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Situation auf Pisten wird immer gefährlicher

Af schrieb:
@ Markman:
Also den Absatz über Snowboarder kannst streichen...stell dich selber mal drauf, und ich Wette, dass du keine 5 Sekunden stehen bleiben kannst....:-) Sogesehn kann man sich nur hinknien oder hinsetzen. Andererseits gibts auch genügend Skifahrer, die nach 2 Schwüngen pause machen müssen, da ihnen die Puste ausgeht. Nur stehen die dann halt in der Piste rum...
Aber Hauptsache mal wieder über eine Sportart gemotzt, von der man keinen Plan hat. (übrigens war ich langjähriger Skifahrer in der Prä-Carving area, was manche noch als "richtiges Skifahren" bezeichnen).
ich meinte nicht die Snowboarder, die (cool) fahren können, sondern die Möchte-Gerne- Fahrer, die nichts können, besonders die geschminkten Tussis, aber ein tolles Brett haben und gleich neben dem Ausstieg es sich bequem machen, weil die Schleppliftfahrt ja so anstrengend gewesen ist, sich aber wundern, dass ihnen ein Bügel über den Kopf knallt oder etc. Generell geht es natürlich um alle Wintersportler, die nicht die Regeln kennen, also auch die Skifahrer:-)

Gruß,
Markman
 
Auch hier gilt wieder: Erst selbst machen, und dann drüber urteilen.
Schleppliftfahren ist für Snowboarder extrem anstrengend. Stell dir einfach vor, du wirst an nem Stock unter dem Oberschenkel nach oben gezogen, und musst dabei versuchen nicht umzukippen....Ist selbst für mich als erfahrenen Boarder ein Problem.

@ Stehenbleiben: Da geb ich dir allerdings recht. Viele Boarder lassen sich irgendwo fallen, ohne Rücksicht auf den restlichen Verkehr. Hier sind aber auch Skikurse und Skifahrer mittlerweile gut dabei, die meist sogar in den engsten Stellen nebeneinander stehen, und dumm schauen, wenn man se deswegen anmotzt.

Für diejenigen, die es sich leisten können, bleibt nur ein Ausweg: Meiden der Hauptsaison, sowie der chronisch überfüllten Gebiete.
 
Wenn man sich den Wahnsinn, der sich momentan in den Weihnachtsferien auf den Pisten abspielt, ansieht, dann muss man wirklich froh sein, dass so wenig passiert!!! Wenn das Lift-/Pistenkapazitätsverhältnis noch weiter aus dem Gleichgewicht gerät, so muss man meiner Meinung nach ohnehin zu radikalen Maßnahmen greifen, die da z.B. lauten könnten: GETRENNTE Pisten für Anfänger und routinierte Skifahrer, Pistenführerschein für alle, Helmpflicht für alle, Alkoholverbot, Verbieten von Fahren in Schlangenlinien in der Gruppe. Dass dies alles ziemlich radikale Vorschläge sind, ist mir durchaus bewusst. Aber wer sich mal in den Weihnachtsferien nach Flachau begibt, innerhalb von 500 m Piste 3 Skikursgruppen mit >10 Leuten in einer Schlange vor sich gehabt hat, sich den Wahnsinn auf schwarzen Pisten in diversen Skigebieten ansieht, oder auf den schon mal ein kreischendes Etwas auf Skiern zugekommen ist, der wird mir zustimmen. Es müssen sich vor allem die unroutinierten Skifahrer mal an der Nase nehmen.

All den guten Skifahrern rate ich mal, sich mal Zeit zu nehmen, und die gefährlichen Situationen an bestimmten neuralgischen Punkten - z.B. Space Jet 2 Talstation, oder div. Pistenkreuzungen in einem Zeitraum von - sagen wir mal - 10 Minuten zu zählen. Genau darin liegt nämlich die Ursache für meine Abneigung gegenüber diesem Skigebiet. Da hab ich teilweise wirklich Angst.

Man kann schnell (und zugleich kontrolliert) fahren, wenn man´s technisch drauf hat. Und es ist auch nicht zwangsweise immer der schnellere Skifahrer Schuld. Beim Autofahren werden ja auch etliche Unfälle durch notorische Langsamfahrer provoziert, und beim Skifahren halt auch durch jene Leute, die unter Kuppen sitzen, wegfahren, ohne nach oben zu schauen, usw...
 
Abgesehen vom - diskutierbaren - Inhalt dieses Posts sehe ich auch ein logisches Problem dieser Aussage: Gehen wir mal von dem - hinterfragenswerten - Postulat aus, dass auf roten Pisten schneller gefahren wird (werden darf? werden soll?)als auf blauen Pisten, dann muss man ja beim Benützen einer roten Piste bei einer Kreuzung mit einer weiteren roten Piste ja eher NOCH aufmerksamer sein als bei einer Kreuzung mit einer blauen Piste, weil man ja auf der anderen roten Piste mit schneller sein dürfenden (??) Schifahrern rechnen müsste als auf einer blauen Piste. Die Markierung einer Piste kann wohl keinesfalls als Marker für "Idealgeschwindigkeiten" gelten (oder hieße dass, das man auf einer schwarzen Piste noch schneller fahren soll). Es ist jedenfalls fahrlässig, brutal durch Gruppen durch oder an andern Schifahrern knapp vorbei zu fahren, völlig unabhängig, ob man sich auf einer roten, blauen oder schwarzen Piste befindet. Jeder von uns versucht bei schnellerem Tempo auf einer befahrenen Piste die Reaktionen der langsameren Fahrer, die überholt werden, vorauszuberechnen, das klappt ja - glücklicherweise - in den meisten Fällen ganz gut, aber es ist NIE 100%ig vorhersehbar, ob ein Fahrer, egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener, nicht plötzlich abrupt die Richtung ändert und man selbst dann einfach zu schnell ist um auszuweichen. Je schneller der Fahrer ist, den man überholen möchte, desto größer ist der - nennen wir es mal "Unsicherheitsradius", den man beim Überholen eigentlich einhalten müsste. Nur - wenn man sich das mathematisch durchrechnet, wird man ein Restrisiko wohl nie 100%-ig ausschalten können. (Es sei denn, man bleibt zu Hause).
Unabhängig von jeder Verschuldensfrage zeigt mir dieser Vorfall wieder, dass wahrscheinlich viele von uns (vor allem auf vollen Pisten in der Hochsaison) ihr eigenes Verhalten noch mehr hinterfragen sollten, wobei ich hier keinesfalls spezielle Rücksichtslosigkeit meine sondern einfach die Tatsache, dass man angesichts der immer höheren Geschwindigkeiten gar nicht aufmerksam genug sein kann.
Ich fühle mich zur Hauptsaison in einem vollen Schigebiet wirklich nicht mehr besonders wohl.


@Gerritt

Ich bin absoluter Flachlandtiroler und maximal 1 x im Jahr für 14 Tage auf einer Piste, aber mein Posting zeigt schon meine Einstellung oder auch meine Vorstellung vom Skifahren: für mich (auch hier die Betonung auf "für mich") ist es so, das gute Skifahrer auf roten und schwarzen Pisten zügig und schnell fahren sollen und auch dürfen, aber auf blauen Pisten sollten sie sich zurückhalten. Ich habe (leider) die Erfahrung gemacht, das viele sog. gute Skifahrer aber sehr gern auf blauen Pisten fahren, weil man da "so schön heizen" kann - eine solche Einstellung finde ich unmöglich - es sei denn, die blaue Piste ist leer!!!
Und andersrum ist es das gleiche - Anfänger auf roten oder schwarzen Pisten haben da genausowenig was verloren.
Aber das geht hier am Thema vorbei - ich schließe mich dem Posting an, das Skifahren bei extremem Massenauflauf keinen Spass macht und viele sich eben leider nicht so verhalten, wie es angebracht wäre.

Gruß
SusanAlien


Deine Einstellung halte ich für äußerst gefährlich, gleichzeitig aber für (eigene Einschätzung) weit verbreitet - und genau das ist meiner Meinung nach einer der Hauptgründe für die vielen, vielen gefährlichen Situationen auf Österreichs Pisten!!!


Ich glaube, wenn Du's nochmals selber liest erschließt sich Dir der eigene .. nun sagen wir mal ... sehr unlogische, etwas abseits der Realtitäten vorhandene Sinn deiner ... nun sagen wir mal Spekulation.
Ganz im Gegensatz zu SusanAlien, deren, ach, wie schreibst Du "Postulat"?, eine mir bekannte, bisher verinnerlichte anständige sportliche Verhaltensregel auf Pisten egal welcher Art beinhaltet - und dem geneigten Leser klar erschließt.
@susanAlien: (Antwort auf Aussage in anderem Topic): Deine AUssage ist z.T. richtig, allerdings ist das Kriterium für die "Erlaubnis" zum "Heizen" nicht, ob eine Piste blau, rot oder schwarz ist, sondern ob sie leer ist. Bei gleich "belebter" Piste ist das schnelle Fahren auf roten Pisten m.E sogar potentiell gefährlicher, da hier - zumindestens nach Deinen Aussagen - mehr schnellere Fahrer unterwegs sind, die dann durch ihr höheres Tempo auch wesentlich unberechenbarer sein werden.
 
@Gerritt

deinem letzten Satz stimme ich uneingeschränkt zu :)

Es wäre halt schön, wenn jeder sich vernünftig der jeweiligen Situation anpassen würde - aber das sind wirklich Wunschträume...leider :?

Gruß
SusanAlien
 
Tatsache ist jedenfalls, dass die Gefahr von Kollisionen zwischen Schifahrern in den letzten Jahren offenbar gewachsen ist. Welches sind da nun die ursächlichen Faktoren?
Ich postuliere hier nun mal, Gründe sind:
höhere Schifahrerdichte auf den Pisten durch gesteigerte Beförderungskapazität der Aufstiegshilfen
schnelleres TEmpo der Schifahrer durch
1. Carvingschi
2. glattgebügelte und modellierte Pisten

Auf einer dichter befahrenen Piste befinden sich in der Regel Schifahrer verschiedener Könnensstufen in verschieden hohem Tempo (wobei diese Faktoren nicht unbedingt miteineander korrellieren).
Das bedeutet, das schnellere Fahrer zwangsläufig langsamere Überholen müssen.
Der überholende Fahrer muss also beim Fahren nicht nur sein eigenes Tempo gegenüber topographischen Pistenmerkmalen oder fest stehenden Hiindernissen kontrollieren (auch hier scheinen die Kollisionen ja zuzunehmen), sondern er muss auch die Reaktionen der zu überholenden langsameren Fahrer vorausberechnen. Das ist nun keineswegs 100%ig möglich, allerdings kommt nun folgendes Problem zum Vorschein. Bei niedrigerem Tempo hat sowohl der von hinten kommende Fahrer natürlich mehr Zeit, auf eine unvorhergesehene REaktion des langsamren Fahrers zu reagieren, alsauch kann der überholte Fahrer im Falle einer plötzlichen Richtungsänderung nur eine bestimmte Abweichung vom "vorausgeschätzten" Kurs machen. Steigert sich das Tempo von Überholendem und Überholten, so hat der Überholer weniger Zeit zum Reagieren, gleichzeitig vergrößert sich der "Unsicherheitsradius" den der Überholte durch eine plötzliche Richtungsänderung ausnützen kann. So paradox es auch klingen mag, es ist für einen guten Fahrer einfacher, in hohem Tempo auf einem Hang den Weg durch viele langsame Schifahrer zu finden als auf einer Piste, auf der das allgemeine Tempo höher ist.
Schwächere und langsamere Schifahrer führen zwar (vielleicht) mehr plötzliche Richtungsänderungen gegen den vorhergesehenen Rhythmus durch, der "Unsicherheitsradius" (mir ist auf die Schnelle kein anderes Wort eingefallen) ist aber durch das geringe Tempo eher klein. Je schneller das allgemeine Tempo auf einer Piste jedoch ist, desto gefährlicher ist die Gesamtsituation. Ganz schlimm sind eben Pisten, auf der sehr viele Fahrer schnell, aber nicht eben gleich schnell große Carvingschwünge machen. Man kann - selbst bei vielen guten Fahrern - nicht damit rechnen, das alle auf der (von oben gesehen) geschätzten Bahn bleiben und durch die hohen Geschwindigkeiten sind Kollisionen leider immer wahrscheinlicher.
 
@ gerrit. Sehr schön analysiert. Auf einer Piste mit Anfängern habe ich ein geringeres Gefährdungsgefühl, weil Anfänger eben doch wesentlich langsamer fahren.
Manchmal erhöhe ich auch meine Geschwindigkeit, um die Anderen zu beherrschen, d. h. um praktisch sicher zu sein, dass von hinten niemand mehr kommen kann. Für die Anderen wahrscheinlich weniger angenehm, aber ich fühle mich sehr sicher :D
 
gerrit schrieb:
Tatsache ist jedenfalls, dass die Gefahr von Kollisionen zwischen Schifahrern in den letzten Jahren offenbar gewachsen ist. Welches sind da nun die ursächlichen Faktoren?



höhere berförderungskapazitäten.....


und dazu noch die zunehmende rücksichtlosigkeit



weder die ski noch die pisten spielen eine gewichtige rolle, weil das vorraussetzt das die leute skifahren können, und das können mindestens 95% der pistenbenutzer nicht
 
Meiner Meinung nach, gibt es neben den "technischen" Gründen für die zunehmende Zahl schwerer
Unfälle, wie von Gerrit oben bereits erwähnt (Carving-Ski, plattgewalzte Pisten etc. ) , auch gesellschaftliche
Gründe:

-Die Zahl der sogenannten "jungen, zahlungskräftigen Opinion-Leader" (Original -Geschwätz eines Snowboard-Reiseveranstalters )
auf den Pisten hat zugenommen und damit auch die für diese Gruppe typische Jackass-Mentalität mit all
ihren Folgen
-Die dem Zeitgeist entsprechende "Es gibt keine Grenzen, alles ist möglich, push the limit bla bla bla"
Einstellung vieler Leute verleitet zu unvernünftiger Geschwindigkeit
-Der Skirennlauf hat in Form von modischer Erscheinung und Material die breite Masse der Skifahrer erreicht;
leider steht aber zu 90 % immer noch Günter Dübenkamp aus Castrop-Rauxel (45 J., Raucher, 10 Skitage / Jahr)
auf den Brettern und das harte Training und die vielen Skitage der Profis lässt sich halt nicht so ohne weiteres
kaufen (ok dass schreiben wir in der Werbung für den neuen Völkl XFusion Pro Xplosion 5.0 nicht gelle ...)
-Mit den langsam aber sicher auf den Pisten nur noch eine Minderheit bildenden Ski-Familien (Skiurlaub können
sich nämlich wirklich nur noch wenige Familien mit 2 oder mehr Kindern leisten), nimmt auch die Zahl der
Langsamfahrer ab, ganz klar; üble Crashs von kleinen Kindern hab ich noch nie gesehen; von Erwachsenen allein
5 mit anschliessendem Einsatz der Bergrettung
 
skwal schrieb:
weder die ski noch die pisten spielen eine gewichtige rolle, weil das vorraussetzt das die leute skifahren können, und das können mindestens 95% der pistenbenutzer nicht
Also da bin ich auf jeden Fall gegenteiliger Meinung: auf einer ungewalzten und kupierten Abfahrt erreicht man nur viel geringere Geschwindigkeiten als auf einer glattgebügelten auf ein einheitliches Gefälle nivellierten Piste. In verbuckeltem und welligem Gelände können nur wirklich absolute Topfahrer mit hoher Geschwindigkeit fahren, während die glatten Pisten gerade in Verbindung mit Carving-schiern auch für mäßige Fahrer plötzlich hoche Geschwindigkeiten möglich machen.
 
gerrit schrieb:
skwal schrieb:
weder die ski noch die pisten spielen eine gewichtige rolle, weil das vorraussetzt das die leute skifahren können, und das können mindestens 95% der pistenbenutzer nicht
Also da bin ich auf jeden Fall gegenteiliger Meinung: auf einer ungewalzten und kupierten Abfahrt erreicht man nur viel geringere Geschwindigkeiten als auf einer glattgebügelten auf ein einheitliches Gefälle nivellierten Piste. In verbuckeltem und welligem Gelände können nur wirklich absolute Topfahrer mit hoher Geschwindigkeit fahren, während die glatten Pisten gerade in Verbindung mit Carving-schiern auch für mäßige Fahrer plötzlich hoche Geschwindigkeiten möglich machen.

Dem schließe ich mich an.

Zugegeben - ich gehöre zu der Fraktion von sehr schnell fahrenden Snowboarden. Meine aber auch, dass ich zum einen das Boarden mehr als gut beherrsche und zum anderen definitiv Rücksicht auf die aktuelle Situation nehme.

Der entscheidende Punkt an Gerrits Aussage bezüglich des kupierten Geländes es meiner Meinung nach aber noch ein anderer als das eigene Können; Denn, so man es kann, ist es wirklich geil mit vollgas über eine uneinsehbare Kante zu gehen. In Gebieten die ich sehr gut kenne stehe ich auch immer wieder vor dieser Entscheidung: Machst du es oder nicht?
In der Regel breche ich aber trotz Orts- und meist auch Schneekenntnis den SChwung vor Kuppe ab. Und zwar aus dem ganz lapidaren Grund, dass ich nicht SEHE was hinter der Kuppe ist.
Heizen, Gasen, Speeden, Springen und Carven in allen Ehren - aber nur solange ich die Situation zumindest vermeintlich kalkulieren kann. Mit einer uneinsehbaren Kuppe kann ich das definitiv nicht mehr.

Und hier ist dann eine persönliche Risikoabwägung zu treffen; Für mich schaut die wie folgt aus:
- Ich gehe teils durchaus Risiken für meine eigene Gesundheit auf dem Berg ein - will und kann ich nicht leugnen. Dafür ist für mich die Grenzerfahrung einfach zu prickelnd, spannend, fordernd und befriedigend.
- Andere aber bewusst und willentlich zu gefährden kann ich nicht mit mir vereinbaren. Dies kann dann aber auch bedeuten, dass ich mal mehrere Minuten dasitze und warte bis ich einen "freien Pistenabschnitt" erwische, denn, wenn ich mal versuche beim Carven mit dem Board die Grenzen auszuloten im steileren, dann kann ich nach einem Wegschmieren auch mal 30 oder mehr Meter mit hohem Tempo unkontrolliert dahinschlittern. Und hierfür darf einfach keiner vor mir sein.

Alternativ heißt es in der Heuptsaison große Gebiete zu meiden oder langsamer mit'm Kurzschwung am Rand zu fahren.
 
chapeau, besser hätt mans nicht sagen können!
 
@gerrit: ich gebe dir vollkommen recht.
- pisten sind wie autobahnen, bestens präpariert und breit. die laden zum schnell fahren ein
- viele skifahrer/snowboader überschätzen sich masslos
- viele lassen einfach die "sau" raus
 
Hallo
CruisingT hats auf den Punkt getroffen. Das was er sagt trifft auch auf mich voll zu.
Wenn jeder sich so verhält dann gäbe es ein paar Probleme weniger.

Gruß Andreas
 
ich sehen auch vor allem die gesteigerten kapazitäten der aufstiegsanlagen
und die dadurch zeitweise überlasteten pistenabschnitte so wie die künstliche
pisten modellierung, die "verbesserte" pistenpflege in kombination mit dem
"neuen" ski material, die zu höheren geschwindigkeiten des einzelnen führen,
als hauptgrund für die erhöhte unfall gefahr auf den piste.

ich glaube aber nicht, daß heute rücksichtsloser gefahren wird als früher.
nur die folgen eines unfalls sind auf grund der "allgemein höheren geschwindigkeiten",
leider oft schwerwiegender als früher.
 
skwal schrieb:
gerrit schrieb:
Tatsache ist jedenfalls, dass die Gefahr von Kollisionen zwischen Schifahrern in den letzten Jahren offenbar gewachsen ist. Welches sind da nun die ursächlichen Faktoren?

höhere berförderungskapazitäten.....

und dazu noch die zunehmende rücksichtlosigkeit

Zwei weitere Faktoren, die mir noch Einfallen:

a) Schnellere Lifte.
Früher war ja die Lift-Zeit der begrenzende Faktor - jeder halbwegs flotte Ski-Fahrer hat mehr zeit im Lift als auf der Piste verbracht.
Früher gab es ja nur Schlepplifte, Fixe Sesselbahnen (ca. 2,5 m/s) , Langsame 4er Gondeln und Pendelbahnen - hierdurch trat also immer eine längere Zwangspause ein.

Die neuen Kuppelbaren Sessel und schnellen Umlauf-Gondeln bringen einen wesentlich Schneller wieder hoch - so dass die Anzahl der Fahrten - und damit auch die Ermüdung - steigt.
Die meisten Unfälle passieren ja gegen Nachmittag, wenn Kondition und Aufmerksamkeit nachlassen - und bedingt durch das mehr an Fahrten tritt das natürlich verstärkt auf.

b) "Freizeitdruck":
Was mir auch so aufgefallen ist:
Früher war ich immer 14 Tage im Ski-Urlaub - hierdurch ging man das Ski-Fahren "entspannter" an, da ja genug Zeit war - sprich: Man hat durchaus mal einen Tag ausgelassen, wenn man sich nicht fit gefühlt hat.
Z.b. wurde bei den vom Breitensport organisierten Reisen immer der 3. Tage "Skifrei" gemacht, da er (angeblich) der Tag mit dem meisten Verletzungen wäre (wg. der Umstellung auf die Höhe).
Bei den heutigen Preisen kann man sich das kaum noch leisten - spricht: Der Urlaub wird kürzer, aber es steigt dann natürlich der Druck, jeden Tag auszunutzen.
Auch die hohen Ski-pass-Preisen tun da natürlich was dazu: Auch wenn es dumm klingt - aber man will natürlich sein Geld "abfahren" - es widerstrebt einem dann doch, den teuren Ski-Pass nicht auszunutzen.

Eine Sache fällt mir hierzu ein:
Es wäre sicher auch sinnvoll, wenn Ski-Pässe nicht nur nach Tagen, sondern mehr nach dem "pay-per-use" System verkauft würden - sprich:
Wer weniger fährt, zahlt auch weniger.
Klar, es gibt Punkte-Karten - aber die sind meisten so teuer, das sich das für einen "normalen" Fahrer viel teuer als die Tageskarte wären.
Ideal wäre hier m.E. eine Stunden-Abrechnung - man kauf ein bestimmte Stunden-Kontikent oder bekommt nicht gefahrene Stunden zurückerstattet. Dank der elektronischen Liftpässe wäre das ja technisch kein Problem

Gruß, Jens
 
hmm also mit am Nachmittag die meisten Unfälle stimmt nicht immer. Heute in der Wildschönau waren am Schatzberg 2 Schiunfälle, beide aber vormittags-mittags. Erst hats die Schwester von einer Schifahrerin zerlegt, beim off-Piste fahren (in so nem kleinen engen Graben unter der Gipfelbahn (kaum 2 paar Schi breit).
Die hat erst noch gefragt ob ich die gesehen hätte, hab ich leider nicht. (obwohl auch die 11er an der Gipfelbahn gefahren)
Dann auf einmal sieht sie ihre Schwester verletzt unterm Lift liegen und Ersthelfer, sowie die Schi von der überkreuz im Schnee, wg. absichern.
Die Schwester im Lift war dann total fertig mit den Nerven, geschrien ohne Ende 8O
Oben haben der ihre Leute versucht die zu beruhigen. Ca. eine Stunde später musste auch noch der Hubschrauber anrücken, aber wohl ein anderer Unfall.

Ich fahr selten Off-Piste, eher noch Schirouten wenn ausgefahren Off-Piste dito, falls zur Bobbahn und ausreichend breit ausgefahren oder zur Buckelpiste. Meistens fahr ich vorsichtig, wenns z.B: auf der Piste voll ist. Runterheizen kommt mir nur wenns einigermassen leer ist oder wenns mich pressiert in Frage. Finde nicht, dass man da strenge Massnahmen ergreifen muss. Allerdings beim Fahrstil mancher "Ich fahre 1x im Jahr ein paar Tage in die Berge-Schifahrer" da drehts mir die Fussnägel auf.

mFg Widdi
 
Widdi schrieb:
hmm also mit am Nachmittag die meisten Unfälle stimmt nicht immer. Heute in der Wildschönau waren am Schatzberg 2 Schiunfälle, beide aber vormittags-mittags

Sorry aber, was soll das aussagen?
Das sind ja nur 2 Einzelfälle.
Natürlich gibt es auch Unfälle morgens - und es kann natürlich auch mal einen Tag geben, wo morgens mehr Unfälle als Abends passieren.
Das ist normale statistische Abweichung..

Aber im allgemeinen passieren nachmittags mehr Unfälle als morgens.

Siehe z.b.:
http://unfallchirurgie.uklibk.ac.at/dataarchive/data1/sicherheit_beim_skifahren.pdf

30 Prozent der Ski- und Snowboardunfälle
zwischen 14 und 16 Uhr!
Im Verhältnis zu den gesamten Wintersportverletzungen wurden an der Klinik 2004/2005 um 3,1 Prozent mehr Skiunfälle als vergleichsweise im Vorjahr registriert. Wer allerdings vormittags Schifahren geht, hat übrigens gute Chancen, der Verletzungsgefahr zu entgehen. Mehr als 30 Prozent der Ski- und Snowboardunfälle ereignen sich nämlich in zwei Stunden: zwischen 14 und 16 Uhr.

Oder noch besser:
bfu-Statistik Schneesportunfälle 2005/06
Ski- und Snowboardunfälle im Vergleich
27 Seilbahnunternehmungen haben in der Wintersaison 2005/06 insgesamt 4'773 Verletzte erfasst.


http://newemotion.bfu.ch/German/sport/Documents/SBS/SBS_06_d.pdf
Auf Seite 10 kann man sehen, das bis 12:30 nur 39.8% der unfälle passierten

Oder hast Du andere Quellen?
Gruß, Jens
 
Also was ich heute in Lermoos erlebt hat, reicht bis zum nächten ordentlichen Schneefall.

Auch der Klassiker in leicht abgeänderter Art war dabei:
Snowboarder schmeissts ein ganzes Stück hinter ner Kante, Freund bleibt stehen und hilft beim Aufstehen. Junggemüse, das nicht richtig skifahren kann, springt mit Vollgas über die Kante, ihm zerreists beim Aufkommen die Skier -> Abflug in die gerade Gestürzte, zum Glück schon sehr verlangsamt....Wär die Arme auf der eisigen Piste vorher hingeflogen, gäbs jetzt ne schöne Rote Pistenmarkierung. So viel zum Thema kuppiertes und buckeliges Gelände ist sicherer... :D

Ansonsten das übliche. Rasende Kinder, dies dann beim ersten Kunstschneehaufen zerlegt, den ganzen Hang querende Anfängergruppen à 15 Kindern, Ziehweg mit einer Zwergerlgruppe und dahinter eine Snowboard-Anfängergruppe, die es alle 5 Meter hinhaut, Eisplatten an den Schneekanonen, heulende Kinder, die die eisigen Pisten runterrutschten....deswegen war der Tag für uns um 14 Uhr Zuende.

Aber: Die Könner sind sehr aufmerksam und kontrolliert gefahren, kein Gedrängel an den Liften, fast alle Sessel voll besetzt.
 
Widdi schrieb:
. Allerdings beim Fahrstil mancher "Ich fahre 1x im Jahr ein paar Tage in die Berge-Schifahrer" da drehts mir die Fussnägel auf.

Davon ab das ich Deinen Post zweimal lesen musste um alles zu verstehen, was möchtest Du mit der oben zitierten Andeutung aussagen??

Stell Dir mal vor, Deutschland ist groß und nicht jeder Mensch wohnt in München und kommt auf weit über 20 Skitage.... :wink:

Kann mir schon vorstellen, dass die von Dir angesprochene Gruppe prozentual an vielen Unfällen beteiligt ist, aber wird wahrscheinlich auch die Größte Gruppe sein. Soviel zum Thema Statistik.

... und das Nachmittags die meisten und schwersten Unfälle passieren ist de facto so und auch logisch.
 
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