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Schwere Seilbahnunglücke.

Hallo zusammen,
meines Wissens gab es einen Unfall der 8EUB Crans-Cry d'er (Bj '98)mit einem oder zwei Todesopfern.
Die Bahn wurde trotz zu starken Sturmes betrieben und eine Kabine stürzte ab (Mast gerammt?)

In Wangs stürzte eine leere Kabine bei einem plötzlichen Gewitter ab (Wangs-Furt, von Roll 102), ich glaube,
das Seil entgleiste.

Gleiches passierte ohne Gewitter an der Bocksbergbahn in Hahnenklee; ich meine, es war ein nicht fest genug gezogener
Gehänge-Bolzen. Die Kabine war ebenfalls leer und die Bahn für längere Zeit ausser Betrieb.

Viele Grüsse, Thomas
 
Soweit ich weiß gab es bei der Bocksbergseilbahn "Sabotage" weshalb die Gondel abstürzte
 
Hallo,
ja hab ich auch so gehört; wusste aber nicht, ob es der letzte Stand der Untersuchungen war oder nur eine Möglichkeit.

Noch was zu Crans: 26.12.99 beim Sturm Lothar wars. Ein Baum viel auf die Strecke, also keine Mastkollision.

Wangs war am 21.7.2003 und die Kabine wohl nicht leer, aber trotzdem zum Glück nur Verletzte.

Viele Grüsse, Thomas
 
Drickes schrieb:
Weiß jemand von euch wer der Hersteller der (sehr) langen Zubringer-DSB ins Skigebiet Latsch - Tarscher Alm (Südtirol) ist und ob es dort mal einen Unfall gegeben hat. Bin lange in den Vinschgau in Urlaub gefahren. Dort wurde mir mal erzählt, dass der Lift stehen geblieben wäre und die Bremsen versagt hätten. Daraufhin wäre er schnell rückwärts gelaufen und hätte in der Talstation einige Todesopfer gefordert. Dann soll das Seil "herausgesprungen" sein und so den Lift gebremst haben.

Weiß jemand von euch ob das so stimmt? Soll in den 80ern gewesen sein.

:?: :?: :?:

Hallo das war 1981 29 Dezember mit 2 Tote
 
Was mir auffällt, dass hier noch gar nicht drinne steht, ist ein Seilbahnunglück im slowakischen Tatranská Lomnica. Die Pendelbahn zum Skalnaté Pleso war BJ 1937 und bis 2005 in Betrieb, wohl aber in den letzten Jahren kaum.

Zitat: http://www.vlaky.net/zeleznice/spravy/003616-Zacala-sa-demontaz-visutej-lanovky-na-Skalnate-Pleso/
Dňa 15. septembra 1973 došlo na visutej lanovke k nehode, ktorá si vyžiadala 1 ľudský život. Pri tejto nehode padol voz č. 1 na prudký svah pod lanovkou, zhruba 150 metrov pod stanicou Skalnaté Pleso. Ako sa po nehode ukázalo, príčinou nehody bolo napínacie lano nosného lana v stanici Štart. Toto lano sa menilo v roku 1958. Pred výmenou bolo ako napínacie lano použité lano šesťpramennej konštrukcie, ktoré bolo vymenené za viac-vrstvové lano typu Herkules. Tento typ lana je vinutý v niekoľkých vrstvách, pričom viditeľná je len jeho vrchá vrstva. To čo sa skrývalo pod povrchom sa odhalilo až pri tejto nehode, vnútro lana bolo skorodované, následkom čoho sa napínacie lano nosného lana rozthrlo a to spôsobilo pád kabíny s cestujúcimi. Doprava na tomto úseku lanovej dráhy bola obnovená až 15. februára 1975.

Mein Vater hat sich mal drüber schlau gemacht (er versteht tschechisch + slowakisch), und hat mir erklärt:

Es sei im BJ 1937 noch nicht möglich gewesen, ein 4137 Meter langes Stahlseil zu erstellen (Tragseil). Daher errichtete man die Mittelstation Štart, in welcher die Kabinen aber nicht hielten. An einer Stelle war das Spannseil mit dem Tragseil verbunden. So ergaben sich insgesamt 4 Abspannungen (die PB hatte ein Tragseil) mit je 48 Tonnen Spanngewicht. Die Spannseile waren 1958 gegen "Herkules"-Seile getauscht worden. An diesen Herkulesseilen konnte man mit einem einfachen Blick nicht kontrollieren, ob das Seil in Ordnung war. Um das Seil zu prüfen, hätte man es ganz ausbauen müssen. 1973 waren die Spannseile mittlerweile innen schon fast durchgerostet und so riss am 15. September 1973 ein Spannseil. Die bergfahrende Kabine war gerade noch knappe 150 Meter von der Station Skalnaté Pleso, der Bergstation, entfernt. Der Unfall beschädigte den Spannkäfig (?) des Seils und stürzte nach unten. Es dauerte bis zum 15. Februar 1975, also 17 Monate lang, die Seilbahn zu reparieren.

Dabei hatte man allerdings Glück, denn man hatte aufgrund von Kapazitätsengpässen den Bau einer 4-BGD von Transporta Chrudim (offenbar analog zu der in Thale / Harz, deren Nachfolger ich ja besucht habe) in Auftrag gegeben. (An der dortigen Position steht jetzt übrigens eine Girak-Bahn, die dem Modell der GBW8 einige Tonaufnahmen spendiert hat!)

In Folge der Erfahrungen mit diesem Unfall baute man die zweite Sektion der Bahn (damals noch eine Wiesner Chrudim-Bahn, jetzt mittlerweile eine VR-PB) von einem Tragseil und zwei Zugseilen in zwei Tragseile und ein Zugseil um.

Imposant ist mMn ein Bild von den Folgen dieses Unfalls, welches ganz unten in oben verlinkter Seite zu sehen ist.

Die Bahn stammte von Wiesner Chrudim, lt. meinem Vater hat dieser Hersteller sich dann in Transporta Chrudim umbenannt. Die Bahn wurde mittlerweile (2010/11) bis auf die Stationen und Stütze Nr. 1 abgetragen. Das Streckenprofil ist bei Google Earth durch eine relativ schmale Waldschneise erkennbar, identifizieren und bestätigen ließ sich das mit unseren Nachforschungen durch aktuelle Fotos der Talstation, auf der das Dach zu sehen war, und dem Google Earth Satellitenbild.

Zwischenstation Štart: 49.179543,20.255804
Talstation: 49.169899,20.281798

Die Schneise ist aber bestimmt für LSAP-Experten wie vovo & Co leicht zu finden. Sie ist die Fortführung der jetzigen 2. Sektion der Gondelbahn talwärts und zweigt schließlich von einer breiten Schneise (offensichtlich Skipiste), welche bis zu diesem Punkt schnurgerade verläuft, ab.
 
Unglück an der Ifinger-Seilbahn: 25. Jahrestag (Südtirol News)
Am 4. Jänner 1988 startete eine Gondel der alten Ifinger Seilbahn plötzlich mit offenen Türen, während einige Personen noch einstiegen.
In einer Höhe von 15 Metern blieb die Gondel hängen. Panik brach in der Kabine aus. Einige der Fahrgäste versuchten, auf die Holzrampe zurückzuspringen. Dabei kam der 18-jährige Mirko Libelli ums Leben. Zwei weitere Jugendliche wurden bei dem Unglück schwer verletzt.
 
Hier issn Streckenbild der alten PB von 1937 -- bin ja froh daß ich s wenigstens noch gesehn hab ... die obere war bei mir auch defekt, Reparaturen am Laufwerk wie s aussah ;
2qjgdp5.jpg
 
Dieseltom schrieb:
Ich hab hier einen Spiegelartikel ausgegraben. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41251852.html Das Thema hat mich damals als 12Jährigen brennend interessiert. Desweiteren schreibt WIKIPEDIA über Cavalese:

In die internationalen Schlagzeilen geriet der Ort durch zwei schwere Unglücke der zum Monte Cermis führenden Luftseilbahn.
Am 9. März 1976 kurz nach 17:30 Uhr riss das Tragseil, während eine vollbesetzte Kabine auf der unteren Sektion zwischen der Alpe di Cermis und Cavalese langsam talwärts fuhr. Die Kabine stürzte 50 Meter tief auf einen Steilhang und überschlug sich dort mehrmals. Bis auf eine 14-jährige Italienerin starben alle 43 Insassen, darunter 22 Deutsche.[2] Damit handelt es sich um das folgenschwerste, jemals vorgekommene Unglück einer Luftseilbahn.[3][4]
Am 3. Februar 1998 um 14:13 Uhr durchtrennte ein US-amerikanisches Kampfflugzeug vom Typ EA-6 Prowler im Tiefflug mit über 800 km/h das Tragseil der Seilbahn 110 Meter über dem Boden. Die daran hängende Gondel stürzte etwa 80 Meter in die Tiefe. Alle 20 Insassen, darunter 8 Deutsche, starben. Das mit vier Personen besetzte Flugzeug wurde zwar beschädigt, konnte aber noch zum Luftwaffenstützpunkt Aviano Air Base zurückkehren.
Aufgrund der NATO-Statuten wurden der Flugzeugpilot Captain Richard J. Ashby und sein Navigator Captain Joseph Schweitzer nur vor einem amerikanischen Militärgericht in North Carolina angeklagt. Obwohl die vorgeschriebene Mindestflughöhe 600 Meter betrug, wurden beide im März 1999 vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen. In einem zweiten Prozess im Mai 1999 vor einem Militärgericht wurden sie jedoch wegen der Vernichtung des Videobandes, das den Flug am Unglückstag festgehalten hatte, schuldig gesprochen und unehrenhaft aus der Armee entlassen. Ashby erhielt dafür außerdem eine sechsmonatige Haftstrafe, von der er viereinhalb Monate tatsächlich absitzen musste.
Die geringen Strafen führten zu Empörung in der italienischen Öffentlichkeit und einer Belastung der diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und Italien. Dort trägt das Unglück den Beinamen Strage del Cermis (dt. Blutbad oder Massaker von Cermis).
chianti schrieb:

;)

Wobei Mutprobe ist da wirklich an den Haaren herbei gezogen und IMHO gänzlich unpassend.
 
sunset schrieb:
Wobei Mutprobe ist da wirklich an den Haaren herbei gezogen und IMHO gänzlich unpassend.

Findest du?
Was war es denn dann?
Menschenverachtender Übermut?


Gruß!
 
Nun gut - meine Meinung, dass das keine Mutprobe war, hatte ich mir nach mehrstündiger Information (primär Wikipedia / Unfallberichte / Doku, oben verlinkt von Dieseltom) gebildet. Ob diese richtig ist oder nicht, können vermutlich nur die Herren Ashby und Schweitzer sagen. Wobei, was immer noch nicht geklärt ist (zumindest für mich), ist, warum sie so tief flogen. Damals war lt. Aussagen von Kollegen die Mindestflughöhe von ca. 300 auf ca. 600 Meter gehoben worden, und dies war noch nicht an alle gelangt. Ich denke mal nicht, dass jemand als Mutprobe ein Seilbahnseil ABSICHTLICH durchtrennen würde, aber ok, es gibt ja immer wieder verrückte auf Erden. Und in manchen Aspekten kann man diesen Unfall auch als Mutprobe sehen (zu recht), das war nicht so meine Einschätzung. Möglich ist es aber natürlich. Ich will mich da besonders über dieses Unglück mit keinem streiten, denn besonders bei derartigen Unfällen wird ja gerne mal etwas vor der Öffentlichkeit versteckt.

Ich finde, diese Diskussion ist aber auch etwas unnötig, oder? War jedenfalls nicht böse gemeint, und auch sonst bin ich auf keinen Fall der Meinung, dass dieses Unglück nicht verhindert werden hätte können!
 
sunset schrieb:
Ich denke mal nicht, dass jemand als Mutprobe ein Seilbahnseil ABSICHTLICH durchtrennen würde

Nein, die Mutprobe (wenn es denn eine war), war es wahrscheinlich UNTER dem Seil durchzufliegen - und das ist dann schief gegangen.
Ein absichtliches Durchtrennen wäre glatter Mord - wenn da jemand von ausgegangen wäre, hätte das ganz andere Strafen gegeben.
 
hat jemand zufällig noch bilder der alten fondovalle pb auf die cermis? vor den beiden unglücken '76 und '98?
lg olli
 
Gast I schrieb:
Hat es je schon Unfälle gegeben, weil sich die Klemmen (fixe oder kuppelbare) geöffnet haben ?

Letztens waren am Vierersessel am Fichtelberg die Klemmen so vereist, dass sie bei einigen Sesseln das Seil durchrutschen liessen. Dadurch haben sich 4 Sessel ineinandergeschoben und die Leute hingen ne ganze Weile, anderthalb Stunden glaub ich, bis sie abgeseilt wurden da oben fest. Nicht fein bei Eisregen. Als "Entschädigung" gabs ein warmes Mittagessen :)


Viele Grüße
Steve
 
Zu der Frage mit den Kuppelklemmen das die sich lösen:

"17. November 2005Stubaier Gletscher – Tirol – Österreich, ein Sessel der Rotadlbahn löst sich und rutscht auf einen anderen. Ein Schwerverletzter und drei Leichtverletzte."

So stehts in Wikipedia,hab irgendwo mal gelesen das dass an einer defekten Kuppelkleme lag
 
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