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Skipassentzug Diskussion

markus schrieb:
Nein, aber ich denke ein Normalkluger Mensch müsste es irgendwann mal verstanden haben.

Sollte man meinen....

Leider wurde es die letzten Jahre immer mehr zur Mode, die Fehler bei jemand anders zu suchen und sich mit allen Mittel um die Konsequenzen für das eigenes Fehlverhalten zu drücken.....
 
Das ist halt ne reine Unterstellung. Ich sage ja nichts gegen berechtigte Skipassentzüge (und dann bringt auch klagen nichts, weil man eh verliert). Aber man kann halt die hier teils vertretene Einstellung "der Liftler kann willkürlich selbst festlegen wann er entzieht und wann nicht, das passt schon" beim besten Willen nicht unterstützen.

Insbesondere da hier ja bereits teils zumindest höchst zweifelhafte Szenarien gemalt wurden, bspw. der Entzug des Skipasses wegen Befahrens gesperrter Pisten (und zwar nicht wegen Lawinengefahr oder ähnlichem).
 
Ski-Larry schrieb:
Man hätte auch auf die ganze Technik verzichten könnten und der längjährigen Praxis entsprechend die Übertragung von Karten gestatten können.
Klasse dann kauft einer eine Saisonkarte und veräußert die dann weiter

Warum gibt es so was nicht in Fitnesstudios ich trainieren ja auch nicht 24/7 da können ja locker noch weitere Leute auf meinen Beitrag mittrainieren...

Man man man ..... Herr lass Hirn regnen

Schon Mal was von Mischkalkulation und Vertragsfreiheit gehört?

Wem die Konditionen nicht passen hält sich trotzdem dran oder sucht sich gefälligst was anderes .... Aber versucht die nicht zu umgehen

Zum Elternargument
6 Tage Skipass SFL € 234
3 Tage € 132..... Das wären dann € 30 mehr .....
Das halte ich nicht für zu viel

Danke. Genau so sieht es aus. Aber das werden NeusserGletscher und Konsorten halt nie verstehen.
 
j-d-s schrieb:
Das ist halt ne reine Unterstellung. Ich sage ja nichts gegen berechtigte Skipassentzüge (und dann bringt auch klagen nichts, weil man eh verliert). Aber man kann halt die hier teils vertretene Einstellung "der Liftler kann willkürlich selbst festlegen wann er entzieht und wann nicht, das passt schon" beim besten Willen nicht unterstützen.

Insbesondere da hier ja bereits teils zumindest höchst zweifelhafte Szenarien gemalt wurden, bspw. der Entzug des Skipasses wegen Befahrens gesperrter Pisten (und zwar nicht wegen Lawinengefahr oder ähnlichem).

Und wie oft ist das Dir oder Bekannten konkret passiert?

Ich habe noch nichts davon gehört, dass irgendwelche Bergbahn-Angestellte -auch nur gelegentlic-h unberechtigt irgendwelche Skipässe einkassiert hätten. Somit ist die Diskussion doch rein akademischer Natur und für den Alltag unerheblich......zumindest in Europa



In den USA ist das was anderes, da bekommt man schon für schnelles kontrolliertes (nicht gefährdendes) Fahren auf einer geöffneten Piste ein "R" (=Racer) auf den Skipass gemalt und beim 2. Mal ist der dann weg
 
Dürfte (Vermutung) an dem viel höheren Haftungsrisiko des Betreibers in den USA liegen...

Ja, in der Tat hat sich die Diskussion hier in eine ziemliche Entfernung von der Realität entwickelt. Man könnte meinen, entfesselte Horden von uniformierten Pistenwächtern würden arglose Touristen verfolgen um sofort stapelweise in Blockwart-Manier die Skipässe zu entziehen, wenn nur ein kleinster Verstoß begangen wird... :roll:

Tatsächlich wissen auch die, dass so eine Maßnahme durchaus Ärger nach sich ziehen kann. Mir ist jedenfalls kein Gebiet bekannt, wo das leichtfertig und willkürlich geschieht. Ich glaube, man muss da schon einiges dafür "leisten".

Zum Thema gesperrte Pisten fahren:
Man sieht selten die ganze Piste ein, es kann auch sein, dass da irgendwo eine Pistenraupe am Seil hängt, oder die Piste wegen massiver Vereisung kaum fahrbar ist, oder was auch immer. Wenn man den Grund nicht genau kennt, geht man unnötige Risiken ein - unter Umständen grob fahrlässig, mit den entsprechenden Folgen.

90% der Skifahrer sind ortsfremde Flachlandtiroler (wie ich), die kaum genug Gespür und Ortskenntnis haben (manchmal noch nicht mal gescheit auf den Brettern stehen) um sich anmaßen zu können, eine eigene, zutreffendere Risikobeurteilung zu erstellen, als der lokale Pistendienst. Wenn man sich mal aus dem Lift anschaut, wer sich da alles an "Athleten" in Abenteuer stürzt, wundert es einen, dass nicht deutlich mehr passiert. Beim Lesen hier kann man den Eindruck gewinnen, es sei normal, gesperrte Pisten zu fahren und nichts weiter dabei... :?:
 
Nope - mir persönlich etwa zweimal in Lech, einmal planai, einmal in leukerbad. Dazu ein paar Mal nur mit wegfahren und dkleidung tauschen davongekommen - war alles freeriden und teils nichtmal in gesperrten Hängen - einmal samt Filmproduktion per Polizei wegeskortiert ( Italien) . in Südtirol die meisten probs, in aosta oder sella nevea dagegen kein Stress trotz fahren von Hängen die per Gesetz ( Lawinen Gefahr) klar verboten gewesen wären - aber Personal dort halt ähnlich cool wie Frankreich Oder Slowenien
 
Nein nur in beschissenen Gebieten freeriden . In genug kann man alles machen was andere nicht gefährdet statt mit Dorftrottel n zu diskutieren.
 
eMGee schrieb:
Nur die Dorftrottel können dann ihr Leben riskieren um irgendwen aus ner Lawine zu retten.

So sieht es aus. Aber das sieht derjenige dann natürlich auch noch als selbstverständlich an. Schließlich kann der Dorftrottel ja froh sein, dass man sein Geld zu ihm trägt indem man seinen Urlaub dort verbringt. Dafür wird man sich doch dann auch bitteschön das Recht rausnehmen dürfen, überall dort zu fahren, wo es einem beliebt. :rolleyes:
 
Genau. Freerider sind auch allesamt verantwortungslose lebensmüde Vollpfosten, die das darüber hinaus auch noch leichtfertig das Leben anderer gefährden...

Achso. Wer in Wildschutzzonen fährt, dem gehört sehr wohl der Pass abgenommen. Ansonsten hab ich das noch nie erlebt die letzten 20 Jahre.
 
OliK schrieb:
Genau. Freerider sind auch allesamt verantwortungslose lebensmüde Vollpfosten, die das darüber hinaus auch noch leichtfertig das Leben anderer gefährden...

Hat doch keiner hier geschrieben..... und sieht hoffentlich auch keiner so.....


Aber
extremecarver schrieb:
war alles freeriden und teils nichtmal in gesperrten Hängen -

Das heißt, dass hier wohl öfters in gesperrte Hängen gefahren wurde und deswegen der Skipass (wohl auch zu recht) einkassiert wurde.....


OliK schrieb:
Achso. Wer in Wildschutzzonen fährt, dem gehört sehr wohl der Pass abgenommen. Ansonsten hab ich das noch nie erlebt die letzten 20 Jahre.

Stimmt.....
 
OliK schrieb:
Genau. Freerider sind auch allesamt verantwortungslose lebensmüde Vollpfosten, die das darüber hinaus auch noch leichtfertig das Leben anderer gefährden...

Hat keiner behauptet. Aber erstens ist kein der Freerider, die in der Vergangenheit eine Lawine ausgelöst haben, vor Einfahrt in den Lawinenhang davon ausgegangen, dass er ganau das tun wird, sondern die sind alle davon ausgegangen, dass sie eben keine Lawine auslösen werden, weil genau sie ja die Lage einschätzen können.

Und zweitens ist es nun mal leider immer so, dass eine Gruppe durch das verantwortungslose Handeln einiger weniger "zu leiden hat". Wir bräuchten keine Gesetze für das halten gewisser Hunderassen, wenn alle halter verantwortungsvoll mit den Tieren umgehen würden. Gleiches gilt für Sportschützen und viele andere Gruppen. Die müssen alle darunter leiden, dass es eben immer (einzelne) Idioten gibt.
 
Dass die meisten Wildschutzzonen nicht dem Schutz des Wildes, sondern der Abschussquote des Jägers gelten - sollte man wohl auch erwähnen. Unter einem Lift etwa hat eine Wildschutzzone nix zu suchen - ob man da fährt ist dem Wild komplett egal. Es gibt durch die Fütterungen eh schon viel zu viel (bestimmtes) Wild in Österreich. Was nicht bedeutet dass jede Wildschutzzone unangebracht ist, einige sind es ganz einfach. Dazu haben diese Zonen in den letzten 10 Jahren quasi exponential zugenommen (nicht nur in Skigebieten - generell) - ohne dass auch nur irgendwie eine Minderung des Bestandes vorausgegangen wäre. Eher sind die Wildzahlen explodiert (dank Fütterungen und milden Wintern und dem Fehlen natürlicher Feinde wie Wölfen und Bären).
Dazu ist das nicht Aufgabe der Liftler - sondern der Jäger die Einhaltung zu überprüfen.

Und ja natürlich als Freerider fahr ich gesperrte Hänge - sonst wäre der Spaß ja schnell aus. Anders kommt man auch nicht auf 20-30 PowPow Tage in einer guten Saison - sprich min. 50cm Neuschnee, 3er oder besser 4er vom LWD, und mind. 10.000HM unverspurt über den ganzen Tag in vorzugsweise 30-50° steilen Gelände - so schaut für mich ein super Pow Tag aus (die heurige ist saumäßig - noch kein guter Powder Tag, nur 2 mittelmäßige mit Drittboard).
 
Danke für eine halbe Stunde wunderbarer Unterhaltung in diesem Thread. Die Punkte für die besten Beiträge gehen an miki (beste Story) und Bastian-m (bester von maximal drei halbwegs fundierten Beiträgen). Schöne Grüße und bis bald.
 
extremecarver schrieb:
Unter einem Lift etwa hat eine Wildschutzzone nix zu suchen - ob man da fährt ist dem Wild komplett egal.
Bei allem Verständnis für Deine Position scheinen Dir ein paar fundamentale Grundkenntisse über das Verhalten von Wild in freier Natur zu fehlen. Selbst, wenn Lifte Wildschutzzonen durchschneiden, nutzen Wildtiere natürlich diese Schneisen, um von der einen Hälfte in die andere zu gelangen. Möglich (bin mir da nicht sicher) wäre auch ein Gewöhnungseffekt an den Liftbetrieb. Ausserdem muss man die Fluchtdistanz berücksichtigen.

Aber mal an die "Law- und Order" Fraktion gerichtet: Ist Euch schon mal der Gedanke gekommen, dass man in eine gesperrte Zone auch unabsichtlich einfahren kann? Wie Verhältnissmäßig ist es da wohl, wenn man einem gleich den Skipass abnimmt? In den zitierten Seilbahngesetz steht ja auch was von uneinsichtigen Wiederholungstätern. Im übrigen gilt, dass berechtigte Verbote von den meisten Menschen auch beachtet werden. Aber je mehr Verbote willkürlich ausgesprochen werden, desto eher besteht halt auch die Neigung, sich nicht daran zu halten.
 
@ pancho, k2k und bamigoreng: Danke für diesen feinsinnigen Humor. Ihr habt mich zum Schmunzeln gebracht. 100% Zustimmung eh.
 
NeusserGletscher schrieb:
extremecarver schrieb:
Unter einem Lift etwa hat eine Wildschutzzone nix zu suchen - ob man da fährt ist dem Wild komplett egal.
Bei allem Verständnis für Deine Posititon scheinen Dir ein paar fundamentale Grundkenntisse über das Verhalten von Wild in freier Natur zu fehlen. Selbst, wenn Lifte Wildschutzzonen durchschneiden, nutzen Wildtiere natürlich diese Schneisen, um von der einen Hälfte in die andere zu gelangen. Möglich (bin mir da nicht sicher) wäre auch ein Gewöhnungseffekt an den Liftbetrieb. Ausserdem muss man die Fluchtdistanz berücksichtigen.
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Das Wild empfindet Lifte, selbst mit Menschen, nicht als störend.
Gemsen, Steinböcke, Rehe und sogar Füchse, das habe ich schön gesehen direkt unterhalb des Liftes. Keine Seltenheit.

Ansonsten sind einige Beiträge hier einfach ein Spiegelbild unserer Gesellschaft.


Gruß!
der Joe
 
ich hab auch schon genug Gemsen gesehen die nicht weggerrant sind vor skifahrern oder Tourengehern - vor allem in Nationalparks wo nicht gejagt werden darf. Dann haben die kaum Scheu... Und bei Entfernung Sessel zu Wild vs Skifahrer zu Wild hab ich nicht viel Unterschied bemerken können. Am Ötscher begegnen einem dauernd Gemsen - erst unter 10m Abstand beginnen sie langsam wegzulaufen im Winter - im Sommer so 15-20m - die Wissen wohl halt auch dass Sie im Winter nicht gejagt werden.
 
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