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Sommer-Ski im Juni/Juli

EPISODE V

Von Zermatt würdest Du dann wahrscheinlich zur Aig. du Midi fahren. Die erreichst aufgrund der Liftverbindung sowohl von Courmayeur aus, wie auch von Chamonix aus. Courmayeur ist natürlich mit Chamonix auch durch den Mt. Blanc Tunnel verbunden, allerdings ist genau wie der Fréjus einfach viel zu teuer.

Es gibt jetzt mehrere lohnende Varianten. Die eine ist: von Zermatt über Sion und den Col de Montets nach Chamonix. Das Tal ist extrem schön und sicher lohnenswert. Die Strecke von dort weiter Richtung Vanoise (Tignes etc) ist aber eher unspektakulär.

Die andere wäre: Von Zermatt über den Großen St. Berhardpass nach Courmayeur. Von dort mit der Seilbahnkette durch Vallée Blanche auf die Aig. du Midi. Anschließend über den kleinen St. Bernard nach Bourg St. Maurice, was wenige Kilometer vor Tignes liegt. Dies ist im großen und ganze die landschaftlich interessantere Strecke, wobei Du dann das Tal von Chamonix verpasst. Allerdings siehst Du das ja eh von der Aig. du Midi aus, also ich würds so machen.

Die dritte Variante wäre vom Formazzatal aus direkt ins Aostatal zu fahren. Dabei könntest Du z.B. den Monte Mottarone und den Lago Omegna mitnehmen (beides recht hübsch) und eventuell die Punta Indren in Alagna was sich sicher auch lohnt. Allerdings ginge das nur, wenn Du schon vorher in Zermatt warst, oder aber Zermatt von Cervinia asumachst (was sich auch lohnt), dann kommst Du allerdings nicht nach Saas Fee.
 
EPISODE VI

In der Vanoise würd ich mir Zeit lassen mir die Gegend anzuschaun, v.a. wenn Du noch nie da warst. In Plagne kannst auf den Bellecotegletscher hochfahren (auch wenn kein Sommerschibetrieb ist). Das lohnt sich in jedem Fall. Überlegenswert wär auch ein Abstecher nach Val Thorens, das Bellevilletal muss man eigentlich schon mal gesehen, wenn man sich für Schibegeistert hält. ;)

Ansonsten hat Marius völlig recht: Col d'Iséran ist Pflicht und sowieso der sinnvolle Weg nach Süden Richtung Les Deux Alpes. Dort zum Gletscher hochzulaufen ist easy. Brauchst keine Felle. Hab ich schon gemacht. Dauer vielleicht ne Stunde oder so (gibt keinen Weg). Stimmung da oben ist genial (o.k., bin auch bei Sonnenaufgang hochgelaufen, s. Bilder meine website).

Die Südseite vom Iséran (Maurienne) ist auch sehr hübsch und auch nett ab vom Schuss. Interessant auch das Schigebiet von Bonneval direkt sdlich des Passes. Danach wirds dann ab Modane recht langweilig. Du Wirst dann wohl über den Galibier fahren, weils einfach am direktesten ist, aber ich find den Pass nicht sehr berauschend, außerdem viel zu überlaufen. Aber gut, vielleicht muss man einfach mal dagewesen sein.

Der Abstecher zum Pic Blanc in Alpe d'Huez ist auch lohnenswert, die Kulisse ist gigantisch, allerdings natürlich nicht so viel anders als in Les Deux Alpes im Gletscherschigebiet.

Südlich davon hab ich nur beschränkte Kenntnisse. Tendenziell ist die Landschaft an der Route Napoleon eher langweilig, spannender ist es sich dicht am Alpenhauptkamm zu halten. Ein Abenteuer ist wohl der Col de Parpaillon, aber ich glaube ein entsprechendes Fahrzeug wäre da sinnvoll. Könnte auch sein, dass der Tunnel an der Scheitelhöhe jetzt endgültig gesperrt ist.

Schön auch der Col d'Agnel einer der höchsten Pässer der Alpen. Dahinter findet sich in Pontechianale vermutlich noch einer der leztten Marchisio ESL, das Schigebiet reicht bis auf 2700m, sollte recht interessant sein, allerdings weiß ich nicht, obs den ESL noch gibt.

Ansonsten kommt dann südlich die Cime de la Bonette als höchster Alpenpass. Die Passstraße ist noch recht hübsch, südlich davon wirds aber extrem langweileig bis auf die beiden Schluchten Gorges du Cian und Gorges du irgendwas anderes. Allenfalls kannst mal in Isola 2000 vorbeischaun, ist aber nicht viel zu sehen außer einem krassen Hochhausband und ner Menge Lifte.

Die Côte d'Azur ist dann wieder der Hammer. Schön vor allem das alte Städtchen Grasse. Etwas ab vom Schuss aber gigantisch der Grand Canyon du Verdon. Hier vor allem nördlich "Ufer"straße (die Einbahnstraße). Außedem Wanderweg am Grund des Canyons mit Tunnel über 1 km (unbeleuchtet!!!!).

Bei Ezé lohnt sich die Fahrt hoch etwas in die Berge = toller Blick auf die Küste runter. Cannes und Monacco sind eigentlich auch Pflicht. Italienisch Coolio & Stylio ansonsten natürlich San Remo. Küstenmeile zwischen Ventimiglia und Ipéria sowieso. Rückweg natürlich über Rennstrecke Liguria Uno :) Sprich Autobahn nach Génova und dann über Milano zurück nach Innsbruck. Dabei kämst Du sogar noch am Comer See und den Bergamasker Alpen vorbei, wo man allein noch mal ein Topic voller geiler Sachen drüber schreiben könnt. Außerdem wär da ja der Splügenpass als einer der schönsten Pässe der Region. Und... und... und.... ;)

Wenn Du genauer weißt, wo Du hinwillst, kannst mich noch mal fragen, dann kann etwas präzisere Infos geben.
 
so viel text les ich nich :P

sag mal trinc... bestünde von deiner seite interesse eine solche von dir beschriebene tour als "Sommertour 05" oder eher "06" anzubieten?

so praktisch als "Guido" äh "Guide"
 
kommt drauf an welches ;) wenn da keine kanten und kuppen drin sind, könnten wir auch den mit der tieferlegung nehmen :P

ansonsten: 06 ist bei mir auch favorisiert (siehe Signatur!)
 
Parpaillon ist ne höllische Schotterpiste, da ist nicht viel mit tiefgelegt. Ich wollt die immer mal mit meinem alten Quattro machen, der war zwar auch 25mm weiter unten, aber das ging noch i.A. Aber eine gewisse Bodenfreiheit brauchst schon. Was ich aber meinte ist quattro, darauf kommts an bei der Geschichte.
 
ok, bis sommer 2006 haben wir eh den q7 ... der sollte das locker packen :) steigfähigkeit ist die gleiche wie beim Touareg ...
 
Die Tour klingt mal sowas von geil, da wünscht man sich echt Zeit und Geld um mal vier oder fünf Wochen am Stück durch die Gegend zu gondeln...
 
Ich hab sowas mal nach dem Abi gemacht, allerdings nur zwei Wochen. Das war der Grundstein für mein Wissen über die Alpen. Die Tour damals ging:

1. Tag: München Garmisch Kaunertaler Gletscher St, Moritz Comer See Ligurien Marseille Camarque (Les St. Marie de la Mère). Dort Freunde getroffen.

2. Tag Grande Motte (nicht der Berg, der Badeort), Aigues Mortes, St. Marie.

3. Tag: San Remo und dann zurück an den Comer See.

4. Tag Comer See, sondrio, Val Malenco, Aprica, Passo Tonale, Marilleva, Nonstal, Gampenjoch, Meran.

5. Hafling, Timmelsjoch, Hochgurl, Sölden, auf dem Weg zum Gletscher Motorschaden (sprich 5h Zwangspause bis Sixt ein neues Auto am Start hatte). Dann weiter bis Malbun in Lichtenstein.

6. Tag: Laax Flims, Lukmanierpass, Locarno, Centovalli, Val Formazza (!!).

7. Val Formazza Passo San Giacomo (Wanderung), Simplon, Nufenen, Gotthardtunnel, Interlaken.

8. Tag: Mürren, Grimselpass, Furkapass, Gotthardpass, San Bernadinopass, Splügenpass, Madésimo, Comer See, Breuil-Cervinia

9. Tag: Breuil-Cervinia, Courmayeur, La Thuile, Kleiner St. Bernard, La Rosière, La Plagne.

10. Tag: Les Arcs, Tignes, Col d'Iséran, Courchevel, Mottaret.

11. Tag: Megeve, Chamonix (aig. du midi), furkapass, Gotthardautobahn, Ulm (mädel besucht)

12 Tag: Hannover.

Gut dass im Mietvertrag unbegrenzte Kilometer waren. ;) Ich bin etwas kreuz und quer gefahren, um das Wetter auszutricksen, das war nämlich eher mäßig (war im Oktober das ganze).

Na ja, würd ich so nicht noch mal machen, aber ich wusste hinterher, welche Gegenden ich mir noch mal in Ruhe anschaun wollte. Formazzatal z.B. und Madésimo hätt ich sonst sicher nicht endeckt, Passo Tonale vielleicht erst sehr viel später.... etc.
 
das hört sich doch interessant an, und vor allem die idee mit dem mietwagen :)
 
Na ja, das mit dem Mietwagen war ne Notlösung: keine Karre am Start halt. Sixt hatten als einzige an 19jährige vermietet. Ich bin Ihnen bis heute treu geblieben, das zahlt sich aus. Neulich Filmpremiere in Würzburg gehabt, BMW 530d bestellt, SLK gekriegt, da sagt man nicht nein.... :D

Ansonsten war die Tour schon durchaus interessant, aber heute würd ich trotzdem eher ein paar Gebiete raussuchen und da dann noch etwas genauer schauen. Aber so als Einstieg wars super, danach wusst ich ganz gut, was sich für mich lohnen würde, weiter anzuschauen.
 
Wenn man das Ganze noch etwas systematischer macht hätte ich auch großes Interesse, würde dann für die Beschaffung von Kartenmaterial und Fachliteratur zur Verfügung stehen. Wir können auch Referatsthemen verteilen... :D
Nee im Ernst, die West- und Südalpen kenne ich sehr lückenhaft, vor allem die italienischen Entsiedlungsgebiete müssen hoch interessant sein.
Dazu dann ein wenig Sommerskilauf oder ein paar leichte Hochgipfel (hmm, Grande Casse und Mont Pourri leider eher schwierig)
 
@ trincerone

ich muss dazusagen, ich war noch nie in Italien Skifahren, kenne bischer nur Deutschland, Schweiz und Österreich.

Das mit dem Stilfser ist mir so in den Sinn gekommen. Denn ich will ja in den nächsten Wochen mal nach Hintertux und aufs Kitzstein und einfach auch mal das Feeling Sommerski erleben. Ich bin da noch ein totaler Neuling.
Und wenn ich schon runterfahre, dachte ich mir machst noch nen Abstecher aufs Stilfser.
Denn das Stilfser Joch ist schon seit über 10 Jahren ein Ziel von mir, natürlich aus dem Skiatlas, denn als ich noch als Jugendlicher Mitte der 90er Jahre im Skiatlas geblättert habe ist mir das Stilfser immer aufgefallen. Und ein reines Sommerskigebiet hat ja auch irgendwie den Reiz. Und jetzt soll es dranglauben, und wenn ich schon in Südtirol bin, macht ja wahrscheinlich auch der Schnalstaler Sinn??
Mein Route würde so ausschauen:
Stilser Joch,
Schnalstaler Gletscher
Hintertuxer Gletscher und zum Abschluß
Kitzsteinhorn
ich denke damit ist ne gute Woche damit ausgefüllt....
Was und wie ich dann am Ende dann ansteuer, darüber mache ich mir dann so 10 Tage vorher gedanken, wenns um Unterkünfte geht...
 
@fiescher:

wird sicher interessant. Das Joch ist von der Größe des Schigebiets her ja durchaus akzeptabel oder eher überdurchschnittlich, der HU ist auch gut. Nur 6er KSB mit Gletscherstützen oder so darf man halt nicht erwarten. Ich persönlich zähle es zu meinen Lieblingsschigebieten. Toll ist neben dem Style halt auch die Exposition: Süd und West! Da hat Sommerschi richtig flair. Auf den Nordängen in Tirol ist das nicht so extrem. Sowieso ist Italien, was das Sommerschifeeling angeht meines Erachtens das Nonplusultra. Pistenangebot und Schneequalität mögen in A besser sein, Aufstiegsanlagen zumindest moderner als in I. Aber dieses richtig krasse Sommerschifeeling hat man nach meiner Erfahrung am stärksten in Italien, der azurblaue Himmel, die Sonne des Südens (o.k. die paar km machens da ja eigentlich nicht... ;), aber auch die Tatsache, dass die Täler nach Süden offen sind, das hat schon was.

Kannst ja hinterher mal das Joch mit den öster. Gebieten vergleichen (welche ihre eigenen Qualitäten haben, keine Frage), bin mal gespannt ob es Dir auch so geht wie mir.
 
wenn's wetter mitmacht, werd ich am montag am stilfser sein so bis mittag.... 8)
 
Bitte die Cam nicht vergessen!

@Fiescher: vielleicht läßt sich ja ein Treffen organisieren?
 
cam vergessen? ich? also alpi.... :roll:
 
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