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Sparen bei den Armen !!!

Naja, wenn du dir heute Skifahren leisten kannst, dann gehörst du wohl kaum zum Proletariat, oder? ;) Und soviel ich im TV gehört habe, soll es ja keine Steuererhöhung geben, wo ist also das Problem?
 
Ein Hartz IV Empfänger dürfte sich wohl auch jetzt kaum nen Skiurlaub leisten können (seh auch nicht ein, wieso).

Auch ein Staat kann nicht dauerhaft über seine Verhältnisse leben. Da Steuererhöhungen kaum noch möglich sind, wird jetzt eben an den Ausgaben gekürzt. Zugute halten muß man immerhin, daß Bildung und Forschung nicht angetastet werden. Und der bisher massiv subventionierte Flugverkehr darf IMHO auch ruhig mal einen Beitrag leisten, auch wenn dann der Flug nach Malle vielleicht 10.- mehr kostet. Die für den "Normalverdiener" wichtigen Parameter wie Einkommensteuer und MWSt. bleiben ja unverändert.

Immerhin passiert jetzt überhaupt mal was bei Schwarz-Gelb. Von Regieren konnte da ja bisher nicht die Rede sein.
 
Den Hotel(Lobbyisten) schiebt man Milliarden in den Ar... (und dann sinken nicht mal die Preise), doch bei den Armen sparen - da kann man nur den Kopf schütteln.
Natürlich haben wir schon lange über unsere Verhältnisse gelebt und Skifahren ist sicherlich nicht der Sport für Hartz IV Empfänger,
aber wenn schon gespart werden muss, dann bitte gerechter >z.B. zurücknahme halber MWST-Satz für Übernachtungen, Wehrpflicht abschaffen< oder Einnahmen erhöhen > z.B Spitzensteuersatz erhöhen, mehr Finanzbeamte<- Ach ne, geht ja nicht, trifft ja alles das Klientel von Schwarz/Gelb....

Wenigstens muss der hoch subventionierte Flugverkehr endlich mal bluten, da war wohl die Lobby nicht stark genug -EDIT, oder wohl doch? http://www.stern.de/politik/deutschland/sparplaene-der-regierung-schwarz-gelbe-eseleien-1572236.html.

Hoffentlich bekommen Merkel und Westerwelle bei den nächsten Wahlen ordentlich eins auf die Mütze, auch Hartz IV Empfänger sind Wähler :twisted:

Hier noch ein Artikel von Spiegel-Online über die Gewinner und Verlierer: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,699227,00.html

Gruß Seilbahnfreund
 
Hoffentlich bekommen Merkel und Westerwelle bei den nächsten Wahlen ordentlich eins auf die Mütze, auch Hartz IV Empfänger sind Wähler
Hauptproblem der Politik, diejenigen die schmerzhafte aber notwendige Dinge beschliessen, werden abgewählt.
Gewählt werden wieder die mit dem Motto: "Wir wollen, das es allen besser geht", was nicht finanziertbar ist und so werden die wieder abgewählt und das Spiel beginnt sich im Kreis zu drehen und dadurch kommt man kaum vom Fleck.
 
Pilatus schrieb:
Naja, wenn du dir heute Skifahren leisten kannst, dann gehörst du wohl kaum zum Proletariat, oder? ;) Und soviel ich im TV gehört habe, soll es ja keine Steuererhöhung geben, wo ist also das Problem?
Nunja, wenn der Arbeitsplatz sicher wäre, aber wer weiß das schon, in Hartz IV ist man schneller als man glaubt, fast jeden in D kann es treffen, wer Heute Studiert der weiß nicht ob er einen Job findet.
Der Staat braucht viel Geld und das holt er sich, egal wo, sei es bei den Autofahrern ( Maut oder Sprit ) oder Abgaben, wenn bei den großen Konzerne gespart wird dann legen die das auf uns um :? Die hätten die Reichensteuer einführen sollen :ja:
 
Meinetwegen kann man den Spitzensteuersatz ja wieder auf Werte wie in den 70er jahren erhöhen.
Ich denke, dass es den Spitzenverdienenrn damals auch nicht ganz so schlecht ging.

Aber Reichensteuer - was soll das sein - Vermögenssteuer? Neidsteuer?

Die beschlossenen zusätzlichen Einnahmequellen wie Abgaben hinsichtlich Brennelemente, im Flugverkehr und für die Banken sind ja schonmal ein Schritt in die Richtige Richtung, nämlch weg von der lobbygesteuerten Politik.

Ansonsten wäre es noch begrüßenswert, wenn endlich die Subventionierung von Skigebietsmodernisierungen mit Pistenbau, Speicherteichen etc. gänzlich gestrichen würde.
*duckundwech*
 
Die Situation bei Schwarz-Geld ist allemal besser als in Österreich:
Klar, neue Steuern einführen und sparen, was denn sonst meint SPÖ-ÖVP. Aber natürlich nicht bei der ÖBB, der ÖGB, ex-Finanzministern, Beamten, Superreichen und Politikern. Wer darf's letztendlich bezahlen? Der Mittelstand, weil der ja sowieso erst so wenig zahlt :rolleyes:
 
Natürlich ist bei einer Absenkung von Sozialleistungen Protest vorprogrammiert. Aber wenn man man einsparen muss (Verfassungsgebot Schuldenbremse), dann kommt man nicht umhin, sich an den größten Haushaltsposten (z. B. Soziales ü. 51%!) zu vergreifen. Wie soll denn das sonst gehen. Ist privat ja auch nicht anders.
 
valdebagnes schrieb:
Hoffentlich bekommen Merkel und Westerwelle bei den nächsten Wahlen ordentlich eins auf die Mütze, auch Hartz IV Empfänger sind Wähler
Hauptproblem der Politik, diejenigen die schmerzhafte aber notwendige Dinge beschliessen, werden abgewählt.
Siehe Schröder. Am Anfang seiner Zeit als "Spaßkanzler" mit der "Politik der ruhigen Hand" überall beliebt, später dann für dringend notwendige Reformen abgestraft. Dabei wird das was er gemacht hat im Nachhinen von den meisten als unumgänglich angesehen, wenn auch nicht laut ausgesprochen da halt immer noch unpopulär.
Da ist der Wähler schon auch sehr kurzsichtig. Sparen bitte ja, bei allen nur nicht bei mir. Und gewählt werden die größten Sprücheklopfer und hinterher wundert man sich wenn mal der Kuschelkurs verlassen wird :D
 
Schön das die Regierung endlich mal erkannt hat, dass wir über unsere Verhältnisse gelebt haben :roll:
Gut das die das nicht so machen wie die Griechen und es erst dann wahrnehmen, wenn sie nicht mehr zahlen können!
Aber es wird doch in der Gesellschaft vorgelebt sich alles auf Pump zu kaufen. Da das haus, hier das Auto, dann noch raten bei Saturn und Media Markt und los gehts!
Thema Arbeitslose:
Wer eine Arbeit (egal welche) die ihm vom Amt vermittelt wurde, ablehnt, bekommt 20% weniger und bei der nächsten noch mal 20%.
So bekommt man die Leute, die mit Hartz4 "gut" leben können ans arbeiten oder auf die Straße.

Alleine für mich hat das Kreiswehrersatzamt 100€ Sprit bezahlt :roll: Um mir dann nach 4 Monaten doch einen Brief zu schicken, wo T5 drinn steht :roll:

Armes Deutschland!

Aber wir müssen ja auch sparen, weil wir die Bürgschaften der PIGS bezahlen müssen! Ach nein, dann werden noch mal 700 Milliarden in das Faß ohne Boden geworfen.

Dieses System besteht nur noch, weil sich keiner traut den Geldhahn zu zudrehen. Jeder aber wirklich jeder lebt verdammt gut! Wenn man es mit früher vergleicht. Nur weil Du jetzt 500€ weniger im Jahr zum Ausgeben hast, gehst du doch nicht auf die Straße, du lebst doch noch gut genug. Des Weiteren wird das Volk dumm gehalten und alles verschleiert, schade, dass man jetzt nicht "armes Deutschland" sagen kann. Es ist in fast jedem Staat ähnlich.

Sommerloch-Themen sind klasse :)
 
Warum geht man nicht mal an die Geschenke für Besserverdienende wie Private Krankenversicherung ran?
Würde auch eine Ausgabenentlastung bringen, wenn die Zuschüsse an die KKV zurückgefahren werden könnten.
 
Wenn die Gerechtigkeit in Deutschland darin besteht, einem Arbeitnehmer, der es in Kauf nimmt jeden Tag z.B. 1,5h in die Arbeit zu fahren, den kleinen Ausgleich (denn viel mehr ist das Kilometergeld nicht) zu streichen, statt gerade bestimmten!! (nicht allen) Hartz IV-lern in den Allerwertesten zu treten, dann gute Nacht!! Mehr als armes Deutschland fällt mir nicht mehr ein. Wir sind nur noch ein Volk von Neidern geworden.
Ja, jeder sollte seinen Beitrag leisten, aber die Sozialabgaben sind unser größtes Problem. Daher muss hier auch der Rotstift angesetzt werden.
Ich wüßte genügend Arbeit für den Niedriglohnsektor, nur kann man diese ja niemandem mehr zumuten. Die Spargelbauern z.B. lassen grüßen...
 
ja der sozialsektor ist unser problem, nicht aber die menschen die von den sozialausgaben leben. wenn man meint von den mickrigen h4 beträgen ein leben in luxus führen zu können, dann frage ich mich immer wieder warum diejenigen, die das behaupten sich jeden morgen aus dem bett quälen?
ich studiere weil ich kein solches leben führen möchte! missbrauch wird es immer geben, damit muss man sich einfach abfinden!
ich empfinde das ständige treten nach unten viel mehr als neid, als wenn man darüber diskutiert, das kilometergeld abzuschaffen.
aber auch da hast du recht: es muss ein einfacheres steuersystem her, gerne auch mit niedrigeren abgaben. dafür müssen dann aber alle vergünstigungen gestrichen werden! dazu zählt auch das kilometergeld! ob man das mit einer flat tax erreicht wage ich aber zu bezweifeln, befürchte davon profitieren mal wieder ausschließlich die spitzenverdiener.
 
Auch wenn es mich nicht direkt betrifft finde ich die Diskussion sehr interessant. Im "Universität und Studium" Topic wurde geschrieben, dass die Sozialabgaben z.B. bei einem Bruttolohn von 3800 EUR fast 50% betragen. Wieso sind die Steuern für den Mittelstand so hoch? M.E. sollte allenfalls eine Umverteilung von ganz oben nach ganz unten stattfinden, auf Höhe des Mittelstandes sollte m.E. keine Umverteilung nach unten mehr statt finden? Das die Steuern für die Reichen zu tief sind kann ich ehrlich gesagt auch nicht glauben wenn man z.B. die zahlreichen Unternehmer anschaut, die ihren Sitz in die Schweiz verlegen.

Warum geht man nicht mal an die Geschenke für Besserverdienende wie Private Krankenversicherung ran?

Wird in DE die Private Krankenversicherung von Staats subventioniert (und damit meine ich über das Mass, mit welchem die Allgemeine Versicherung subventioniert wird)?

Wie sich hier einige für Rotgrün ins Zeug legen wundert mich schon ein bisschen, v.a. weil man sich ja anderstwo über jegentliche staatliche Regulierung grün und blau ärgert (Skigebietserweiterungen und so ;) ). V.A. ist das für mich eine Absage an die Leistungsgesellschaft (die man durch umverteilende Massnahmen etwas "humaner" gestalten kann, im Endeffekt aber das einzige System ist, das der Biologie des Menschen gerecht wird und diesen dazu bringt, das Maximum aus seinen Fähigkeiten herauszuhohlen), was ich sehr bedauerlich finde und mich ein bisschen an die griechische Mentalität erinnert ;)
 
Nur mal zur Erinnerung im Hinblick auf eine sogenannte "Reichensteuer", "sparen bei den Armen" und "soziale Politik":
Unter SchwarzGelb Kohl lag der Spitzensteuersatz bei 53% und wurde unter RotGrün Schröder auf 42% gesenkt. Jetzt wird unter Schwarzgelb Merkel überlegt, ihn wieder anzuheben.
 
@Pilatus
Bis € 4.162,50 mtl. Bruttogehalt (Beitragsbemessungsgrenze)ist man in der gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert.
Kommt man darüber, kann man die gesetzliche KV verlassen und zu den Privaten wechseln.

Daraus resultiert die Tendenz, dass bei den Privaten die jungen, gesunden Gutverdiener relativ niedrige Beiträge zahlen, während bei der gesetzlichen KV, zugespitzt formuliert, sich die Einkommensschwachen, Kranken und Alten sammeln.

Falls ich doch noch Sonnenkönig im nicht gebauten Berliner Stadtschloss werde, würde ich die Beitr.Bem.Gr abschaffen und die Versicherungen gleichstellen.
Dazu noch die Rente ähnlich der Schweizer AHV gestalten.

@3303
Das BVG hat konfiskatorische Steuern (>50%)für verfassungswidrig erklärt. Drum ist auch die Vermögenssteuer weg.
 
Fab schrieb:
@3303
Das BVG hat konfiskatorische Steuern (>50%)für verfassungswidrig erklärt. Drum ist auch die Vermögenssteuer weg.
OK. Aber abgesehen davon, dass der Spitzensteuersatz als Zahl isoliert betrachtet ohnehin nicht besonders viel aussagt, erklärt das aber nicht die Senkung auf 42%, oder?
 
Bis € 4.162,50 mtl. Bruttogehalt (Beitragsbemessungsgrenze)ist man in der gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert.
Kommt man darüber, kann man die gesetzliche KV verlassen und zu den Privaten wechseln.

Aber man ist weiterhin verpflichtet, sich eine Versicherung zu halten? In der Schweiz ist es so, dass die Private Versicherung nur noch eine zusätzliche "Luxus" Versicherung zur obligatorischen Grundversicherung ist. Wenn du also eine Operation brauchst (wegen etwas nicht akut lebensbedrohendem), dann liegst du mit der privaten Versicherung morgen auf dem OP Tisch, ohne die Zusatzversicherung in drei Monaten ;) Diesen Komfort erkauft man sich mit ein paar hundert (für ältere Patienten wohl eher tausend) Franken mehr im Jahr. In der Schweiz ist aber anscheinend eher das ungekehrte der Fall. Hier ist es so, dass ein Privatversicherter die Allgemeinversicherten quersubventioniert was m.E. auch ungerecht ist.
 
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