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Seilbahn in Wuppertal

Ich dachte, der 1. April ist schon einige Zeit vorbei...

Im Übrigen: 50 Milllionen € - und Wuppertal gilt als eine der klammsten Städte in NRW! Und warum überhaupt eine Anbindung vom Hauptbahnhof? Konkret durchgeplant scheint mir das Ganze nicht.
 
Buckelpistenfan schrieb:
Ich dachte, der 1. April ist schon einige Zeit vorbei...

Im Übrigen: 50 Milllionen € - und Wuppertal gilt als eine der klammsten Städte in NRW!
...und sie sparen damit eine Menge Busse ein, die im Betrieb teurer sind, eine kürzere Lebensdauer haben und auch keine geringen Anschaffungskosten.

Und warum überhaupt eine Anbindung vom Hauptbahnhof? Konkret durchgeplant scheint mir das Ganze nicht.
Um die Studenten zur Uni zu transportieren natürlich. Sehr viele kommen aus dem Ruhrgebiet und Rheinland und pendeln mit der Bahn zur Uni.
 
So viele sind es auch wieder nicht. Ein Gelenkbus kostet schon mindestens 300.000 Euro und für die Strecke braucht man, grob überschlagen, etwa 20.
Bei einer Lebensdauer von 10 Jahren pro Bus gegen vielleicht 30 bei der Seilbahn müsste man dann 18 Mio. Euro allein für den Kauf von Bussen ausgeben. Dazu kommen die Betriebskosten, die um ein vielfaches über denen der Seilbahn liegen werden. Außerdem bietet die Seilbahn eben eine wesentlich bessere Leistung.
 
Auch würd ich vermuten das man für Betrieb und Wartung einer Seilbahn mit 20 % des Personals auskäme das für den Busbetrieb nötig wäre.
 
Eine 3S-Bahn in Wuppertal finde ich eine sehr gute Idee.

Ich würde allerdings die Talstation der 3S-Bahn nicht auf dem Hauptbahnhof errichten, sondern zwischen dem Hauptbahnhof und der Schwebebahn, um auch den Schwebebahnfahrgästen ein attraktives Umsteigen zu ermöglichen. Um Platz für die 3S-Bahn zu schaffen, würde ich die Straße zwischen Wuppertal Hauptbahnhof und der Schwebebahn verschmälern und die Parkplätze streichen. Ich glaube allerdings nicht, dass bis 2017 die 3S-Bahn Wuppertal stehen wird, wenn die komplett erneuerte und restaurierte Schwebebahn mit 31 funkelnagelneuen Fahrzeugen den Betrieb aufnehmen wird. Die Wuppertaler Schwebebahn wird sogar ETCS bekommen, was selbst ich für overkill halte.

In München diskutieren wir über eine Fußgängerzone mit Straßenbahn vor dem Hauptbahnhof, die hoffentlich bald kommen wird und in Wuppertal bauen die mitten durch die Stadt eine überdimensionierte Autobahn durch. In Wuppertal wird eine bei weitem zu autofreundliche Politik gemacht. Wie man in dem engen Tal so viel Platz für den Straßenverkehr verschwendet, ist mir völlig unbegreiflich.

Wenn die 3S-Bahn kommt, dann könnte man ja auch mal überlegen, die abgebaute Zahnradbahn in Wuppertal-Barmen oder die Straßenbahn wieder aufzubauen.
 
Konkrete Informationen gibt es auf der eigenen Seite des Projekts des potentiellen Betreibers Wuppertaler Stadtwerke :
http://www.seilbahn2025.de/

Eine Inbetriebnahme wäre nach Veröffentlichungen der WSW etwa 2023 möglich, es ist also noch viel Zeit. Dass man mit diesen Planungen anfängt, während bzw nachdem man den gesamten Bahnhofsbereich in Elberfeld umbaut, ist allerdings ein schlechter Witz.
 
vetriolo schrieb:
Konkrete Informationen gibt es auf der eigenen Seite des Projekts des potentiellen Betreibers Wuppertaler Stadtwerke :
http://www.seilbahn2025.de/

Eine Inbetriebnahme wäre nach Veröffentlichungen der WSW etwa 2023 möglich, es ist also noch viel Zeit. Dass man mit diesen Planungen anfängt, während bzw nachdem man den gesamten Bahnhofsbereich in Elberfeld umbaut, ist allerdings ein schlechter Witz.


Da gebe ich dir absolut recht.

Aber Verkehrsplanung war in Wuppertal immer schon reine Glückssache. Kein Wunder, dass Wuppertal bei so einer missratenen Verkehrsplanung zugunsten des Autos Zehntausende Einwohner in den letzten Jahrzehnten verloren hat.

Die 3S-Bahn bietet jetzt endlich mal die Chance das Bahnhofsumfeld Wuppertal Hauptbahnhof zugunsten des ÖPNV radikal umzubauen. Auch der Weg zwischen Schwebebahn und 3S-Bahn muss kurz und barrierefrei sein. Bei der Gelegenheit würde ich vor dem Hauptbahnhof nicht nur Parkplätze streichen und die Straße verschmälern, sondern gleich auch noch überlegen, wie man wieder eine Straßenbahn bauen könnte und die Wege zwischen Straßenbahn, Schwebebahn, S-Bahn und 3S-Bahn zu optimieren. Der Autoverkehr würde bei mir an letzter Stelle rangieren, denn die Bedürfnisse des Umweltverbundes, also der Vereinigungsmenge aus ÖPNV, Fahrradverkehr und Fußgängerverkehr muss selbstverständlich absoluten Vorrang haben.
 
ThomasK schrieb:
Aber Verkehrsplanung war in Wuppertal immer schon reine Glückssache. Kein Wunder, dass Wuppertal bei so einer missratenen Verkehrsplanung zugunsten des Autos Zehntausende Einwohner in den letzten Jahrzehnten verloren hat.
Es gibt eine Menge Gründe, warum Städte Einwohner verlieren, aber DAS rangiert dabei mal ganz weit hinten.

Bei der Gelegenheit würde ich vor dem Hauptbahnhof nicht nur Parkplätze streichen und die Straße verschmälern, sondern gleich auch noch überlegen, wie man wieder eine Straßenbahn bauen könnte und die Wege zwischen Straßenbahn, Schwebebahn, S-Bahn und 3S-Bahn zu optimieren. Der Autoverkehr würde bei mir an letzter Stelle rangieren, denn die Bedürfnisse des Umweltverbundes, also der Vereinigungsmenge aus ÖPNV, Fahrradverkehr und Fußgängerverkehr muss selbstverständlich absoluten Vorrang haben.
Da muss es gar keinen Vorrang geben, offiziell ist die Verteilung der Mittel 50:50. Dazu kommt, dass der ÖPNV in der Regel ein massiver Verlustbringer ist (im Schienennahverkehr werden im Schnitt gerade mal 30 % der Kosten durch die Ticketverkäufe gedeckt). In Wuppertal ist die Situation noch einmal besonders, weil die Topografie die Kosten für den Bau von ÖPNV-Strecken erhöht.
 
Marvin schrieb:
ThomasK schrieb:
Aber Verkehrsplanung war in Wuppertal immer schon reine Glückssache. Kein Wunder, dass Wuppertal bei so einer missratenen Verkehrsplanung zugunsten des Autos Zehntausende Einwohner in den letzten Jahrzehnten verloren hat.
Es gibt eine Menge Gründe, warum Städte Einwohner verlieren, aber DAS rangiert dabei mal ganz weit hinten.
Da schliesse ich mich Marvin an. Vielleicht ist die Hängebahn oder die Eisenbahn ja gerade der Grund, warum sie wegziehen. Als ich noch bei den Eltern wohnte, hört man das Tram auch immer vom Tal unten, wenn der Wind richtig stand.
 
Vielleicht liegt es ja auch daran, dass Wuppertal einfach eine der hässlichsten und trostlosesten Städte im Pott und damit in ganz Deutschland ist...

Ich habe mir ja letztes Jahr über mehrere Monate hinweg ein Großteil der Pott-Städte angeschaut und Wuppertal war da ziemlich weit oben auf der POTT-häßlich Skala.
Ausser der Schwebebahn würde mich da wohl nichts hinziehen was ich mir dort anschauen sollte.
 
1. Danke für die Verallgemeinerungen, mit denen du das ganze Ruhrgebiet beleidigst.

2. Wuppertal ist kein Teil des Ruhrgebiets.
 
Faszinierend, diese Platitüden und Vorurteile zur Wupperstadt ( in der ich nicht wohne, die ich aber recht gut kenne ). Das Wuppertal ins Ruhrgebiet verlegt wird, zeigt, wie wenig man sich mit dem Thema beschäftigt hat.

1. Wuppertal hat auf Grund seiner topografischen Lage sehr schwierige Verkehrsprobleme, die man sonst in keiner anderen Stadt findet.

2. Auf den Höhen und an den Hängen der Stadt gibt es reichlich attraktive und ausgesprochen schöne Wohnlagen; diese sieht man natürlich nicht, wenn man nur mit der Schwebebahn einmal durchs Tal fährt.

An der Wupper entlang hatte sich - wie damals überall entlang der Flüsse - im späten 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts die Industrie entwickelt ( Friedrich Engels - das ist der von Marx und Engels - hat viele seiner Thesen auf Grund der Erfahrungen mit den Industriebossen in seiner Heimatstadt aufgestellt ), deren Verfall die Stadt bis heute kennzeichnet, vor allem unten im Tal Städtebaulich. Das ändert man nicht von heute auf morgen.

Die Stadt hat sogar meine Hochachtung, dass sie ein Konzept 2025 angeht.

Der Gedanke an eine Seilbahn ist m. E. innovativ und wird vielleicht einmal als wegweisend für die Lösung der Verkehrsprobleme vergleichbarer Städte sein.

Wuppertal hat schon einmal vor mehr als Hundert Jahren mit der Schwebebahn ein Verkehrsmittel geschaffen, das noch heute weltweit als modern gilt.
 
Ich lass euch gerne in dem Glauben, dass Wuppertal eine wunderschöne Stadt ist: Tolle moderne und ansprechende aktuelle Infrastruktur, schöne Innenstadt die zum Verweilen einlädt, schöne Hanglagen und auch sonst viele schöne Wohnlagen in der Agglomeration...
Für mich bleibt es subjektiv eine hässliche an Attraktionen arme Stadt.

Das Wuppertal nicht mehr im Pott liegt, war mir indes wirklich nicht klar. Sorry for that. Dann muss ich meine Meinung wirklich relativieren und eingestehen, dass es im Pott teilweise schönere und attraktivere Städte gibt als macherorts außerhalb des Potts.

Aber ich glaube wir sind hier OT...
 
Mt. Cervino schrieb:
Ich lass euch gerne in dem Glauben, dass Wuppertal eine wunderschöne Stadt ist: Tolle moderne und ansprechende aktuelle Infrastruktur, schöne Innenstadt die zum Verweilen einlädt, schöne Hanglagen und auch sonst viele schöne Wohnlagen in der Agglomeration...

Den Blödsinn, den Du schreibst, hat niemand behauptet. Kommst Du Dir nicht ( vorsichtig ausgedrückt ) selber albern vor?

Und ja, Du bist mehr als OT !!!!!!!!!
 
ThomasK schrieb:
Eine 3S-Bahn in Wuppertal finde ich eine sehr gute Idee.

Ich würde allerdings die Talstation der 3S-Bahn nicht auf dem Hauptbahnhof errichten, sondern zwischen dem Hauptbahnhof und der Schwebebahn, um auch den Schwebebahnfahrgästen ein attraktives Umsteigen zu ermöglichen. Um Platz für die 3S-Bahn zu schaffen, würde ich die Straße zwischen Wuppertal Hauptbahnhof und der Schwebebahn verschmälern und die Parkplätze streichen. Ich glaube allerdings nicht, dass bis 2017 die 3S-Bahn Wuppertal stehen wird, wenn die komplett erneuerte und restaurierte Schwebebahn mit 31 funkelnagelneuen Fahrzeugen den Betrieb aufnehmen wird. Die Wuppertaler Schwebebahn wird sogar ETCS bekommen, was selbst ich für overkill halte.

In München diskutieren wir über eine Fußgängerzone mit Straßenbahn vor dem Hauptbahnhof, die hoffentlich bald kommen wird und in Wuppertal bauen die mitten durch die Stadt eine überdimensionierte Autobahn durch. In Wuppertal wird eine bei weitem zu autofreundliche Politik gemacht. Wie man in dem engen Tal so viel Platz für den Straßenverkehr verschwendet, ist mir völlig unbegreiflich.

Wenn die 3S-Bahn kommt, dann könnte man ja auch mal überlegen, die abgebaute Zahnradbahn in Wuppertal-Barmen oder die Straßenbahn wieder aufzubauen.

Wuppertal kann man in keinster Weise mit München vergleichen. Meinst du jetzt mit überdimensonierter Autobahn die A46 oder die B8 (?) auf der Talachse? Im Umland von Wuppertal gibt es keinen funktionsfähigen ÖPNV und aufgrund der wenigen Leute, die gleiche Wege haben, denke ich, natürlich als Laie, dass sich er auch nicht lohnen wird, also müssen irgendwie die Autos, der Pendler aus dem Umland "verarbeitet" werden. Einspurig wird das nix in der Talachse und aufgrund der mehrfach erwähnten Topografie hat es auch keinen Raum für große Park&Ride-Plätze, was vermutlich auch auch zu autofreundlich wäre.

Als ich vor Jahren mal meinte in Wuppertal studieren zu müssen, hatte ich die Möglichkeit für die 18 km Luftlinie rund 20 Minuten Auto zu fahren und zeitlich nah an meinem Vorlesungsbeginn dazu sein oder mind. 90 Minuten Bus zufahren und dann je nach Anfangsbeginn bis zu 40 Minuten vorher dazu sein. Was habe ich wohl gemacht? Zeit hatte ich noch nie zu verschenken.

Mein Arbeitsweg heute ist ähnlich lang wie damals nur das ich nicht nach Wuppertal rein muss. Der ÖPNV Rechner schlägt mir bei meiner Anfangszeit vor am Abend vorher los zu fahren und eine Zwischenübernachtung einzulegen. Das ist natürlich total lukrativ :-) Mit dem Auto brauche ich keine 20 min.
 
Zottel schrieb:
Solidarischer Gruß an die Freunde aus dem Bergischen:
A40 - woanders is auch scheisse :wink:


Danke, Grüße aus dem Bergischen zurück, allerdings muss ich einigen Vorrednern recht geben. Wtal ist hässlich (in seiner Gesamtheit) Schöne Ecken gibt es in jeder Stadt, ändert aber nix am Gesamtbild.
 
Wuppertal im Pott - das ist natürlich mal komplett daneben :P
Fast so gut wie ein Mensch aus Bayern neulich mich fragte ob Köln DDR gewesen sei damals :D

Zu ThomasKs Statements hier und woanders frage ich mich immer woher dieses scheinbare Wissen nur kommen kann - Aber die Antwort wird man wohl nie bekommen ....

Nun zum Thema Bahnen im öffentlichen Verkehr ähnlich wie die geplante in Wuppertal haben sich woanders schon bewährt. In Europa ist man mit Ausnahme von London noch nicht so wirklich mit dem Gedanken vertraut Seilbahnen ins öffentliche Verkehrsnetz einzubinden. Es gibt noch ein paar wie Koblenz (nicht 100% ÖPNV) aber mehr noch net wirklich. Denke aber, dass es bald auch in Europa zu solchen Bahnen kommen kann, Projekte sind mal einige im Umlauf.
Für eng bebaute Flächen mit Verkehrsproblemen sehe ich in den Bahnen eine echte Alternative, die auf Dauer auch günstiger wie herkömmliche ÖPNV Systeme sind. Es gibt auch die Modelle, dass die Bahnen gar nicht von den Städten betrieben werden sondern von Extra Betreiberfirmen und so belasten sie die Stadtkasse nicht. Von daher gibt das Argument, dass, wie hier im Beispiel Wuppertal, kein Geld vorhanden ist nicht viel her.
 
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