Dürfte (Vermutung) an dem viel höheren Haftungsrisiko des Betreibers in den USA liegen...
Ja, in der Tat hat sich die Diskussion hier in eine ziemliche Entfernung von der Realität entwickelt. Man könnte meinen, entfesselte Horden von uniformierten Pistenwächtern würden arglose Touristen verfolgen um sofort stapelweise in Blockwart-Manier die Skipässe zu entziehen, wenn nur ein kleinster Verstoß begangen wird...
Tatsächlich wissen auch die, dass so eine Maßnahme durchaus Ärger nach sich ziehen kann. Mir ist jedenfalls kein Gebiet bekannt, wo das leichtfertig und willkürlich geschieht. Ich glaube, man muss da schon einiges dafür "leisten".
Zum Thema gesperrte Pisten fahren:
Man sieht selten die ganze Piste ein, es kann auch sein, dass da irgendwo eine Pistenraupe am Seil hängt, oder die Piste wegen massiver Vereisung kaum fahrbar ist, oder was auch immer. Wenn man den Grund nicht genau kennt, geht man unnötige Risiken ein - unter Umständen grob fahrlässig, mit den entsprechenden Folgen.
90% der Skifahrer sind ortsfremde Flachlandtiroler (wie ich), die kaum genug Gespür und Ortskenntnis haben (manchmal noch nicht mal gescheit auf den Brettern stehen) um sich anmaßen zu können, eine eigene, zutreffendere Risikobeurteilung zu erstellen, als der lokale Pistendienst. Wenn man sich mal aus dem Lift anschaut, wer sich da alles an "Athleten" in Abenteuer stürzt, wundert es einen, dass nicht deutlich mehr passiert. Beim Lesen hier kann man den Eindruck gewinnen, es sei normal, gesperrte Pisten zu fahren und nichts weiter dabei...
