Seit gut eineinhalb Jahren ist am Weissenstein nun die neue Bahn in Betrieb, und am Berg ist vorläufig wieder Ruhe eingekehrt. Vorläufig deshalb, weil das Kurhaus inzwischen die Besitzer gewechselt hat und diese eine umfassende Sanierung des historischen Gebäudes und in einem verglasten Anbau ein neues Selbstbedienungsrestaurant planen. So weit so gut.
Von der Seilbahn aber ist in der übrigen Schweiz so gut wie nichts mehr zu hören. Es scheint, dass der Weissenstein nun wie prognostiziert in der touristischen Bedeutungslosigkeit versinkt, zumal was die landesweite Ausstrahlung betrifft. Ber Berg ist zum Naherholungsgebiet mit rein regionalem Charakter geworden.
Immer noch aktiv hingegen ist der Verein Pro Sesseli, der zwar sein primäres Ziel, den Erhalt der historischen Sesselbahn, nicht erreicht hat, der aber weiterhin ein wachsames Auge auf die Geschehnisse am Weissenstein hält. Und endlich wurde auch die Website neu gestaltet und online gestellt:
http://www.prosesseli.ch
Auf der Website werden unter der Rubrik "Archiv" äusserst aufschlussreiche Dokumente publiziert, die das ganze Verfahren um den Erhalt der Sesselbahn mit zahlreichen Fakten, die teilweise nie in der Presse zu lesen waren, rückblickend beleuchtet.
Nach dem Studium dieser sehr empfehlenswerten Schriften bleibt ein fahler Nachgeschmack, und spontan kommt nicht nur mir das Wort "Bananenrepublik" in den Sinn (siehe Kapitel Solothurner Behörden!). Behörden, Gerichte, die SWAG, die Solothurner Zeitung und allen voran das BAV, alle spielten sie ein höchst armseliges Spiel! Es fand kein Verfahren statt, das eines Rechtsstaates würdig gewesen wäre! Hätten alle Beteiligten ihre Hausaufgaben gemacht und hätte der Heimatschutz seine Beschwerde an das Bundesgericht weitergezogen, die altehrwürdige Von Roll-Bahn könnte heute noch laufen! Leider!