Kurzzusammenfassung für die Eiligen
- Schnee genug
- Mittlerweile alle Anlagen offen
- Parken am Spitzingsee das übliche Drama
Flutlicht-Ski am Freitag, 21.01.2021
Letzte Woche startete lt. Homepage die "Flutlichtsaison" des Gebiets. Da es selbst in Vor-Corona-Jahren nicht immer geklappt hat, dass Flutlicht und persönliche Planung übereinstimmten, gingen wir das dieses Wochenende schon an. Bilder habe ich leider keine, der Akku meines Smartphones hat sich als alt und kälte-anfällig erwiesen, hier musste ich also sparen, denn die 2G Nachweise schienen mir wichtiger als Bilder bei starken Schneefall...
- Schnee hatte es genug und anhaltenden Dauerschneefall gabs auch noch
- Der Andrang hat mich überrascht, es war in meinem Augen abends sehr voll
- Die Schlange zur Kasse aber sehr lang: Am Gebäude entlang Richting Lifteinstieg, dann Richtung Parkplatz und dort fast vor bis zur Einfahrt
- Wartezeiten am Lift dafür kaum
- Die einzige Piste recht schnell zerfahren und an den neuraligischen Stellen bucklig
Challenge: Jagahüttn war abends geschlossen, also ging Essen nur an der "Basisstation". Die Pizza dort war aber erstaunlich lecker. Natürlich reicht die Kapazität dieses Teils als einzige Versorgungsmöglichkeit kaum aus. Die draußen auf Pizza wartenden Mitfahrer waren schon sehr blaß gefroren, als ich mit den Pizzen kam. Im Hotel waren wir dann ein paar Minuten zu spät für die Corona-Sperrstunde um 22:00 Uhr. Also Abendtrunk Leitungswasser ausm Zahnputzbecher...
2G Nachweis wurde sowohl beim Kartenkauf als auch beim Einlass in die "Basisstation" kontrolliert (Scan + Ausweis). Maskenpflicht am Lift wurde eher lockerer gesehen.
Samstag, 22.01.2021
Ein Blick aufs Auto versprach über die Nacht locker 30cm Neuschnee. Die aus dem Frühstückraum beobachtbare Autokolonne die sich den Weg zum Parkplatz suchte ließ uns nichts Gutes hoffen und wir hatten uns schon mental damit abgefunden, wohl vom Ort zur Stümpflingbahn laufen zu müssen. Daher kam nicht gerade Elan und Eile auf, mit der Folge dass sich der Stau komplett aufgelöst hatte als wir endlich angezogen waren und das Auto vollgepackt hatten. Also wollten wir zum ersten Mal die Vorzüge des Allrad-SUV testen und haben es gewagt, zum Parkplatz zu fahren. Was soll ich sagen: halb leer, Parkplatz direkt an der Piste bekommen. Es waren also wohl nur die Straßenverhältnisse die zum Stau geführt hatten. Später haben uns andere Skifahrer erzählt, dass sowohl die Zufahrt über den Spitzingsattel als auch die Mautstrecke von Rottach aus nur noch mit Allrad oder Ketten befahrbar gewesen sein.
Dieses Mal auch keine Schlange beim Kartenkauf (abends wollten sie und leider keine Karten für den nächsten Tag verkaufen). Check der 2G Nachweise vor der Kasse durch extra Security. Handhabung von "schulpflichtigen Kindern" sehr entspannt, hier waren keinerlei Nachweise "bis 18" erforderlich - was Skifahrer aus anderern Bundesländern doch durchaus überrascht hat.
Am Stümpfling-Lift morgens Kontrollen durch Ordungs-Amt und Sicherheitsdienst, da kam keiner ohne Maske rauf.
Schneebedingen waren herausfordernd. Es schneite in einer Tour weiter, so wechselten sich Pulverschnee-Berge mit "Grundeis" ab. Das war recht anstrengend und wir konnten auch viele Stürze beobachten. Bis Mittag hilten wir uns im Bereich Stümpfling, Valepperalm und Sutten auf - wie die meisten anderen auch... Essen dann auf der Sutten-Seite in der Wildbachhütte. Kann ich sehr empfehlen, natürlich viel ruhiger als alles auf der anderen Seite - und auch sehr lecker.
Nachmittags dann eine Skigebiets-Tour mittels Osthang-Schlepper Richtung Firstalemen und Drei-Tannen-Lift. Positiv: Seit wann ist den der kurze Seillift nach dem Osthang-Schlepper aufgebaut? Das war ja früher immer eine miese Zieherei, jetzt gehts. Übergangs-Piste durchaus Angstgegner für weniger erfahrene Skifahrer: Schmal, bucklig. Das kann mit mehr Andrang durchaus kritisch werden. Mein Hightlight war ja tatsächlich der Drei-Tannen-Hang. Schien mir weitgehend unpräpariert zu sein, durch Schneeverwehungen eine schöne Wellenbahn. Hin und wieder gibt eine Eispallte auf einer Kuppe den Blick auf den Untergrund frei. Der Schlepper dort dreht mittlerweile auch seine Runden, gefühlt ist da aber nie einer mitgefahren - leider waren auch meine Mitfahrer nicht sehr begeistert, sonst hätte ich da einige Fahrten gemacht, schon rein aus nostalgischen Gründen. Was hatte ich in diesem Schlepper den Bügel im Knie mit Zwergerl neben mir... Die Fahrt durch den Wald zum Kurvenlift ist wirklich wunderschön, IMHO gegenüber "früher" aber geändert, man wird nicht mehr nach der Talstation Drei Tannen zum Kurvenlift geführt, sondern schon davor, schön durchs Gemüse.
Gegen halb vier wollten die Mitfahrer dann nicht mehr, also sind wir quasi mit den Skiern bis in den Kofferraum gefahren...

Zahlreiche Autos wurden aus dem Parkplatz geschleppt, die Prozesse und Beteiligten sind aber sehr routiniert und hilfsbereit. Abreise in Region Ingolstadt ohne Probleme. Samstag schien ggü. Sonntag die richtige Wahl gewesen zu sein.
Alles in Allem schöne 1,5 Tage. Auch Schlepperfahren kann schön sein! Ganzheitlich betrachtet ist das Gebiet aber irgendwie im letzten Jahrtausend stecken geblieben. Teile der Infrastruktur können sich mit moderneren Gebieten nicht messen - damit meine ich nicht die Beschneiung oder die beiden Sessel-Lifte, es ist das Ganze drum herum. Der Parkplatz ein ungeräumter Albtraum, keine Möglichkeit sich irgendwo halbwegs im Trockenen anzuziehen, von dem Depot reden wir mal gar nicht. Auf der Habenseite ist aber ganz klar der Preis: Tagesskipass Erwachsener 39 EUR, Kinder 19 EUR, Familienskipass 96 EUR. Mittagessen für vier mit Trinken um die 50 EUR.
Wiederholungsfaktor 100%, allerdings mal unter der Woche, wenn München arbeiten muss...