alternative, wird man SHL als das modernste Schigebiet erachten, tendiert man zur zweiten Möglichkeit, stimmt man eben für Ischgl.
 

Anhänge

... da sag ich nur "Glaube keiner Statistik die Du nicht selbst gefälscht hast"...
:wink: :lol:
 
Gegen die 96% kommt ihr aber alle eh nicht an, von dem her... :wink:
(und ja, da sind Übungslifte mit dabei)
 
Jens schrieb:
... da sag ich nur "Glaube keiner Statistik die Du nicht selbst gefälscht hast"...
:wink: :lol:
Meinst du mich? Ich habe nichts gefälscht! In Ischgl gibt es laut Betreiber tatsächlich 15 Schlepplifte. Du kannst ja selber nachsehen.
 
master00max schrieb:
Jens schrieb:
... da sag ich nur "Glaube keiner Statistik die Du nicht selbst gefälscht hast"...
:wink: :lol:
Meinst du mich? Ich habe nichts gefälscht! In Ischgl gibt es laut Betreiber tatsächlich 15 Schlepplifte. Du kannst ja selber nachsehen.

Ne ich meine das eigentlich allgemein und ironisch deshalb auch den :wink: und :lol:
 
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