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Seilbahn in Hamburg geplant (oder nur eine Idee ?!?)

OMG die Stütze oO Die versuchen scheinbar die BUGA-3S in Sachen Hässlichkeit zu übertreffen D:

Edith: @ Foto-Irrer:

"Seilbahnen passen ins Gebirge und nicht in die Norddeutsche Tiefebene. Die Alpen sind bereits vollgebaut mit Seilbahnen. Und das ist der wahre Grund: Der Seilbahnhersteller will seine Seilbahnen verkaufen und wird sie in den Albpen nicht mehr los, weil dort bereits überall Seilbahnen stehen. Jetzt will man uns Hanseaten die Seilbahn aufschwatzen und dabei die öffentlichen Fördermittel (EU-Subventionen und Hilfen der Stadt) abgreifen, und wenn sich der Betrieb irgendwann nicht mehr lohnt, sollen wir Steuerzahler für den Abriss aufkommen."

Was ist daran in deinen Augen verkehrt? Ich denke es vergält sich genau so, da in den Alpen tatsächlich alles drauf hinnausläuft, das dort früher oder später alles vollgebaut ist, in den Regionen wo sie drauf los bauen können (Arlberg-Paznaun-Oberland z.B.). In den anderen Regionen können aus verschiedenen Gründen (Naturschutz, Rentablität) keine Neuerschließungen stattfinden, also ist die von dir kritisierte These in meinen Augen nur folgerrichtig. Warum wurden denn keine teueren Bahnen gebaut, als die Seilbahnbranche in den Alpen noch vor sich hin boomen konnte?

Go, get some Aquaplaning, please! Du kotzt doch nur darüber ab, weil du gern diese Bahn vor die Haustüre gebaut haben willst...
 
peppY schrieb:
Go, get some Aquaplaning, please! Du kotzt doch nur darüber ab, weil du gern diese Bahn vor die Haustüre gebaut haben willst...
Hasi, alles gut, ok :D
Liess mal bitte meine Posts nochmal, danach nehme ich gern Deine Entschuldigung an :mrgreen:

Ansonsten glaub mir bitte, dass ich nirgends über die Bahnplanung "abgekotzt" habe, sondern mich selbst über Kommentare anderer Leute zu dieser Bahn lustig gemacht habe. Ich hätte rein gar nichts gegen diese Bahn, da es nur wenige hohe Aussichtsplattformen in Hamburg gibt (Fernsehturm leider seit einem Jahrzehnt geschlossen) und ich z.B. die Seilbahn in Lissabon und in Köln kenne und weiß, dass sowas das Stadtbild positiv beeinflussen kann.
 
Dass die Hersteller versuchen neue Märkte zu erschließen ist doch ganz logisch und nachvollziehbar. Und das Beispiel Köln wiederlegt ja die These, dass früher keine Bahnen in Städten gebaut wurden. Und das ist nicht das einzige Beispiel, Kiel und New York wären weitere.
Aber die Tatsache, dass die Hersteller neue Märkte erschließen wollen bedeutet ja noch nicht, dass das der einzige Nutzen davon ist. Fakt ist, dass eine Luftseilbahn sehr gut Hindernisse überwinden kann, aber wer sagt, dass die aus Schluchten und Felswänden bestehen müssen? Die Beschränkungen von Seilbahnen in Städten haben wir ja vor geraumer Zeit ausführlich diskutiert, aber die treffen ja hier nicht zu. Die Gegenargumente sind zum Großteil Blödsinn. Die Bahn wird sicher keine großartige Lärmbelästigung darstellen. Im Idealfall wird die Mittelstation zur Antriebsstation gemacht, und dort ist nichts was man belästigen könnte. Und selbst wenn man das nicht macht ist der Antrieb sicher nicht lauter wie die angrenzende Straßenkreuzung. Und ob die Seilbahn die Stadt mehr verschandelt wie ein Hochhaus würde ich auch mal bezweifeln. Einzig die Einbusen für die Barkassen könnten ein Problem werden, aber da kann man mit Kombitickets sicher auch gegensteuern und die Leute dazu bewegen beides zu machen.
Selbst wenn man den verkehrlichen Nutzen mal auser Acht lässt, dann bleibt noch immer die Aussichtsfunktion. In London z.B. hat man dafür ein Riesenrad gebaut. Das London Eye sollte auch nur 5 Jahre stehen, existiert aber noch immer.
Den verkehrlichen Nutzen bezweifle ich aber auch. Von Wilhelmsburg kommt man mindestens genauso schnell mit der S-Bahn in die Stadt. Das ist aber garnicht so wichtig, weil die Bahn ja nicht als ÖPNV finanziert wird. Übrigens wäre es für Hamburg nicht neu, dass ein öffentliches Verkehrsmittel nicht im restlichen Tarifverbund enthalten ist, es gibt Schnellbusse für die man extra zahlen muss.
 
Seilbahnjunkie schrieb:
1. Und selbst wenn man das nicht macht ist der Antrieb sicher nicht lauter wie die angrenzende Straßenkreuzung.
2. Selbst wenn man den verkehrlichen Nutzen mal auser Acht lässt, dann bleibt noch immer die Aussichtsfunktion.
3. Von Wilhelmsburg kommt man mindestens genauso schnell mit der S-Bahn in die Stadt.
4. Das ist aber garnicht so wichtig, weil die Bahn ja nicht als ÖPNV finanziert wird.

1. in der Tat! Ausserdem gibt es nicht eine Wohnung in der Nähe der nördlichen Station, das ist eine der größten Kreuzungen Hamburgs (über die gesamte Kreuzung gesehen geht es in 6 oder 7 Richtungen!) von der Stadt nach Westen kommend allein 5 Autospuren, da soll das Teil stehen! Dahinter ist ein Park, auf der anderen Seite eine freie Fläche (Heiligengeistfeld), gegenüber noch ein Park und schräg gegenüber die Reeperbahn (Stichwort Lärm :mrgreen: )

2. Genau wegen der Aussicht will ich das Teil!!!

3. Schneller, S-Bahn braucht 9 min. bis HBF und von dort mit U3 oder S3 dann 5min. zu den Landungsbrücken, Pauli etc.

4. und das hilft bei den Hamburgern gar nicht! Momentan ist hier Streitpunkt Nr. 1 die Elbphilarmonie! Sollte auch mal aus privaten Mitteln finanziert werden. Da kannst Du auf Partys argumentieren, wie Du willst, alle denken, dass die Stadt irgendwo einspringen muss und nachher das Teil allein bezahlt. Seilbahn 50 Mio. vs. ehemaliger KVA Elbphilarmonie 80 Mio.--> jenseits 400 Mio. mit Baustopp... (auch wenn mir klar ist, dass eine Seilbahn keine halbe Millarde kosten wird :mrgreen: )

/edit: Man sollte den Hamburgern dann meinetwegen sowas wie einen Infostand hinstellen, wo dann Beispiele von Seilbahnen über Wasser sind (sonst berufen die sich immer wieder darauf, dass hier keine Berge sind), also z.B. Lissabon, Barcelona, Hong Kong, New York, Koblenz, Köln... wer kennt noch ein paar Beispiele von Seilbahnen in Städten über Flüsse o.ä.???
 
@Elbphilarmonie
Was die Hamburger können, können wir Schweizer schon lange. :lach:
Furkatunnel statt 70Mio über 300Mio. Eröffnung 1982
Kienberg Tunnel bei Sissach statt 160Mio, 300Mio. Eröffnung 2006

Btw es ist ja nicht so, dass nur Doppelmayr in den Stätten Bahnen bauen will. Leiter hat dran genau so Interesse und hat ja schon einiges verwirklicht. Imho machen Seilbahnen besonders da Sinn, wo die Städte im bergigem Land gebaut wurden.
 
Wombat schrieb:
Imho machen Seilbahnen besonders da Sinn, wo die Städte im bergigem Land gebaut wurden.
Na, dann muss die Bahn halt irgendwie in der Trassenführung "geringfügig" verändert und über Blankenese geführt werden, dort hat es mit dem Bauers-, Wase- oder Süllberg ja schon drei besiedelte "Gipfel" unter den sieben höchsten Erhebungen der Hansestadt... glaube aber die Anwohner in dieser tendenziell etwas teureren Wohngegend wären not really amused ;D
 
snowflat schrieb:
...Na, dann muss die Bahn halt irgendwie in der Trassenführung "geringfügig" verändert und über Blankenese geführt werden, dort hat es mit dem Bauers-, Wase- oder Süllberg ja schon drei besiedelte "Gipfel" unter den sieben höchsten Erhebungen der Hansestadt... glaube aber die Anwohner in dieser tendenziell etwas teureren Wohngegend wären not really amused ;D

Fänd' ich super wenn die Bahn praktisch vor meiner Haustür losfahren würde....

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Bin gerade vom "Informationsabend" zurück. :?

Die Präsentation des Projektes wurde in folgende Gliederungspunkte unterteilt:

1) Warum eine Seilbahn in / für Hamburg,
2) Trasse ( dort als "Strecke" tituliert),
3) Stützen,
4) Gondeln (Nord- und Südtrasse),
5) Ähnliche urbane Seilbahnen der Welt,
6) Tarife,
7) Vorteile für Hamburg,

Die einzelnen Punkte wurden mMn alle recht umfangreich erläutert.
Informationen zun Projekt sind - wie schon erwähnt - unter http://www.hamburger-seilbahn.de/ einsehbar.

Das Gros der anwesenden Gäste war und ist gegen eine Verwirklichung der Seilbahnpläne für HH. Die heutige Diskussionskultur und -qualität lässt mich vermuten dass sich die Einstellung nicht groß ändern wird bzw. wird ändern lassen.

Folgende Fragen und Bedenken wurden immer wieder aufgeworfen und konnten - nach Meinung der Fragenden - nicht befriedigend geklärt werden:

* Besteht seitens der Wilhelmsburger Anwohner vor und nach der IGS ein Interesse an der Bahn?,
* Kommt es zu einem Verkehrszuwachs oder einer Verkehrsabnahme?,
* Ist es für die Fahrgäste interessant und zumutbar, während der Fahrt ein Industriegebiet überqueren zu müssen?,
* Wo sollen Parkplätze entstehen?,
* Wie groß ist die Zahl der am Reiherstieg wohnhaftigen Personen?,
* Kommt es zu einer "Verschandelung" des Elbparks?,
* Geht die Finanzierung der Bahn zu Lasten der Angestellten der "Stage-Entertainment"?,
* Bleibt die private Investition auch privat?,
* Anzahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze?
* Baubeginn und Bauzeit?
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Ich habe ein wenig mitgeschrieben; wenn Bedarf besteht stelle ich eine kurze Zusammenfassung hier on.....

Gruess, TBFilms
 
Ja mach mal bitte.
Problem Parkplätze???
Also an der Paulistation steht man entweder auf dem Heiligengeistfeld oder an den Wallanlagen bzw. Glacischaussee. In Lissabon gibt es im Umkreis von 1km zur Seilbahn so gut wie keine Parkplätze.
Stage hat selber einen großen Parkplatz an der Mittelstation, da sind sogar zum Hafengeburtstag noch kostenpflichtige Parkplätze frei.
In Wilhelmsburg wird bald eh alles Bauplatz sein, da geht das.

Bekommt Elbpark eine oder zwei Stützen?

Fahrt über Industrie zumutbar? Schaut mal auf Google maps die Trasse. Toller 360-Gradblick auf den Hafen in alle Richtungen, sei es Kirchentürme, Containerbrücken, Brücken sowieso und natürlich Schiffe und das ganze bis zum Horizont!
 
TBFilms schrieb:
* Ist es für die Fahrgäste interessant und zumutbar, während der Fahrt ein Industriegebiet überqueren zu müssen?
Imho ich wiederhole Imho. Wer solche Fragen stellt ist reif für die Klappsmühle. :glaubichnicht: :kapierichnicht: :nichtzufassen:
 
Scheinbar haben manche Hamburger noch nicht gemerkt, dass ihr touristischer Hauptanziehungspunkt ein rießiges Industriegebiet ist. Aber stimmt schon, das kann man den Gästen nicht zumuten. Ich fordere ein Verbot für Hafenrundfahrten und -rundflüge. :wink:

Einige der Fragen hätte ich mir aber auch noch gestellt, zum Beispiel die Nachfrage aus Wilhelmsburg.

Der Parkplatz der Stage wird meines Wissens demnächst mit einem zweiten Theater überbaut. Dabei ist wohl auch ein Parkhaus geplant. Unter Umständen könnte man sich das sparen wenn man die südliche Bahn dauerhaft betreiben dürfte. Dann könnte man die Autofahrer dort hin leiten, liegt eh näher an der Autobahn.
 
Du wirst keinen Hamburg Besucher von der Autobahn in ein Industriegebiet bekommen.

Den Wilhelmsburgern kann die Seilbahn egal sein, weil sie a) mit der S-Bahn schneller in der Stadt sind und b) die Seilbahn ausschließlich durch die Industrie geht.

Ich kann nur wiederholen, dass man von dort oben ein Hammerpanorama in alle Richtungen hat. Die nördliche Strecke kann man ganz klar mit der Stadt und den Landungsbrücken bewerben. Die südliche bietet einen "Flug" über einen der größten Häfen Europas. Ein paar Heliaufnahmen auf die Bilder und die Leute kommen in Scharen.

Die Seilbahn in Lissabon hat in meinen Augen keine Notwendigkeit mehr!!! Die Leute gehen dort entlang der Promenade spazieren und selbst ich hatte kein Bedürfnis, damit zu fahren. Trotzdem steht das Teil noch und scheint sich aus Touristen ausreichend zu finanzieren.
096__n7b6.jpg


Man sieht alles wichtige auch von unten. In Hamburg ist das anders. Von dort hat man eigentlich nirgends einen Einblick in den Hafen, es sei denn man weiß, wo man reinfahren darf. Hier z.B. ist abends abgeschlossen :mrgreen:
qpwqupec.jpg


/edit:
Seilbahnjunkie schrieb:
Scheinbar haben manche Hamburger noch nicht gemerkt, dass ihr touristischer Hauptanziehungspunkt ein rießiges Industriegebiet ist.
genau, Du hättest mal GMD sehen sollen, als ich mit ihm in den Freihafen fahren wollte und da auf einmal mitten in Europa Zöllner die Autos kontrollierten :D
 
Bei den Parkplätzen ging's mir ja um einen Ersatz der Stage Parkplätze, wer da hin fährt, fährt auch nach Wilhelmsburg. Wenn man das richtig aufzieht könnte man vielleicht sogar Touristen die in die Stadt wollen dort abfangen, immerhin soll das direkte Umfeld doch für die IGS umgestalltet werden. Wenn man da auf der Autobahn schon Hinweisschilder aufstellt, ala Hamburg Innenstadt via Seilbahn, dann könnte man vielleicht schon Leute dazu bewegen dort zu parken. Ist doch eigentlich ganz praktisch. Man spart sich die stressige Fahrt in einer unbekannten Innenstadt und startet seinen Aufenthalt mit einem schönen Rundblick über den Hafen.
 
das wäre ein gutes Werbekonzept! Seilbahnfahren ist hier oben sowieso was besonderes (nächste Gondel steht im Harz bzw. in Norwegen oder Schweden).

ÖPNV-Anbindung übrigens auch sehr gut, weil die U-Bahnstation St. Pauli direkt auf der anderen Strassenseite der nördlichen Station ist!
 
So ein Blödsinn. Es ist eine Atraktion, aber was hat das mit Pauschaltourismuss zu tun? Dem würde ich nur zustimmen wenn in Wilhelmsburg ein Center Parks geplant und die Seilbahn exklusiv für deren Gäste wäre. Sowas ist mir aber nicht bekannt. Das ist mal wieder eine von den absoluten Nonsense Aussagen die ein Projekt difarmieren sollen ohne wirklich inhaltliche Kritik zu enthalten. Sowas kann man bei allen Großprojekten beobachten und darin geht die wirklich sachliche Kritik immer unter. Bestes Beispiel haben wir ja hier im Süden in Stuttgart.
 
Foto-Irrer schrieb:
3. Schneller, S-Bahn braucht 9 min. bis HBF und von dort mit U3 oder S3 dann 5min. zu den Landungsbrücken, Pauli etc.
Die S3 fährt sogar direkt von Wilhelmsburg zu den Landungsbrücken.
 
Der war nicht falsch, das war wohl SPAM! :esreicht:
 
Die nächste Runde im medialen Kleinkrieg um die Seilbahn ist eröffnet.
Der NDR berichtet über eine Umfrage der IHK auf St.Pauli und in der Neustadt unter Gewerbetreibenden zu dem Thema.
Zusammengefasst sieht es wie folgt aus:
Von 591 befragten Betrieben sind rund 3/4 für die Seilbahn und der Meinung, dass die Stadt Hamburg die Genehmigung geben soll.
Die Auswirkung auf den Tourismus und für das Image von Hamburg wird meist als positiv bis sehr positiv gesehen.
An negative Auswirkungen wie auf Verkehr, Stadtbild oder Stadtteilidentität wird dagegen meist nicht geglaubt.
Einen Nutzen für die Paulianer oder Neustädter bzw. den eigenen Betrieb wird dagegen als eher gring angesehen.
Das ist eine in meinen Augen erstaunlich differenzierte Betrachtung. "Machen" obwohl der eigene Nutzen kaum da ist.
Quelle:
NDR: http://www.ndr.de/regional/hamburg/seilbahn115.html
Hier kann man auch eine schön Bilderserie zu dem Thema sowie zu Seilbahnen im Flachland sich anschauen.
IHK: www.hk24.de
Auzf der IHK-Seite rechts kann man auch die Umfrage selber als PDF runter laden.
 
Wir Hamburger halten alle zusammen und denken an unser Gemeinwohl, und nicht so egoistisch wie in den Alpen jede Schlucht kämpft für sich :mrgreen:

Nur weil ich vielleicht 1-2mal mit der Bahn gondeln würde, hätte ich selbst von der Bahn auch keinen Nutzen, würde sie aber dennoch begrüßen.
 
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