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Skigebiet Hochkar insolvent

Werna76 schrieb:
lanschi schrieb:
Gemäß einem OÖN-Artikel (zuverlässigere Quellen konnte ich auf die Schnelle nicht finden) machen die HiWu-Bergbahnen bei einem Umsatz von 11 Mio. € satte 3 Mio. € Gewinn: http://www.nachrichten.at/nachrichten/wirtschaft/wirtschaftsraumooe/art467,501478
Diese Relation Umsatz zu Gewinn ist in dieser Branche vollkommen unmöglich!
Eine Null zu viel beim Gewinn
Nein, das kann sein - schau mal hier rein, ab Seite 37 bzw. 39 (leider ist ohne Zugangsbeschränkungen nichts Aktuelleres zu finden, aber in der Tendenz immer noch aussagekräftig):

[ur=http://www.ak-tirol.com/bilder/d40/wiso2.pdfl]Analyse der Jahresabschlüsse – Seilbahnen 2002 bis 2004[/url] (PDF)

Von einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von über 20% des Umsatzes und Eigenkapitalquoten über 50% können andere branchen nur träumen ...

sicher auch eine interessante Lektüre ist der Initiativbericht des Oö. Landesrechnungshofes zur Beteiligungsstrategie im Seilbahnbereich (PDF) mit Analyse der Hinterstoder/Wurzeralm-"Privatisierung"
 
Zu 2002 bis 2004 hab ich keine Daten mehr vorliegend, möglich dass das damals tatsächlich so war.
Aber!:
Das war bevor der, ich nenne es mal, Investitionswahn losgebrochen ist (ob in dieser Form so notwendig oder nicht sei mal dahingestellt).
Heutzutage ist bei 11 Mio Umsatz ein GEWINN (nicht Cashflow!) von 3 Mio vollkommen unmöglich.

Zur Veranschaulichung (Zahlen aus 2010, Branchenmonitoring Statistik Austria):
Die 173 Seilbahnbetriebe in Österreich die in die Kategorie Umsatz 5-20 Mio fallen, haben einen Durchschnittsumsatz von 9,15 Mio EUR.
Der DurchschnittsGEWINN dieser 173 Betriebe beträgt..... 460.000 Euro! Einen "positiven Ausreißer" aus dieser Statistik mit auch nur annähernd Gewinn von 3 Mio, gibt es nicht.
Der DurchschnittsCASHFLOW liegt bei: 3 Mio.
Bei den Schreiberlingen von den div. Medien werden oft Gewinn, Cashflow, EBIT, EBITDA verwechselt, bzw sucht sich ein Unternehmen die Zahl raus, die sich gegenüber dem Vorjahr am besten entwickelt hat und veröffentlich dann nur diese. :wink:

Die durchschnittlichen Bankschulden dieser 173 Betriebe liegen bei: 13 Mio EUR.

Die Zahlen 2011 werden im Oktober veröffentlicht, ich warte schon gespannt darauf.
 
Werna76 schrieb:
Das war bevor der, ich nenne es mal, Investitionswahn losgebrochen ist (ob in dieser Form so notwendig oder nicht sei mal dahingestellt).
Dieser "Wahn" hat den investierenden Skigebieten aber - wenn sie klug investierten - moderne (beheizbare, mit Windschutz versehene) 4er- oder 6er-Sessel beschert, die Schlepplifte ersetzt und dadurch Wartezeiten reduziert haben und so Stammgäste an sich banden.
Natürlich ist es bei den seit 2001 niedrigen Zinsen sinnvoll, die Investitionen fremdzufinanzieren (gerade wenn die Eigenkapitalausstattung und der Cash-Flow gut sind). Warum "der Staat" gerade an die Bergbahnbetreiber Subventionen gibt, kann man hier(Druckdialog wegklicken) nachlesen.
 
gernot schrieb:
Cruzader schrieb:
Und eigentlich ist die DSB sowieso die unnötigste Bahn im Gebiet, erschließt nur eine Piste und diese ist aber auch mittels 4er SB Draxlerjoch + 4er SBKB erreichbar.

ich hätt draxlerloch und vorgipfel abgebaut und die dsb in eine kuppelbare 4er umgewandelt, wär dann eine bahn mit halbwegs vernünftiger höhendifferenz (400m)

Cruzader schrieb:
Und ob die zwei neuen fixen 4er SBF`s unbedingt notwendig waren, wage ich auch zu bezweifeln
Die meisten Pisten sind sowieso doppelt Lifttechnisch erschlossen. Also Einsparungspotenzial an den Liften gibts genug.

ganz deiner meinung

Halllo

Kann dem allen nur zustimmen.
War heuer 2x auf dem Hochkar.
An einem Tag war die DSB vom Draxlerloch komplett abgeschaltet.
Möglicherweise hat Schröcksnadel die Nichtnotwendigkeit des Doppelbetriebes mit der Kuppel-4er-Bahn erkannt.

Letztendlich fehlt mir immer wieder das "Erlebnis". Mit 400m Höhenunterschied reißt man bei keinem Skifahrer Bäume aus.
Eine Talabfahr macht sicher Sinn, da eine unterhalb angesiedelte Strecke genau das Problem des Hochkars "Wind+Nebel" kompensieren könnte (unter dem auch die 4er-Kuppelbahn leidet, welche deshalb manchmal abgeschaltet werden muss). In vielen Skigebieten werden Straßen zur Mittelstation erhalten. Sollte auch hier kein Problem sein.
Wobei große Hotelkomplexe werden wir wohl nie sehen, machen m. M. einfach keinen Sinn.

Das Hochkar hat in jedem Fall mit dem Semmering extreme Konkurrenz bekommen (inkl. Stuhleck) und hat aufgrund der Kürze der Lifte sicher ein Personalkostenproblem (im Verhältnis zu den Pistenkilometern).

Nicht zu 100% zustimmen kann ich dem Argument "Skifahren ist zu teuer".
Die Jugend von heute hat heute nunmal mehr Gefallen an Facebook & Co, scheint generell etwas bequemer geworden zu sein.
Skifahren war immer relativ teuer. Auch ich leiste mir nicht immer ein volles Menu + kaffee usw und schon gar nicht leiste ich mir ständig neues Equipment. Meine alten K2 wollten nicht mal die Ungarn bei der Sperrmüllabholung....
 
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