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Skipasspreise 2023 / 2024

Bei einer jährlichen Steigerung von 3% werden aus 41€ 10 Jahre später 53,50€, bei 5% 63,6 0€
 
5% Preissteigerung pro Jahr finde ich auch nicht so erstaunlich.

Die Frage ist: wie sollen sich die Skigebiete denn anders positionieren als nach oben ? Ein Billig-Skigebiet funktioniert wahrscheinlich nicht, da die meisten gewisse Ansprüche an Infrastruktur und Pistenqualität haben. Wirklich billig geht nur mit ein paar alten Schleppern und ohne Beschneiung. Der Begriff "Familienskigebiet" wird öfters verwendet, ist für mich aber eher ein Euphemismus für ein uninteressantes Skigebiet.

Eine andere Variante wäre noch, über Skaleneffekte den Preis moderat zu halten, das produziert dann aber überfüllte Gebiete à la Lenzerheide. Hier ist der limitierende Faktor die Pistenfläche.

Für den Idealzustand, den sich jeder Skifahrer wünscht (Top-Präparierung, gute Anlagen, wenig Andrang), wird man einfach nicht herumkommen, mehr Kohle auf den Tisch zu legen.
 
Durch die immer höheren Preise kommt es irgendwann zu einem Nachfragerückgang. Der Markt ist jetzt schon ein eher schrumpfender mit einer abnehmenden Zahl an Skifahrer in Europa. Die Konkurrenzkampf um die verbleibende Zahl von Gästen wird steigen. Warum sind günstige Skigebiete wichtig aus meiner Sicht. Skifahren solĺ ein Breitensport bleiben. Es sollen sich viele den Sport leisten können. Günstige Skigebiete sind erforderlich für die Ausbildung des Nachwuchses. Bei günstigen Preisen fahre ich auch bei Schneetreiben und schlechteren Sichtbedingungen. Steigende Preise entstehen auch durch Skiverbünde, welche gar keine Skiverbindungen darstellen, sondern wo sich einzelne Skigebiete nur zur Vermarktung zusammengeschlossen haben. Einen jüngstes Beispiel ist See und Kappl. Für den Skifahrer ergeben sich dadurch keine Vorteile. Man bezahlt für etwas, wo ich gar nicht nutzen kann z,B. in der Skiwelt Amade oder Dolimiti Superski. Die einzeln Skigebiete liegen sehr weit auseinander, das beim Wechsel ersteinmal eine lange Autofahrt von mindestens 1vStunde oder mehr erforderlich ist.
 
Warum soll Skifahren ein Breitensport bleiben? Ist Golfen auch nicht. Ich sehe auch keinen Rückgang, eher kommen die Leute aus den USA, China, Asien usw. Die Skigebiete machen alles richtig.
 
Wie bei allem kann und sollte man auch bei den Preisen differenzieren. Wenn man nämlich zielgruppenspezifisch schaut, ergeben sich nämlich manchmal ganz andere Preisverhältnisse als wenn ich alles nur am preis für den Tagesskipass festmache. gerade bei Familien lohnt es sich, genau hinzusehen:
Nehmen wir zB eine vierköpfige Familie mit zwei Kindern 6 & 8 Jahre alt. Wenn ich in ein Skigebiet fahre wie zB Zermatt, wo Familienkinder bis einschließlich 9 Jahren gratis mitfahren, relativiert sich eine Preiserhöhung von 5-10% gegenüber einem Skigebiet, das seine Preise nicht oder kaum erhöht, ich aber ich für beide Kinder zahlen muss. In dieser Konstellation müsste ich in Obertauern insgesamt mit 974€ in der Hauptsaison kalkulieren. Wenn ich in Zermatt für die (beiden Erwachsenen-)Skipässe ~800CHF zahlen muss, ergibt sich das kostenmäßig ein ganz anderes Bild als wenn ich die Preise für einen Tagesskipass verglichen hätte.* (Mal ganz davon abgesehen, was mir dafür ean Pistenangebot geboten wird)
Wenn man hinsichtlich der Skigebietswahl ein bisschen flexibel ist, lohnt es sich also immer zielgruppenorientiert für seine Situation zu suchen und zu vergleichen.

[*]Ist jetzt natürlich nur auf den Skipass bezogen. Ob man in Zermatt auch leicht eine günstige Unterkunft etc. für eine Familie findet, steht auf einem anderen Blatt.
 
Bei den skipass Preisen zeigt sich eine merkwürdige parallele zum Auto. Nur noch teuer, nur noch groß, die Familien haben das nachsehen . Trotzdem verdienen die Hersteller prächtig, da man sich auf die reichen Kunden des Weltmarkts konzentriert. Das geht ne zeit lang, dann springen Anbieter In die Lücken.
Daher meine Frage an alle Betreiber: Wer erkennt die Lücke und wird zum Dacia der skigebiete? Fokussiert auf das wesentliche, top Preis leistungs Verhältnis. Danke, Dacia bzw. Renault.
 
wenn ich - wie diese woche geschehen - sehe, dass eine reine führung in der elbphilharmonie, dauer 2h, kein konzert, mit 30 euro pro person (auch kinder) zu buche schlägt, ist die entwicklung bei den skipässen zumindest in bester gesellschaft.
meiner meinung nach werden des weiteren seltsamerweise horrende hotelkosten viel eher toleriert, als wenn der tagespass 5 euro mehr kostet. für mich vollkommen unverständlich, weshalb man ins hotel geht, wenn die finanzielle situation nicht auf "unbegrenzt" eingestellt ist (zumindest bei familien, bei einer oder zwei personen sind die unterschiede im niedersternigen bereich sicher nicht so relevant zur fewo).
 
Naja, da hat man halt viel mehr Auswahl. Niemand muss ein teures Hotel nehmen und die Preisunterschiede unter den Hotels sind auch ziemlich groß.

Bei den Skigebieten dagegen sind die Preisunterschiede zwischen den großen Gebieten dagegen ziemlich gering, jedenfalls gibt es faktisch nur einzelne die verglichen mit den anderen deutlich günstiger sind, sodass bei fast allen der Preis eben relativ gleich ist und es daher keine Auswahl gibt, um den Preis zu reduzieren.
 
zonk schrieb:
Aber den Status als massensport in Europa wird das Skifahren definitiv verlieren.
Mich dünkt, solche Vorhersagen lese ich schon seit vielen Jahren. Und eintreffen wollen sie partout nicht. Wir haben es ja grad diesen Winter wieder gesehen. Oft sehr viel los. Aber ich wiederhole mich.
Skifahren muss nicht für jeden finanzierbar sein. War es auch nie. Für Familien, die nahe an den Bergen wohnen, ist der Stellenwert gross und man ist bereit, tief in die Tasche zu greifen, wenn es irgendwie möglich ist. Andere, die weiter weg wohnen, überlegen sich halt stärker, ob es unbedingt Skifahren sein muss. Surfen tut auch nicht jeder.
 
ski-chrigel schrieb:
Mich dünkt, solche Vorhersagen lese ich schon seit vielen Jahren. Und eintreffen wollen sie partout nicht. Wir haben es ja grad diesen Winter wieder gesehen. Oft sehr viel los. Aber ich wiederhole mich.
Skifahren muss nicht für jeden finanzierbar sein. War es auch nie. Für Familien, die nahe an den Bergen wohnen, ist der Stellenwert gross und man ist bereit, tief in die Tasche zu greifen, wenn es irgendwie möglich ist. Andere, die weiter weg wohnen, überlegen sich halt stärker, ob es unbedingt Skifahren sein muss. Surfen tut auch nicht jeder.
Ich kenne auch genug Familien, die sich den Winterurlaub weiterhin leisten möchten. Denn man kann dabei auch dem trüben und nassen Winterwetter Norddeutschlands sehr gut entgehen. Ich habe noch nie eine komplette Woche Schlechtwetter in den Alpen gehabt. Die andere Möglichkeit wäre das Fliegen in wärmere Gefilde, das wird aber auch nicht viel günstiger als die Woche Skiurlaub. Nichts desto trotz wird schon über die Preissteigerung gejammert aber das betrifft halt auch den ganzen Lebensbereich.
 
Schneeberk schrieb:
Bei den skipass Preisen zeigt sich eine merkwürdige parallele zum Auto. Nur noch teuer, nur noch groß, die Familien haben das nachsehen . Trotzdem verdienen die Hersteller prächtig, da man sich auf die reichen Kunden des Weltmarkts konzentriert. Das geht ne zeit lang, dann springen Anbieter In die Lücken.
Daher meine Frage an alle Betreiber: Wer erkennt die Lücke und wird zum Dacia der skigebiete? Fokussiert auf das wesentliche, top Preis leistungs Verhältnis. Danke, Dacia bzw. Renault.

Warum sollten sie, wenn die Marge doch bei einer anderen Zielgruppe viel höher ist?
 
Zur Preisdiskussion:

Was tut man, wenn ein Produkt so teuer wird, dass dieses die persönliche Preisschmerzgrenze überschreitet? Man substituiert das Markenprodukt durch eine billigere Eigenmarke. (Und stellt dabei vielleicht sogar fest, dass die Eigenmarke gar nicht einmal schlechter ist, ja vielleicht sogar besser ist.)
Aber wie kann das im Fall von Skigebieten funktionieren?
Vielleicht sollte man den skifahrerischen Horizont um einige Länder erweitern? Wenn es unbedingt die Alpen sein sollen: Wäre denn ein Skiurlaub in Slowenien oder im Piemont vorstellbar?
Warum müssen es denn überhaupt die Alpen sein? Wozu sich mit dem Auto von Norddeutschland zu den Alpen quälen, wenn man auch ins Flugzeug steigen kann und eine riesige Auswahl an günstigen Möglichkeiten hat.
Warum nicht mal ein Skiurlaub in Polen? Bosnien? Bulgarien? Oder vielleicht auch etwas weiter weg: In der Türkei? Georgien? Libanon?

Oder nochmal ein etwas anderer Blickwinkel: Jemand hat großen Hunger und will gut essen gehen. Die Wahl fällt auf ein normales Steakhouse z.B.: im Bezirk Kitzbühel. (kein Haubenlokal)

Die Order umfasst: 1x halbes Bier; 1x kleiner gemischter Salat; 1x 320g Filet Steak; Gemischtes Eis; Macht: 5.50 + 6 + 54.50 + 7 = 73 Euro.
Der Tagesskipass in Kitzski kostete in der Hauptsaison: 65 Euro.

Die Schlussfolgerung daraus ergibt: 1mal gut Essen gehen ist mehr wert, als von 8 Uhr bis 16:30 Uhr skifahren zu gehen.
 
@LOL:
deine gedanken sind vollkommen sachlogisch. vergiss es trotzdem. der durchschnittliche flachland-skiurlauber will nicht nach slowenien. er will dahin, wo er schon immer hin fährt. und zwar in der woche, in der er schon immer fährt. also an fasching oder über sylvester, auch wenn die kinder nicht mehr in die schule gehen. weil die schweiz ist teuer und an ostern ist der schnee sulzig.
 
ThomasZ schrieb:
Bei einer jährlichen Steigerung von 3% werden aus 41€ 10 Jahre später 53,50€, bei 5% 63,6 0€


Nein.

Bei 3 % Inflation werden nach 10 Jahren aus 41 € dann 41 * 1,03^10 = 55,10 € und nicht 53,50 € und bei 5 % Inflation werden aus 41 € dann 41 * 1,05^10 = 66,78 € und nicht 63,60 €.
 
tom75 schrieb:
@LOL:
deine gedanken sind vollkommen sachlogisch. vergiss es trotzdem. der durchschnittliche flachland-skiurlauber will nicht nach slowenien. er will dahin, wo er schon immer hin fährt. und zwar in der woche, in der er schon immer fährt. also an fasching oder über sylvester, auch wenn die kinder nicht mehr in die schule gehen. weil die schweiz ist teuer und an ostern ist der schnee sulzig.
Treffend formuliert.
 
tom75 schrieb:
@LOL:
deine gedanken sind vollkommen sachlogisch. vergiss es trotzdem. der durchschnittliche flachland-skiurlauber will nicht nach slowenien. er will dahin, wo er schon immer hin fährt. und zwar in der woche, in der er schon immer fährt. also an fasching oder über sylvester, auch wenn die kinder nicht mehr in die schule gehen. weil die schweiz ist teuer und an ostern ist der schnee sulzig.

Nein, der fährt in den Winterferien. Mit dem immer an die selbe stellen fahren, muss ich dir allerdings recht geben.
 
Wenn man nur rummault über steigende Preise und dann trotzdem immer zur gleichen Stelle fährt, dann kann es ja nicht so schlimm sein.

Günstige und gute Skigebiete gibts übrigens en Masse in Frankreich. Ich habe diese Saison nirgendwo >50€ für eine Tageskarte ausgegeben:

Montgenevre 45.50 (inkl Via Lattea)
Pra Loup-Allos 46.50
Risoul 35.00 (3h)
Auron 38.00
Isola 38.00
Valberg 37.00
Sept Laux 33.50 (4h)
 
ThomasK schrieb:
ThomasZ schrieb:
Bei einer jährlichen Steigerung von 3% werden aus 41€ 10 Jahre später 53,50€, bei 5% 63,6 0€


Nein.

Bei 3 % Inflation werden nach 10 Jahren aus 41 € dann 41 * 1,03^10 = 55,10 € und nicht 53,50 € und bei 5 % Inflation werden aus 41 € dann 41 * 1,05^10 = 66,78 € und nicht 63,60 €.

Stimmt, waren nur 9 Jahre, aber dann kommt das ja nur noch näher an die jetzigen 69€
 
sheridan schrieb:
Günstige und gute Skigebiete gibts übrigens en Masse in Frankreich. Ich habe diese Saison nirgendwo >50€ für eine Tageskarte ausgegeben:
Dafür muss man natürlich auch mehr oder weniger weit raus aus der Komfortzone.

- etwas weitere Anfahrt
- andere Sprache, die vielen in DACH nicht geläufig ist
- weniger Komfort in Liften (kaum Hauben/Sitzheizungen)
- manchmal langsame fixe Bahnen
- weniger Beschneiung, da ist es natürlich dann Glücks- bzw. Pechsache, wie sehr sich das auswirkt
 
Ich finde, dass die Tageskartenpreise eine gute Vergleichsgröße für die Abbildung der Teuerung sind.
Sie bilden eine gute und schnelle Vergleichsgröße für die Beurteilung, ob ein Skigebiet teuer oder günstig ist sowie wie sich die Kosten gegenüber dem Vorjahr verändert haben.
Zu berücksichtigen ist auch, dass die Preissteigerungen auch an die Saisonkarten weitergegeben werden.
Bei den Saisonkarten reduziert sich auch immer mehr der Preisvorteil. Hier sind auch Skitage zu berücksichtigen, wo nicht ein ganzer Skitag gefahren wird, sondern z.B. nur ein Halber. Für viele Berufstätige, welche unter der Woche eine normale Arbeitszeit haben wird es schwierig mehr als 15 bis 20 Tage zu erreichen. Erst ab diesem Zeitpunkt fangen sich viele Karten erst an zu rechnen, unter der Voraussetzung, dass man immer einen ganzen Tag fährt.
Zum Thema Skipasspreise in den USA möchte noch folgende Punkt anführen.
Viele europäische Skigebiete sehen ihre Preise im Vergleich zu den amerikanischen als günstig an.
Aus diesem Grund möchte sie auch gerne ihre Preise erhöhen im Vergleich zu ihrem Produktangebot.
Ein weiterer Punkt, welcher auch zu einer verdeckten Teuerung führt sind die dynamische Preise. Zu beachten ist auch, dass viele Skigebiete jetzt auf diese Preismodell umsteigen. Auch hier geht es um eine Einnahmenmaximierung. Diese Thema wurde heuer in der Diskussion noch gar erwähnt.
Ich stimmen vielen Autoren zu, dass Skifahren aufgrund der Preisentwicklung einer immer exklusiver Sport wird.
Einen Vergleich mit einen tollen Abendessen in einem Restaurant finde ich für eine Sportart nicht passenden. Es sind aus meiner Sicht zwei verschiedene Dinge. Es werden auch unterschiedliche Sinne angesprochen. Beim Sport geht es um die Bewegung. Aus diesem Grund sollte die Kosten mit einer anderen Sportart vergleichen werden.
Gerne z.B. mit Golf wie dies hier öfters erwähnt worden ist, dann wird man feststellen, dass ein Greenfee teilweise auch nicht mehr als eine Tageskarte kostet.
Der Skisport steht in Konkurrenz zu anderen Sportarten, welche ich unter Umständen das ganze Jahr betreiben kann. Des weiteren sind für diese Sportarten die Ausrüstungen günstiger. Auch diesen Faktor sollten die Skigebietsbetreiber berücksichtigen.
 
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