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Slowmountain

Sollen mehr Skigebiete zu "Slowmountains" umstrukturiert werden?

  • Nein, aber man soll mehr Chillout- Pisten anbieten

    Stimmen: 5 11,6%
  • Ja, unbedingt

    Stimmen: 4 9,3%
  • Nein, das ist unnötig

    Stimmen: 25 58,1%
  • Nein, das jetzige Angebot an Chillout- Pisten reicht schon

    Stimmen: 9 20,9%

  • Umfrageteilnehmer
    43
  • Umfrage geschlossen .
Whistlercarver schrieb:
Hallo
Eigentlich bin ich eher der Raser unter den Skifahrern. Trotzdem bin ich für Chillout-Pisten.
Ich wäre dafür Pisten zu kennzeichnen auf denen man einen super Ausblick hat, auf die Umgebung. Und um das Panorama geniessen zu können, führt man dann auf solchen Pisten ein "Tempolimit" ein, so dass man keine Angst haben muss, beim langsamen fahren und in der Landschaft rum schauen von den Rasern überfahren zu werden.

Gruß Andreas


Ja bitte bloß nicht!!! 8O
Stell dir mal vor du würdest alle schönen Pisten extra-kennzeichnen und mit irgendwas besonderem wie "Chillout" preisen, was glaubst du wie voll dann die entsprechenden Pisten erst werden. Ich bin ja froh dass die meisten schönen abgelegenen Pisten leer sind und die Tagestouris diese so schnell nicht finden. Das würde die schönen Pisten nur extra kaputt machen. :|
Ganz im Gegenteil, solche Pisten am besten gar nicht erst einzeichnen :wink: nur so hält man den Trubel von den Traumpisten fern :ja:
 
Für mich ist die Einführung solcher Pisten ein Armutszeugnis, und zwar für die Wintersportler! Es zeigt, dass die gegenseitige Rücksichtnahme nicht mehr richtig funktioniert. Anfänger halten mitten auf der Abfahrt an und schauen sich in aller Ruhe (oder mit Sorge) den nächsten steileren Abschnitt an, während die Fortgeschrittenen mit Schmackes die Piste hinunterdonnern und ungebremst über die Kuppe in erwähnten Steilhang hineinstechen. Zugegeben, plakativ formuliert, aber solche Szenen konnte ich schon selber beobachten.
 
Fab schrieb:
Wenn ich auf der Chillout-Piste nicht chille, werd ich dann verhaftet?

wie tut man chillen, ich will nichts falsch machen ;D
 
Denke auch dass die Umfrage sehr unglücklich formuliert ist.
Meiner Meinung nach ist es ein wesentlicher Unterschied ob es sich eben um ein Skigebiet à la Pischa, Strela etc. handelt oder eben um ein Skigebiet, das den Massentourismus abfertigt und irgend eine Piste mit Tempo 30 Tafeln aussteckt.

Beim Ersteren gibt es nichts einzuwenden. Aber beim zweiteren ist es wohl tatsächlich ein Armutszeugnis und vermutlich eine Kapitulation vor den Skifahrer, die die FIS-Regeln nicht kennen...
Abgesehen davon finde ich es ein ziemlicher Widerspruch wenn man mit einer 4000 pers/h 8KSB innerhalb von 4 Minuten auf den Berg geschossen wird und beim Runter fahren soll man sich dann eine Tempobeschränkung halten.
Für mich beginnt das Slowmountain-Feeling schon bei der Bergfahrt. Und die unbequemen Anlagen haben den Vorteil dass die 0815 Raser abgeschreckt werden.
 
Ich halte je nach Konzeptionierung sehr sehr viel oder sehr sehr wenig vom Konzept Slow Mountain:

Ein Gebiet, dass einfach durch die vorhanden Lifte, die Trassierung der Pisten und das Ambiente drumherum dazu einlädt von sich aus mal ein paar Gänge runterzuschalten und einfach gemütlich zu Tal zu gleiten, hin und wieder mal einen Fotostopp einzulegen oder sich sich einfach neben der Piste in den Schnee zu hocken und die Zeit halt laufen zu lassen, wenn sie das möchte ist für mich ein toller Ort der Entspannung an dem ich sogar freiwillig mal gegen meinen Schi fahre (So ist das halt wenn man nur Racecarver/Rennschi besitzt) um gemütlich unterwegs zu sein.
Muss ja nichtmal der ESL mit 10m breiter unpräparierter Piste sein die schon aus den Hangeigenschaften heraus eine Buckelpiste ist. Aber auf der gemütlichen nicht ganz platt gewalzten Piste mit Kuppierung lädt mich selbst an Tagen an denen ich zum schnell fahren da bin ein öfters mal auf der Kuppe stehen zu bleiben und einfach in die Gegend zu schauen was, dann im Endeffekt zmd. bei mir auch den ganzen Fahrstil gemütlicher macht egal was ich mir vorgenommen habe und egal wie gut ich das Panorama schon kenne.

Wenn hingegen überspitzt gesagt Ottonormalgebiet auf einer Pistenautobahn mit Idealneigung zum Heizen die selbst von 2 8KSB nicht überfordert wird ein Tempo 30 Schild aufstellt, dann fühle ich mich eher bemüßigt über diese Art von Slowmountain herzlich zu lachen und schon allein aus Prinzip den Schi bis zum Anschlag laufen zu lassen.
 
Das Problem an der ganzen Sache an sich ist einfach, dass der komfort-orientierte 0815-Ski-Tourist ja eigentlich nicht auf beheizte und bebubblete 6- oder 8er KSBs mit 3000Pers/h verzichten will, andererseits aber leere und gemütliche Pisten einfordert :sleep:
Diese Chill-Pisten floppen genauso, wie die mal zu meiner Boarderzeit teilweise eingeführten "Boarderpisten", um die Skifahrer vor den pösen Boarden zu schützen. Bspw. SBH hatte eine solche. Oder gibts die noch?
 
komfort-orientierte 0815-Ski-Tourist ja eigentlich nicht auf beheizte und bebubblete 6- oder 8er KSBs mit 3000Pers/h verzichten will, andererseits aber leere und gemütliche Pisten einfordert

Das der komfortorientierte Tourist es bequem mag ist wohl unbestritten. Aber ob er unbedingt einen 6er oder 8er will?

Evtl. möchte er auch am liebsten einen Bubble 2er bis 4er mit gemütlichen Pisten? Mir gehts jedenfalls so - weil da die Gemütlichkeit von ganz alleine kommt und kein Schild braucht.
 
Ich kann mich nur wiederholen, meine Erfahrungen mit den "Slow zones" in Nordamerika sind sehr gut, wobei dort allgemein weniger Hektik und Rüpelei an der Tagesordnung ist also bei uns in Europa, allein schon was Anstellen am Lift angeht und das Besetzen freier Plätze im Sessellift.
In Alpe d´Huez gibt es im flacheren, ortsnahen Bereich auch eine große, im Pistenplan grün markierte "Anfänger"-Zone (wie sie genau heißt, weiß ich nicht).
 
ARD, jetzt wissen wir warum wir dir Geld geben (oder ist das besser bei den Witzen aufgehoben?):
http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/5871742?pageId=&moduleId=313552&categoryId=&goto=&show=
Ab 3.10 Minuten gehts los, :yau: !
...

2. Chillout Riding
Skifahren hat seine Tücken. Immer mehr Könner sind rasant unterwegs. Für Ungeübte und Ältere steigt die Verletzungsgefahr. In Graubünden hat man reagiert. Bergbahnen, Tourismusverbänden, Hotellerie, Skischulen und Rental Shops aus den vier Wintersportgebiete Engadin St. Moritz, Zermatt, Davos Klosters und Jungfraugebiet haben sich zur Chillout Riding Initiative zusammengetan.
Der Grundgedanke: Den Stress wirklich zu Hause lassen, entspannt und achtsam Ski fahren, und die Umgebung, die Piste und die anderen Skifahrer wirklich wahrnehmen.


Entspannung in der Natur

Entspannung auf der Ski-Piste (Foto: SR)

Der Einstieg ins entspannte Skifahren beginnt schon mit der Wahl des richtigen Equipments. Spezielle Ski unterstützenden die Benutzer in einer entspannten Fahrweise. Und dann geht es zum Kurs.

Skilehrerin Sabrina Berger von der St. Moritzer Suvretta-Skischule führt uns ein in diese besondere Art der Fortbewegung im Schnee. Der Kurs beginnt mit einigen Vorübungen. Schon hier geht es darum, die Wahrnehmung für den eigenen Körper zu intensivieren. Wie stehe ich, wie ist der Kontakt zu den Ski, wie der zum Untergrund? Dasselbe gilt dann fürs Fahren. Die Aufmerksamkeit gilt der Abfahrt ebenso, wie der umgebenden Natur und vor allem auch den anderen Gästen auf der Piste. Auf der Chillout Website wird das so formuliert:
„ChilloutRiding bedeutet bewusst relaxen, die Natur genießen und mit Freude und Genuss skifahren und snowboarden. Gemeinsam mit unseren Freunden und Familien wollen wir uns in der Schneewelt der wunderschönen Berge wohl fühlen. Es geht bei dieser Initiative nicht um langsames, sondern um kontrolliertes, den Umständen angemessenes und rücksichtsvolles Fahren, damit sich alle auf der Piste wohlfühlen.“

Für das entspannte Skifahren gibt es in St. Moritz einen eigenen Bereich. Damit das Ganze nicht nur für Anfänger attraktiv ist, wurde im Skigebiet Corviglia eigens eine rote Piste zur Chillout-Zone erklärt. Um die Idee abzurunden hat man den Gästen zwei ausgediente Gondeln eines Sesselliftes spendiert. Hier kann man sich dann vom Entspannen entspannen und der Ruhe der Berge lauschen.
Inwiefern das, was in den Chillout-Kursen gelehrt wird wirklich neu ist, ist Definitionssache. Das es sinnvoll und hilfreich ist steht für uns außer Frage und angenehm ist es überdies, wie wir „erfahren“ durften.

quelle: http://www.daserste.de/ratgeber/reise_beitrag_dyn~uid,ruspbeilsppzuznx~cm.asp

Weitere fragen? Fragt Sabrina.......
 
citta dei sassi schrieb:
... (oder ist das besser bei den Witzen aufgehoben?):
......
Genau das meinte ich mit meinem Beitrag oben.
Die Piste, die da als "Chillout-Zone" ausgewiesen wurde, ist ansich seit Jahrzehnten kaum verändert - bis sie als Chilloutzone ausgewiesen wurde, womit einige Veränderungen einhergingen, die einen Teil der Gemütlichkeit verdrängt haben.
Ein Unterschied: Durch die gleichzeitig mit der Chillotvermarktung gebaute Beschneiungsanlage ist sie jetzt wesentlich ungemütlicher geworden, da der Schnee natürlich viel härter und eisiger geworden ist. Außerdem stört der Lanzenwald die landschaftlich ansich wunderschöne Piste enorm.
Weiter kommt es mir so vor, dass sie seitdem frequentierter ist.
Zusätzlich zum Lanzenwald stehen jetzt Schilder und andere Störfaktoren herum. Alles Nachteile für den, der entspannt Skifahren will.
Sie ist, seit die "Chilloutzone" ausgewisen wurde, wesentlich weniger "chillig" als vorher.
Im Endeffekt ist das Gebiet dank Chilloutriding nun um eine tatsächliche "Chilloutpiste" ärmer geworden. 2 1/2 tatsächlich relaxte Abfahrten sind nunmehr geblieben.
Gemütlichkeit kommt nicht durch Schilderwald und Vermarktung, sondern beispielsweise durch Faktoren, die baeckerbursch oben erläutert hat.
 
Kurz zum fettgedruckten Statement "Gondeln eines Sessellifts": Die Schiffchen in Venedig werden ja auch Gondeln genannt, dito die Körbe von Heißluftballons. Insofern kann man auch die FBM eines Sessellifts als "Gondel" (im Sinne von "Schaukelndes Gefährt") bezeichnen.

Im aktuellen Seilbahnsprachgebrauch wird ein Fahrbetriebsmittel dann "Gondel" genannt, wenn man die Skier abschnallen muss, oder wie würdet ihr das am ehesten definieren? Wäre aber trotzdem mal interessant, wann und warum es sich eingebürgert hat, dass man die Fahrbetriebsmittel der früher oft als "Kleinkabinenbahn" bezeichneten Seilbahnen fast ausschließlich nur noch als "Gondel" bezeichnet...
 
Fahrbetriebsmittel lautet der offizielle Ausdruck für das was am Seil hängt.
 
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