So, ich hoffe jetzt ist es besser verständlich:
Zwei unabhängige Dieselhydraulikaggregate treiben jeweils die Seilscheiben einer Seite an. Das Tragseil verläuft in der Mitte und das Zugseil stellt Ihr euch bitte wie bei einem Lift ohne Antrieb vor, oben und unten Umlenkscheiben - eine gewichtsgespannt - und das Zugseil wird mittels Zusatzrollen auf die enge Laufwerkseilspur zusammengeführt.
Im Normalbetrieb ziehen die Scheiben beider Laufwerksseiten die Gondel hoch und das Zugseil bewegt sich praktisch nicht. Fällt eine Antriebsanlage aus so werden automatisch die Seilscheiben dieser Laufwerksseite festgebremst, der verbliebende einseitig noch ziehende Antrieb bewirkt durch das Flaschenzugprinzip einerseits ein Umlaufen des gesamten Zugseiles mit halber Antriebsgeschwindigkeit und daraus resultierend zieht sich die Gondel mit halber Antriebsgeschwindigkeit aber doppelter Kraft nach oben, wodurch der verbleibende Antrieb die volle Gondel ziehen kann.
Vorteil: kein Stationspersonal (bezahlt wurde beim Fahrer), keine Kraftstromversorgung der Stationen und natürlich auch keine große aufwendige zentrale Antriebsanlage.
Der Tank sowie die Dieselaggregate befanden sich in abgetrennten Raum unter der Kabine, gab natürlich etwas Lärm in der Gondel.
An einen anderen Nachteil hatte Troyer eigentlich gar nicht gedacht:
Die Aggregate waren Antriebe von handelsüblichen Baggern (Laltesi), diese Marke war in Italien sehr verbreitet da äußerst robust (weiß ich, hab selber einen). Eines Morgens nun wollte Troyer jun. die Versuchsanlage starten und Motor 1 lief auch sofort. Hingegen kam von Motor 2 nicht mal das Anlassergeräusch. Als er die Klappen zur Antriebsanlage öffnete war kein Motor 2 mehr da den man starten hätt können, denn irgendein Baggerunternehmer hatte offenbar Verwendung für die Antriebsanlage und diese einfach über Nacht "gemopst".
Grüße von Markus