Jens
Eiger (3970m)
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master00max schrieb:...
@Gerrit: Danke für den Typen-Vergleich!
Ich glaube aber nicht, dass die Annahme, dass die Fahrzeit der Pendelbahnen nur die Hälfte der Fahrzeit von Umlaufbahnen beträgt, zulässig ist. Das räumt sogar die Ischgl-Webseite ein.
Die Fahrzeit dauert vom Anfahren der Gondel bis zum Halten der Gondel. Und bei Pendelbahnen werden die ersten bzw. die letzten Meter der Strecke im "Schneckentempo" zurückgelegt. Erst wenn die Kabine weit genug von der Station entfernt ist, dass sie durch Windböen diese nicht mehr streifen könnte, kann auf die Geschwindigkeit von 10 m/s beschleunigt werden. Daher schrumpft der Fahrzeitvorteil von 100 % gegenüber einer EUB gewaltig.
Beispiel:
Luftseilbahn Samnaun (80er Pendelbahn)
Schräge Länge: 2300 m
Fahrzeit: 6,0 min
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 6,4 m/s
Die Durchschnittsgeschwindigkeit der Pendelbahn auf ihrer Bergfahrt ist demnach also um ganze 3,6 m/s geringer als die Angabe der Geschwindigkeit von 10 m/s suggeriert. Die Angaben habe ich von der offiziellen Betreiberseite. Es kann jeder selbst nachrechnen, der es nicht glaubt.
Für die neuere Pendelbahn (180er Kabinen) sieht die Rechnung kaum besser aus. Hier dauert die Fahrt auch nur 18 Sekunden kürzer. Es ergibt sich eine Geschwindigkeit von 6,7 m/s.
Jetzt musst Du nur noch errechnen um wieviel die schräge Länge einer PB kürzer ist als die schräge Länge einer EUB an gleicher Stelle. Denn die Seile der PB können in realtiv direkter Linie zur Bergstation verlaufen. Die EUB muss wegen einzuhaltender Abstände zum Boden dem entsprechenden Geländeverlauf entlang geführt werden und damit muss die EUB wiederum mehr Strecke zurücklegen. AUsserdem ist die EUB-Kabine in der Station ja auch langsamer.