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Seilbahnunfall am Hohen Kasten

@ATV:
Ich mach da gar nix solange der Chef nicht da ist denn entweder man weis genau was man da tut oder man kommt auf alle Titelseiten.
 
seilbahner schrieb:
Noch was anderes @citta.
Wieso braucht ihr 20 minuten in der Gegenstation um die Anlage hochzufahren im Sommer?
Ich stehe immer in der Sommerzeit auf Dienstfahrt und schalte die Anlage vom Tal aus ab.
Innerhalb von 5 minuten bin ich jederzeit Fahrbereit.
Ist das bei euch Steuerungsbedingt, oder warum macht Ihr das?
Ne, Kompliziert ist das nicht. Aber erst mal Batterien aufs Dach der Kabine bringen und diese dort anschießen. Dann die Ladegeräte einschalten. Des weitern den Kompressor für die die Bahnsteigschranken zum laufen bringen. Die Steuerung der Bergstation hochfahren. Dann die Kabine die in der Bergstation hängt einschalten. Und schon ist die Zeit um.
Wenn wir im Sommer Fahren dann ist außer der Überwachung des Antriebs eigentlich alles überbrückt.
 
Stellt sich natürlich die Frage, wie der Inhalt auf der Website der UUS aktualisiert wird ?
Von dem her durchaus möglich dass da ein Schlussbericht publiziert wird, obwohl der Unfall nicht in der Rubrik "Laufende Untersuchungen" aufgeführt ist.

@Kakadu
In Gstaad gibt es noch eine Anlage mit Schraubenklemme.
 
Kakadu schrieb:
ATV schrieb:
Theo schrieb:
Warum ist der Gondelabsturz in Rougemont nicht drauf, weder unter den abgeschlossenen, noch unter den frischen?
Ich schätze mal, weil das Thema wohl erledigt ist und nicht nur die Bahn selbst, sonder der Bahntyp abgebrochen wird. War das nicht die letzte ihrer Bauart?
Da ist noch viel nicht drauf, auch nicht jeder Eisenbahnunfall, ich glaube das wird wohl eher so eine Auswahl sein.
 
Aktuelle news aus den medien:

[URL=https://www.tagblatt.ch]www.tagblatt.ch[/URL] schrieb:
BRÜLISAU. Zwei Wochen nach dem Luftseilbahn-Unfall am Hohen Kasten steht die Unfallursache noch immer nicht fest. Die Ermittlungen laufen, dem schwer verletzten Mitarbeiter geht es besser.

Am 24. März waren beide Kabinen der Bahn bei Revisionsarbeiten in die Stationen gekracht sind. Seither steht die Bahn still. Die
beschädigten Kabinen, der Pendelarm und das Laufwerk seien zur Untersuchung an die Produzenten geschickt worden, sagte Martin
Fässler, Geschäftsführer der Luftseilbahn Brülisau-Hoher Kasten, am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Untersuchungen im Gange
Das Bundesamt für Verkehr (BAV) untersucht den Unfall. Erste Resultate sollen laut Fässler in rund zwei Wochen vorliegen. Die Fahrtenschreiber seien bereits ausgewertet. Nähere Informationen wollte er nicht preisgeben.

Ein 72-Jährige hatte sich beim Unfall das Becken und sämtliche Rippen auf der linken Seite gebrochen. Der verletzte Mitarbeiter ist zwar auf dem Weg zur Besserung. Sein Gesundheitszustand lässt es jedoch noch immer nicht zu, dass er befragt wird.

Die leere Kabine befand sich zum Unfallzeitpunkt auf einer Revisionsfahrt. Der Mitarbeiter bemerkte, dass die Kabine nicht bremste. Er wollte ins Kommandobüro flüchten und die Fahrt von dort aus verlangsamen. Dabei wurde er zwischen der Wand des Büros und einem ausgerissenen Eisengitter eingeklemmt.

Restaurant öffnen?
Derzeit klärt die Bahn ab, ob das zur Bahn gehörende Restaurant auf dem Hohen Kasten nach der Schneeschmelze im Mai geöffnet werden kann. Wanderer können den 1795 Meter hohen Appenzeller Aussichtsberg zu Fuss in rund eineinhalb Stunden erreichen. Das Drehrestaurant - ein Publikumsmagnet im Alpstein - hätte vor Ostern in seine dritte Saison gehen sollen.

Da sowohl Trinkwasser wie Lebensmittel für das Restaurant per Bahn transportiert werden, sei die Wiedereröffnung eine Knacknuss, sagte Fässler. «Wir klären nun ab, ob ein Transport per Helikopter oder mit Pferden Sinn macht.»

Mitarbeiter bei anderen Firmen im Einsatz
Bei der Bahn arbeiten sieben Festangestellte und elf Mitarbeiter im Stundenlohn. Wegen dem Unfall reichte die Bahn ein Gesuch für
Kurzarbeit ein. Einzelne Angestellte arbeiten im Büro oder im Unterhaltsdienst. «Für die Zeit, in der wir nicht fahren können, haben wir einige Leute an andere Firmen ausgemietet», sagte Fässler.

Quelle: http://www.tagblatt.ch/aktuell/osts...fall-Ursache-noch-immer-unklar;art639,1523841

Die bahnbetreiber haben auf der hompage inzwischen extra einen bereich zum unfall gemacht:
http://www.hoherkasten.ch/seilbahn/unfall-2432010.html (Man kann sich da sogar für einen newsletter zum unfall anmelden)

Das wichtigste in kürze:

[URL=https://www.hoherkasten.ch]www.hoherkasten.ch[/URL] schrieb:
* Der Verunfallte war bis 28. Februar 2010 technischer Leiter.

* Dem verletzten Mitarbeiter geht es den Umständen entsprechend gut. Die Genesung schreitet voran, wenn auch in kleinen Schritten. Wir wünschen auch an dieser Stelle vollständige und möglichst baldige Genesung.

* Die Untersuchung zur Unfallursache läuft immer noch. Deshalb können zu diesem Thema keine weiteren Aussagen gemacht werden. VR und Geschäftsleitung hoffen, dass die Untersuchung in der zweiten Hälfte April abgeschlossen wird.

* Kabinen und Laufwerke wurden noch vor Ostern abmontiert und an die jeweiligen Lieferanten überführt. Dort werden sie genauestens untersucht.

* Bereits klar ist, dass die Kabine 1 (Bergstation) stärker beschädigt wurde. Die Schäden an der Kabine 2 (beim Unfall an der Talstation) sind dagegen kleiner.

* Die Untersuchungen an den Laufwerken und an den Pendelarmen (Aufhängevorrichtung) laufen. Bisher wurden keine irreparablen Schäden festgestellt.

* Ein Teil der Mitarbeitenden wird zwischenzeitlich in anderen Betrieben der Bau- und Tourismusbranche beschäftigt.

* Der Verwaltungsrat beschliesst am 14. April 2010 das weitere Vorgehen und orientiert anschliessend an dieser Stelle.

* April und voraussichtlich auch im Mai bleiben Seilbahn und Drehrestaurant geschlossen.

Quelle: http://www.hoherkasten.ch/seilbahn/unfall-2432010.html

Also ich muss auch sagen, dass ich die informationspolitik des unternehmens gut finde.
 
neueste infos:

[URL=https://www.hoherkasten.ch]www.hoherkasten.ch[/URL] schrieb:
Was bereits sicher gesagt werden kann: Die Bahn 1, welche ohne zu bremsen in die Perronbucht bei der Bergstation eingefahren ist, hat Totalschaden erlitten und muss komplett ersetzt werden.

Die Steuerungen für beide Kabinen werden komplett durch neue Steuerungen modernster Bauart ersetzt, was einen wesentlichen Teil der Kosten verursacht.

Der VR rechnet für die neuen Kabinen und Steuerungen mit Kosten von über CHF 900’000. Da die zweite Kabine auf Beschluss des VR angeschafft wird, ist diese Investition von der Versicherung nicht gedeckt.

Quelle: http://www.hoherkasten.ch/seilbahn/unfall-2432010.html

In der quelle stehen auch noch weitere bisher unbekannte einzelheiten.

da die steuerung ersetzt wird, könnte hier evtl. ein problem gewesen sein. warten wir mal auf den abschlussbericht in zwei wochen.
 
Das Rad dreht sich immer:
kP1060073.JPG
 
sehr schräg, dass sowas ähnliches (obwohl sicher nicht die gleiche ursache) ein zweites mal bei der gleichen anlage geschieht.
Sogar noch fast am selben tag. Da krieg ich echt gänsehaut.

aber warum steht da im Bericht 60er kabinen und auf der homepage "pro Kabine max. 50 Personen" http://www.hoherkasten.ch/seilbahn.html ?
Oder wurden die kabinen später nochmal ausgetauscht?
 
Damals war noch 75kg pro Person. Heute sind es 80kg pro Person. Viele Anlagen hat man daher zurückgestuft
Bettmeralp 125 -> 117
Zinal 80 -> 77
Engstligenalp 40 -> 37
Säntis 100 -> 85

Teilweise hat man vorher schon verkleinert da 60 Personen mit Rucksäcken in einer 60er Kabine kaum zum Platz haben und man mehr Zeit und damit Kapazität verliert um alle reinzupferchen als wenn man 10 Personen weniger ladet.
 
Die Bahn wollen sie Anfang Juni wieder in betrieb nehmen. Ich glaube aber nicht das die Zeit bis dahin reicht um 2 neue Gondeln zu bauen. Mich würde es daher nicht wundern, wenn man die weniger stark beschädigte Gondel repariert und mit dieser so lange fahrt, bis die beiden neuen fertig sind.
 
Es soll doch nur eine neue Gondel geben, man will irgendwie die eine reparieren und mit dieser schon fahren bevor die zweite fertig wird, soll ein Nachbau der alten werden.
 
Wenn ich das richtig verstanden habe wird im Sommer nur mit einer Kabine gefahren. Andere Spur bekommt ein Provisorium ohne Fahrgäste. Schätze Notlaufwerk mit Gegengewicht. kann aber auch falsch liegen.
 
@TPD Ja sorry Ich hab das falsch verstanden. Aber wieso kaufen sie sich nicht zwei moderne 50er Kabinen sondern lassen alte nachbauen?
 
Hätte mich sehr erstaunt, wenn es ein technischer Defekt gewesen wäre.
Aber irgendwie finde ich es schon komisch dass man im Unterhaltsbetrieb einfach "ungebremst" in die Stationen fahren kann.
 
@TPD: Gib hier im Forum unter Suche mal die Wörter "Überbrückung" oder "Ersatzsteuerung" ein. :wink:
Übrigens das Fotos ist falsch, es zeigt die Ebenalpbahn nicht die Kastenbahn.
 
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