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Schneeketten-Alternative Österreich

Ob textile Schneeketten was taugen kann ich nicht beurteilen, aber ist ja eh hinfällig, so lange sie in A nicht zulässig sind, wenn Ketten gefordert sind.
 
Schmiddi schrieb:
Deswegen schreib ich ja das der Hersteller das letzte Wort hat....

Ob es Sinnvoll ist dann mit einem solchem Fahrzeug extreme Straßenbedingungen zu fahren sei jedem selbst überlassen.
Und wenn dein Heck ausbricht warst du zu 90% einfach nur zu schnell weil in solchen Situationen fährt man Schrittgeschwindigkeit mit möglichst viel Motorbremse.....

Nur jetzt zurück zum Thema

Ne. Sorry Das kann ich so nicht stehen lassen.
Bitte bitte rede mit jemanden der sich mit Fahrdynamik wirklich auskennt wenn Du mir nicht glaubst.
Die Hinterachse ist fahrdynamisch viel wichtiger als die Vorderachse. Wenn zb. nur 2 Reifen ausgetauscht werden gehören die deswegen IMMER auf die Hinterachse. Alles andere ist höchst gefährlich!
Auch Motorbremse kann brisant sein, insb. bei Hecktrieblern. Am besten ist es dsher im Zweifel ausgekuppelt Bremsen und das ABS seinen Job machen zu lassen.

Im Fall mehr Grip auf der Hinterachse kannst Du nicht gut lenken hast aber noch Zeit zu Bremsen und dann noch die Kurve zu bekommen.
Im anderen Fall überholt Dich dein Heck und da ist sehr schnell nix mehr zu retten...

Genau aus diesem Grund ist auch die Grundauslegung jedes PKWs erstmal untersteuernd ausgelegt und nicht übersteuernd!
 
Bei einer Leasingkarre kann ich nachvollziehen, dass du da nicht viel Geld in Ketten investieren möchtest. Andererseits wird man gescheite Markendinger doch sicher über Kleinanzeigen zu einem brauchbaren Kurs auch wieder los. Wäre glaube ich eher meine Variante, anstatt mit Billigdingern rumzuhampeln.
Und dann kommt es ja noch darauf an, ob und wo und wie oft du potenziell kettenpflichtige Strecken fährst. Wenn's nur wie beschrieben die letzten paar hundert Meter zum Haus sind...

Zum Thema Fahrdynamik möchte ich das von ralleycorse Geschriebene unterstützen, da ich neulich ein Wochenende auf dem ATP Gelände in Papenburg war und die dortigen Erklärungen der Instruktoren im Grunde genommen es auch so ausdrückten. Wenn auch kein Schnee lag :lach:
 
ralleycorse schrieb:
Schmiddi schrieb:
Deswegen schreib ich ja das der Hersteller das letzte Wort hat....

Ob es Sinnvoll ist dann mit einem solchem Fahrzeug extreme Straßenbedingungen zu fahren sei jedem selbst überlassen.
Und wenn dein Heck ausbricht warst du zu 90% einfach nur zu schnell weil in solchen Situationen fährt man Schrittgeschwindigkeit mit möglichst viel Motorbremse.....

Nur jetzt zurück zum Thema

Ne. Sorry Das kann ich so nicht stehen lassen.
Bitte bitte rede mit jemanden der sich mit Fahrdynamik wirklich auskennt wenn Du mir nicht glaubst.
Die Hinterachse ist fahrdynamisch viel wichtiger als die Vorderachse. Wenn zb. nur 2 Reifen ausgetauscht werden gehören die deswegen IMMER auf die Hinterachse. Alles andere ist höchst gefährlich!
Auch Motorbremse kann brisant sein, insb. bei Hecktrieblern. Am besten ist es dsher im Zweifel ausgekuppelt Bremsen und das ABS seinen Job machen zu lassen.

Im Fall mehr Grip auf der Hinterachse kannst Du nicht gut lenken hast aber noch Zeit zu Bremsen und dann noch die Kurve zu bekommen.
Im anderen Fall überholt Dich dein Heck und da ist sehr schnell nix mehr zu retten...

Genau aus diesem Grund ist auch die Grundauslegung jedes PKWs erstmal untersteuernd ausgelegt und nicht übersteuernd!

Danke für deine Argumentation.
Es ist nur für mich meine Persönliche Erfahrung welche ich hier wiedergebe (bei meiner Arbeit fahren wir öfters verschneite, rutschige Waldwege etc. und wenn nicht 4x Schneeketten aufgezogen werden sondern nur ein Paar, dann kommen sie IMMER erst auf die Vorderachse egal ob hoch oder runter und damit sind wir seit Zeiten unfallfrei unterwegs
Und bei Gesprächen unter Kollegen Stimmt da jeder zu :roll:
Und bezüglich Motorbremse: das ist bei uns im tiefen Allgäu der erste Tipp den jemand bekommt wo nicht oft solche Situationen fährt. Selbst schon ausprobiert oben an einer Kuppe noch im fast ebenen Abgebremst und erster Gang rein und dann rollen lassen, bei einer passenden Übersetztung musst du dann kein einziges mal Bremsen und so ohne Probleme runter gekommen.
P.S. und alle die, die dir so etwas im Allgäu erzählen fahren regelmäßig in solchen Bedingungen und komischerweise kenn ich keinen von denen wo ein Wagen mal ne Leitplanke geküsst hätte)
 
judyclt schrieb:
Bei einer Leasingkarre kann ich nachvollziehen, dass du da nicht viel Geld in Ketten investieren möchtest. Andererseits wird man gescheite Markendinger doch sicher über Kleinanzeigen zu einem brauchbaren Kurs auch wieder los. Wäre glaube ich eher meine Variante, anstatt mit Billigdingern rumzuhampeln.
Und dann kommt es ja noch darauf an, ob und wo und wie oft du potenziell kettenpflichtige Strecken fährst. Wenn's nur wie beschrieben die letzten paar hundert Meter zum Haus sind...

Zum Thema Fahrdynamik möchte ich das von ralleycorse Geschriebene unterstützen, da ich neulich ein Wochenende auf dem ATP Gelände in Papenburg war und die dortigen Erklärungen der Instruktoren im Grunde genommen es auch so ausdrückten. Wenn auch kein Schnee lag :lach:

Ich glaube nicht das astrakid eine Ralley mitfahren möchte, da bitte ich schon zu unterscheiden ob ich jetzt möglichst Schnell solche Strecken fahren möchte oder
unter normalen Autofahrkenntnissen. Fragt einfach mal Einheimische in solchen Regionen weil die Erfahrung machts mit Alltagsautos nicht irgendwelche Theorien oder versuche mit irgendwelchen Speziellen Ralleyfahrzeugen

Für den Motorsportbereich Okay glaub ich das euch sofort aber nicht im Alltag
 
Da war ich mit einem alten 130i und einem 991GTS. Insofern zwar nicht Rallye, aber Spaß auf Asphalt statt Schnee im Alltag. Da liegst du schon richtig.

Im Alltag wird er wahrscheinlich merken, dass ein gutes AWD BEV mit guten Winterreifen viel besser im Winter klarkommt, als man denkt.
 
Neben Allradantrieb mit Sperre hat mein KFZ sogar einen Bergabfahrassistent an Bord. Eines der besten Gimmicks, wo du in den Bergen gebrauchen kannst.
 
Ein Blick in die Zulassung der Felgen verrät darüber hinaus, ob die überhaupt für Schneeketten zugelassen sind. Für Alufelgen gibt es spezielle Clipse, welche einen direkten Kontakt der Felge mit der Kette verhindern. Bei entsprechender Vorhersage ist es ratsam, das Anlegen der Ketten schon mal im trockenen zu üben. Ein paar dünne Handschuhe vermeiden dann allzu kalte Finger und eine Taschenlampe mit Magnetfuß kann auch hilfreich sein, wenn man bei Dunkelheit und Schneetreiben die Ketten anlegen muss.
 
Ist interessant, was hier geschrieben wird. Aus meiner Sicht hat jeder so ein bisschen Recht. Es kommt halt auf den Bedarf an und da kann die Lösung dann unterschiedlich sein.
Ich fahre mittlerweile schon seit knapp 40 Jahren mit Schneeketten mit den unterschiedlichsten Fahrzeugen (Front-, Hecktrieblern, Allrad inkl. Bergabfahrprogrammen) und Schneeketten (mit Stahlring, zum Einhängen, verstärke Ketten, fixiert auf Radnarbe, etc.). Brauche sie im Winter fast wöchentlich; beim Allrad eigentlich nur zum Bergabfahren. Rauf' kommt man immer. Im schlimmsten Fall bleibt man hängen und handelt sich den Zorn für die blockierte Straße ein. Bergab geht's dann ohne nicht so glimpflich; da ist man dann schnell beim Straßenende und macht einen Abflug... Bei mir in der Gegend stürzt mindest. jedes Jahr einer ab.
Es ist halt ein Unterschied, ob ich die Schneeketten auf einer gut ausgebauten (und meistens geräumten) Landstraße mit Leitplanken benötige oder auf einer einspurigen kleinen Bergstraße mit Serpentinen, ohne Leitplanken und Skipistenquerungen. Für meinen Fall trifft Letzteres zu. Zum Abfahren sind mir persönlich die Ketten vorne auch lieber, weil dann u. a. der Wagen nicht so leicht bei Spurrillen vorne hängen bleibt und sich dann quer legt (insbesondere bei langen und schweren Fahrzeugen). Bei vielen Fahrzeugen geht das aber nicht, weil zu wenig Platz im Kotflügel. Grundsätzlich zählt da immer das, was ein Hersteller an gibt. Bedenken sollte man aber auch, dass manche Fahrzeuge eine lenkende Hinterachse haben. Da wird's mit Ketten auch öfters "eng".
Für mich zählen solche Sachen wie die beschriebene Reifensocke eher als Anfahrtshilfen und ersetzen in keinem Fall "richtige" Schneeketten.
Auch die Bergabfahrprogramme sind ein zweischneidiges Schwert. Damit ist eher ein "kontrolliertes Rutschen" möglich. Positiv dabei ist, dass so eine kleine Bergstraße oft einseitig hängt und man manuell nicht jedes einzelne Rad separat bremsen kann, um den Wagen wieder in die Spur zu bekommen. Das ist beim Abfahrprogramm schon gut. Nachteil: Man kann nicht einfach stehen bleiben, wenn bei einer einspurigen Straße jemand entgegenkommt. Da hat man einen viel längeren "Bremsweg". Auch Ausweichen und sich aneinander vorbeiquetschen ist ziemlich tricky, um nicht in den anderen quer reinzurutschen. Da fahre ich lieber gerade rückwärts in die nächste Ausweiche und warte bis der Anderen vorbei fährt (oder in mich reinrutscht; da bin ich aber dann gestanden und der Andere gefahren). Abgesehen davon ist das aber eh sehr theorethisch, weil mittlerweile immer weniger rückwärts fahren können (aber das ist eine andere Diskussion). Auch das "kontrollierte Rutschen" hat den Nachteil, dass irgendwann die Straße bei einer Serpentine zu Ende ist ... und dann geht's bergab...
Bedenken sollte man auch, dass Schnee nicht gleich Schnee ist. Bei -30 Grad geht gut ohne Schneeketten. Da sind die Kristalle so offen und der Schnee so stumpf, dass man fast wie auf Teer fährt (außer der Schnee ist tiefer). Ticky ist da eher um den Taupunkt (was hier eher der Fall ist und je nach Höhenmeter auf einer Straße ziemlich unterschiedlich sein kann). Auch ob es reiner Naturschnee oder Maschinenschnee von der angrenzenden Skipiste ist, der rüber geweht ist.
Und wie heißt's so schön: Der erste und der letzte Schnee ist der Gefährlichste!
 
ralleycorse schrieb:
Die Hinterachse ist fahrdynamisch viel wichtiger als die Vorderachse. Wenn zb. nur 2 Reifen ausgetauscht werden gehören die deswegen IMMER auf die Hinterachse. Alles andere ist höchst gefährlich!
Auch Motorbremse kann brisant sein, insb. bei Hecktrieblern. Am besten ist es dsher im Zweifel ausgekuppelt Bremsen und das ABS seinen Job machen zu lassen.

Im Fall mehr Grip auf der Hinterachse kannst Du nicht gut lenken hast aber noch Zeit zu Bremsen und dann noch die Kurve zu bekommen.
Im anderen Fall überholt Dich dein Heck und da ist sehr schnell nix mehr zu retten...
Nja, insbesondere Bergabwärts kann die Vorderachse mehr als 2/3 Bremskraft übertragen (dynamische Radlastverteilung), aber nur wenn da gute Reifen oder Ketten drauf sind. Was bringt es wenn hinten die Spurgehalten wird aber nicht mehr abbremsen kansst weil vorne kein Gripp da ist? Vorne volle Bremswirkung, warum soll da das Heck ausbrechen, das Rad blockeirt nicht beim Bremsen dank ABS und beim Rollen bricht nix aus. Natürlich wenn man zu schnell in die Kurve fährt, aber umgekehrt rauschst du dann halt geradeaus... aus der Kurve. Also besser gut abbremsen und langsam durch die Kurve, und das ist besser mit besseren Reifen vorne.
 
könnten wir konsequenterweise den Thread von „Schneekettenalternative: Textilschneeketten“ mal umbenennen in: „Fahrdynamik bei Schneeketten an Vorder- oder Hinterachse auch bei Allrad im Grenzbereich eines (Fast-) Gruppe B Rallye Autos“? :roll:
Da hier offensichtlich niemand eine Ahnung hat ob Textilketten in AT zugelassen sind…
 
valdebagnes schrieb:
könnten wir konsequenterweise den Thread von „Schneekettenalternative: Textilschneeketten“ mal umbenennen in: „Fahrdynamik bei Schneeketten an Vorder- oder Hinterachse auch bei Allrad im Grenzbereich eines (Fast-) Gruppe B Rallye Autos“? :roll:
:D

Als Besitzer eines Gruppe A Homologationsfahrzeuges aus der Ära kurz nach der dem Ende der Gruppe B :wink: muss ich hier auch noch mal meinen Senf dazugeben.
Vieles was hier geschrieben steht bzw. spurstabilisierender Hinterachse ist ja generell richtig und es stimmt, dass das bessere Profil bei einem straßenverkehrszugelassenen Auto immer hinten sein sollte, aber wie oben auch schon angemerkt spielt das bei der Nutzung der Schneeketten einer eher untergeordnete Rolle. Der Schneekettenbetrieb ist ja bis maximal 50km/h erlaubt, und da spielen hohe Kurvengeschwindigkeiten, die eine maximale Längsstabilität erfordern kaum eine Rolle, sondern es ist in erster Linie der Grip auf der Antriebs- bzw. der Bremsachse wichtig, die die Hauptbremsleistung erbringt. Natürlich kann man auch bei Schnee bei 50km/h oder darunter ein Auto zum Ausbrechen an der Hinterachse bekommen, aber wem das bei Schnee (unbeabsichtigt) passiert, der hat generell nicht verstanden wie man bei Schnee fahren sollte...
 
gibts irgendwo einen Routenplaner der Schneekettenpflicht anzeigt?

wenn ich Sölden Schneekettenpflicht bei google eingebe kommt nur Hochsöldenstraße. kurz vor Sölden habe ich aber ein Schild gesehen.

leider kann ich nur Schneesocken aufziehen.
 
Verkehrclubs der Alpenländer betreiben Routenplaner, auf denen Du auch Verkehrsinfos findest. Der ÖAMTC hat einen Routenplaner, da kannst Du mal reinschauen, ob der auch aktuelle Verkehrsinfos zur Schneekettenpflicht anzeigt. Analog für die Schweiz gibt es den Routenplaner vom TCS. Da ich in den letzten 15 Jahren genau einmal Schneeketten anlegen musste, habe ich mich da noch nie weiter dafür interessiert. Selbst Strecken wie etwa nach Arosa oder die Zufahrten zum Lötschbergtunnel werden bei Schneefall meist rasch wieder geräumt. Da sich der Status stündlich ändern kann, hilft eh nur eine laufende Aktualisierung und der Verkehrsfunk.

Bei Detailinformationen würde ich mich auf regionale Seiten verlassen. Verkehrsinfos z.B. für das Wallis findest Du auf der deren Regionalseite.
 
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