Dass Skigebiete sehr wohl vom Tagesgast leben können, zeigt sich doch gerade in Niederösterreich eindrucksvoll. Das Stuhleck ist tagein, tagaus gerammelt voll - und das meines Wissens nach ohne einer nennenswerten Anzahl an Gästebetten. Auch am Hochkar hat das doch eigentlich relativ lange sehr gut funktioniert und mit Hinterstoder gibt es ein weiteres Paradebeispiel für ein super laufendes weitgehend von Tagesgästen frequentiertes Skigebiet.
Das Problem ist meines Erachtens nach jedoch vor allem, dass das Skifahren für den Tagesgast schlicht und einfach zu teuer wurde. Man braucht sich nur ein wenig im Einzugsgebiet umhören (ich wohne ja selbst in Wien) - viele verzichten inzwischen aus Kostengründen auf Tagesfahrten, der Schwerpunkt wird auf den jährlichen Skiurlaub gelegt - auf Kosten der Tagesfahrten.
Man wird aber aus dem Hochkar nie ein richtiges Mehrtagesskigebiet machen können - dafür ist es viel zu weit weg vom Schuss und auch sonst ist die Gegend für Mehrtagesgäste nicht wirklich attraktiv. Es gäbe aber durchaus Möglichkeiten, dasSkigebiet punktgenau auf Tagesgäste auszurichten. Man kann spezielle Wochentagstarife anbieten (man glaubt gar nicht, wie viele Wiener an Wochentagen Zeit hätten!!! Warum macht das bis heute noch keiner?!) Bus-Shuttledienste aus Landeshauptstädten einrichten (Wien, Linz und St. Pölten sind binnen 2 Stunden erreichbar), eine Talabfahrt + EUB bauen (ich möchte nicht wissen wie hoch die Erhaltungskosten der Straße sind),...
Feststeht, dass das Hochkar als eines der wenigen niederösterreichischen Skigebiete wirklich Potential für die Zukunft hat (schon alleine aufgrund der Höhenlage). Man braucht sich daher denke ich nicht weit aus dem Fenster zu lehnen wenn man davon ausgeht, dass es nächsten Winter dort oben weitergeht.