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Skipass-Preisdiskussion Saison 2015/16

50,- Euro und mehr ist nicht mehr hinnehmbar - alles was über 40,- Euro übersteigt ist für mich uninteressant - ich will Spaß haben beim Skifahren und nicht Abgezockt werden. Gut ich brauch auch keine 50 Lifte und 100 km Pisten - mir langen da 5 Lifte und 20 km :D

Skifahren konnte sich früher fast jeder leisten aber heute ist es nur noch purer Luxus :? da überlegt man sich schon irgendwann mit dem Skilaufen aufzuhören und auf Langlauf umzustellen das macht auch Spaß und ist vor allem billiger und gesünder.
 
Bei mir ist das genau umgekehrt, ich fahre grundsätzlich in keinen Skigebieten mit weniger als ~75 km und wenn die Leistung in Sachen moderne Lifte und Pisten so gut ist wie in den 3V zahle ich auch die 58 Euro am Tag gerne, das lohnt sich sehr viel mehr als irgendwelche Kleinskigebiete. Allerdings ist 3V dann auch um längen besser als jedes schweizer Skigebiet, weswegen die Preise dort maßlos überteuert sind, was sogar bei einem Kurs von 1,50 immer noch so wäre, auch wenn es dann nur moderat überteuert wäre, so wie der Arlberg. (Samnaun zähle ich nie zur Schweiz, weil die die Richtpreise in Euro haben und die SSAG dort die Mehrheit hat.)
 
:sleeping: ja, j-d-s, wir kennen Deine antischweizerische und sonstigen queren Meinungen... Erstaunlich, dass Du nicht müde wirst, Dich zu wiederholen...

Frankenski schrieb:
alles was über 40,- Euro übersteigt ist für mich uninteressant - ich will Spaß haben beim Skifahren und nicht Abgezockt werden. Gut ich brauch auch keine 50 Lifte und 100 km Pisten - mir langen da 5 Lifte und 20 km :D
40 Euro für 5 Anlagen, das wäre für mich Abzocke. Generell finde ich Kleinskigebiete vergleichsweise zu teuer, auch wenn deren Preisgestaltung nachvollziehbar ist. Aber ich habe halt nur Spass, wenn ich eine gewisse Auswahl habe, für die 5 Anlagen einfach nicht reichen.
 
@all, solche Typen kann man auf die ignorieren Liste setzen, und weg ist er.. :biggrin:
 
Leistung ist halt immer relativ. Ich finde die Skigebiete sollten viel mehr variabel einpreisen - wenn viel los ist - nochmal deutlich teurer (damits nicht so voll wird - solange für die Bergbahnen noch mehr rausschaut) - und in Nebensaison billiger - wobei das dieses Jahr eh verstärkt wurde. Zig Mittelgroße Gebiete haben Unterkunft/Skipass ab Mitte März echt billig angeboten.

Und Zermatt/Cervinia ist seinen Preis schon wert finde ich. War ich doch wahnsinnig froh dort die erste Weihnachtswoche gewesen zu sein - als irgendwo anders. Und ja - in Cervinia würde ich auch nicht gerne übernachten. Aber man muss sich nur umschauen. Hab um 40€ inkl Halbpension pro Nacht auf einer Berghütte geschlafen (Frühstück italienisch, Abendessen super großteils deftige Aostatypische Bergküche) Nur Internet war langsam. Dazu absolut herrliche Aussicht mit top Sonnenuntergang. Morgends gings direkt per Ski nach Valtournenche (Talabfahrt war zwar offiziell gesperrt - aber fahrbar bis auf 20m). Und Nachmittags wars dann halt ein 3km und 350HM Weg zurück (gut 1h - außer man wurde mitgenommen) - oder halt mit Ski 2min zu Auto, 5min zur Piste - und Abend retour mit Auto - dann 15min Aufstieg. Das einzig harte war dass der Fußweg vereist und etwas absturzgefährdet war, und nur für sehr gute Skifahrer/Boarder bergab machbar war durch die Vereisung (gut 80% der Skitourengeher dort bzw Touristen gingen zu Fuß runter). Nur von Wien einfach viel zu weit weg. Daher werd ich es so schnell nicht wiederholen...

BTW - meinen besten Skitag dieses Jahr hatte ich um ~16€! Dazu eine 1000HM Privatgondel (weil sonst niemand da war) und 1m Powder. Und mit Privat mein ich Privat - weil außer mir war niemand da. Das wäre mir auch 200€ Wert gewesen. Am Hirschenkogel hatte ich auch einen Top Tag - um grad mal 10€ und nix los bei super Pisten!!!


Man muss halt einfach schauen wo man wie Skifahren geht. Grad in Vor und Nachsaison ist es in den letzten Jahren außerhalb der Großgebiete deutlich billiger geworden. Angebot und Nachfrage ist aber einfach noch immer nicht richtig eingepreist. Da geht noch mehr.
 
ski-chrigel schrieb:
Zermatt [..] Bin grad nicht sicher, war es 2014/15 auch schon >90.- oder hat man diese Grenze neu geknackt?
Preise 15/16 vs 14/15. Stichpunktartig habe ich keine Preiserhöhung gefunden.
ski-chrigel schrieb:
Zermatt kann für den beschissen schwachen Euro ja auch nichts.
Sag noch einmal beschissener Euro und ich tausche meine Fränkli gegen Renminbi :mrgreen: . Solange auch Zermatt reichen Ausländern mit Wohnsitz in Zermatt durch Pauschalbesteuerung ein Steuerschlupfloch bietet locken sie natürlich weiter Kapital ins Land, was den Franken gegenüber dem Euro stärkt. Die Schweiz ist mit ihrer Finanzpolitik und dem exzessiven Ausbau von Zollfreihäfen zum Bunkern von Schwarzgeld nicht ganz unschuldig am dem Wechselkurs. In Euroland Geld verdienen und dann im Briefkasten in der Schweiz versteuern funktioniert halt nicht. Die größte Teil der Probleme in der Eurozone ist aber sicherlich hausgemacht.

Die SNB hätte übrigens statt einem fixen Wechselkurs für alle lediglich Hoteliers, Industrie und Handel den Umtausch von Euro in Franken zum Vorzugskurs anbieten können. Der Gast hätte seinen Skipass und die Hotelrechnung unbar auf ein Euro-Konto des Anbieters gezahlt und die SNB hätte dann die Euronen zum festen Kurs in Franken getauscht. Mit entsprechender Kontrolle und Schutz gegen Mißbrauch könnte das funktionieren und die Kosten für die SNB würden nur einen Bruchteil des bisherigen Programms betragen. Vielleicht greift ja jemand die Idee noch mal auf.
 
Ich wäre ja auch ein Befürworter flexibler Preise ;)

Im Frühwinter, wenn man zig Millionen für Kunstschnee braucht --> Preis hoch!
Sobald genug Naturschnee fällt, Aufwand niedriger, Preis runter.
Wenn bei warmen Temperaturen der Aufwand wieder steigt im Frühjahr kann mans wieder anpassen etc.

Ist natürlich völlig praxisfern aber wäre ja betriebswirtschaftlich kalkulierbar (im Gegensatz zu wetterabhängigen Geschichten, die das Angebot beeinflussen).

Naja zu den Skipasskosten allgemein - die liegen irgendwo bei 10-15 Euro pro Skitag mit einer Saisonkarte. Also da geb ich für Bier mehr aus am Tag ;)
 
Im Frühwinter, wenn man zig Millionen für Kunstschnee braucht --> Preis hoch!
Sobald genug Naturschnee fällt, Aufwand niedriger, Preis runter.
Dann darf man aber zum niedrigen Preis nur auf den Pisten fahren, die vorher nicht beschneit wurden, oder wie stellst du dir das vor? Wenn man die Herstellungskosten nicht in die Kalkulation einrechnet, dann geht es betriebswirtschaftlich schnell bergab...
 
Stäntn schrieb:
Im Frühwinter, wenn man zig Millionen für Kunstschnee braucht --> Preis hoch! Sobald genug Naturschnee fällt, Aufwand niedriger, Preis runter.
Der Kunstschnee bildet aber die Grundlage für die tollen Pisten im Frühjahr. Also müsen Frühjahrsfahrer doppelt zahlen, denn sie nutzen ja Kunst- und Naturschnee :mrgreen:

Im Ernst, mir reicht es schon, wenn heute Spritpreise, Telefontarife, Stromkosten usw. sich im Minutentakt ändern. Ich lehne es ab, dass alles immer komplexer und aufwändiger und damit letztendlich undurchschaubarer wird. Saisonpreise gibt es je nach Öffnung des Skigebiets ja heute schon (ausser in Premium-Gebieten wie Zermatt, da ist es über die Saison immer gleich preiswert :mrgreen: ). Man darf auch nicht zu Weihnachten und Ostern zu sehr an der Schraube drehen, sonst bleiben irgendwann die Familien mit Kindern weg und dann fehlt in wenigen Jahren der Nachwuchs.
 
NeusserGletscher schrieb:
ski-chrigel schrieb:
Zermatt kann für den beschissen schwachen Euro ja auch nichts.
Sag noch einmal beschissener Euro
Falsch zitiert! Ich sagte beschissen schwach nicht beschissener Euro :wink: (wobei ich mir bei zweiterem nicht so sicher bin, ob ich das nicht auch sagen würde... :wink: )

Ich würde auch die März-Mai Preise massiv senken, dafür Februar und Wochenenden deutlich hochfahren. Laax schon seit Jahren und Lenzerheide-Arosa ab nächstem Winter haben mit flexiblen Preisen à la Airlines schon angefangen und es sind sich alle Experten einig, dass sowas das Tarifmodell der Zukunft sein muss. Auch beim überlasteten ÖV.
 
Meiner Meinung nach erreicht man damit aber eher gerade beim ÖV und in Skigebieten das Gegenteil. Wenn die Preise günstiger sind hat kaum jemand die Möglichkeit die günstigen Preise zu nutzen, weil mitten in der Nacht muss man nicht so oft zur Arbeit oder bei einem Regentag unter der Woche will auch so gut wie niemand auf die Pisten außerhalb der Hauptferienzeiten.
Somit habe ich zwar die günstigen Preise muss aber je nachdem die bisherigen Preise erhöhen um die niedrigen Preise auszugleichen. da gibt es dann bestimmt welche die sich dann sagen macht was ihr wollt aber ich bin nur noch in Ausnahmefällen euer Kunde da ihr mir wenn ich gerne Kunde sein möchte zu teuer seit und die "Randzeiten" die günstig sind für mich nicht in Frage kommen.
 
...aber es wäre nach dem marktwirtschaftlichen "Gesetz" von Angebot und Nachfrage, das in vielen Bereichen des Lebens funktioniert. Grad zB. Senioren, meine Eltern zB., würden damit vielleicht mal endlich "umerzogen" und nicht immer an den eh schon vollen Tagen Skifahren gehen. An einigen Orten gibt es zB. Seniorenkarten, die nur Wochentags gültig sind. Oder für alle Wochentagskarten.

weil mitten in der Nacht muss man nicht so oft zur Arbeit
Aber es müssen auch längst nicht alle zwingend um 8 Uhr an der Arbeitsstelle sein. Irgendwann stösst man bei den Infrastrukturen an Grenzen, sei es im Privatverkehr oder ÖV und da sehe ich keine andere Wahl als Roadpricing, Rushhour-Pricing uä. Unsere Gesellschaft muss lernen, flexibler zu werden. OT...
 
ski-chrigel schrieb:
Irgendwann stösst man bei den Infrastrukturen an Grenzen, sei es im Privatverkehr oder ÖV und da sehe ich keine andere Wahl als Roadpricing, Rushhour-Pricing uä.
Es gibt immer eine Alternative. Z.B. Abkehr von der Ideologie vom ewigen Wachstum, dann reicht auch die vorhandene Infrastruktur. Wenn man sich nicht mit minütlich wechselnden Preisen herumschlagen muss bedeutet es weniger Stress und mehr Lebensqualität. Und würde die Schweiz aktuell nicht wie in Deutschland vor Jahrzehnten geschehen rapide Arbeitsplätze in der Fläche abbauen dann müssten auch weniger Menschen täglich zur Arbeit pendeln. OT Ende.
 
Ich habe mal die Preise von einigen Schweizer Skigebieten angeschaut. Wenn möglich jeweils das Gesamtgebiet ohne jegliche Rabatte.

Graubünden
Arosa-Lenzerheide TK: 72 Fr.(+3)/6-Tage: 332 Fr.(=)
St. Moritz: 78(=) / 365(=)
Davos: 69(Parsenn,=) / 332(=)
Laax: 76(+2) / 366(+9)
Obersaxen: 56(=) / 277(=)
Scuol: 55(?) / 248(?)

Wallis
Anzère: 52(=) /263(=)
Saas Fee: 79.20(+4.65) / 401.50(+6.70)
Zermatt: 92(=) / 434(=)

Berner Oberland
Adelboden: 63(?) / 293(?)
Gstaad: 66(=) / 327(=)
Jungfrauregion: 72(=) / 346(+7)

Zentralschweiz
Titlis 62(=) / 282(=)
Melchsee-Frutt: 50(=) / 240(+9)
Mythenregion: 45(+2) / 192(+9)

Ostschweiz
Pizol: 54(=) / 238.50(=)

Darf gerne vervollständigt werden...
 
.. um die Preiserhöhungen allgemein zu relativieren .. lasst uns das mal prozentual machen .. über einen etwas längeren Zeitraum.
(ich biete mal die Jahre 2009 bis 2016 an; vorher waren es von 1991 über 2000 bis 2008 wohl weniger vergleichbare Kennziffern aus verschiedensten Gründen)

(Un)Interessant dabei wären natürlich die infrastrukturellen Investitionen der Anbieter, sonstige Argumente der regionalen Politik, etc., welche inhaltlich immer Gefahr laufen, subjektive Geschmäcker auf den Plan zu rufen.

Aber zu den Fakten: im Zeitraum von 2009-2016 (Basis: Nebensaison Januar; Tagespass Erw. - kongruent vergleichbar zu anderen Zeiträumen, Personenanzahl, Rabatten)
wurden erhöht:

Platz 1 : *
Platz 2 : Zillertaler Superskipass - 128,21 %
Platz 3-8 : *
Platz 9 : Dolomiti Superski - 123,08 %

... lasst uns das bitte mal vervollständigen; evtl. korrigieren etc.
 
Mit welchem Argument rechtfertigt Laax den Preis seines 6T.-Passes?
Der liegt ja 100chF über dem von vergleichbaren Gebieten!!

VG
 
Und in Laax ist der Preis wegen der absolut leeren Pisten, wie man sie in ganz Tirol nicht findet, eh gerechtfertigt! :wink: :mrgreen: Siehe meine Leere-Pisten-Bilder in zahlreichen Beiträgen.
 
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