Heute, am Sonntag, war ich dann mal wieder in der Skiwelt. Da der Rest der Familie anderweitig verpflichtet und beschäftigt war, bin ich alleine gefahren. Geplant war der Skitag eigentlich ganz anders, denn am Freitag hatte der Wetterbericht noch bestes Sonnenwetter für den Sonntag versprochen. Gleichzeitig sollte es aber (für die Skiwelt) relativ kalt sein. Also nahm ich mir vor, systematisch so viele wie möglich unterschiedliche Talabfahrten zu machen. Start ab Hopfgarten, die erste wäre ebendiese gewesen, danach weiter über die Salve nach Itter.
Es kam dann ganz anders. Diesen Plan hatte ich zusammen mit meinem Sohn schon einmal (vor 1, 2 Jahren), aber seinerzeit konnten wir den nicht umsetzen, weil die Pisten grad unten raus total eisig waren. Diesmal gab es ein anderes Problem. Schon am Samstag hatte der Wetterbericht die 8h Sonnenschein kassiert, und versprach nur noch 2-3h maximal. Von zähem Nebel war aber keine Rede. Bei Ankunft in Hopfgarten unten gute Sicht, aber die Salvenbahn fuhr um 8:30h voll in die Wolken respektive Nebel rein. Weiter mit Schernthann, aber erst kurz vor dessen Bergstation lichtete sich der Nebel. Sonne war aber auch keine zu sehen, viel weiter oben nochmal eine Wolkenschicht. Hmm, Talabfahrt nach Hopfgarten bei dem Wetter und der Sicht? Nee, lass mal. Noch mal runter und hoch auf die Hohe Salve? Oben wäre es natürlich gut, aber dann runter nach Itter? Naja.
Also Planänderung. Erstmal zum Foisching. Der obere Teil ist gut, aber auf dem letzten Stück, wo es sich nochmal in zwei Varianten teilt, wird es zunehmend nebelig, und auf den letzten Metern zur Talstation sieht man kaum die Hand vor den Augen, Orientierung selbst hier schwierig.
Dann mal andere Seite, Kälbersalve. Die geht super! Und bis zur Talstation auch fast nebelfrei. Gleich nochmal, diesmal die andere Variante. Auch gut. Und dann kommt von oben die Sonne durch. Alles sieht gleich viel freundlicher aus. Und es kommt Hoffnung auf, dass sich der Nebel im Tal irgendwann auflöst. Ein neuer Plan entsteht: Ich beschränke den Tag auf die Achse Hopfgarten - Hochbrixen - Scheffau - Ellmau, und versuche mich über der Nebelgrenze zu halten. Das klappt auch ganz gut, die meisten Lifte da oben kommen gerade so ran an die Grenze, und man kann auch meist vorher sehen, worauf man sich einlässt. Es wird dann natürlich recht voll, mit teilweise mehreren Minuten Wartezeit an manchen Liften, denn vermutlich fährt kaum jemand weiter runter, sodass sich alles oben tummelt. Es findet sich aber auch immer wieder Platz, wo man Gas geben kann.
Bis um 12 Uhr ändert sich an der Wetterlage wenig. Dann löst sich die tief hängende Wolkendecke zögerlich auf, und ich wage eine erste Talabfahrt nach Ellmau, und gleich noch eine zweite Variante hinterher. Um 13 Uhr sind die Wolken größtenteils verschwunden. Es bleiben einzelne Wolkenfetzen, die einem aber nicht die Sicht rauben. Natürlich eine Runde Schmiedalm, wo sogar an der Talstation des Schleppliftes ein paar Sonnenstrahlen ankommen. Allerdings verschwindet dann die Sonne bald wieder hinter einer hohen Bewölkung.
Talabfahrt nehme ich noch einmal Scheffau mit. Ansonsten bleibe ich im oberen Bereich. Es kommen trotzdem bis zum Ende des Skitages gegen 15:30h insgesamt ca. 12.000 hm zusammen. Das hätte ich nicht gedacht! Bin viele Pisten und Varianten gefahren, die ich zwar (fast) alle irgendwie kannte, wo ich sonst oft nur schnell durch bin um auch ja von A nach B zu kommen.
Die Pisten selbst überwiegend bretthart, aber mit dünner griffiger Auflage. So mag ich es! Also alles super. Die besonders stark frequentierten Pisten oder Abschnitte haben zum Nachmittag hin dennoch arg gelitten, an den üblichen Stellen (außer bei der Jochbahn, da fehlten auch am Nachmittag die üblichen Sulz-Berge). Unangenehm dann aber die Abfahrt 21a zur Mittelstation Hopfgarten - Hügel und Eisplatten und eine wilde rücksichtslose Meute selbst an engen Stellen zum Schluss. Die Talabfahrt nach Hopfgarten habe ich mir dann geschenkt, weil die Kraft nach 12.000 hm nachgelassen hat, und die gerade gefahrene Piste nichts Gutes versprach. Aus der Gondel betrachtet, das was man sehen konnte, war es aber eine falsche Entscheidung, die Talabfahrt schien weder in schlechtem Zustand noch überfüllt zu sein. Tja, hinterher ist man immer schlauer.
Am Tag liefen ganz vereinzelt Schneekanonen abseits der Piste, um vermutlich kleine Depots anzulegen. In der Nacht liefen Stellen- und Streckenweise deutlich mehr Kanonen und zielten auch auf die Pisten, nachdem diese bereits präpariert waren. Die entsprechenden Stellen waren aber ganz überwiegend entsprechend markiert (gelb-schwarze Stangen), sodass man sich darauf einstellen konnte. War aber kein Problem, vermutlich liefen die auch nicht die ganze Nacht im Maximalbetrieb, sonst wären da größere Haufen auf der Piste gewesen.
Alles in allem ein Tag, der zwar anders als geplant verlaufen ist, aber trotzdem viel Spaß gemacht hat!
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Morgens am Foisching, oben und unten Wolken, dazwischen ich und ein Teil der Piste. Der unterste Teil im Nebel.
Langsam kommt die Sonne raus, und ich peile schonmal Zinsberg an.
Bleibe aber erstmal noch bei Foisching und Kälbersalve.
Inzwischen ist es 10:45h, und ich bin am Südhang in Scheffau. Premiere für mich! Habe den sonst immer links liegen gelassen. Die Piste macht dem Namen "Südhang" alle Ehre, ein weißes Band. Piste ist trotzdem super!
Von weiter oben am Südhang Blick zur Salve, an der ich heut nur einseitig vorbei gefahren bin. Söll liegt immer noch teilweise im Nebel.
Blick zur Aualm. Mit dieser Piste werde ich mich nie so richtig anfreunden. Zu voll, zu hängend, zu weiß auch nicht.
12:18h, zweite Talabfahrt nach Ellmau. Die Wolken über dem Tal werden dünner und lösen sich bald ganz auf, die Sonne kommt durch.
12:18h, zweite Talabfahrt nach Ellmau. Die Wolken über dem Tal werden dünner und lösen sich bald ganz auf, die Sonne kommt durch.
14:50h. Ganz allein im 8er Sessel der Jochbahn. Ganz unten wird es schon wieder leicht nebelig. Auf dem weiteren Weg nach Hopfgarten dann dort aber kein Nebel!