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Skiservice selber machen

Mh, bei mir hält die Abziehklinge von Toko jetzt schon recht lang? Und ich finde die durch die Dicke und breite wesentlich angenehmer in der Hand...
 
Meine Plexiglasklinge hat nun etwa 4 Jahre auf dem Buckel, eventuell liegt es daran.
 
man kann die Plexiklingen auch nachschleifen :wink:
 
chatmonster schrieb:
becks0815 schrieb:
... jetzt besorge ich mir einfache Metallspachtel aus dem Baumarkt und teste die an...

Funktioniert nicht, schon getestet 8)
Die Metallspachtel sind zu biegsam, um damit über die ganze Länge zu fahren. Hängt immer wieder an...
Wofür die aber super sind: Abtragen überschüssigen Füllmaterials (Repaircandels) vor dem Schleifen...


Uhhhhh..... Gänsehaut den ganzen Rücken runter....... :mrgreen: :mrgreen: Wenn du so die Ski behandelst möchte ich nicht wissen wie du dein Auto wäschst.... wahrscheinlich mit Drahtbürste, damit der Fliegendreck besser weg geht..... :mrgreen: Das Ding hier heißt doch Skiserverice selber..... nich Ski ruinieren selber ......
 
Das hat nix mit ruinieren zu tun... die Ski, bei denen ich die Metallklinge einsetze sehen aus... dagegen ist das Beispielbild vom Becks frisch aus dem Laden ;-)
Die Slalomski sehen bei mir auch nach 3 Saison nur Selfservice (fast) aus wie neu am Belag...
Wie geschrieben: habe ich mal getestet, klappt nicht, nicht: mache ich so...

Ach ja, mein Auto: das wasche/putze ich einfach gar nicht ;-)
 
ich nehm auch 'ne Metallspachtel zum Abtragen des überschüssigen Füllmaterials. Dann mit dem Bügeleiesen Wachs drauf und wenn ich Lust hab, mit dem alten Küchenholzbrett abschaben und die Wachsreste für den anderen Ski verwenden. Oder einfach drauflassen - fährt sich eh von selbst ab nach der nächsten Abfahrt .. ;)
 
Olli_1973 schrieb:
Uhhhhh..... Gänsehaut den ganzen Rücken runter....... :mrgreen: :mrgreen: Wenn du so die Ski behandelst möchte ich nicht wissen wie du dein Auto wäschst.... wahrscheinlich mit Drahtbürste, damit der Fliegendreck besser weg geht..... :mrgreen: Das Ding hier heißt doch Skiserverice selber..... nich Ski ruinieren selber ......

Naja, Tourenskifahrer eben. Da kommste mit viel Schwung den Pulver runter, in etwa so:




und gerade wenn Du etwas quer stehst und abbremsen willst, dann erwischt Du so etwas:



Das passiert eigentlich quasi auf jeder Tour. Würde ich mich da um Feinheiten wie Kantenwinkel und leichte optische Veränderungen in der Belagsstruktur Sorgen machen, dann dürfte ich gar nicht raus.
 
vielleicht sollten wir die überschrift um "für pistenski" erweitern :mrgreen: manches mag ja bei tourenski eh unnötig erscheinen, weil das gelände den ski sowieso verranzt, aber einige dieser "tipps" hier zum wachsen etc. lassen mir schon die nackenhaare aufstellen :lach:
 
Am einfachsten ist einfach regelmäßig wachsen - und Wachs einfach von selbst abfahren lassen. Wobei bei Powderski ist das genau blöd - auf dem weichen Schnee passiert da einfach nix. 2 Kunstschneeabfahrten und das Wax ist eh runter. Nur fragt sich ob das Wachs umweltschädlich ist? So groß sind ide Mengen ja zum Glück nicht.

Ich finde am wichtigsten ist immer noch gute Feile (Hartmetall oder die SKS Tungsten Feilen - kosten halt deutlich mehr) - eine grobe Diamantfeile, eine mittelgrobe Diamantfeile, guter Winkel mit fixer Klemme (keine der Zangen!) - dazu eine gute Einspannmöglichkeit. Dann einfach Wachs was zur Temparatur passt (also einmal warm, einmal universal, einmal kalt). Mehr brauchts nur wenn mehr gefragt ist für Rennen, Events usw. Richtiges Wachs Bügeleisen ist besser wie ein Billigbügeleisen - aber es spart einfach nur Zeit und ist leichter zu regulieren. Ein 10€ Bügeleisen OHNE Wasserdüsen tuts sonst auch.


Mein Problem ist eher dass ich teils zu faul bin, und wenn ein Skibelag mal etwas verbrannt ist - wirds schwer ihn wieder schnell zu bekommen - bzw da ich immer 87° Winkel nutze - gehts halt dann recht schnell wenn der Grip nachlässt. Alle 30-40 Skitage kommt der Ski dann in die Maschine - bevorzugt wo wo sie nur Belagsseitig was machen - und die Seitenkante ganz in Ruhe lassen. Bei den Freerideski/boards ist es halt komplizierter - da braucht man am besten mehrere je nach Gefahr wieviel Felsen man abbekommt, bzw ob die kante überhaupt scharf sein muss. Bei Powder ist ja egal - aber sollte man dann mit dem Powderski und kaputten kanten in einem steilen Hang stehen der komplett verharscht ist - viel Glück dann irgendwie da runterzukommen. Grade abseits bräuchte man halt oft unten die Steinski, aber oben eine scharfe Kante. Ergo man hat viel zu tun wenn man Steine erwischt.
 
snowstyle schrieb:
vielleicht sollten wir die überschrift um "für pistenski" erweitern :mrgreen: manches mag ja bei tourenski eh unnötig erscheinen, weil das gelände den ski sowieso verranzt, aber einige dieser "tipps" hier zum wachsen etc. lassen mir schon die nackenhaare aufstellen :lach:

Ach komm, auch auf der Piste ist die überwiegende Mehrheit der Leute in einer Weise unterwegs, daß es auf das letzte Detail bei der Skipflege echt nicht drauf an kommt. Meiner Meinung nach reicht es meistens zumindest aus, unter der Woche daheim immer mal wieder den Belag zu bügeln und neu zu wachsen und eventuell 1x pro Saison die Latten zum Service zu geben und da etwaige Kerben flicken und die Kanten schärfen zu lassen. So kann man fröhlich den Hang runter rutschen und spart sich etwas Geld dadurch, daß man einen Teil des Services selber macht.
 
das kann man so pauschal nicht sagen. es hängt natürlich von den individuellen bedürfnissen ab. und selber machen zahlt sich aus, wenn man es richtig macht und auch die entsprechenden gerätschaften hat. nicht jeder hat handwerkliches geschick, oder merkt überhaupt auf was es beim ski ankommt.

aber hier gings ja darum, ob diese angebotenen sets sinnvoll sind und das sind sie ganz sicher, wenn man es mal selber probieren möchte.
 
Zum "Probieren" sind die Sets imo nicht geeignet, sie sind Overkill. So n Toko T8 Eisen dürfte um die 50 Euro kosten. Stange Wachs dazu, Nylonbürste und zwei Holzböcke aus dem Obi, um die Ski ablegen zu können. Mit etwas Glück landet man bei unter 100 Euro und kann damit ziemlich gut die Ski wachsen. Will man es aufwendiger, besorgt man sich noch eine Kupferbürste und Belagskerzen (da tut es aber auch 2-Komponentenkleber).

Erst wenn die Basics klappen und man sich sicher ist, daß man sich die Arbeit auch zukünftig antun möchte sowie man sich sicher ist, handwerklich etwas fester im Sattel zu sitzen, dann würde ich mit den Kanten anfangen und mich bezüglich Winkel und Feilen Gedanken machen. Und wenn mir dann immer noch langweilig wäre, würde ich mehr Wachssorten, ein Schneethermometer und eine Glaskugel besorgen, um am Freitag abend passend zur Wettervorhersage und Schneesituation das richtige Paar Skier aus dem Keller holen und zu den Bedingungen passend das Wachs aufbügeln.
 
Also mir persönlich wären außer im Frühling scharfe kanten wichtiger als ein gut gewachster Belag - ich schleife daher auch etwa doppelt so oft kurz nach (1-2 Züge mit Feile, dann kurz noch Diamantfeile) - als dass ich nachwachsen würde. Im Frühling ist es dann andersrum - aber IMHO entweder man macht beides - oder man lässt es gleich sein. Die Wach Bügeleisen alleine gibts auch schon um 40€ bei ein paar Online Shops, dazu wenn man billig will noch 25€ für 900g Universalwachs (das wird lange lange halten - 900g ist eine große Menge - aber einfach billiger wie 180g kaufen) - dazu ein Fixwinkel (87 oder 88) mit integrierter Klemme um 25€ und eine billige Feile um 20€. Diamantfeilen bekommt man billig im Messerschleifsets (20€ für eine große Menge - sind ident zu den Ski Diamantfeilen man muss sie nur noch kleinschneiden mit Säge - 1/10 vom Preis) und das wäre die Billigstaustattung um mal anzufagen. Zum feilen Ski wo anlehnen, zum wachsen halt einfach wo drauflegen. Besser wie etwas ganz sein lassen. Unbedingt noch einen Seitenwangenabzieher - ohne ist Krampf. Oder halt statt Fixwinkel, Feile, Seitenwangenabzieher das einzige Tool was echt super ist - Tooltonic Race Set. Das hat schon Hartmetallfeile - und ist das einzige Multitool IMHO welches echt gut funktioniert - genauso gut wie Fixwinkel (nur ist man halt was Feilen/Diamant betrifft auf Tooltonic beschränkt / bzw max 100mm lang in etwa)

Upgrades wären - 60€ satt 20€ für Hartmetallfeile (extra fein). 100-120€ für Skihalter. Nochmal 30-40€ für Wachs für kalte und für warme Temperaturen, 10€ für Plexiglasklinge. Erst dann würde ich über Bürsten usw nachdenken (dann aber auch gleich über deutlich teureres Wachs (Low Fluor bzw Graphit). Mit den Sets spart man aber wirklcih nicht viel. Und am besten nicht bei ebay einkaufen - mit den teuren Provisionen können die Händler nicht billig sein.
 
Also meines Erachtens geht es darum das so mancher wissen möchte wie es wirklich geht. Wie es realistisch geht und nicht wie ich mir ggfl. Mit einem rostigen Spachtel den Belag ruinieren kann. Rede jetzt auch wirklich nur von einem normalen wachsen und Kanten schleifen.... Nicht von rennserservice oder so.
 
Olli_1973 schrieb:
... und nicht wie ich mir ggfl. Mit einem rostigen Spachtel den Belag ruinieren kann...

Du hast aber schon gelesen, was da steht, oder? Von rostig war nie die Rede und zum Thema Spachtel auch die Schlussfolgerung (zumindest für mich), daß es nicht geht... (zumindest Wachsabziehen nicht, überschüssige Repaircandle ist halt ne ganz andere Baustelle... weißt du indem Fall überhaupt, wovon gesprochen wurde, bzw was das ist und wofür man es verwendet?)
 
Vielen Dank für die vielen Tipps und die lebhafte Diskussion!
 
Weil nach meinem Verständnis zum Skiservice auch das Lagern der Ski in der Ski-losen Zeit gehört, hab ich mir vor kurzem mal den Zustand meines Ski-Lagers 10 Wochen vor dem möglichen Saisonstart angeschaut. Ich habe das Glück, dafür einen nicht zu heißen, dunklen und soweit möglich trockenen Raum zur Verfügung zu haben. Eigentlich ideale Bedingungen. Trotzdem habe ich etwas entdeckt, was mir nicht so besonders gefallen hat. Am Saisonende hatte ich alle verwendeten Ski nochmal komplett präpariert und dabei versucht, alle Kanten in sauberem und trockenen Zustand mit einer durchgehenden Wachsschicht abzudecken. Allerdings hatte ich dabei einen Ski, den ich in der vergangenen Saison nach Neukauf nur ca. 3 oder 4-mal bei eisigen Verhältnissen hergenommen hatte, nicht mehr angelangt. Den hatte ich zum letzten Mal vermutlich im Februar oder spätestens Anfang März im Einsatz. Danach hab ich den wie üblich wieder einsatzfertig gemacht, bin aber beim Wachsen natürlich nicht so sorgfältig wie vor dem Sommerlager vorgegangen. Insbesondere habe ich mich nach dem Entfernen des nicht nennenswerten Grates mit dem Schleifgummi nicht weiter um die Außenseiten der Kanten gekümmert.
Das rächt sich jetzt:
Seite_1.jpeg

Seite_2.jpeg

An mehreren Stellen der Kanten-Außenseiten sind solche Rostnarben entstanden.
Auch auf der Belagsseite der Kanten sind Korrosionsstellen entstanden, wobei das teilweise sogar unter einem Wachsüberzug passiert ist:
Unten_1.jpeg

Nicht überall, und viele Stellen ohne Wachsüberzug sind auch blank geblieben:
Wachsschicht.jpeg

Ich vermute, dass die Korrosionsentstehung vor allem mit Streusalzresten zusammenhängt, die es überall dort gibt, wo Leute mit Skischuhen an Stellen rumlaufen, wo typischerweise Ski an- und ausgezogen werden. Wer mit Ski in den Matsch am Straßenrand reinfährt, der hat es sowieso nicht besser verdient, aber es langen schon Spuren von Salz, um langfristig Schaden anzurichten. Deshalb sollte man auch vor jeder längeren Lagerzeit zumindest dem Kantenbereich nochmal mit klarem Wasser reinigen und anschließend sorgfältig trocknen.

Ich muss mir jetzt überlegen, was ich mit den Roststellen mache. Die beliebte Option, mit den Rostkanten erst mal einen Tag auf die Piste zu gehen (am besten mit Steinchen durchsetztes "Crushed Ice" wie manchmal in der Herbstsaison in Hintertux), ist mir zeitlich noch zu weit entfernt. Außerdem nehme ich dafür auch lieber einen etwas älteren Ski und nicht mein neuwertiges Spitzenmodell.
Also abschleifen mit Oxydstein, Feile, Keramik (angefangen):
Schleifen.jpeg

Tut irgendwie weh, an der fast neuen Kante wegen dieses Mists rumwerken zu müssen, aber andere Möglichkeiten die Korrosion zu stoppen sehe ich nicht. Da mit Chemie ranzugehen, wäre wohl ein Königsweg den Ski zu ruinieren.

Fazit: Schaut euch mal den aktuellen Zustand eures eingelagerten Materials an, damit ihr nicht am Vorabend des ersten Skitages vor Schrecken in Ohnmacht fallt.
 
Wenn du vor dem Einlagern ein paar Ringe Alufolie um die Ski wickelst so dass metallischer Kontakt zu den Eisenteilen besteht kannst du das Rosten wirkungsvoll verhindern. Wichtig ist dabei dass man etwas reibt, un die Oxidschicht zu brechen. Das unedlere Aluminium wirkt dann quasi als Opferanode. Das hilft jetzt zwar diesen Ski nicht mehr aber es verhindert vielleicht zukünftigen Ärger.Sofern man hat kann man auch Zinkblech zb von einer alten Regenrinne hernehmen und ein paar Streifen davon aufs Metall klemmen. Damit verhindert man auch das Rosten ganzer Ozeanriesen im Salzwasser.
 
Danke für diesen Tipp! Das probier ich gleich mal für die restliche Lagerzeit meines Skibestandes bis zum Beginn der Skisaison aus. Ansonsten hatte ich auch schon darüber nachgedacht, ob man vielleicht die Langzeitlagerung eingeschweißt in Folie mit Trocknungsmittel machen könnte.
 
Talabfahrer schrieb:
Ansonsten hatte ich auch schon darüber nachgedacht, ob man vielleicht die Langzeitlagerung eingeschweißt in Folie mit Trocknungsmittel machen könnte.
Also ob dies wirklich sinnvoll ist weiß ich nicht. Ich hab auch noch nie erlebt dass jemand sowas macht. Was schon viel ausmacht ist wenn man seine Ski erst mit destilliertem Wasser und danach mit Spiritus oder Isopropanol gut reinigt. So bekommt man Salzreste gut weg. Danach dann wachsen. Es sollte im Lagerraum halt möglichst nicht zu kondensierender Feuchtigkeit kommen. Wenn Opfermetall angebracht wird kann es nur wirken wenn es elektrischen Kontakt zu Metallteilen hat, deshalb darf da kein isolierendes Wachs sein.
 
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