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Seilbahn Weissenstein will Gondelbahn bauen

Ich kann das Thema mit der Ersatzteilbeschaffung schon verstehen -gar keine Frage. Wir haben das Problem im kleinen Maßstab auch schon bei Machinen gehabt. (letztes haben wir ein Getriebeteil für einen Kneter nachfertigen lassen; Problem ist bei solchen Maschinen daß ein Ersatz teuer ist {Kneter mit 4 Extrakesseln ca. 80.000,-, und der kann auch nur kneten)


Ab hier Laienwissen, könnt mich gern berichtigen:
Bei der Seilbahn fallen mir aber auf Anhieb keine Teile an die man nicht nachfertigen könnte. Grund hierfür ist IMHO das eine Seilbahn, vor allem eine alte, aus sehr viel getrennten Systemen besteht die nicht besondern inneinander Greifen. Die ganzen Systeme sind so einfach und modular aufgebaut. Kann ein altes System nicht "gerettet" werden spricht doch nicht dagegen dieses "Modul" gegen ein neues, modernes auszutauschen.

Das sieht man doch imho schon auch bei alten Seilbahnen die immer wieder auf den neuesten Stand gebracht wurden. Kampenwandbahn (ich denke da z.B. an die automaischen "Ecken" in den Stationen. Oder an der Brauneckbahn an der sie noch Stützen eingefügt haben die die ganze Talstation um mehrere 100m versetzt haben (und dann in die neue Talstation wieder die alte Technik eingebaut haben)

Etwas mehr Optimismus bitte!
 
Mit Geld ist nahezu alles hinzubekommen. Da stimme ich dir zu. Nur was tun, wenn die Erhaltungskosten exponentiell in die Höhe schnellen, weil jedes Ersatzteil extra angefertigt werden muss? Und wie gesagt, Modernisierungen können (leider) so richtig problematisch werden, nämlich dann, wenn es nicht richtig funktioniert, also sollte die Devise gelten: never touch a running system. Nur irgendwann wirst eventuell genau dazu gezwungen, und dann fangen mitunter Probleme an, weil das eventuell nicht ganz harmoniert, dann kommt es zur nächsten Modernisierung, und irgendwann dann hast du festgestellt, dass es vielleicht doch gescheiter gewesen wäre, eine neue Bahn zu bauen.
Und genau das passiert jetzt am Grünberg. Zuerst gemeint, es wäre vertretbar, die Bahn zu sanieren --> Antrieb neu, Steuerung neu, Beschleuniger und Verzögerer neu, Gondeln restauriert, neue Seile, usw. Dann kam jener unsägliche Tag (schwerer Unfall), daraufhin wurde die Anlage nochmal aufgerüstet, und jetzt wird - endlich neu genaut. Du hast wieder Garantien, du bist am neuesten Stand der Technik, brauchst keine Behörden zu fürchten, Wartung ist einfacher, es ist bequemer....
Und jetzt darf jeder für sich selber entscheiden, ob er sein Auto, welches alt ist, nochmal herrichten lässt, oder ob er sich gleich ein neues kauft. Genau so ist es im Endeffekt bei der Seilbahn auch. ;)

MFG Dachstein
 
Das hat sich glaublich als Ente erwiesen...
Aber du hast recht, Pilatus: die Handwerker werden auf jeden Fall dereinst anrücken!
 
das ist ein hick hack, jeden tag steht was anderes in der zeitung
 
Naja, was soll man von dieser Zeitung halten, wenn sie nicht mal Garaventa richtig schreiben kann...
 
TPD schrieb:
Naja, was soll man von dieser Zeitung halten, wenn sie nicht mal Garaventa richtig schreiben kann...

Da gibt es noch mehr...in der PB Diavolezza hat es tatsächlich ein Garaventa Logo wo Caraventa steht. :lach:
 
spfelsberg schrieb:
TPD schrieb:
Naja, was soll man von dieser Zeitung halten, wenn sie nicht mal Garaventa richtig schreiben kann...

Da gibt es noch mehr...in der PB Diavolezza hat es tatsächlich ein Garaventa Logo wo Caraventa steht. :lach:

Das kann ich mir jetzt eher schlecht vorstellen da diese Schilder wohl in Serienproduktion hergestellt werden und vermutlich schon aus rein technischen Gründen ein socher Fehler ausgeschlossen werden kann.
 
Es ist ein Blatt hinter einer Glasscheibe. Sieht aber alt aus-.
 
beweise auf den tisch :wink:
 
Nächstes Wochenenda bin ich dort. Dann kann ich ein Foto machen.
 
gerne :top:
 
Quelle: NZZ: http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/gondelbahn_weissenstein_1.8309906.html

Pläne für den Weissenstein angepasst
Mit der Überarbeitung des Konzepts für die neue Gondelbahn, hofft die Betreiberin «mehr Akzeptanz» bei den Gegnern schaffen zu können.
(sda) Das umstrittene Neubauprojekt für eine Gondelbahn auf den Solothurner Hausberg Weissenstein wird teilweise überarbeitet. Die Seilbahn Weissenstein AG plant kleinere Stationen und ein optimiertes Antriebskonzept. An den Gondeln mit sechs Plätzen wird festgehalten. Als beschlossen gelte, dass die geplante Mittel- und Bergstation dank neuer technischer Entwicklungen und eines geänderten Antriebskonzepts deutlich verkleinert würden, teilte die Seilbahn Weissenstein AG am Montag mit. Die Mittelstation werde rund elf Meter kürzer.
Weniger Lärm
Die Anpassungen an der geplanten Gondelbahn sollen den Lärm reduzieren und die Landschaftsverträglichkeit des Vorhabens verbessern. Zwar verzögere sich das Projekt dadurch, hält das Unternehmen fest, es würden dafür aber «mehr Sicherheit und Akzeptanz» erreicht. Die Sesselbahn Weissenstein AG will auf den 1280 Meter hohen Hausberg von Solothurn eine moderne Bahn mit 50 Sechser-Gondeln bauen. Das Projekt mit Investitionen von 12 Millionen Franken ist umstritten. Im November 2009 hatte die historische Sesselbahn nach 60 Jahren ihren Betrieb eingestellt.

Heimatschutz will alte Bahn retten
Der Schweizer Heimatschutz und die Organisation «Pro Sesseli» kämpfen für den Erhalt der alten Bahn. Sie möchten zusammen mit der Stiftung historische Seilbahn Weissenstein die Anlage sanieren und weiterbetreiben. Das Seilziehen um die Bahn lässt in der Region die Emotionen hochgehen. Im vergangenen März hatte der Bundesrat die Anpassung des Richtplans für den Weissenstein genehmigt und Auflagen gemacht. So muss der Kanton Solothurn sicherstellen, dass die neue Seilbahn die Landschaft «nicht übermässig» beeinträchtigt. Das Gesuch für die Konzession der geplanten Gondelbahn ist beim Bund hängig.
Die Betreiberin dürfte nur zu gut wissen, dass auch ein überarbeitetes Konzept bei den Gegnern definitiv nicht auf "Akzeptanz" stossen wird.
Ich werde den Eindruck nicht los, dass dies nur ein vorgeschobenert Vorwand ist und das Projekt aus Kostengründen (zu teuer) redimensioniert werden musste. Kleinere Stationen kosten logischerweise weniger. Doch dies muss aus taktischen Gründen Pro Sesseli und Co. ja nicht unbedingt wissen...
Mir fällt bei diesem solothurnischen Theater bald nur noch folgendes ein: "Macht mit der Bahn was ihr wollt, aber macht endlich was!" Ansonsten kann man sich den Bahnbau gleich sparen, weil dann touristisch gesehen nach dem Weissenstein kein Hahn mehr kräht.
 
ist das ja geil :D echt ein unikat :P will ich auch habe
 
Die Solothurner Zeitung ist Pro-Gondelbahn, das ist nichts neues. Wäre das Urteil anders ausgefallen, würden sie vermutlich nur ganz klein darüber berichten.
 
Sollen die die neue Bahn doch bauen. Die Beschaulichkeit der VR Bahn mit der bescheidenen und daher umso wohltuenderen ruhigen Landschaftsgestaltung im Bergbereich wird wohl verloren sein. Erlebnis in Einfachheit wird ökonomischen Zielen nicht gerecht.
Die neue Anlage soll verständlicherweise in den Augen der Eigentümer eine Geldmaschine werden, mehr Gäste befördern, Kredite tilgen, und damit gegenüber der alten Bahn mehr Rendite abwerfen. Soll sie doch, gerne, das ist Marktwirtschaft.

ABER:
Den Betreibern soll es zum erreichen der Ziele nicht auch noch erlaubt werden, den Bereich um die Bergstation mit einer stetig wachsenden Anzahl an Plastikattraktionen zu verunstalten so wie dies in anderen Regionen recht erfolgreich praktiziert wird (Hüpfburgen, Reifenbahnen aus Plastik, Schaukelräder und was es da alles gibt heute...). Die UNI-G (oder was immer-) Station unmittelbar neben dem markanten Berghotel im Stil der Belle Epoque sollen sie bitte bitte in einem Holzbau verstecken.

Ich bin mir jedoch ziemlich sicher, dass die Betreiber in Salamitaktik eins nach dem anderen dort oben Plastikattraktionen hinstellen wollen, um mit diesem Banalzeugs für die Playstationkiddies ihre Kassen zu füllen, also ihre für die neue Bahn erhöhten Kapital.- und Betriebskosten zu bedienen. Das ist ja heute ein durchaus gängiges Geschäftsmodell, Österreich kennt sich da stellenweise bereits besonders gut aus.


Steht die neue Bahn einmal, werden sie Betreiber der regionale Politik Stück für Stück weitere Zugeständnisse für Baugenehmigungen abtrotzen, stets mit dem Argument der an der Kreditlast hängenden Arbeitsplätze...
Es kann ja heute alles noch so banal und scheusslich sein, so lange es a.) Geld bringt und b.) Umweltnormen genügt, kann man sehr viel machen. Sofern man hinreichend zäh ist...und das sind die Eigentümer von der neuen Bahn gewiss...und ggf. in der Politik im Vorfeld "nachgefragt" hat....

Profit ja, aber nicht auf Kosten des Landschaftsraumes? Dies ist aber eine ziemlich verlorene Losung heute: Wird doch alles begrünt, die Camions fahren mit Biodiesel und Mülltrennung machen sie bestimmt auch. Also bin ich mit meiner Einstellung gegen Arbeitsplätze...oder?
 
Andererseits muss ja schon im Konzessionsverfahren ein Finanzierungskonzept vorliegen. Und da frage ich mich schon, wie dieses Konzept aussieht :?: Die geplanten Plastik-Attraktionen wurden ja nicht bewilligt. Und wie wollen die Betreiber nun plausible Zahlen präsentieren ?

Aber es ist schon klar, früher oder später werden diese Plastik-Attraktionen stehen :twisted:
Von dem her ist es auch nicht erstaunlich dass gewisse Organisationen selbst bei sinnvollen Projekte mal grundsätzlich das Veto einlegen.
 
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