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Skipass Preise 2019/2020

Für Tagesgäste gibt es ja fast immer die Möglichkeit in ein anderes Gebiet auszuweichen wenn die dynamischen Preise ihm persönlich zu hoch sind. Aber sobald solche Horrorpreise auch den Wochengästen abverlangt werden ist bei mir Schluss. Vor allem da hier der Gast auch noch das Risiko von Schlechtwettertagen hat.
 
Lothar schrieb:
Franken oder Euro mal außen vor gelassen, 100 Franken/Euro sind vollkommen indiskutabel.
ach komm, das ist doch alles halb so wild - wenn ich heute in Copper (--> https://book.coppercolorado.com/#/lift-tickets/c/lift-ticket) Ski fahren wollte, liegt das Tagesticket bei $188. Und trotzdem sind die Pisten voll. Ich gehe davon aus, dass wir auch im Euroraum binnen 5 Jahren und den Topskigebieten die 100 EUR Marke knacken. Derzeit ist Skifahren eigentlich zu billig und die Pisten dafuer zu voll. --> https://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=7&t=60863
 
albe-fr schrieb:
Derzeit ist Skifahren eigentlich zu billig und die Pisten dafuer zu voll.

Wenn Dein Beitrag ironisch gemeint war, dann hast Du die Ironie fein versteckt. Skifahren zu billig, die Meinung teilen wohl nicht allzu viele Leute, sorry.
 
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Lothar schrieb:
Wenn Dein Beitrag ironisch gemeint war, dann hast Du die Ironie fein versteckt. Skifahren zu billig, die Meinung teilen wohl nicht allzu viele Leute, sorry.

Nein, das war schon ernst gemeint. Ich steh ungern mehr als zwei oder drei Sessel/Buegel an. Und da sind mit die meisten Gebiete aktuell zu voll und das bekommt man am besten über den Preis in den Griff. Ich beobachte das hier in Freiburg z.B. am Beispiel der Kletterhallen - seitdem man in der DAV Halle ein paar Cent billiger Klettern kann, ist es in der kommerziellen Halle angenehm leer.
 
OK
Interessehalber die Frage an die Befürworter dynamischer Preise:

Du entscheidest am Vortag, spontan einen Tag Skifahren zu gehen, da sich die Gelegenheit ergibt und das Wetter passt.

Corviglia oder Corvatsch kosten
heute 98,50 CHF und
heute für morgen gebucht 93,50 CHF

A: Wer würde du die 98,50 bezahlen?
B: Wer würde mit Anmeldung etc. vorbuchen und beispielhaft 93,50 bezahlen?
C: Wer würde ein günstigeres, nicht so volles Gebiet, ggf. mit Schleppern, unebenen Pisten etc. Wählen (zB vergleichbar Pizol, Vals etc.)
D: Wer würde ein modernes, aber stärker überfülltes Gebiet mit günstigeren Tickets vorziehen?
E: Wer würde gar nicht fahren?

Meine wahrscheinlichste Wahl: C
Alternativ würde ich ggf. A wählen, aber nur ausnahmsweise.
Auf B hätte ich keine Lust.
E ist unwahrscheinlich.
D scheidet komplett aus.
 
Lothar schrieb:
Franken oder Euro mal außen vor gelassen, 100 Franken/Euro sind vollkommen indiskutabel. Können Skigebiete gerne machen, die sehen mich dann aber ziemlich sicher nicht als Kunde. Und wenn die sog. Top-Skigebiete in diese Richtung gehen, dann ist das vielleicht eine Chance für kleinere Gebiete, das bietet dann tatsächliches Differenzierungspotential. Mal abgesehen davon, Skipasskosten in dieser Größenordnung ist dann das faktische Ende des alpinen Skisports für "normale" Familien...
Du scheinst hier (wie viele der tendenziell eher preissensiblen Alpinforumsmitglieder), nicht der Gästeschar der betroffenen Skigebiete zu entsprechen, sonst wäre es im Engadin (CHF 103.-) und Laax (CHF 89.-, nicht allzu weit von 100.- entfernt) über diese Tage nicht derart voll. Anhand der langen Kolonnen an den Tageskassen gehe ich auch davon aus, dass die zB 180000 Gäste in Laax zu einem grossen Teil Tagesgäste sind, die ganz offensichtlich bereit sind, den Tageskartenpreis zu bezahlen. So wie Du denken anscheinend nicht so viele, sonst würden die Eintrittszahlen in den letzten Jahren nicht stetig steigen (zumindest in Laax).

Ich gehe aber mit Dir einig, dass das eine Chance für kleinere Skigebiete ist, was ich durchaus begrüsse.
 
3303 schrieb:
Interessehalber die Frage an die Befürworter dynamischer Preise:
...

Bei der Auswahl am ehesten A
B wegen 5 CHF sparen ergibt keinen Sinn, E erst recht nicht...

...die Frage ist, wie die Situation aussaehe, wenn das Tagesticket 188 CHF kostete - ich vermute, dann waere es nicht so voll.

wahrscheinlich wuerd ich aber so voll wie es derzeit dort ist fuer 39 CHF das one-way Diavolezza Ticket nehmen, auf den Palu laufe, die schöne 2000 hm Abfahrt ueber den Morteratsch Gletscher nehmen un am Nachmittag gepflegt in Pontresina Kaffee trinken gehen 8)
 
Mit meiner Sichtweise habe ich auch keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit, darum ging es mir auch nicht. Und so lange es eine Zielgruppe für diese Angebote gibt, dann passt das doch auch. Dieser Zielgruppe gehöre ich tatsächlich nicht an, vollkommen richtig. Da stimmt für mich Preis/Leistung einfach nicht mehr. Und da es durchaus Alternativen gibt, ist es kein Ja/Nein für oder gegen Skifahren. Also alles ok.

Das dynamics Pricing ist natürlich rein betriebswirtschaftlich ein interessanter Ansatz für die Skigebiete Grenzpreise innerhalb ihrer Zielgruppe zu finden. Meiner liegt einfach deutlich darunter, ich würde aktuell auch keine 70-80 Euro/Franken zahlen, no way. Aber ich zahle auch keine 6 Euro für einen Cafe, ich mag gefühlte Abzocke nicht ganz so gern.
 
albe-fr schrieb:
Lothar schrieb:
Franken oder Euro mal außen vor gelassen, 100 Franken/Euro sind vollkommen indiskutabel.
ach komm, das ist doch alles halb so wild - wenn ich heute in Copper (--> https://book.coppercolorado.com/#/lift-tickets/c/lift-ticket) Ski fahren wollte, liegt das Tagesticket bei $188. Und trotzdem sind die Pisten voll. Ich gehe davon aus, dass wir auch im Euroraum binnen 5 Jahren und den Topskigebieten die 100 EUR Marke knacken. Derzeit ist Skifahren eigentlich zu billig und die Pisten dafuer zu voll. --> https://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=7&t=60863

Die USA sind doch eigentlich nochmal ein noch negativeres Beispiel als die Schweiz (sicher auch, weil sie keine Konkurrenz auf ihrem Kontinent haben, da in Kanada die Situation ähnlich ist), mit noch älterem Liftgerümpel. Du kannst dir ja mal anschauen, was für eine Kapazität die Gebiete der USA in Personen/h so haben und das mit den Alpen vergleichen.

Die USA sind nämlich sowieso auf wenige, aber reiche Skifahrer getrimmt, während in den Alpen der Massentourismus die Zielgruppe ist (und in Ischgl, Sölden oder St. Anton auch der Sauftourismus). Deswegen werden auch kapazitätsstarke Anlagen gebaut, die man gar nicht bräuchte, würde man derartige Mondpreise verlangen.

Und dass die Mondpreis-Gebiete der Schweiz nicht besonders voll sind im Vergleich zu denen im Euroland zeigt doch Chrigel immer wieder in seinen Berichten, also geht ganz offenbar die Massentourismus-Strategie der Euroland-Gebiete auf.
 
j-d-s schrieb:
Du kannst dir ja mal anschauen, was für eine Kapazität die Gebiete der USA in Personen/h so haben und das mit den Alpen vergleichen.
ich war die letzten 10 Jahre eigentlich fast jedes Jahr in Colorado zum Ski fahren - die Kapazitäten sind absolut ausreichend und die Pisten vergleichsweise leer.

j-d-s schrieb:
Und dass die Mondpreis-Gebiete der Schweiz nicht besonders voll sind im Vergleich zu denen im Euroland zeigt doch Chrigel immer wieder in seinen Berichten, also geht ganz offenbar die Massentourismus-Strategie der Euroland-Gebiete auf.

also ich finde es derzeit dort zu voll - St. Moritz oder Zermatt wollte ich mir zur Ferienzeit oder am WE eigentlich nicht antun - ich verstehe gar nicht, warum die in den Ferien nicht stärker aufschlagen, die Hotels oder Ferienwohnungen nehm auch locker das doppelte von den Nebensaisonpreisen - wie schon geschrieben, ich sehe in der Schweiz ein Potential fuer Tageskarten auch oberhalb von 200 EUR.
 
j-d-s schrieb:
Und dass die Mondpreis-Gebiete der Schweiz nicht besonders voll sind im Vergleich zu denen im Euroland zeigt doch Chrigel immer wieder in seinen Berichten,
Dass dem so wäre, hätte ich mir die letzten Tage auch gewünscht... Leider bezahlen viel zu viele diese hohen Preise. Meine Bilder von leeren Gebieten stammen immer aus den Tagen, an denen die Preise verhältnismässig günstig sind. Ich fahre ja hauptsächlich wochentags (in der Schweiz sind die Wochenenden massiv stärker, den Bettenwechsel-Samstag kenne ich nur aus AT/IT). Das einfache Gesetz von Angebot und Nachfrage halt...
Aber ja, so voll wie in AT und IT wird es tatsächlich nur an wenigen Tagen im Jahr. Qualität vor Quantität. Und das ist gut so.
 
Wer in den USA die Preise direkt vor Ort bezahlt ist ja selten dämlich... :lol: sowas kauft man immer im Internet. Aber grundsätzlich fand ich es sehr angenehm dort, es war eben nicht so voll, liegt aber auch daran dass es viele Abfahrten pro Lift gibt, nicht wie in Österreich wo es viele Lifte für eine Abfahrt gibt... :roll: (übertrieben gesagt).

Zur Schweiz: Ob jetzt der Liftpass 80 oder 100 Franken kostet ist für den Durchschnittsschweizer ja nun wirklich egal, wer sich das nicht leisten kann hat in der Schweiz eindeutig den falschen Job :lol: Ausländer die in die Schweiz fahren wissen ja vorher was es kostet. Entweder man bezahlt es oder fährt nicht hin. In Österreich ist es ja eh human, und da gibt es ja wie schon beschrieben auch genug kleinere Gebiete die billiger sind.
 
Wäre ja schön wenn es einen Effekt auf den Andrang hätte, so zeigt es mir nur dass ich definitiv nicht zur Zielgruppe gehöre. Ist bitter, dass es scheinbar so viele Leute gibt, die solche Preise ohne mit der Wimper zu zucken zahlen können und wollen.
Naja Touren ist ja auch schön...
 
Also ich gehöre definitiv zu den Leuten die einen solchen Preis sicher nicht bezahlen wird.
Es gibt in der Schweiz genügend Skigebiete die deutlich günstiger sind und für einen Tag ein ausreichendes Pistenangebot zur Verfügung stellen.
Mehr Platz auf der Piste und weniger Schlange an den Liften gibts noch dazu.
Mir ists noch so Recht wenn die grosse Masse die grossen hippen Skigebiete fluten. Mehr Platz für mich :lach:
 
Wo andere Leute 5x 1 Tag in der Schweiz Skifahren gehen kann ich bereits den Liftpass für eine ganze Saison Ski Alpin Card finanzieren. Das ist doch völlig gaga. Ich besitze sowohl TSC als auch U25 Ski Alpin Card und decke damit fast meinen gesamten Ski-Aktionsradius ab, mehr als 60 € für eine Tageskarte auszugeben würde mir im Leben nicht in den Sinn kommen. Aber die Schweizer habens ja :rolleyes:
 
Man kann, aber muss nicht die teuren Tageskarten kaufen. In der Schweiz geht's auch günstiger, wie z.B. mit dem Magic Pass und der gilt in vielen Orten sogar auch im Sommer zum Wandern.
 
Herrlich, die immer wiederkehrenden, üblichen Diskussionen über die Preise in der Schweiz und dann werden noch grad die zwei teuersten Gebiete herangezogen.
Unterm Strich kann man auch festhalten, wer spontan in den Weihnachtsferien in eines dieser Gebiete fahren will und dann 100 CHF für einen Tagespass zahlt, der ist entweder selbst schuld oder den juckt es halt einfach (finanziell) nicht!
 
eben. Ich bin gerade im Val d'Hérens, hier gibts die Tageskarte, die in drei Skigebieten gilt, für 42 CHF. Dazu sind die meisten Unterkünfte recht erschwinglich. Schweiz=teuer stimmt eben nur bedingt...
 
flamesoldier schrieb:
Aber die Schweizer habens ja :rolleyes:

Nicht nur die.
Und bei der richtigen Auswahl der Ausbildung kommt man selbst auch schnell dahin, dass man es hat.
 
Rüganer schrieb:
flamesoldier schrieb:
Aber die Schweizer habens ja :rolleyes:

Nicht nur die.
Und bei der richtigen Auswahl der Ausbildung kommt man selbst auch schnell dahin, dass man es hat.

Ich kanns mir auch problemlos leisten, aber die Leistung dahinter ist es mir nicht wert. Der Gegenwert stimmt einfach nicht ansatzweise.
 
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