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Skipass-Preisdiskussion Saison 2015/16

noisi schrieb:
Kann man auch noch drastischer Formulieren, es ist assozial.

man spricht zwar "Assi", aber es heiß asozial. Geht dann auch eher um ein Verhalten, welches der Gesellschaft bzw. Gemeinschaft schädigend wäre. Ein geiziges Verhalten: "Ich bestelle keine Getränke zum Essen" schädigt in dem Moment niemanden, außer, dass sich der am Nachbartisch sitzende ggf. fremdschämt. Damit könnte es, volkswirtschaftlich ausgedrückt, zu einem negativen externen Effekt kommen:

Person A bestellt keine Getränke, Person B schämt sich, dadurch ist sein Wohlbefinden beeinträchtigt und er erleidet damit einen "Schaden".

Die Frage ist dann immer, wer kommt dafür auf. Soll der Staat eingreifen? Dann könnte er eine Steuer erheben (nach Pigou) und das "Nicht Getränke bestellen" führt zu einer Zusatzausgabe (Steuer) für diesen JDS oder wie der Geizkragen heißt.

Nach "Coase" könnten sich aber auch die Marktteilnehmer JDS und der am Nachbartisch Sitzende verhandeln. Vorraussetzung ist aber, das JDS weiß, das er seine Mitmenschen an den Nachbartischen schädigt. Sollte er das kapieren, könnte eine Einigung z.B. sein, dass er dem am Nachbartisch einen Espresso ausgibt (ihn also subventioniert). Er zahlt dann immer noch weniger, als er durch die Beseitung seines Verhaltens (nun doch Getränke bestellen) zahlen müsste, damit sich die am Nachbartisch nicht fremdschämen.

Fazit: Lassen wir den Staat raus, der hat genug Probleme: JDS gibt jedem ein Espresso aus. Frage bleibt, wie erkennen wir JDS auf der Hütte?

Beste Grüße,
Markman
 
Im Prinzip hat JDS schon recht, wenn er die überteuerten Getränke in der Gastronomie boykottiert und sich selbst was mitnimmt. Sollten ruhig alle machen! Teilweise werden die Essensgerichte unter dem Einstandspreis verschenkt (insb. Mittags/Tagesmenüs) und oft nur über die Getränke wird dann Gewinn eingefahren - wie im Computer-Consumerbereich bei den Druckern und Tinten - das Missverhältnis passt einfach nicht und sollte korrigiert werden (was logischerweise nicht von heute auf morgen geht).

Übrigens, die geizigisten Skifahrer nehmen sich eine Ferienwohnung und nehmen sich das Essen vom Aldi aus Deutschland mit!!

(Was ich übrigens nicht mal daheim essen würde. Ich nehm bekanntlich die Fertiggerichte aus dem teuren Frankreich mit heim :) )
 
Also ich hab persönlich kein Problem damit wenn sich jemand anderes nix zum Trinken bestellt. Das muss jeder selber wissen, denn die Preise sind echt abgehoben. Auch wenn das einer im Restaurant am Nachbartisch machen würde muss man sich dafür nicht fremdschämen. Was andere Leute machen ist doch nicht mein Problem.

Selbst würd ichs allerdings niemals machen, allein schon weil für mich wenn ich essen gehe Getränke einfach dazugehören. Die Preise dafür muss man dann eben akzeptieren. Wenn ich sparen will geh ich gar nicht erst essen. :wink:
 
Sollen Betreiber von Restaurants keine Erträge erwirtschaften? Gehören Restaurants zur Hartz IV-Grundversorgung?
Die Gedankenwelt von j-d-s ist vom Grundsatz her parasitär - schon klar!
 
Naja, jeder wie er meint, ist mir eigentlich auch egal. Um mal was für die Rettung der Franken zu schreiben: Ich esse und trinke sehr gerne beim Skifahren was in der Hütte! Klar ist nicht billig, aber ohne Getränk kann ich nichts essen. Und mitschleppen im Rucksack...naja, mag ich nicht. Aber wir sind mal wieder OT...
 
Um den Faden zurück zum Thema zu lenken - ich wollte nur sagen, das für nahezu alle Skifahrer in meinem Umfeld gilt:

Der Skipass ist die fairste und kleinste Komponente des Skifahrens. Unterkünfte und Gastronomie machen viel mehr aus. Pauschal, ohne ins Detail zu gehen :)

Eintrittspreise für andere Attraktionen sind da viel teurer (Europapark Rust für einen Tag: 42 Euro, Berg- und Talfahrt aufs KSH: 36 Euro. Therme Erding für einen Tag: Weit über 50 Euro. Sommerrodeln, Area47, Rafting, Canyoning, Wasserski, .........) Liste ist unendlich lang.

Ich bin nur gespannt wann man beim Skipass eine Schmerzgrenze erreicht.
 
Ich find den "Sturm der Entrüstung" hier schon recht interessant.

Dass sich irgendjemand für mich fremdschämt, wenn ich kein Getränk bestelle, halte ich für sehr unwahrscheinlich, normalerweise beobachten die Leute nicht was die anderen machen oder nicht machen... und selbst wenn, für seine Gefühlswelt ist jeder selbst verantwortlich.

In der Praxis läuft das natürlich so ab, dass ich halt wenn der Kellner kommt mein Essen bestelle und normalerweise fragt er dann, ob ich noch was zu trinken möchte, was ich dann halt verneine. Und ich gehe sogar in viele Restaurants mehrfach, und trotzdem hat noch nie jemand was dagegen gesagt - wenn sie keine Speisen ohne Getränke verkaufen wollten, dann müssten sie das halt so festlegen, das ist ihr gutes Recht. Tun sie aber nicht, also scheint es für sie kein Problem zu sein.

Übrigens ist es ja nicht so, dass ich nicht trinke, ich trinke halt mein mitgebrachtes Leitungswasser vor und nach dem Essen. Ist eh gesünder als irgendwelche Cola und Bier kann ich nicht trinken, weil ich immer hinterher noch Autofahre.

Außerdem bin ich nicht geizig. Ich bin aber jemand, der Prioritäten setzt, also wo ich viel Geld ausgebe und wo dafür weniger - ich haushalte halt vernünftig. Bei mir ist es so, dass ich viele verschiedene Skigebiete besuchen will und dafür dann immer Tagesskipässe kaufen muss. Das Geld hole ich durch Sparsamkeit bei allen anderen Dingen wieder rein. Ein netter Nebeneffekt ist, dass ich unterm Strich gegenüber "normalen" Urlaubern für das gleiche Geld länger bleiben kann. Ich kann also mehr und abwechslungsreicher (was für mich besser ist) Skifahren, indem ich mich genau darauf fokussiere.
 
starli schrieb:
Im Prinzip hat JDS schon recht, wenn er die überteuerten Getränke in der Gastronomie boykottiert und sich selbst was mitnimmt. Sollten ruhig alle machen! Teilweise werden die Essensgerichte unter dem Einstandspreis verschenkt (insb. Mittags/Tagesmenüs) und oft nur über die Getränke wird dann Gewinn eingefahren - wie im Computer-Consumerbereich bei den Druckern und Tinten - das Missverhältnis passt einfach nicht und sollte korrigiert werden (was logischerweise nicht von heute auf morgen geht).
In der Hinsicht finde ich ja das US-System viel besser als das europäische: das Essen kostet etwas mehr, aber dafür zahlt man für (alkoholfreie) Getränke ca. $2 und bekommt so viel zu trinken, wie man möchte. Bei Fleischgerichten kann man sich die Beilagen aus einer Liste nach Wunsch aussuchen und muss nicht mit dem Kellner diskutieren, ob man zum Schnitzel Kartoffeln statt Pommes bekommen kann...
 
@ jds: Cola kann man nicht Trinken, wenn man noch Auto fahren muss, Ahja :D
Ist ja löblich das du mehr Skigebiete besuchen willst, an sich ein guter Ansatz, aber selbst mit TSC und Co brauch man kein Gebiet mehr wie 5 mal pro Saison besuchen. Und ja auch ich spare an Essen und Trinken, ist ja auch kein Problem beim Tagesausflug aber ich würde nie wenn ich schon Essen gehe auf ein Getränk verzichten, da käme ich mir dämlich vor und außerdem ist Trinken beim Essen viel besser und wahrscheinlich auch gesünder.

@Marvin: Seh ich genauso.
 
christopher91 schrieb:
@ jds: Cola kann man nicht Trinken, wenn man noch Auto fahren muss, Ahja :D
Nun mach du dich mal nicht lächerlich, das Cola gehört zum "gesünder" und das "Autofahren" nur zum Bier, jede andere Verknüpfung der beiden Getränke ist in diesem Satzbau unmöglich:
j-d-s schrieb:
Ist eh gesünder als irgendwelche Cola und Bier kann ich nicht trinken, weil ich immer hinterher noch Autofahre.

(Zur Diskussion: Essen ohne Trinken im Rest. mach ich höchst selten, wenn dann nur, wenn ich mir nur ein Panino/Sandwich/Toast/... an der Bar kaufe und das egtl. mitnehmen will, aufgrund Untragbarkeit o.ä. aber es dann (tw) doch noch im Rest. essen muss. Optimalerweise hab ich in Frankreich und Italien gratis Karaffenwasser, am besten 1 Liter.)
 
christopher91 schrieb:
Ist ja löblich das du mehr Skigebiete besuchen willst, an sich ein guter Ansatz, aber selbst mit TSC und Co brauch man kein Gebiet mehr wie 5 mal pro Saison besuchen.

Naja, ich suche mir die Skigebiete nur anhand des Skifahrens dort aus nicht anhand der Preise, eben weil das für mich Priorität hat. Klar wäre ne TSC billiger, aber ich will eben auch in den Dolos fahren und in Frankreich - und in Frankreich gibt es keine Großraumskipässe, die für mich sinnvoll wären. Und gar keine von dem Ausmaß einer TSC oder SSSC - wenn es nen Skipass "Rhone-Alpes" gäbe, würde ich mir den sicher kaufen (sofern er nicht zu teuer ist, ca. 800-850 Euro fände ich noch in Ordnung).
 
TSC wirbt seit eben auf FB mit 88 Gebieten, bzw sogar mit >88, was nun wohl Nummer 88 ist ?
 
Stäntn schrieb:
Eintrittspreise für andere Attraktionen sind da viel teurer (Europapark Rust für einen Tag: 42 Euro, Berg- und Talfahrt aufs KSH: 36 Euro. Therme Erding für einen Tag: Weit über 50 Euro. Sommerrodeln, Area47, Rafting, Canyoning, Wasserski, .........) Liste ist unendlich lang.

Ich bin nur gespannt wann man beim Skipass eine Schmerzgrenze erreicht.

Jahreskarte Legoland: 72 Eur Europapark 175 Eur ..... mächtig günstiger wie die TSC
wobei wenn ich die Gesamtinvestitionen der Tiroler Skigebiete und von z.B Legoland vergleiche wird wahrscheinlich das gleiche Verhältnis rauskommen.

Die Schmerzgrenze ist schon erreicht für Familien . Ich sehe viele Ältere auf den Pisten, die das Geld und die Zeit haben. Natürlich auch Familien mit Kindern, aber ich glaube es werden immer weniger Familien, Eher sind Freunde und Cliquen unterwegs . 1 Woche Sölden mit 2 Kindern und Frau, da ist 1,5 Monatslohn fällig.
 
Man kann auch eisern sparen, so ähnlich wie ich, nur beim Skipass dann auch noch sparen (was ich nicht tue), dann kann man ne ganze Menge einsparen. Ist für die Kinder auch ne gute Lektion, sie zur Sparsamkeit zu erziehen.
 
Ich hatte mal vor Jahren die Montafon Saisonkarte 1 Erw. + alle Kinder für 340 Eur. musste man schon im Okt. kaufen.
Falls jemand nur Skifahren will ist das Montafon auch jetzt noch, glaube ich, unschlagbar.
 
und außerdem ist Trinken beim Essen viel besser und wahrscheinlich auch gesünder
jahrmillionen lag das Essen meinst nicht direkt neben der Wasserstelle und wir haben die Evolution bis heute überlebt. Warum sollte Trinken beim Essen denn gesünder sein? Böse Zungen könnten sogar behaupten, dass seit dem Zeitpunkt als der Menschen zum Essen auch was getrunken hat so einiges aus den Fugen geraten ist :-)
 
jo26861 schrieb:
Jahreskarte Legoland: 72 Eur Europapark 175 Eur ..... mächtig günstiger wie die TSC
wobei wenn ich die Gesamtinvestitionen der Tiroler Skigebiete und von z.B Legoland vergleiche wird wahrscheinlich das gleiche Verhältnis rauskommen.
.

Ich glaube du hast keine Ahnung was hier Jahr für Jahr investiert wird.
Talabfahrt Zell zB alleine >20.000.000€
 
nein. ich googls auch nicht .

Die Preise spiegeln wahrscheinlich auch nicht die Investitionen wieder.

Die Wenigsten würden ne Saisonkarte Legoland für 500 Euro kaufen, oder 3000 Euro für ne TSC.

und ich bin echt froh daß die Tiroler so massiv investieren, Deshalb kauf ich mir jedes Jahr ne TSC!
 
mightyjust schrieb:
Talabfahrt Zell zB alleine >20.000.000€

Haben wohl die anderen Skifahrer für Talabfahrt gestimmt. Mir wären ja die Beseitigung der Nadelöhre wichtiger gewesen. z.B. FussalmXpress, EbenfeldXpress ...
oder eine kostenlose Sturmhaube beim KrimmlXpress bei -20C und starkem Wind.... :mrgreen:
 
mightyjust schrieb:
Ich glaube du hast keine Ahnung was hier Jahr für Jahr investiert wird.
Talabfahrt Zell zB alleine >20.000.000€
Für die Abfahrt alleine? Kann ich kaum glauben, da muß irgendwas anderes miteingerechnet sein, vermutlich sind das die Kosten inkl. Karspitzbahn Sektion I+II. Die neue Talabfahrt ist ja grad mal 2,2 km lang.
Woher hast du die Angabe?

Zum Vergleich:
Das weitaus größere Projekt "Kronplatz - Ried" hat 25 Mio gekostet, und das umfasst ist eine 7 km lange neue Piste, Vollbeschneiung mit etlichen Turmkanonen + eine 6 km lange 8EUB.
 
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