Was mir auffällt, dass hier noch gar nicht drinne steht, ist ein Seilbahnunglück im slowakischen Tatranská Lomnica. Die Pendelbahn zum Skalnaté Pleso war BJ 1937 und bis 2005 in Betrieb, wohl aber in den letzten Jahren kaum.
Zitat:
http://www.vlaky.net/zeleznice/spravy/003616-Zacala-sa-demontaz-visutej-lanovky-na-Skalnate-Pleso/
Dňa 15. septembra 1973 došlo na visutej lanovke k nehode, ktorá si vyžiadala 1 ľudský život. Pri tejto nehode padol voz č. 1 na prudký svah pod lanovkou, zhruba 150 metrov pod stanicou Skalnaté Pleso. Ako sa po nehode ukázalo, príčinou nehody bolo napínacie lano nosného lana v stanici Štart. Toto lano sa menilo v roku 1958. Pred výmenou bolo ako napínacie lano použité lano šesťpramennej konštrukcie, ktoré bolo vymenené za viac-vrstvové lano typu Herkules. Tento typ lana je vinutý v niekoľkých vrstvách, pričom viditeľná je len jeho vrchá vrstva. To čo sa skrývalo pod povrchom sa odhalilo až pri tejto nehode, vnútro lana bolo skorodované, následkom čoho sa napínacie lano nosného lana rozthrlo a to spôsobilo pád kabíny s cestujúcimi. Doprava na tomto úseku lanovej dráhy bola obnovená až 15. februára 1975.
Mein Vater hat sich mal drüber schlau gemacht (er versteht tschechisch + slowakisch), und hat mir erklärt:
Es sei im BJ 1937 noch nicht möglich gewesen, ein 4137 Meter langes Stahlseil zu erstellen (Tragseil). Daher errichtete man die Mittelstation Štart, in welcher die Kabinen aber nicht hielten. An einer Stelle war das Spannseil mit dem Tragseil verbunden. So ergaben sich insgesamt 4 Abspannungen (die PB hatte ein Tragseil) mit je 48 Tonnen Spanngewicht. Die Spannseile waren 1958 gegen "Herkules"-Seile getauscht worden. An diesen Herkulesseilen konnte man mit einem einfachen Blick nicht kontrollieren, ob das Seil in Ordnung war. Um das Seil zu prüfen, hätte man es ganz ausbauen müssen. 1973 waren die Spannseile mittlerweile innen schon fast durchgerostet und so riss am 15. September 1973 ein Spannseil. Die bergfahrende Kabine war gerade noch knappe 150 Meter von der Station Skalnaté Pleso, der Bergstation, entfernt. Der Unfall beschädigte den Spannkäfig (?) des Seils und stürzte nach unten. Es dauerte bis zum 15. Februar 1975, also 17 Monate lang, die Seilbahn zu reparieren.
Dabei hatte man allerdings Glück, denn man hatte aufgrund von Kapazitätsengpässen den Bau einer 4-BGD von Transporta Chrudim (offenbar analog zu der in Thale / Harz, deren Nachfolger ich ja besucht habe) in Auftrag gegeben. (An der dortigen Position steht jetzt übrigens eine Girak-Bahn, die dem Modell der GBW8 einige Tonaufnahmen spendiert hat!)
In Folge der Erfahrungen mit diesem Unfall baute man die zweite Sektion der Bahn (damals noch eine Wiesner Chrudim-Bahn, jetzt mittlerweile eine VR-PB) von einem Tragseil und zwei Zugseilen in zwei Tragseile und ein Zugseil um.
Imposant ist mMn ein Bild von den Folgen dieses Unfalls, welches ganz unten in oben verlinkter Seite zu sehen ist.
Die Bahn stammte von Wiesner Chrudim, lt. meinem Vater hat dieser Hersteller sich dann in Transporta Chrudim umbenannt. Die Bahn wurde mittlerweile (2010/11) bis auf die Stationen und Stütze Nr. 1 abgetragen. Das Streckenprofil ist bei Google Earth durch eine relativ schmale Waldschneise erkennbar, identifizieren und bestätigen ließ sich das mit unseren Nachforschungen durch aktuelle Fotos der Talstation, auf der das Dach zu sehen war, und dem Google Earth Satellitenbild.
Zwischenstation Štart: 49.179543,20.255804
Talstation: 49.169899,20.281798
Die Schneise ist aber bestimmt für LSAP-Experten wie vovo & Co leicht zu finden. Sie ist die Fortführung der jetzigen 2. Sektion der Gondelbahn talwärts und zweigt schließlich von einer breiten Schneise (offensichtlich Skipiste), welche bis zu diesem Punkt schnurgerade verläuft, ab.